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Autor Thema: "Underneath" - Blick in Kleinsusis Welt (Mein "Tagebuch")  (Gelesen 5604 mal)
Kleinsusi
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« am: 04. März 2005, 14:37:04 »

"Underneath" - Blick in Kleinsusis Welt..

wenn ihr einmal durch meine augen schauen wollt und wissen möchtet, was meine augen sehe/sahen, was mein kopf mir sagt, mein herz fühlt und was meine seele plagt, dann könnt ihr mein "tagebuch" lesen.

freue mich über jeden, der mir ein paar nette worte schreibt.

warum ich mein tagebuch "Underneath" nenne???

ich kannte einmal einen menschen, von dem ihr im laufe meiner "geschichte" noch einiges hören werdet. ein mensch, der eine große rolle in meinem leben spielte. auf positive und sehr negative weise. der auslöser, der mich in eine therapie trieb.
vor dieser zeit, verband uns vieles. er gehörte für mich zu den drei wichtigsten menschen in meinem leben.
musik war ein großer punkt, der uns verband. meine haare waren früher sehr hell und von natur aus habe ich wellig haare. (mittlerweile sind meine haare wieder dunkler)
er, sein name ist übrigens chris, sagte irgendwann zu mir: "du erinnerst mich an shakira". von nun an war ich "seine kleine shakira". wenn er ihr lied "underneath your clothes" hörte, musste er immer an mich denken, wie er mir sagte. dadurch dachte ich wiederum an ihn, wenn ich dieses lied hörte. so wurde es irgendwann "unser lied".
wer dieses lied kennt, kennt sicher die textstelle:

"underneath your clothes, there' s an endless story..."

und ich kann euch dazu sagen: underneath my clothes - also tief in mir drin, ist auch eine endless-große story/geschichte!!! und diese möchte ich euch erzählen. es ist wichtig sich nicht alleine zu fühlen und zu sehen, dass es noch mehr menschen gibt, die sind und denken wie man selbst. ich habe nicht gerade normale gedanken. was mit depressionen und angststörungen wohl auch nicht wirklich möglich ist, wie ihr sicher verstehen werdet. ich leide unter diesen gedanken, gefühlen, schmerzen. aber irgendwo möchte ich auch meine erkenntnisse, die ich durch extreme tiefs gewonnen habe, weitergeben. ich möchte von wundern schreiben, die mir kraft gaben und mir den sinn meines daseins zeigten - ich möchte dieses denken und den glauben an wunder weitergeben, weil es mir so viel gab und ich es jedem von euch wünsche!!! Ich möchte das menschen mit ähnlichen gedanken wissen, dass sie nicht alleine sind. ich war auch lange zeit mit meinem schmerz allein. heute weiß ich, es gibt menschen, denen geht es genau so. und das ist wichtig zu wissen, um sich nicht aufzugeben und nicht von sich zu glauben, man sei verrückt!!!

als ich elf war, fingen die ansätze meiner krankheit an, sich in mir auszubreiten.
mit dreizehn kamen dann immer mehr prägende erlebnisse die mir sagen und zeigten, dass irgendwas an mir nicht so recht normal ist - das mit mir etwas nicht stimmt.
erst dachte ich immer, dass dieses "sich zurückziehen", depremiert sein, verschlossenheit vor anderen menschen, das "nicht so offen und fröhlich sein könn" und der ganze große schmerz in meinem herzen zur pubertät gehöre und völlig normal sei. aber ich merkte immer wieder, dass ich anders war, als die menschen in meinem freundeskreis...
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dass es irgendwo ein Lichtlein geben muss,
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Fran
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« Antworten #1 am: 04. März 2005, 15:46:22 »

Hi, Susi....ich find gut, dass da du das hier niederschreiben willst.

Denke da wird sich manch einer wieder finden, und dennoch was aussergewöhnliches bleiben....aber es wird den einen oder andern trösten, das er mit seinen Gedanken nich alleine da steht.

Schick dir liebe Grüsse Fran..Smiley
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Kleinsusi
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« Antworten #2 am: 04. März 2005, 15:53:30 »

***der dunkle flur***

es war ein sehr grauer, trüber tag. (ich war zu dieser zeit dreizehn)
mein freundeskreis früher, war sehr groß. ich mochte die leute, fühlte mich akzeptiert und wohl bei ihnen.
einige von uns, saßen an diesem tag gemeinsam draußen rum und erzählten sich was. es war so, dass die anderen sich was erzählten. ich saß da und starrte ins leere. was sie sagten... ich hörte ihnen nicht zu. meine gedanken waren weit weg. weit weg in einer anderen welt. in mir war nur noch trauer. und dann dieser tag - dieses wetter... alles grau, es war winterzeit und es wurde immer dunkler. das wetter passte sich meiner stimmung an. ich kann gar nicht wirklich sagen, was in diesem moment in mir vorging. aber ich fing an zu verzweifeln. ich sah keinen sinn, keinen ausweg und ich wollte nicht hier sein. wie vom blitz getroffen stand ich auf und ging, ohne ein wort zu sagen los, richtung heimat. ich hatte es nicht weit.
die anderen müssen sich auch gewundert haben. aber gesagt hat niemals einer etwas daraufhin. ich wollte einfach nur weg. alles um mich herum, war egal.
zu hause angekommen, schloß ich die wohnungstür auf. (ich wohne noch bei meinen eltern)
niemand war da. meine eltern waren arbeiten.
ich ging rein und machte die tür hinter mir zu. es waren vielleicht fünf oder sechs schritte, bis zu meinem zimmer. aber bis dort hin schaffte ich es nicht. ich sackte neben der tür auf den boden und fing an zu weinen und die ganze wohnung vor seelischem schmerz zusammen zu schreien. was die nachbarn hörten und dachten, war mir egal.
es war alles dunkel. ich wollte kein licht. ich wollte nur weg.

irgendwann lag ich nur noch da, auf dem boden und weinte immer weiter, ohne aufzuhören. und ich wollte nicht mehr aufstehen. ich wollte dort liegen bleiben. das kam mir alles ziemlich krank vor, mit dem geschreie und den extremen gefühlsausbrüchen zusammen. aber ich musste mich so verhalten. mein körper musste den schmerz irgendwie rauslassen. und wenn ich mich noch so "krank" verhielt.

das war so eines der ersten erlebnisse die mir deutlich machten: "susi, mit dir stimmt etwas nicht!".

aber damals dachte ich noch nicht daran, dass ich hilfe benötige. auch war mir nicht klar, dass ich depressionen oder angststörungen haben könnte. das ich depressionen hatte, wurde mir irgendwann klar, als ich immer mehr und mehr von dieser krankheit hörte.
das ich angststörungen habe, weiß ich erst seit nicht mal drei monaten. das sich meine angst extremer als bei anderen äußert, hatte ich immer gemerkt. und auch dass ich angst vor dingen hatte, über die andere gar nicht erst nachdachten.
aber mit dem thema angstörungen, hatte ich mich zuvor nie beschäftigt. nur mit depressionen, da diese stark in meiner familie verbreitet sind...
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Giotto
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« Antworten #3 am: 04. März 2005, 16:27:19 »

Hallo Kleinsusi

ich hoffe es stört nicht, wenn ich jetzt hier unterbreche, aber dein geschriebenes hat mich gerade sehr sehr bewegt und ich fing an zu weinen als ich deine zeilen las, wahrscheinlich weil du gerade das beschreibst was ich bei mir selber nie bennen-sondern nur fühlen kann...
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Per Somnium
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« Antworten #4 am: 04. März 2005, 17:58:21 »

Hallo Kleinsusi, ich finde es wunderbar das Du das alles schreibst.
Ich selbst habe seid meiner Tagesklinikzeit meine Bücher der Gefühle geschrieben, es ist alles dort festghalten, Angst, Schmerz, Trauer, Liebe, Hass, Triebe, Träume, Albträume ....alles.
Das ist ohne das mir das jemand riet die beste Threapie. ich habe Dinge die ich nicht aussprechen konnte dort niedergeschrieben und habe dann meiner Therapeutin vorgelesen wenn es sein musste.
Also schreib, schreib Dir alles von der Seele.
Per Somnium
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Kleinsusi
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« Antworten #5 am: 06. März 2005, 15:32:27 »

@ fran (heute mit richtigem namen Schockiert) )

ich hoffe mal, dass es jemandem helfen wird.

weißt du...
ich habe mir irgendwann gesagt, dass dieser ganze seelische schmerz doch nicht umsonst sein kann. alles im leben hat irgendwo einen tiefen sinn.
und vielleicht wurde ich so wie ich bin, um anderen helfen zu können.
mein großer wunsch ist es auf jeden fall, anderen menschen helfen zu können. ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine mit ihrem schmerz sind und dass sie nicht verrückt sind. ihnen zu zeigen, dass es jemanden gibt, der sie versteht und weiß wie es ist.
dieser ganze schmerz darf einfach nicht umsonst gewesen sein!!!
ich wünsche mir, dass er eines tages seinen sinn erfüllt!!! und ich spüre in letzter zeit immer deutlicher, dass er es auch immer mehr tut, durch die dinge, die mir so im alltag passieren. zum beispiel durch die begegnung mit meinem freund.
ohne diesen schmerz, wäre man nicht so tiefgründig wie man ist. es ist nicht leicht so zu sein und eigentlich habe ich auch einen hass gegen mich selbst. ich akzeptiere mich nicht. aber es muss einen sinn haben, dass ich so bin und nach diesem suche ich!!!

lg susi

ps: und denk dran - immer schön fran bleiben, damit wir uns weiterhin über die "kleinen großen dinge" des lebens freuen können, die andere missachten!!!
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« Antworten #6 am: 06. März 2005, 15:47:14 »

@giotto

hallo...
nein, es stört mich überhaupt nicht, dass du mir schreibst!!!
habe mich sehr gefreut.
wollte dich mit meinen zeilen zwar nicht traurig machen, finde es aber sehr schön, dass es dich berührt hat - danke.
aus diesem grund schreibe ich das hier und es freut mich, wenn sich das hier jetzt schon bei jemandem verinnerlicht, obwohl ich ja noch gar nicht mal richtig angefangen habe zu schreiben.

du kannst mich hier ruhig wieder "unterbrechen"!!! da würde ich mich sehr drüber freuen. du darfst mir hier auch was über dich reinschreiben. dazu ist das da. schreib soviel du möchtest und soviel du loswerden kannst. es ist nicht gut, immer alles nur mit sich selbst, tief in sich drin abzumachen!!!
stimmt doch, oder???
damit kommt der körper nicht wirklich gut klar. das wirst du im laufe meines "tagebuchs" auch noch genauer erfahren. meine seele, kam nämlich nicht mehr mit ihrem schmerz klar und dann hat der körper diesen schmerz irgendwann auf eine andere weise "herausgeschrien". und meine gedanken kreisten auch nur noch um und in einer anderen welt.
naja... das kommt alles noch. wenn du mehr davon wissen möchtest, kannst es dir ja mal durchlesen,wenn ich bei dem thema angelangt bin. erst mal, muss ich zum verständnis ja mal meine vorgeschichte genauer erklären, damit die menschen sich ein bißchen in mich hineinversetzen und durch "meine augen sehen" können! Schockiert)

wir können uns ruhig über deine gedanken austauschen!!! vielleicht hilft es uns beiden ein wenig oder vielleicht sogar ein wenig mehr. würde mich sehr freuen!!!

liebe grüße und einen ganz großen dank für diese schöne "unterbrechung"!!!
susi
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« Antworten #7 am: 08. März 2005, 22:20:07 »

Hey- ich werd eauf jeden fall weiterlesen und wenn ich denk mich auch äußern. Versprochen. Bis dann... Smiley
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hexekathrin  
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« Antworten #8 am: 08. März 2005, 23:39:55 »

Hallo kleinsusi!
Du hast ja soooooooooo recht. Jeder Schmerz hat einen Sinn, Ich weiß nur nicht welchen er bei mir hat. Vermutlich versucht er nur den Körper zu retten. ich weiß es nicht. Bitte schreib weiter. Vielleicht kann ich da sogar Ähnlichkeiten finden.
Vielleicht stelle ich irgendwann mein 50 gesammelten Seiten auch hier rein. Aber davor muss ich erst noch  mein derzeitiges Arbeitsverhältnis klären. aber ich denke, das wird sich in den näachsten Wochen klären.
Eine gute Nacht euch allen - Kathrin
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Kleinsusi
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« Antworten #9 am: 09. März 2005, 12:04:58 »

an die kleine hexe...

ja....
werde auf jeden fall bald weiterschreiben.
unser computer zu hause spinnt zurzeit leider ein bißchen. und genau da sind weitere texte abgespeichert, die ich als nächstes veröffentlichen möchte.
vielleicht finden wir wirklich einige gemeinsamkeiten. werde so schnell wie möglich weiterschreiben, damit wir es heraus finden. und dann können wir uns ja mal beide austauschen.
wäre auf jeden fall schön, wenn du deine 50 seiten hier auch veröffentlichen würdest.
würde mich freuen, mehr über dich zu erfahren...

danke für deine antwort - liebe grüße susi
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« Antworten #10 am: 09. März 2005, 12:09:57 »

@ giotto

na ich hoffe, dass ich dich nicht wieder traurig machen werde.
das ist ja nicht der sinn des ganzen.
du sollst dich ja freuen wenn du siehst, dass du nicht alleine bist!!!
und das bist du nicht!!!
aber kenn das... wenn man etwas liest, was in einem die traurigen gefühle hochholt, weil es manchmal genau den wunden punkt trifft...
ich muss dann auch immer gleich weinen.

bin halt ne kleine heul-suse. Schockiert) aber das befreit...
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« Antworten #11 am: 09. März 2005, 12:16:32 »

ich war also bei der verbreitung von depressionen innerhalb meiner familie stehengeblieben...

· Meine Uroma versuchte sich aus ihrer Verzweiflung heraus zu vergiften, weil sie nicht mehr auf dieser Welt sein wollte. Das Ergebnis davon war, man fand sie, pumpte ihr den Magen aus und sie quälte sich weiter mit ihrem Schmerz.

· Meine Großtante bekam schon in jungen Jahren schwere Depressionen. Sie war zu nichts mehr fähig, wollte sich zurückziehen, schlafen... Man unterstellte ihr, sie wäre faul und wolle nur nicht mit aufs Feld, arbeiten. Man kannte diese Krankheit früher noch nicht und keiner nahm meine Großtante ernst. Vor ein paar Jahren, (sie erzählte mir dieses um mich dazu zu bringen, endlich zum Arzt zu gehen und mir helfen zu lassen) nahm sie sich einen Strick. Dieser riss...sofort nahm sie eine Überdosis Schlaftabletten. An diesem Tag lag Schnee vor ihrer Tür. Die Hausordnung verpflichtet dazu, diesen zu beseitigen. Sie war ein zuverlässiger Mensch. Jeder wusste, dass sie diese Ordnung immer einhielt. Jedoch nicht an diesem Tag. Sofort wusste ihre Nachbarin, dass irgendwas nicht stimmen kann. So kam es auch hier zum selben Ergebnis. Man fand sie, pumpte ihr den Magen aus und sie lebte weiter. Heute jedoch als ein Mensch, der seine letzten Jahre noch genießen möchte. Durch ihre Medikamente ist die Welt für sie eine andere geworden, als sie es zuvor war.

· Meine Mutti leidet auch an Depressionen. Sie ist mein Ebenbild. Sie fühlt und denkt wie ich.

das also erst mal als kurzer überblick...
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« Antworten #12 am: 13. März 2005, 12:33:52 »

***Was der kopf zur seele sagt***

Nun zu dem wirklichen anfang meiner geschichte.

Wie gesagt: mein freundeskreis war groß, ich hatte menschen die mir sehr nahe standen und ich war nie ein menschen der große probleme mit mobbing oder so was hatte. Ich hatte viele menschen um mich herum mit denen ich klar kam.
Doch manchmal kannst du unter 1000 menschen stehen und fühlst dich trotzdem einsam.
Manchmal, wenn ich am wochenende mit meiner freundin wegging, schaute ich mir die vielen menschen um mich herum an ? und wurde plötzlich aus heiterem himmel einsam. Es ging sogar so weit, dass ich mich alleine in meinem zimmer, welches ich ?meine eigene kleine welt? nenne, weniger einsam fühlte, als unter menschen. Denn dann kannst du sein wie du bist. Vor den heutigen menschen, die sich immer alle gegenseitig oberflächlichkeiten beweisen müssen, wie: immer gut drauf sein, party machen... da kann man das meist nicht. Das merkte ich schnell. Und wo du nicht sein kannst, wer du bist ? da bist du einsam. Egal wie viele meschen da um dich sind!!!
Ich war sehr dankbar für viele menschen die ich kannte. Jedoch war es nicht das, woran ich mich bereichern konnte, um glücklich zu werden. Von diesen menschen, die einem wirklich total viel geben, davon trifft man in seinem leben nicht unzählig viele, bin ich der meinung. Bei mir gibt es da meist drei bis vier menschen, an denen ich extrem klammere und ohne die ich mir ein leben nicht vorstellen könnte, aber mehr nicht. Halte diese anzahl eigentlich schon für großes glück und viel. Ich finde ein einziger mensch von dieser art kann sehr viel sein. Denn manche haben niemanden dieser art und sind immer für sich alleine. Das ist schlimm!!!

Wir sind jetzt auch grade bei einem thema, wo ich eine gute überleitung zu meiner geschichte finde.
Erst mal zu meiner krankheit und mein daraus basierendes denken. Ist glaub ich erst mal wichtig zu wissen, um sich besser in das ganze reindenken zu können.

Bei mir wurden also depressionen und angststörungen festgestellt.
Es ist sehr schwer in worte zu fassen, was manchmal in einem so vor sich geht und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
Mein selbstwertgefühl, ist nicht gerade auf dem höhepunkt und selbstvertrauen kennt mein kopf auch nicht. Mich plagen gewissensbisse. Bei jeder kleinigkeit. Ich mache mich schlecht und gebe mir für ziemlich alles die schuld, was ich finden kann. Ich denke mir: ?du bist selbst schuld an deiner situation. Weil du bist wer du bist und handelst wie du handest ? ist dein leben wie es ist?.
Dann kommt dieser ?ich bin ein schlechter mensch - gedanke?. Ich mache mir dann vorwürfe, was ich alles falsch gemacht habe. wenn mir dann auch noch vorwürfe eingeredet werden, wird es ganz schlimm. Davon werdet ihr aber später noch mehr erfahren. Denn dieses extrem werde ich euch an einer begegnung mit einem menschen beschreiben, der mich durch dieses denken, was in mir ist, komplett unter kontrolle hatte.
Durch dieses ?ich bin schlecht, ?ich mache alles falsch?, ?ich kann nichts?, ?ich bin an allem schuld? usw. entsteht dann ein hass gegen mich selbst und der gedanke: ?also verdienst du keine besserung. Du verdienst die situation so, wie sie ist?. Und dann steh ich vor dem spiegel, oder sitze in meinem zimmer, höre be- bzw. erdrückende musik und zieh mich selbst immer und immer weiter runter, bis nichts mehr geht.
Ich habe angst mich dem normalen alltag zu stellen. Denn ich traue mir nichts zu. Von vorn herein denke ich, ich werde versagen. So bin ich beispielsweise auch an die fahrschule rangegangen. Und ich kann euch sagen: es war der reinste horror für mich. Bevor die fahrstunde überhaupt anfing, bekam ich magenprobleme, meine hände wurden kalt, mein herz schlug wie wild und ich wusste nicht wo hin mit mir und meiner ganzen angst. Im auto zitterten meine beine so sehr... das war mir schon richtig unangenehm. Mein ganzer körper verkrampfte sich. Mir taten ewig danach noch die beine weh.
Bin auch ein mensch der überhaupt nicht damit klar kommt, etwas falsch zu machen oder nicht zu begreifen, meine schwächen vor augen zu haben. Vieles was in meinem kranken kopf abgeht, ist aber ein totaler kreislauf, den man an diesem beispiel gerade sehr gut beschreiben kann: du traust dir nichts zu, du zweifelst an dir. So entsteht die angst. Die angst vor etwas neuem, was du bewältigen musst. Nicht nur dein kopf, dein gesamter körper konzentriert sich so sehr auf diese angst, dass du dich und deine gedanken selbst nicht mehr wirklich unter kontrolle hast, sondern die dich. Und so bringst du auch nichts zu stande. Ich konnte mich beim fahren nicht aufs fahren konzentrieren. Immer hatte ich angst vor der angst und angst etwas falsch zu machen und die kommentare des fahrlehrers zu hören, der schon total an mir verzweifelte. Denn ich hatte mittlerweile schon so viele stunden zusammen ? und keine besserung in sicht.
Und das war für mich dann wieder wie so eine bestätigung. Als wenn dir dann gezeigt wird: du liegst richtig mit den gedanken, die dich so fertig machen. Deine angst vor etwas neuem ist berechtigt, denn du kannst wirklich nichts.
Und das baut man dann immer und immer weiter aus und hasst sich. Man hasst sich, weil man die bestätigung bekommt dumm zu sein, nichts zu können, alles falsch zu machen und den ganzen mist obendrein auch noch verdient zu haben. Und durch diese ganzen situationen und gedanken, entstehen dann natürlich die depressionen...
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« Antworten #13 am: 13. März 2005, 12:35:51 »


***Die dunklen wolken in mir***

Angst ? wenn man angst vor etwas hat, ist das ja eigentlich meist zukunftsangst. Angst vor dingen die passieren könnten. Ich habe große zukunftsängste. Die sind in allen möglichen bereichen bei mir ausgeprägt. Das kennen sicher viele... angst vor dem verlust eines geliebten menschen, krankheit, arbeitslosigkeit, mangelnde liebe, mangelnde anerkennung, versagen...
Es gibt da so viele dinge, die wir alle kennen.

Besonders groß ausgeprägt, ist bei mir die angst vor dem verlust eines nahestehenden menschen, ohne den ich seelisch nicht lebensfähig bin. Und dann die angst zu versagen, wie ich das ja mit der fahrschule schon etwas erklärt hatte.
Diese beide ängste zusammengenommen, waren ?die besten? voraussetzungen dafür, dass die folgende begegnung mich dort hin brachte, wo ich heute bin ? beim nervenarzt/in therapie.
Ich gebe nicht allein diesem menschen die schuld daran. Denn wie gesagt...
Die voraussetzungen dazu, waren schon immer in mir. Aber was allein dieser mensch aus mir herausholte und wie weit er mich brachte ? es war nicht schön. Meine angst vor etwas neuem ist auch auf das ?näher einlassen? auf andere menschen bezogen. Denn man kann böse von menschen enttäuscht werden!!!

Chris und ich lernten uns in einer meiner tiefen phasen kennen. Ich war gerade total enttäuscht von der welt und ihren menschen. Denn ich stieß mit meiner ruhigen, zurückhaltenden, nachdenklichen und oft bedrückten art oft auf reaktionen, die mich immer weiter runterrissen. So musste ich mir oft vorwürfe anhören, ich wäre ja immer nur schlecht drauf, hab nie interesse, anderen etwas zu erzählen, mit mir wäre nichts los, ich hätte mich so zum negativen verändert und viele andere dinge. Doch die menschen verstanden nicht, was in mir vorging. Man muss mit solchen äußerungen sehr vorsichtig sein. Denn man kann niemals in einen menschen hineinsehen. Und heutzutage ist es nicht selten, dass menschen ?kaputt? sind im kopf. Wenn man dann manchmal von erwachsenen hört, wie gut man es doch hat... die jetzige jugend ist meiner meinung nach schon ganz schön kaputt im kopf ? wie diese welt, auf der wir leben... nein ? ich denke viele menschen auf dieser welt leben nicht, sondern existieren. Existieren dahin. Auch ich kenne das. Du existierst dahin. Suchst nicht nach hobbys die dein leben erfreuen, bist kein partymensch und was nicht angeblich alles zum glücklichsein dazugehört. Du existierst und fragst dich: ?was soll ich eigentlich hier? Was soll der ganze mist? Warum ist das alles so??.
Und du siehst zurück auf die letzten jahre und fragst dich, was du vollbracht hast ? nichts wirklich prägendes. Ich stellte mir das ganze bild von oben vor und sah mich eigentlich nur orientierungslos, auf der vergeblichen suche nach einem kleinen stückchen glück suchen ? suchen, suchen ? mein leben lang ? und es nicht finden. So stellte ich mir das im blick auf die vergangenheit und zukunft von oben gesehen bildlich vor. Was hatte ich falsch gemacht? Hatte ich dieses stückchen glück nicht verdient? Was soll ich dann hier? Existieren bis es zu ende ist? Immer nur existieren? Niemals leben? So sah es wirklich aus in meinem kopf. Manche lieder lösten auch oft die bildliche vorstellung in mir aus, wie ich alleine, ohne ziel durch eine großstadt renne. Hohe häuser, fremde menschen, die hektisch um mich herum laufen und ich ? ganz alleine. Alleine trotz vieler menschen, verloren in dieser großen stadt. Die stadt sah immer so duster aus, wie meine gedanken und meine laune. Und ich existierte. In dieser beklemmenden und runterreißenden umgebung ? ohne hoffnung, ohne ziel.

Vor ein paar tagen fand ich im internet ein bild, was genau diese gedanken darstellte. Habe es mir gleich groß ausgedruckt. Denn es hat gleich ein ganz seltsames gefühl in mir ausgelöst. Meine mutter konnte diesem bild nichts abgewinnen. Obwohl sie selbst sehr depressiv ist. Aber dieses bild drückte für mich das wort ?depression? aus. Habe es auch unter diesem wort gefunden. Es inspiriert mich auch sehr. Wenn ich da rauf gucke ? ich dichte gerne ? dichte mir den schmerz von der seele. Da fällt mir total viel ein, wie ich meine gedanken (angst, depression) darstellen könnte.

Heute gebe ich auf die kommentare anderer menschen nichts mehr. sie wissen eben nicht, wie es in mir aussieht. So nehme ich es hin. Meine kraft in depressiven phasen reicht auch gar nicht mehr aus, um mir über so was den kopf zu zerbrechen. Ich sage entweder nichts dazu, oder lasse diese menschen stehen. Wenn ich weine und mir anhören muss, ich soll endlich mal gut drauf sein ? das sind nicht die menschen, die man für sein leben braucht. Und ich bin einfach nicht der mensch, der sich verstellt. Ich zeige meinen schmerz...








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« Antworten #14 am: 13. März 2005, 12:37:27 »

@per somnium

ja...
schreiben ist einfach toll. das schreiben ist einfach ein sehr großer bestandteil meines lebens und am liebsten möchte ich gerne mal ein buch schreiben.
dass dir das schreiben weitergeholfen hat, dass glaube ich dir. viele menschen können einfach nicht über ihre gefühle sprechen. viele kommen sich bei ihren gedanken nicht gut dabei vor, sie auszusprechen. ich kann das auch nicht bei jedem menschen. war bis jetzt bei zwei ärzten und habe versucht über das zu sprechen, was in mir vor geht. aber irgendwie saß ich immer nur da und es kamen nur brocken aus mir heraus. und jetzt soll ich ja in therapie.
papier ist halt doch irgendwie geduldiger und man kann sich gedanken machen, über das, was man ausdrücken will. ich schreibe oft lieber, als dass ich rede. kann mich da oft besser ausdrücken.

wie kommt man sich eigentlich dabei vor, wenn man seiner therapeutin das geschriebene vorlesen muss???

ja... also ich werde mir hier, wie du mir ja auch geraten hast, alles von der seele schreiben und hoffe auch, dass es jemand anderem helfen wird. mir tut es auf jeden fall immer ganz gut wenn ich auf dieser seite bin, schreibe und dann antworten bekomme, die mir zeigen, dass ich nicht alleine bin oder die mir zeigen, dass ich jemandem mit meinen worten geholfen habe.

danke für deine worte! würd mich freuen, wieder was von dir zu hören!

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« Antworten #15 am: 13. März 2005, 19:56:17 »

Ich finde mich in so vielem,was Du schreibst,wieder!
Es gibt mir Kraft,weil ich weiss,nicht nur ich alleine denke so.


Wir haben uns das  nicht ausgesucht,so zu sein.....
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« Antworten #16 am: 01. April 2005, 19:43:44 »

@ Seni

Du hast so Recht!!! Wir haben es uns nicht ausgesucht!!!! Und Menschen die "das" nicht haben können froh sein und sollten nicht auf uns herab sehen.

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« Antworten #17 am: 23. Juni 2005, 10:56:21 »

so...
ich werde nun mein tagebuch endlich weiterführen.
das schleift ganz schön Schockiert)

weiß gar nicht womit ich anfangen soll???
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« Antworten #18 am: 23. Juni 2005, 11:54:33 »

***Was sich einbrannte***

als das mit meinen depressionen und angststörungen anfing, zog ich mich immer mehr zurück in einsame gegenden (wie mein zimmer). aber ich kroch auch immer mehr in mich selbst rein. meine gedanken und gefühle lebten nur noch in der selben kleinen welt. in mir. in meinem kopf. diese welt war dunkel und nur mit selbsthass, angst und depressionen erfüllt.
wobei man "diese welt" nicht wirklich unbedingt als klein gelten lassen kann.
jeder von euch wird die ausmaße seiner schwarzen gedanken und gefühle kennen, wenn dich all die grausamen bilder immer wieder und immer weiter ausgebaut in eurem kopf abspielen.
diese "welt" könnte man von seinen ausmaßen her, wohl doch eher mit den ausmaßen des unendlichen weltalls vergleichen.
ich wurde also immer stiller, hatte vor allem angst - was andere als spaß empfinden. ich wollte nichts, was andere als spaß empfanden. für mich war es verpflichtung und belastung. und die kraft auf andere einzugehen, die hatte ich nicht..
all das wurde mir ständig von anderen menschen vorgehalten.

"zu still, spaßbremse, ..."

all diese kommentare...

für mich war das die bestätigung, dass ich wirklich so schlecht und nichtstauglich bin, wie es sich mein kopf ausgemalt hatte.
auch meine partner hatten alle das selbe an mir auszusetzen - egal wer.
ich weiß wirklich nicht, von wie vielen leuten ich negative äußerungen in bezug auf mein verhalten hörte - auch innerhalb der familie.
über jahre hinweg, brannte sich das immer weiter in mein gehirn ein.
gegenargumente konnte mein körper aus mangelnder kraft oft nicht mehr bringen. mein mund bleib verschlossen und ich ließ mich von anderen fertig machen. denn in meinen augen hatten sie sogar recht! fast immer jedenfalls.
mein selbstbewusstsein schrumpfte immer weiter und heute werde ich es wohl auch nie wieder aufbauen können. ich trau mir selbst eigentlich so gut wie nichts zu. also gehe ich mit angst an alles was geschieht oder geschehen soll. durch meine angst bekomme ich nichts hin. denn dann ist mein gehirn nicht mehr fähig zu denken oder sich zu konzentrieren.
also bewältige ich die situation nicht - erhalte die bestätigung für meine angst und das nichts-können - und dann kommen die depressionen.

es ist ein kreislauf. ein eingebrannter kreislauf - der sich immer wiederholen wird...
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« Antworten #19 am: 23. Juni 2005, 12:12:53 »

***Der Weg zu Chris***

ich wurde 16 und durfte nun endlich am wochenende abends weggehen.
zehn minuten von zuhause entfernt, war die kleine discothek, die ich heute als mein "zweites zuhause" bezeichne.
ich war immer da. jedes wochenende sind meine freundin und ich dort hin.
dort habe ich so viele erfahrungen gesammelt, (durch menschen denen ich begegnet bin) die mein leben sehr geprägt haben.
heute bin ich nicht mehr ganz so oft da, weil ich die zeit nun meist mehr mit meinem freund in der natur verbringe. (ich liebe die natur!)

die 13. klassen feierten dort ihren abschluss.
ich stand gerade vor meinen abschlussprüfungen der 10. klasse (realschule).
an diesem abend lernte ich einen von diesen abiturienten kennen.
er hieß thomas. als der abend vorbei war und die morgensonne schon in vollen zügen ihre arbeit verrichtete, gab er mir seine nummer, um mich irgendwann mal bei ihm zu melden.

ich meldete mich einige tage nicht. eines nachmittags saß ich vor meinen heftern und lernte für die prüfungen. da kam mir der gedanke, mich doch einfach doch mal zu melden.
wir schrieben ein bißchen, bis wieder wochenende war.
nun trafen wir uns wieder in "meinem zweiten zuhause".
irgendwann dann auch nachmittags und lernten uns immer "besser" kennen...
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« Antworten #20 am: 23. Juni 2005, 12:52:35 »

...

jedoch verging nicht viel zeit bis zu dem tag, als er sich mit mir im eiscaffee treffen wollte.
dort angekommen bestellten wir uns was zu trinken und er sagte er müsse mal mit mir reden.
und plötzlich fing er an mich nur noch schlecht zu machen. ich kann wirklcihl nicht sagen warum und was ihm den auslöser dazu gab.
aber alles an meinem verhalten wurde schlecht gemacht. so wie ich es immer von leuten erfuhr, die mit ruhigen menschen nichts am hut hatten.
er stellte mein ganzes verhalten in frage. von einem auf den anderen tag. all die zeit zuvor, hatten wir uns gut verstanden - was jedoch wohl eher alles vorgespielt war von seiner seite aus. ich verstand die ganze situation nicht. aber seine äußerungen machten mich dermaßen fertig, dass ich so starke depressionen bekam, dass ich nicht mehr klar denken konnte.
mich hat in meinem leben wohl noch niemand so dargestellt wie er.
das hat richtig gesessen. und das wusste er auch und ich stellte mir die frage, ob er es vielleicht von vorn herein so geplant hatte???

(auch wenn ich mir keinen zusammenhang erklären konnte, da wir nie probleme vorher hatten miteinander)
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lambada
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« Antworten #21 am: 23. Juni 2005, 13:05:49 »

Hallo,

wenn ich das lese kommen mir meine Probleme und PAS ganz mickrig vor.
Ich bewundere dich.
Hoffe bald wieder mehr zu lesen.

Sonja
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« Antworten #22 am: 23. Juni 2005, 13:47:15 »

hallo!!!

nein, so darfst du das auf keinen fall sehen...

außerdem: hab doch grad erst angefangen...
noch nicht mal richtig!!!

ich denke dass deine probleme sicher genau so schlimm für dich sind, wie ich meine empfinde. vielleicht auch schlimm? man weiß es nie. aber darauf kommt es auch nicht an. das du diese probleme an sich hast, ist schon schlimm und keines wegs mickrig!!!
kannst mir ja mal was von dir schreiben, wenn du magst!!!


werde nachher gleich weiterschreiben...
lg susi
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« Antworten #23 am: 23. Juni 2005, 14:09:16 »

***Der Zustand***

es war sommer und draußen das schönste wetter.
meine prüfungsergebnisse waren besser als geplant...
alles schien schön zu sein.
doch in mir sah es alles andere als schön aus.
seine worte gingen mir nicht aus dem kopf.
seine worte, die worte der anderen, die ich in den
letzten jahren zu hören bekommen hatte...
es stieß mich unendlich weit nach unten.

wieder war wochenende.
wieder gingen meine freundin und ich in unser "zweites zuhause".
ich stand so neben mir. nein, nicht vom alkohol - vom schmerz.
ich trank früher gar nichts. war wohl auch immer so ziemlich der einzige mensch, der da nie was trank. sogar deshalb musste ich mir schräge kommentare anhören - unglaublich!

wir standen auf der tanzfläche. meiner freundin ging es ganz gut.
sie tanzte. ich befand mich eher in so einem zustand, in dem einem alles so schwebend und wie in zeitlupe vorkommt.
als würde man inmitten der tanzfläche stehen - ganz starr vor schmerz und um dich herum, kreisen die leute in autobahngeschwindigkeit.
alle lachen - nur du weinst. so erschien es mir...

[Editiert am 23/6/2005 von Kleinsusi]
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« Antworten #24 am: 23. Juni 2005, 14:52:56 »

***Wer guckt denn da???***

...

während ich "tanzte", war wohl das einzige was ich bemerkte, dass mir gegenüber jemand tanzte.
was mir sofort ins auge stach, waren seine dunklen augen und seine schwarzen haare.
ich bemerkte jedoch auch nur deshalb, wei ich mir irgendwie beobachtet vorkam.
eigentlich kann ich es gar nicht ausstehen, wenn ich angeguckt werde.
das hat sicher etwas mit meinem selbstbewusstsein zu tun.
selbst bei meinem eigenen partner, brauche ich ewig um mich einigermaßen daran zu gewöhnen, mich länger angucken zu lassen.
aber heute war es mir eher egal. ich bemerkte es zwar, aber weiter drüber nachgedacht habe ich dann doch nicht mehr, weil ich mit meinen gedanken zu tun hatte. wunderte mich nur ein bißchen.

irgendwann mochte ich nicht mehr tanzen und stellte mich in eine ecke.
ich stand einfach nur da. was um mich herum passierte, dass weiß ich nicht.
das nahm ich nicht wahr.
plötzlich stand er vor mir - der von der tanzfläche. ---> chris

"kommt dein freund heute noch?"

"welcher freund denn? ich habe keinen freund."

"thomas"

das war nun nicht unbedingt das thema, über das ich mich unterhalten wollte. erklärte ihm die situation trotzdem. irgendwie war ich froh, dass ich jemandem von meinen problemen erzählen konnte. denn er kannte ihn.
sie gingen zusammen in eine klasse. er wusste genau, was ich meine und was er dazu sagen konnte...
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