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Autor Thema: "Underneath" - Blick in Kleinsusis Welt (Mein "Tagebuch")  (Gelesen 5604 mal)
Kleinsusi
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« Antworten #75 am: 12. Juli 2005, 10:20:54 »

...

wie schlecht war ich bloß???
was für eine egoistin war ich eigentlich???
wie konnte ich - wenn auch nur dieses eine mal - an mich denken???

mit solchen fragen, plagte sich mein kopf. der chris hatte mich voll unter kontrolle!!!

ich schmiss so oft das fenster zu, doch dann rief er mich so lange an, bis ich wieder ran kam. er hätte, wenn ich das handy ausgestellt hätte, meine mutti noch wachgeklingelt - denke ich. deshalb ließ ich es an. ich traute mich auch nicht, irgendetwas auszustellen. denn ich wusste, dass er dann andere mittel und wege gefunden hätte, um zu bekommen was er wollte.
ich landete also mit jedem mal daueranrufen wieder am fenster.

außer, dass ich die situation nicht mehr aushielt, war es spät nachts und ich musste am nächsten morgen früh aufstehen. denn im gegensatz zu ihm - hatte ich durch meine lehre einiges um die ohren, dem ich aber nicht standhalten konnte.
denn chris riss mich immer wieder in ein so großes loch, dass es unmöglich war, andere gedanken als meine schuldgefühle ihm gegenüber zu fassen.

er nahm eigentlich nie rücksicht darauf, dass ich auch mal schlaf brauchte.
gerade in dieser situation, machte er es mir zum vorwurf, dass ich ihn dort einfach stehen lassen wollte. dann würde ich ja wieder nur an mich denken.
denn er schlief tagelang nicht, aß nichts mehr, trank alkohol und spielte auf seiner gitarre traurige lieder, die er mir widmete...
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« Antworten #76 am: 12. Juli 2005, 11:08:53 »

***Es ist vorbei***

nun sollte der kontakt zwischen uns also sein ende gefunden haben.
ich war mit meinen nerven wieder so weit unten, dass nichts mehr ging.
außer in der nacht nicht zu schlafen, in meinem dunklen zimmer sitzen, traurige musik hören und zu weinen.

natürlich wurde dieses "es ist vorbei" nicht wieder einfach so hingenommen, sondern in fiesen texten und gestreite ausdiskutiert.

sollte er es also wirklich wollen, so bestand ich darauf, dass er seinen plüschhund zurück bekommt. denn ich wusste wie viel er ihm bedeutete und ich konnte nicht damit leben, ihn weiterhin bei mir zu haben.

wir trafen uns dann auch. aber was dabei rauskam war, dass ich den hund immernoch hatte, weil er ihn nicht wieder zurücknehmen konnte. und vorbei war doch nichts. wir drehten uns nur im kreis.

es ging nicht miteinander - es ging nicht ohneeinander.

es war schon irgendwann lächerlich...
wir diskutierten unzählige male darüber, dass ab sofort alles vorbei ist, dass er den hund wiederhaben soll...

immer wenn der eine nicht mehr konnte - eigentlich konnten wir beide nicht mehr...
dann wurde drüber nachgedacht, wie hilfreich es doch wäre, wenn man sich ab sofort nicht mehr kennen würde. aber wir blieben immer wieder auf der selben stelle stehen. denn wie sehr wir den anderen auch für das hassten, was er uns antat oder anders: was wir wegen dem anderen durchmachen mussten...

irgendwann kam dann immer der moment, in dem einer von uns anfing zu weinen oder von der vergangenheit oder der zuneigung zu dem anderen erzählte...
und schon wussten wir beide sofort wieder, dass wir es niemals wirklich schaffen werden, voneinander loszukommen. denn ohne den anderen ging es nicht.

somit machten wir uns immer weiter kaputt und die wunden wurden immer tiefer...

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« Antworten #77 am: 12. Juli 2005, 14:56:48 »

***Auf der Treppe***

eines abends - es war schon fast wieder mitternacht - saß chris plötzlich vor meiner haustür. er war total am ende und weinte. ich lag schon im bett, zog mir aber sofort meine sachen an und rannte runter.

es war winter und es war kalt. und er saß dort mitten auf der kalten treppe. ich war verzweifelt.
was sollte das bloß noch für ein ende nehmen???

er schien schon total runtergekommen. man konnte deutlich riechen, dass er wieder alkohol getrunken hatte. er roch schon fast ständig nach alkohol.

nun saßen wir dort beide. ich nahm ihn in den arm und versuchte ihn zu beruhigen, aber er sagte mir immer wieder, dass er nicht mehr leben wolle. er sah keinen sinn am leben und keinen ausweg aus seinem schmerz.

wenn ich an sein gesicht denke, wie es aussah, als wir uns kennengelernt hatte und dann das, was nun aus seinem gesicht geworden war...
man sah den deutlichen unterschied und es schmerzte, wenn man in seine großen, braunen, depressiven augen sah. es tat mir so sehr weh, dass es mich immer weiter in tiefe depressionen stürzte. ich wollte ihm helfen. doch die art von hilfe die ich ihm geben wollte, war nicht die art von hilfe, die er brauchte. er wollte mich für sich - für eine beziehung. so hätte er eher das gefühl gehabt, ich wäre sein. jedenfalls habe ich das der ganzen situation so entnommen...


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« Antworten #78 am: 12. Juli 2005, 15:00:21 »

***Wenn er es lesen würde***

manchmal frage ich mich, was er denken würde, wenn er diese zeilen hier liest...

ich frage mich, ob er vieles total anders hindrehen würde, oder doch ehrlich zu sich selbst wäre...
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Kleinsusi
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« Antworten #79 am: 12. Juli 2005, 15:13:07 »

***Die Treppe***

meine mutti war nicht sehr begeistert davon, dass ich spät abends aufstehe und abhaue. erstens macht sie sich immer sehr viele sorgen um mich und zweitens, musste ich am nächsten tag zur berufsschule.
so kam sie dann irgendwann hinterher und ich bekam sie da nur schwer wieder weg. ich wollte nicht, dass chris sich zusätzlich noch schämt vor meiner mutti oder ähnliches.
sie wollte unbedingt, dass ich ihn mit nach oben nehmen, damit wir nicht draußen in der kälte auf der treppe sitzen.

so bekam ich ihn dann irgendwann von der treppe hoch und nahm ihn mit nach oben. sehr wohl, kam ich mir dabei nicht vor. natürlich hatte ich nun auch ein total schlechtes gewissen meinem freund gegenüber.

ich war sehr erschrocken darüber, wie weit das nun alles schon gekommen war. immerhin saß er nun schon nachts einfach vor meiner haustür und weinte...
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Kiramarie  
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« Antworten #80 am: 12. Juli 2005, 15:26:15 »

hallo schwesterchen.....

ups ...bin schon erst mal ein wenig sprachlos......und den Tränen nahe ....knuddel dich mal lieb....so lieb hat noch nie jemand  über mich geschrieben....schon niemand der auch so ein Mensch...iss wie der .....der hier gerade beschrieben wird......leider kommt da viel zu oft  falscher Neid hinzu .....den man auch hier zu spüren bekommt.....hm ich glaube ich bin nicht hier ...um neid zu ernten.....da gibt es keinen anlass zu.....wollte das nur mal schnell  loswerden...die leute die ich meine ....sollten dann bescheid wissen ......sorry .....*schmunzel  es iss  doch nicht schlimm das heute schon dienstag iss .....ich finde es schön das wir uns überhaupt schreiben,.....das iss mir wichtiger ....als alles andere ......vorallen welcher tag....
naja  ob wir wirklich den Weg aus den irrgarten herausfinden bezweifel ich auch ......für mich wird es in moment  wirklich immer mehr zum irrgarten ohne weg.....ich fühle mich so gefangen ...und sehe keinen ausweg ....habe mich leider da ganz schön verlufen.....und bin verzweifelt und am suchen wie ich an der Stelle zurück komme wo ich gewesen  bin....es gibt keine hinweise ...nein ...rein gar nichts ...überall sieht es gleich aus und ich irre hindurch.....ausser immer mehr verzweifelung sehe ich in moment nicht ....tztztz...kann nicht irgendwo ei hinweis gefunden werden.....damit  man  nur einen winzigen Funken  am horizont sieht......das macht mich traurig.....
es läßt mich in moment mal wieder arg  zweifeln ......warum mich  die leute angreiffen....mich verletzten ..oder falsch verstehen.....wo iss der glaube  des menschen hin .....oh blödsinn.....wo iss der mensch hin  ....wie kann man seine augen nur immer wieder verschliessen.....so bald wie was unangenehm wird sind die menschen weg .....und gerade die sorte menschen die nie hift .....das sind die ....die immer nur jammern und selber hilfe benötigen....und die die nicht den finger sondern die  ganze hand nehmen......aber gerade die sorte läuft immer blind durch das leben......
hm es iss schön als engel bezeichnet zu werden .....weil engel wirklich was besonders sind ....hm aber so bezeichnet zu werden macht mich sprachlos ...und weiß irgendwie nicht genau ...wie ich mich verhalten soll....bin natürlich gerührt...hm sowas hört man nicht alle tage....dann sind wirklich liebe worte ....und dank erst mal.....aber als engel sehe ich mich nicht an....möchte doch nur für die menschen da sein....die mir was bedeuten .....die für mich da sind....ich möchte ihnen versuche zu helfen ihnen zuhören.....sie aufzubauen .....wenn ich das noch niemals bei mir schaffe .....dann vielleicht bei anderen......hm ob  gott wirklich so ein vertrauen in mir hat......dann will ich mal weiter sein engel sein .....und ihn helfen .....das zu verbreiten  was er mir als aufgabe gegeben hat....nja ich denke mal das ich hier nicht der einzigste  engel bin ......einen schreibe ich gerade diese Zeilen......und bin froh das ich ihn hier kennnen gelernt habe....weil wenn er schreibt .....dann sehe ich viel mich selber schreiben....als hat gott  dir und einigen anderen auch diese aufgabe gegeben ......und wir sollten zusammen..halten und versuchen uns so gut wie es geht zu unterstützen.....und das was wir sind ...versuche an andere weiter  zu leiten......vielleicht erreichen wir eine bessere welt .....wer weiß das schon.....vielleicht gibt es bald nur noch solche besonderen menschen wie wir das sind......so und nun bin ich froh .....mein schwesternengel hier kennen lernen dürfte .....und da werde ich gott für danken.....und natürlich auch das ich die anderen hier kennen lernen durfte .....ich denke die jennigen wüssen wenn ich meine ....knuddel euch alle mal....

und ganz besonders knuddel ich dich mein seelchen.......durch dich habe ich einiges neues erfahren .....danke dir daür ......

ciaooo kiramarie
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Kleinsusi
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« Antworten #81 am: 12. Juli 2005, 15:26:39 »

***In der Nacht***

die meisten geschichten zwischen uns, spielten sich in der nacht ab.

so rief er mich eines nachts beispielsweise an, um mir als gegenleistung für das gedicht, welches ich ihm mal geschrieben hatte, mir sein selbstkomponiertes lied am telefon vorzuspielen...

ich muss schon zugeben, dass ich von einigen dingen, die er für mich tat, schon sehr beeindruckt war. jedoch war man da auch sehr im zwiespalt mit einigen dingen. einiges war wie gesagt sehr schön...
ja, gut...
jedoch schien es mir immer wieder wie eine bestätigung dafür, dass er wirklich der richtige für mich sei. und dann wurde ich daran erinnert, dass immer noch keine beziehungsgefühle da waren, dann kam mir seine situation hoch, bei mir kamen die schuldgefühle hinzu und schon war es wieder ein einziger kreislauf, der mich ans ende meiner kräfte, die es eigentlich schon längest nicht mehr gab, brachte.

er sagte so oft:

"susi, irgendwann komme ich hier mit meiner gitarre her, stelle mich unter dein fenster und werde dir etwas vorsingen - vor allen leuten. und dann wirst du endgültig wissen, dass ich der richtige für dich bin".

er sagte er war zu fast allem bereit und ich wusste, dass er zu fast allem bereit war. doch das wollte ich gar nicht.
es gab mir nicht unbedingt das beste gefühl, weil ich nicht erwidern konnte, was er mir gab. ich gab viel, um das, wovon ich abhängig war, nicht zu verlieren. niemand verstand was ich mit ihm wollte - das war mir auch selbst noch nicht bewusst. wir waren offensichtlich nicht die meiste zeit gut zueinander. aber ich glaubte nicht ohne ihn leben zu können.

außerdem hatte ich auch noch den wunsch und die hoffnung, ihm zu helfen - ihn aus seiner situation herauszuholen. an diesem gedanken hielt ich fest, bis nichts mehr ging...
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« Antworten #82 am: 12. Juli 2005, 15:42:26 »

...

es war auch so, dass er mir immer vorhielt, was er für mich tat.
wie beispielsweise, dass er für mich vom bund abgehaun sei.
er glaubte immer, er müsse mir mit aller macht beweisen, wie groß seine gefühle zu mir wirklich sind. doch ich wollte das alles gar nicht.
so wie ich glaubte beweisen zu müssen, wie groß meine dankbarkeit ist.

er ließ nicht davon ab, dass ich irgendwann sehen werde, dass er der richtige für mich ist, all die anderen männer mich nur ausnutzen...

ich konnte ihn nicht davon abbringen, dass er es lassen soll. das hörte er nicht. es war seine überzeugung - ob ich das nun wollte oder nicht...
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yon
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« Antworten #83 am: 14. Juli 2005, 19:00:25 »

Hallo Susi,

hm, wenn ich so darüber nachdenke, ist dieses Denken auch noch in mir drin, früher habe ich so stark versucht mich den Leuten anzupassen. Man glaubt man sei falsch, denn alle (viele) sagen daß ja einem, akzeptieren einen nicht, also tut und tut und tut man, versucht alles, was ist nur falsch an einem? Es muß doch einen Ausweg geben, dies und das hat man falsch gemacht, das muß auch noch richtig werden, irgendwann muß es doch funktionieren.
Es ist immer noch da, dieses Anpassen, das kriegt man wohl so schnell nicht wieder los. Vor allem kommt es mir manchmal etwas "falsch" vor, also ich weiß nicht so genau wie ich das sagen soll, wenn ich etwas tue von dem ich annehme, daß andere das dann kritisieren werden, daß es aus der sogenannten Norm rausfällt, dann weiß ich nicht ob das dann wirklich der komplette yon ist, der das jetzt tut, oder einfach nur dieser rebellische, der andere sitzt dann noch in seinem Zimmer und traut sich nicht raus.
Weißt Du, was ich meine?  

Ja, das ist gut, daß sie mir keine Vorwürfe gemacht hat, ich weiß ja selbst nur allzugut wie schwierig das ist, wenn man selbst mehr möchte als der andere. Ich weiß jetzt auch gar nicht wie es wäre, wenn sie das täte, hm, wahrscheinlich würde ich das teilweise erstmal annehmen, denke aber das einen das langfristig auseinanderbringt.
Trotzdem die Frage, wie man damit umgehen soll, weil man hat ja nun eine Beziehung zu diesem Menschen, und ich möchte auch nicht der sein, der dann alles machen darf und sie nicht, verstehst Du? Wenn man dann drüber spricht, und merkt wie schwer ihr das fällt, daß auch sie dann mal ein ziemliches Tief hat, ich bin ja sonst super super super glücklich mit ihr, das bringt ja auch nichts sich dann zu trennen oder so. Wie siehst Du das, Du hast ja vielleicht auch nochmal bei anderen diese Erfahrung gemacht, vielleicht?

Liebe Grüße an Dich
Yon
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« Antworten #84 am: 14. Juli 2005, 20:11:51 »

Hallo liebe Susi,


mir ist noch etwas anderen eingefallen, hoffe es interessiert Dich.



Hatte auch mal jemanden kennengelernt, bei der, alles immer sehr emotional ablief, schon ziemlich gleich am Anfang, ging dann auch sehr schnell um eine Beziehung, wieso muß immer alles zu Herzzerreißend sein.
Du schreibst über den Teil, wo ihr nicht mehr voneinander loskommt, das war bei uns ähnlich, haben uns  immer noch sehen müssen, schreibe Dir das jetzt mal aus der anderen Perspektive.
Auch ich hatte Haß auf diese Person, aber das ist nicht so einfach zu erklären wieso. Zum einen lag es an dem gleichen Problem wie Du es beschreibst, weil ich derjenige war der mehr wollte, sie aber nicht. Damit kam ich irgendwie nicht klar, das konnte nicht sein, wo ich doch so sehe daß sie mich auch liebt, wieso will sie keine Beziehung? ích konnte alle Gründe nachvollziehen, die sie mir nannte, doch ich konnte das gut verstehen, und dann doch wieder so überhaupt nicht.
Was ich ihr vorwarf war dann doch nicht, daß sie nicht wollte, sondern letztenendes wieso - wir hatten schon so zwei Brüche drin, es tat alles so weh, stürzte mich weit in Depressionen (auch wegen mir selbst, was da aufkam, und es war gut so, sonst wäre ich jetzt nicht das was ich bin), trotzdem wieso kam sie denn immer wieder? Das wollte nicht in meinem Kopf, wieso kann sie es nicht einfach so lassen, nein, sie fängt dann wieder und wieder und wieder an, bis ich irgendwann doch nachgebe, denke es könnte vielleicht doch etwas  werden aber nein, wieder dieser Bruch. Das war der Anfang, es ging dann leider weiter, daß es sie so überhaupt nicht mehr interessierte, was mit mir eigentlich war. Ich kam da ehrlich gesagt nicht mit, wie kann man einerseits etwas mit einer Person haben und gleichzeitig es so einen überhaupt nicht interessieren, sie nimmt sich was sie braucht und Flopp, bin ich wieder völlig egal, naja, war dann auch bald beendet, zwar nicht 100%, nein, das noch länger nicht, aber es war auch einfach das beste so, irgendwie war sie auch nicht mehr die Person so wie ich sie kennengelernt habe, da war sie nett und freundlich und hat sich sehr viel Mühe gegeben, und nicht diese Frau die nur nach ihren Interessen handelt.


Nicht, daß Du jetzt den Text falsch verstehst, bitte bitte nicht, ich wollte niemald Dich da jetzt mit dieser Person gleichsetzten, nein nein nein, ich las nur diese Stelle wo Du beschreibst wie Du in seine Augen siehst und Dich erinnerst, wie sie mal aussahen früher, da kam das bei mir hoch...

Yon
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« Antworten #85 am: 18. Juli 2005, 15:45:57 »

hallo yon...

du hast aber viel geschrieben...
habe mir das gerade hier auf arbeit durchgelesen.

beziehe mich jetzt erst mal auf den ersten text von dir:

ich kenne das gut. mache mir auch ständig gedanken was die menschen von dem halten, was ich tue. und manchmal denke ich auch:
"susi, bist du das jetzt wirklich oder aus welchem grund tust du das schon wieder?"

meine angst hindert mich oft die dinge zu tun, die ich tun möchte.
meine große rücksicht auf andere, hindert mich daran, zu sagen was ich denke.

wenn mein freund mich etwas fragt und ich soll eine entscheidung fällen, fragt er grundsätzlich ob ich das jetzt sage, weil ich es so will, oder weil ich denke ich müsse das sagen. und er weiß genau wann ich dinge sage, nur um anderen einen gefallen zu tun - er ist da selbst nicht anders.

du hast geschrieben: "Wenn man dann drüber spricht, und merkt wie schwer ihr das fällt, daß auch sie dann mal ein ziemliches Tief hat, ich bin ja sonst super super super glücklich mit ihr, das bringt ja auch nichts sich dann zu trennen oder so. Wie siehst Du das, Du hast ja vielleicht auch nochmal bei anderen diese Erfahrung gemacht, vielleicht?"

das habe ich nicht ganz verstanden wie du das meinst. also zum größten teil, habe ich es glaube ich schon verstanden. bin mir nur nicht ganz sicher...
das mit der trennung habe ich glaube ich nicht so ganz verstanden.
magst mir das noch mal erklären???

das du nicht der sein möchtest, der alles darf, das verstehe ich.
das würde ich auch nicht so gut finden. das sollte schon immer
alles gleichmäßig und gerecht verteilt sein...


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« Antworten #86 am: 18. Juli 2005, 16:02:24 »

@yon die zweite...

hier nun die fortsetzung und damit zu deinem zweiten text,
den du mir geschreiben hast...

nein, ich habe den text nicht falsch verstanden!!!

chris kam sich von mir auch so behandelt vor, wie du dich von ihr behandelt gefühlt hast. nur ist es so...
also ich kenne sie ja nicht und weiß somit nicht, warum sie so gehandelt hat. natürlich gibt es menschen, die sich jemanden wie dich (also jemanden mit gefühlen für sie selbst) warmhalten.
ob sie das getan hat, das weiß ich natürlich nicht.
es gibt ja auch menschen, die können sich irgendwie nicht voneinander lösen/trennen. also nicht mit und nicht ohne einander.

ich hätte meine abhängigkeit gegenüber chris auch am liebsten abgestellt. denn ich wollte nicht, dass er gerade SO über mich denkt. denn das war nicht an dem. ich wollte mir ja nicht immer das beste nehme und ihn dann, wenn ich ihn nicht mehr brauche wieder fallenlassen. so hat er es zwar empfunden und das kann ich aus seiner sicht auch verstehen. aber ich wollte ihn einfach immer freundschaftlich (gut... als ne richtige freundschaft hätte man das nie betiteln können, nachdem was alles vorfiehl...)
kontakt zu ihm haben. ich fand es toll, dass sich zwei menschen über den weg liefen, die sich gegenseitig verstanden und sich helfen konnten.
aber natürlich baut man sich, wie du bei ihr und chris bei mir, alle möglichen gedankengänge in seinem kopf zurecht. denn immer fragt man sich wieder nach dem warum - warum der andere keine nähere bindung zu einem möchte und irgendwann - wenn man nicht mehr kann...

dann kommt die wut und man kommt sich einfach nur noch ausgenutzt vor.

bloß bei mir war es auch so, dass ich sein denken verstand und sein problem erkannte. er machte sich immer wieder hoffnungen.
ich habe ihm so oft gesagt, dass ich es verstehen kann und das ich weiß,
dass mein verhalten nicht gerade dazu beitrug, dass er ein anderes denken bekommt. ich denke nicht das ich mir nun immer mal was nahm und dann ließ ich ihn wieder fallen - so nicht.
aber weil er mir so wichtig war - weil ich seelisch abhängig von ihm war,
verhielt ich mich auch so ihm gegenüber und er, interpretierte es falsch.
oft sagte ich, dass ich weiß, dass es besser wäre, den kontakt einfach abzubrechen und dass ich mir wünschen würde, dass ich es kann, damit er nicht so ein falsches bild von der ganzen situation hat und sich keine hoffnungen mehr macht. sagte ihm aber auch, dass ich es einfach nicht kann, weil ich daran kaputt gehen würde - ohne kontakt zu ihm.

es liegt wohl etwas in der natur des menschen, dass, wenn er nicht so recht bekommt was er will, er dann wut bekommt, manchmal ungerecht wird und sich dann ausgenutzt vorkommt.
manchmal ist das sicher auch so eine art abwehrreaktion des kopfes.
mit hass gegen jemanden, versucht der körper die gefüühle die einen kaputt machen, zu unterdrücken. aber hass kann auch kaputt machen...


so...
jetzt erst einmal ganz liebe grüße
von susi
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« Antworten #87 am: 18. Juli 2005, 19:06:21 »

Hm, Susi, nimm' es mir bitte nicht übel, aber meinste
nicht auch, daß Du da was sie und mich angeht sehr
viel reininterpretierst, wie es bei euch war muß es
auch bei uns gewesen sein, und schon so'n fertiges
Bild im Kopf hast?


Was ich ihr vorwarf, war nicht, daß sie keine
Beziehung will, das ist jedem sein eigenes Recht zu
entscheiden. Was ich ihr aber vorgeworfen habe, war,
daß sie alles zwischen uns bestimmt wie es läuft, sie
hat das Sagen und ich darf am besten nur still
dasitzen und sie nimmt sich dann was sie braucht. Ja,
klar, das wäre wohl die Idealvorstellung, sie die
große starke, nach der man sich zu richten hat,
gleichzeitig soll ich dann auch noch auf alles
Rücksicht nehmen weil es ihr nicht gut geht Huch
Wenn sie was sagt dann ist das so, ich darf am besten
gar nicths sagen und wenn doch, dann bin ich wohl
wieder der der über eine Beziehung diskutieren will, n
a danke, naja, was 'ne lehrreiche Erfahrung, aber ich
möchte Dich nicht hindern Dich dann auch umgekehrt mit
Dir zu vergleichen   ;-)

Ich bin der Meinung, daß das schon ein paar
verschiedene Schuhe sind, Du hast Dich bemüht um ihn,
konntest nichts für Deine Gefühle, aber Du hast eben
auf Deine Art viel für ihn getan, sie hat wohl einfach
jemanden gern an der Angel. Naja.

Du hast einen guten Freund, wenn er das sieht, daß Du es vielleicht sagst, weil Du denkst das er es gerne hat, und er dann nachfragt ob DU das auch willst. Wieviele gibt es, die diese Situation ausnutzen, kommt doch vielen sehr gelegen wenn sich so Leute wie uns gerne anpassen, sich nicht traun eigene Wünsche zu formulieren oder auch einfach mal nein zu sagen. Ich denke das ist schon etwas besonderes. Steckt dieses Machtdenken doch in so vielen drin.

Liebe Grüße
Yon
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« Antworten #88 am: 19. Juli 2005, 08:50:02 »

hallo yon...

nein, das nehme ich dir nicht übel. ich glaube ich habe das einfach etwas falsch verstanden...

jetzt höre ich auch heraus, dass du das anders meintest und das wirklich zwei verschiedene paar schuhe sind.
reininterpretieren, wollte ich da eigentlich nichts.
habe das wohl wirklich nur anders verstanden. denn deine jetzige antwort hat für mich jetzt ne etwas andere aussage...

wer weiß...
vielleicht haben wir auch beide bißchen aneinander vorbeigeschrieben???
kann ja mal vorkommen...

dass sie über alles das sagen haben wollte, das ist wirklich nicht gut.
denn du bist ein eigener mensch. verstehe auch immer nicht, wie manche menschen damit glücklich werden können, wenn der andere ihnen praktisch "gehorcht". denn ich lege viel wert darauf, zu wissen was mein partner möchte. ich möchte das er glücklich ist und auch sein eigener herr ist. hätte schuldgefühle, wenn er nur nach meiner pfeife tanzen würde. das wäre wirklich nicht mein ding. ich möchte meinen partner glücklich sehen und das ist er sicher nicht, wenn ich ihn "unter kontrolle" habe und immer alles bestimme.

gut...
dann entschuldige erst mal das falschverstehen!!!
wollte dir da wirklich nichts in den mund legen...
war nur ein missverständnis.
der susi war schon bewusst, dass nicht alles abläuft wie bei ihr!!! Schockiert)

schreiben ist echt ne schöne sache.
aber das man sich da manchmal falsch verstehen kann,
ist wieder der nachteil.

naja...
macht ja nichts...


lg von der susi
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« Antworten #89 am: 21. Juli 2005, 12:27:55 »

Hallo Susi,

danke für Deine Antwort!
Ja, vielleicht haben wir wirklich etwas aneinander vorbei geschrieben! Naja, macht ja nichts.
Ja, hast auch Recht mit dem Schreiben, manchmal tut man sich da ja auch bei Leuten schwer, die man eigentlich gut kennt, aber man sieht ja auch keine Gesichtsausdrücke und so, weiß nicht wie es gemeint ist und dann kann was falsch rüberkommen.

Verstehe es auch nicht so 100% ig, was man davon hat wenn man jemanden kontrollieren will. Ist wohl ein tiefsitzenden Komplex, der einem sowas wie "innere Erfüllung" bringt, vielleicht so wie es Leute gibt die nicht genug Geld ansammeln können oder sowas. Dieses Streben nach Macht, vielleicht ist es sowas, möglichst viel Einfluß auf andere haben. Naja, so selten ist das ja gar nicht. Oder die Angst, der Schwächere zu sein?

Naja, wie auch immer, ich denken nur wenn man mal eine sehr negative Erfahrunge gemacht hat, dann sollte man da auch wieder drüber hinweg kommen, neue Erfahrungen machen und aus sich selbst heraus lernen, daß man dann nicht umgekehrt so wird und nur noch aus Angst heraus handelt, oder wie siehst Du das?

Muß noch auf Deine anderen Sachen antworten, aber ich muß noch viel erledigen und habe grad überhaupt keinen Kopf dafür!   ;-)

Tut mir leid, daß ich Dich so kritisiert habe, entschuldige.

Grüße
Yon
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« Antworten #90 am: 01. August 2005, 23:58:26 »

Hallo Susi,

jetzt will ich Dir aber mal antworten. Entschuldige, daß es so lange gedauert hat, war 'ne Woche nicht im Netz.

Ich möchte Dich was fragen, was mich gerade sehr beschäftigt: Zeigst Du Dich so wie Du bist? Ich meine in der Öffentlichkeit? Oder hast Du Angst, daß Du nicht so akzeptiert wirst, wie Du bist?
Das ist jetzt wohl mein aktuellstes Thema. Schwierig, schwierig, ich kenne es wohl nur so daß ich nicht akzeptiert werde (wurde..)

Was Du schreibst von Chris wie ihr euch trennt, hm, sehe gewisse Parallelen, irgendwie versucht man sich "gemeinsam zu trennen", so war das zumindest bei mir, aber wie soll das gehen? Das widerspricht sich doch selbst, Trennen und gemeinsam.
Nicht mit und nicht ohne, das ist eine gute Beschreibung! Zum Glück geht es jetzt ohne, aber man lernt auch viel daraus, oder? Ich habe viel gelernt, zum Beispiel mich nicht mehr gleich auf so jemanden zu stürzen, diese eine Person alleine, nicht mehr so extrem.

Du fragst Dich manchmal, ob Du das jetzt bist. Was fällt Dir dazu ein, was wärst Du in dieser Situation gerne?
Ich bin sehr kindlich. Spiele unheimlich gerne, mache gern Blödsinn, aber as paßt wohl in keine Erwachsenenwelt. Das ist das größte Problem, weil viele Menschen schnell erwachsen werden wollen und blicken dann auf einen herab. Leider kann ich nicht sage, es wäre mir egal, nein, es trifft immer tief, traut sich gar nicht mehr richtig raus. Wohl auch, weil ich so erzogen worden bin, daß es egoistisch ist, auf andere nicht zu hören.


Liebe Grüße an Dich

Yon
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