Wanda70
Juniormember
 
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« Antworten #4 am: 10. März 2005, 22:04:53 » |
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Hallo Alue, Holger und Wolfgang! Zuerst danke für die Zeilen und die detaillierte Erläuterung zum Thema Psychiater/Psychologe/Nervenarzt. Ich war seinerzeit bei einem Psychotherapeuten, welcher aber auch noch Arzt für Allgemeinmedizin ist. Dass der Neurologe mit Nervenleiden zu tun hat, wusste ich, daraus resultierte auch meine Frage, ob dieser auch wegen Ängsten etc. aufgesucht werden kann. Das kommt daher, dass ich jemanden kenne, der deswegen bzw. Depressionen beim Neurologen in Behandlung ist und ich daher auch schon mal daran gedacht habe. Es geht mir eigentlich auch nicht darum, dass ich permanent Medikamente nehme, aber ich musste mich sehr oft quälen und habe mir daher oft gewünscht, dass ich mal etwas verschrieben bekomme, was Erleichterung bringt. Ich hatte den Eindruck, der Psychotherapeut will das Übel lediglich mit Gesprächen beseitigen, zu denen ich ebenfalls nur mit Angstgefühlen gegangen bin. Ich weiß auch bis heute nicht, ob mir die Psychotherapie geholfen hat; sicher irgend etwas muss sie gebracht haben, denn es ist ja doch besser geworden. Ich denke allerdings auch, dass man das Angstproblem nicht völlig heilen kann, wie wir es bei anderen Krankheiten gewohnt sind, ich glaube man muss immer damit rechnen, dass es wiederkommt. Ich habe seit über 10 Jahren immer wieder Angstzustände, sie kommen und gehen, aber sie verschwinden nie völlig. Es ist wohl auch die Angst vor der Angst. Auf die Frage, was an der Therapie genau nicht in Ordnung war, kann ich gar nicht genau antworten. Sicher, es wurde die Vergangenheit aufgearbeitet, ich musste Bilder malen, von Träumen erzählen, aber ich konnte wirklich nicht herausfinden, was die Ängste auslöst. Auch hat mir der Psychotherapeut nicht gesagt, was er denkt, was der Grund wäre. Während und nach Ende der Behandlung ging es mir gleich bleibend gut/schlecht und schlussendlich bin ich nicht mehr hingegangen. Mir war allerdings der Therapeut auch nicht so sonderlich sympathisch, vielleicht hätte ich da auch mehr drauf achten müssen und ehrlich diesbezüglich sein müssen, denn das war ich nicht. Ich hatte übrigens auch nie Angst zu ihm zu gehen, mir war es auch nicht irgendwie peinlich, denn in der Hinsicht waren mir alle anderen völlig egal, ich wollte nur, dass mir geholfen wird. Außerdem war der Terminkalender/das Wartezimmer gut besucht/belegt, ein Indiz dafür, dass ich nicht die Einzige bin, sondern viele viele meiner Mitmenschen Ängste etc. mit sich herumschleppen müssen. Das hat mich getröstet. Ich stimme 100%ig der Aussage zu, dass ein gesundes Selbstwertgefühl der Weg in die Stabilität ist; ich bin nämlich auch zu diesem Ergebnis gekommen, dass dies mein Schlüssel zur Bewältigung der Probleme ist, denn daran fehlt es mir tatsächlich etwas und daran arbeite ich!! Nochmals vielen Dank für die Tipps und Meinungen, viele Grüße, Wanda
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