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Autor Thema: klinikaufenthalt-rückblick  (Gelesen 2263 mal)
maya
Juniormember
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« am: 04. März 2005, 21:34:47 »

hallo ihr lieben!
möcht mich kurz mal vorstellen für all die, die mich noch nicht kennen.
ich bin 17 und leide schon seit fast einem jahr an schweren depressionen.
im november letzten jahres wurd ich dann in eine jugendpsychiatrische klinik eingewiesen.
das war das beste, was mir passieren konnte.
zwar fühlte ich mich am anfang noch sehr unwohl, wie eingesperrt, aber jetzt verstehe ich und bin auch dafür dankbar, dass man mich so sehr  "überwachte".
 ich erinnere mich, dass ich am anfang meines aufenthalts nur noch gedacht habe: das macht doch alles keinen sinn, da gibts doch keine hoffnung mehr, warum lassen die mich nicht einfach in ruhe, warum kann ich nicht selbst über leben und tod entscheiden.
es gab dann nach ca.2wochen eine leichte besserung, meine medikamente wurden geändert, doch dann wieder einen solchen tiefgang, dass ich wieder eine derartige todessehnsucht spürte und diese leere mich wieder zum ritzen brachte.
schließlich wurde ich auf ein ganz anderes medikament umgestellt (remergil) und nach ca.3 wochen gab es eine derartige besserung,ich war wieder in der lage ohne große überwindung  hausaufgaben zu machen,sport zu treiben und zu lachen ohne mir wie der größte schauspieler vorzukommen.  in dieser zeit schaffte ich es auch so viele therapien wie möglich zu machen und lernte meine mitpatienten besser kennen,was mir wirklich half.in den nächsten 4 wochen stabilisierte sich meine lage noch mehr, ich konnte eine aussenschule besuchen und wurde dann schhließlich auch entlassen.
zwar wollten mich die ärzte noch länger dabehalten, aber ich hatte schon so viele klausuren verpasst, dass ich so sehr auf meine entlassung drängte und ich sie letzten endes auch aufgrund meiner lebendsfreude überzeugen konnte! als ich eingeliefert wurde, war ich nur ein schatten von mir selbst, abgemagert und blass.
natürlich muss ich immer noch einmal die woche zur ambulanten behandlung und psychotherapie aber es geht mir jetzt soooo gut, es ist der wahnsinn.ein total anderes lebensgefühl,ich hatte schon vergessen, wie es war richtig zu leben ,ich schätze jetzt jeden einzelnen tag so sehr und bin so froh , dass diese qual vorbei ist. zwar weiss ich, dass es wieder bergab gehen kann, das ist mir bewusst....
wenn es mir an einem tag mal doch nicht so gut geht, bekomm ich schon schnell panik und angst, aber damit kann ich leben.
ich will euch hiermit nur zeigen, dass es ein licht am ende des tunnels gibt und , dass es sich lohnt dafür zu kämpfen!!! ich weiss, der weg dorthin ist verdammt hart und scheint oft soooo unerträglich, aber bitte gebt nicht auf!!!!!
wenn ihr irgendwelche fragen habt, schreibt einfach!!!
liebe grüße   maya

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Louise
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« Antworten #1 am: 07. März 2005, 14:25:01 »

Hi Maya !

Mich würde sehr interessieren wie schlecht es dir vorher ging und was dir dann geholfen hat, dass es dir jetzt so gut geht, ich finde es toll das es dir jetzt besser geht und ein wenig Hoffnung macht es mir auch, das es nicht auswegslos ist. Ich bin 19 Jahre alt, also etwas älter als du und mir geht es auch ziemlich sch....., aber ich glaube mit dir kann ich nicht mithalten, manchmal habe ich schon gedacht, dass ich mich einfach in die Psychatrie einweisen lasse, meistens kommen mir abends im Bett solche Gedanken, aber ich tue es dann doch nicht, es wäre auch ein einschneidendes Erlebnis für mich, ich versuche nämlich gerade mein Abi zu machen und muss mich selbst dazu zwingen nicht aufzugeben und alles hinzuschmeißen. Das Thema Abi ist schon ein Punkt der mich verzweifeln lässt, aber ich will es schaffen, ich sage mir immer nur noch die 2 Monate und danach kann ich abrutschen Smiley, sicherlich dämlich, aber naja, ich möchte nur etwas über die Psychatrie von dir erfahren gerade weil ich mir sehr viele Gedanken darüber mache, aber irgendwie denke ich immer wenn ich da lande ist das das Ende, dann bin ich sozusagen am Ende, wäre nett wenn du mir deine Gedanken mitteilen würdest, was haben zum Beispiel deine Mitschüler dazu gesagt, bist du damit offen umgegangen ? Das wäre zum Beispiel wieder ein Punkt bei mir gewesen, das auf einmal jeder denkt das ich nicht ganz dicht bin, ich weß man soll nicht so viel darüber nachdenken was andere von einen halten, aber ins geheim tut man es doch.

Alles Liebe Louise
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wolfgang  
Gast
« Antworten #2 am: 07. März 2005, 15:55:08 »

Hallo Maya,
ich finde es ganz toll von Dir, dass du uns hier berichtet hast.

Was haben denn Deine Klassenkameradinen dazu gesagt, dass du in der Psychiatrie warst?

Herzliche Grüße
Wolfgang
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maya
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« Antworten #3 am: 07. März 2005, 17:48:11 »

hallo!
wenn ich das lese, was du geschrieben hast, kommen mir einfach die tränen . einfach , weil es mich so daran erinnert , wie es mir vor 3 monaten ging.
ich weiß auch noch, dass ich oft gedacht habe: nein, in die klinik kann ich nicht, das wär ja die endstation, so schlimm gehts mir ja auch mal wieder nicht. ich habe alles getan, um nicht den ernst meiner lage wahrzunehmen, hab mich jeden tag in die schule geschleppt, habe immer so einen selbsthass verspürt, wenn ich mich nicht konzentrieren konnte.
hab mir auch gedacht, nein , du kannst jetzt in der 12. nicht für so lange fehlen...
doch dann kamen immer öfter die selbstmordgedanken, die ich nicht verdrängen konnte, obwohl ich es so sehr versuchte.
und irgendwann mal war ich einfach am ende, konnte gar nichts mehr machen, nicht mal mehr aufstehen.
was mir so geholfen hat? ich denke einfach, dass ich jetzt das perfekte medikament für mich gefunden habe.(remergil 60)
ich habe meine depression so lange selbst vor meinen besten freunden verheimlicht, es war furchtbar, diese lügen, dieses schauspielern.
6 wochen bevor ich in die klinik gegangen bin, hatte ich es  dann endlich gesagt. meine schulpsychologin und ich haben dann auch beschlossen gehabt, auch die lehrer "einzuweihen".
als ich dann in die klinik kam, war es mir plötzlich so egal, was alle denken. nach ca. 2 woche haben immer mehr leute nach mir gefragt und meine freunde ham dann auch die wahrheit gesagt.
die reaktionen waren nur positiv, was mich doch ein bisschen überraschte. einige konntens nicht so wirklich glauben, haben gemeint, dass sie das bei mir nie gedacht hätten.
viele sind zu mir hergekommen, haben erzählt, dass freúnde und verwandte auch depressionen hätten. was mich besonders überraschte war, dass 4 (!) meiner mitschüler mir erzählten, dass sie auch schon seit längerem deswegen in behandlung sind. ist schon komisch, wenn ich manchmal denk, dass in meinem deutsch gk von 15 leute 3sitzen, von denen die lehrer wissen,dass sie depressiv sind.
naja, aber es ist nun mal einfach eine krankheit, was ich auch immer wieder erklären musste.
ich hoffe natürlich für dich, dass du das mit dem abi gut packst aber ich muss auch sagen, dass die klinik für mich einfach das beste war und ich es nicht bereue, selbst wenn, ich jetzt viel nachzuholen habe(habe 10 klausuren verpasst).
ich denke die gesundheit sollte vor der schule stehen, was ich als superehrgeizige schülerin so lange nicht sehen wollte...
also, wenn du noch fragen hast, ich antworte gerne!!!!
liebe grüße maya
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maya
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« Antworten #4 am: 07. März 2005, 17:52:36 »

ja und zu dem "ich habe angst, dass die mich nicht für ganz richtig im kopf halten". klar der gedanke kam mir auch aber wie gesagt die reaktionen waren nur positiv. ich denke ,in der oberstufe auf m gymi  hat man schon eine bestimmte reife erreicht...
selbst ein kerl ,von dem ich ein dummes komentar erwartet hatte, hat voll vertändnisvoll reagiert....
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Louise
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« Antworten #5 am: 08. März 2005, 16:27:58 »

Hi Maya !
 Sicherlich hast du recht es ist wichtig ehrlich zu sein, aber ganz besonders ich muss das noch lernen, es fällt mir einfach verdammt schwer darüber zu reden das ich Depressionen habe, weil ich auch früher nie über meine Gefühle geredet habe, ich habe bei solchen Sachen einfach immer dicht gemacht und es wäre mir glaube ich sehr peinlich wenn die Lehrer wüssten das ich depressiv bin, ich weiß das ich diese Krankheit habe und sie akzeptieren muss, aber ich muss sagen ich kann nicht richtig damit umgehen, wenn ich ehrlich bin, bin ich bestimmt schon seit mehreren Jahren depressiv, nur jetzt ist es am schlimmsten, Abistreß usw. und ich streike eigentlich nur mir geht das alles total auf den Geist. Ich muß dazu sagen ich war nie besonders ehrgeizig, wahrscheinlich weil ich einfach Angst hatte mich richtig reinzuhängen und dann nur entäuscht zu werden.
Ich hatte immer gedacht, dass es mich einen scheiß interessiert was die anderen über mich denken, aber das ist nicht so mit der Zeit bin ich einfach immer kleiner, zerbrechlicher und schwacher geworden und jetzt bin ich da wo ich bin.., die ganze Zeit nur noch nervös, unkonzentriert und ängstlich . Das bestimmt einfach mein Leben und eigentlich stehe ich mir nur selbst im Weg, die meiste Zeit denke ich auch was wäre wenn ich einfach morgens liegen bleiben würde, aber ich tue es nicht, ich stehe immer wieder auf. Mir kommt es auch so vor asl wenn mich niemand wikrlich verstehen würde, aber vielleicht verstehe ich mich selbst nicht, ich bin auch bei der Psychotherapie, aber irgendwie bringt das alles nichts, ich meine ich nehme Medikamente bin in Behandlung, und es passiert nichts, im Gegenteil mir geht es nur beschissener. Naja ich möchte mich nicht ausheulen, gab es bei dir ein Einschneidendes Erlebnis, das du gesagt hast, ja ich kämpfe jetzt oder so !? Oder lag es an den Medikamenten ?
Wahrscheinlich lag es daran das sich jemand um dich gekümmert hat, und dich verstanden hat, es war sozusagen immer einer da, klingt zwar zu simpel könnte doch aber möglich sein.

Alles Liebe Louise
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maya
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« Antworten #6 am: 09. März 2005, 16:35:12 »

hi!
ich glaube wirklich, dass es bei mir hauptsächlich an den medikamenten lag. natürlich war es in der klinik insofern gut, da man wusste, hier gibts nur spezialisten,die meine lage ernst nehmen.
ausserdem konnte man sich mit anderen depressiven patienten austauschen ohne sich dabei verstellen zu müssen.ich hatte überhaupt das gefühl in einer sehr geschützten umgebung zu sein, ich fühlte mich plötzlich viel sicherer und , ja, einfach verstandener.
ich muss natürlich sagen, dass ich in einer Jugendpsychiatrischen klinik, d.h. alle patienten müssen unter 18 sein, war. in der erwachsenen psychiatrie wird das alles vielleicht ein bisschen anders sein, was ich von erzählungen gehört habe.  überhaupt hatte ich nie das gefühl in einer klinik zu sein, es hatte eher so was wie internatsatmosphere...
naja, jetzt muss ich leider zurück ans lernen, hab wie gesagt ewig viel verpasst....
liebe grüße maya
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« Antworten #7 am: 09. März 2005, 17:12:31 »

Hi Maya !

Ich bin gerade etwas demotiviert, ich habe im Internet erfahren, dass das Absetzen von Antidepressiva vielen Menschen Probleme bereitet, und ich war echt schon auf dem Weg mir ne höhere Dosis oder etwas anderes verpassen zu lassen, aber ich glaube das ist wohl keine Lösung, vielleicht sollte ich wieder versuchen ohne Medis klar zu kommen, das ist sicherlich immer die beste Lösung, ich stehe sowieso schon völlig neben mir . Ich habe einfach kein Bock mir ewig Tabletten einzuschmeißen, nach dem aufstehen, vor dem Schlafen, das ist doch scheiße. ´Mir gehts auch mit Medis kacke das ist das Problem, deshalb kann ich sie ja auch gleich absetzen.

Alles Liebe Louise
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« Antworten #8 am: 09. März 2005, 17:19:22 »

Ich meine wir stopfen uns mit Medikamenten voll, nur wir bekämpfen die Ursachen der Depression nicht, verstehst du ?! Bei mir ist es sicherlich auch nicht anders, es ist einfach der bequemste Weg, ich schlucke ein paar Pillen und dann wird es schon wieder, das ist einfach nicht die Lösung ! Und irgendwann holt ein die Depression wieder ein, vielleicht helfen Tabletten, aber will man sie ein Leben lang nehmen !? Nein, und irgendwann werden sie zur Belastung, dann wirken sie nicht mehr, dann nimmst du andere usw... es ist wie ein Teufelskreis, ich glaube der wichtigste Schritt ist einfach an seinen Problemen zu arbeiten, vielleicht wird mir das jetzt erst bewußt, ich habe sie immer nur unterdrückt und mit Tabletten weggespült, weil es wirklich schwer ist sich zu ändern....

Alles Gute Louise
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maya
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« Antworten #9 am: 10. März 2005, 16:42:32 »

naja, ich seh das ein bisschen anders, was wohl daran liegt, dass ich meine besserung auf meine jetzigen medikamente zurückführe....bei mir hat das ja auch über n halbes jahr  gedauert die richtigen medis zu finden, davor dacht ich auch immer, dass mir nichts mehr helfen kann weil die medikamente einfach nichts bewirkten. mir ist klar, dass es auch für meine depressionen nen auslöser gab. aber ich seh das eher so: wenn jemand erblich vorbelastet ist, wenn zum beispiel ein elternteil darmkrebs hat, dann schleppt dieser jemand, wenn er pech hat, diese gene mit sich rum. was aber nicht automatisch heisst, dass er auch an krebs erkranken muss. doch äußere faktoren wie stress ecc. können dazu führen.
ich mein klar, wenn du z.b. vergewaltigt wurdest oder irgendein sonstiges traumatisches erlebniss erlebt hast, musst du das aufarbeiten.
deswegen finde ich es auch nicht schlimm die medikamente zu nehmen, ich mein es ist nun mal ne krankheit.
 trotzdem kann ich dich verstehen, weil du bis jetzt nur schlechte erfahrungen mit den medis gemacht hast......
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« Antworten #10 am: 10. März 2005, 19:26:31 »

Hi Maya !

Sicherlich ist es schwer wenn man ganz unten ist, es ohne Medis zu schaffen, wahrscheinlich ist es auch gar nicht möglich, ich war gestern einfach nur mies drauf, und habe alles verflucht was mit meiner Depression zu tun hat, Depression bedeutet ja auch immer Wandel, vielleicht ändere ich mich einfach, vom Kopf her, und ich will es noch nicht ganz akzeptieren, sicher hat meine Depression auch etwas mit der Zukunft zu tun, Selbstständigkeit usw..und der Stress in der Schule verschlimmert alles nur, ich habe heute aber wieder etwas mehr Mut, ich war nämlich bei meiner Psychotherapeutin, die Gespräche helfen mir, nicht immer aber öfters. Mir ist schon bewußt, dass du das Zeug auch nicht ewig nehmen willst, ich schätze mal bei uns, ohne dich jetzt näher zu kennen, ist es nur eine vorrübergehende Krise, erwachsen werden usw, ich hoffe es ganz stark, es will ja niemand ein Leben lang Depressionen haben.

Alles Liebe Louise
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« Antworten #11 am: 10. März 2005, 21:01:28 »

hi,  nur mal so ne frage aus interesse: was für medikamente nimmst du denn? ich habe für 3 monate fluctin genommen gehabt, dann mit remergil zusammen und dann (seitdem gehts mir so gut) nur noch remergil 15 morgens, 45 abends.
vielleicht solltest du mal remergil ausprobieren. ich mein, ist zwar n bisschen naiv zu denken,dass das bei dir helfen wird nur , weils mir geholfen hat...aber naja
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maya
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« Antworten #12 am: 10. März 2005, 21:54:57 »

mmmhhh, noch was. ich hab ein paar von deinen anderen beiträgen mit meinen alten verglichen und festgestellt, dass die sich wahnsinnig ähneln.
irgendwie ist das komisch, wenn ich meine alten so durchlese, weiss ich zwar, dass diese zeit der blanke horror war, aber ich kann mich nicht mehr richtig hineinversetzten, also ich weiss nicht mehr richtig, wie sich das anfühlt. das liegt vielleicht einfach daran, dass ich jetzt seit fast 3 monaten "geheilt" bin, aber irgendwie schon merkwürdig, dass man vergisst ,wie man sich für so ewig lange gefühlt hat. obwohl, (während ich das hier schreibe) bekomm ich gleich wieder angst, denn ich erinnere mich, dass ich damals ,sobald es mir wieder bisschen besser ging, ich mir auch immer gesagt habe: es ist doch nichts los, was hats du denn...
und dann manchmal sogar schon am nächsten morgen:"WIE konntest du nur vergessen, wie sich das anfühlt."
naja, lange rede , kurzer sinn.
was ich dir eigentlich bloß sagen will, ist, dass du nicht aufgeben DARFST und auch nicht musst. es gibt ein ende dieser quälerei und damit meine ich sicherlich nicht den freitod!!! les meine alten beiträge, und schau (ok, schauen geht wohl schlecht) mich jetzt an. sicherlich, ich war schon an der "endstation klinik", wie du das vielleicht siehst, zumindest weiss ich, dass ich das damals so gesehen habe. aber das sollte dir umso mehr mut machen!!!
liebe grüße   maya
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sop
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« Antworten #13 am: 11. März 2005, 11:32:09 »

moin,
Ich gestatte mir mal an eurem kleinen dialog teil zu haben Zwinkernd
Ich bin 18 und leide an genau den gleichen probs wie ihr, ihr sprecht mir aus der seele!
Mit 17 war ich auch in einer jugendpsychiatrie, doch leider ohne es zu wollen.
ich bin dort angekommen und hatte ein termin um ein wenig zu reden, das war mein erster gesprächspartner dem ich mir ein wenig anvertraute da mir kein anderer ausweg blieb (damals suizid gefährdet).
Nun hat er mich am selben tag noch dort überweisen und ich konnte niemendem sagen wo ich bin. Ich wollte auch nicht, dass jemand weiss wo ich bin^^
nach 1-2wochen ging es mir schon leicht besser (habe medikamente abgelent) habe dort auch gleich eine gesprächspartnerin gefunden und wir hulfen uns gegenseitig, das hat mir am meisten geholfen, mich mit anderen leuten die auch meine probleme haben mich mit ihnen austauschen zu können. so begann auch eine wunderbare beziehung...
doch ich hatte einen sehr sehr schlechten arzt bekommen mit dem ich überhaupt nicht ausgekommen bin 1stunde die woche therapie ^^ das is ein bisl wenig finde ich. Ich habe mein bestes getan, dass jeder mit mir zufrieden ist, doch nach einer zeit kam es mir so vor, dass sie mich testen wollen und sie behandelten mich richtig krazz.. naja bei uns gab es eine grüne zone und eine rote zone Rot= stark gefährdet (suizid) und Grün=leichtere probleme oder fast geheilt naja ich war 4tage in rot und bin dann in gün. nur leider hatte ich wieder so einen unnötigen konflikt mit einer betreuerin und ich bin ausgetickt.. bin dann wieder rüber in rot habe mich .... ach das erzäl ich ein ander mal sonst wird es hier zu lange :>
Ich habe niemanden gesagt wo ich bin da sowas nie jemand von mir denken würde. Der einzigste mensch der das wusste war mein lehrer nachdem mein vater bei ihm war um mich zu entschuldigen.
naja mein lehrer hat irgendwas falsches gesagt und jeder wusste wo ich war ....
naja jetzt geht es mir echt scheisse.. schlimmer als vorher da ich keine persönlichkeit mehr habe ich weiss nicht mehr mit leuten umzugehen (kommt mir so vor) und einfach alles leer in mir, ich würde sehr gerne wieder in eine jugendpsychiatrie gehen doch leider bin ich nun 28und keiner nimmt mich mehr auf. in meinem umfeld habe ich keinen mit dem ich über meine probleme reden kann ich weiss nicht wie man darauf reagieren würde und mache es einfach nicht. das schreiben hier fällt mir echt einfach und ich hoffe wir könnten in kontakt kommen und zusammen mal reden Smiley
habe jetzt leider keine zeit mehr ich wünsch euch alles alles gute und es freut mich für dich maya das dir der stationäre aufenthalt sogut geholfen hat ! Smiley
hab euch lieb Smiley
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sop
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« Antworten #14 am: 11. März 2005, 11:37:58 »

Ich würde gerne noch sooo vieles schreiben....
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Louise
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« Antworten #15 am: 12. März 2005, 18:02:52 »

Hi Maya !

Ich kann dich verstehen, wenn es einen wieder gut geht vergisst man ganz schnell wie es ist wenn es einem schlecht ging, ist bei mir auch so, und vielleicht ist es einerseits ganz gut, man kann ja nicht immer mit einem schlechten Gefühl rumlaufen, gestern ging es mir auch relativ gut, ich bin mit meinen Freundinnen weggefahren, wozu ich sagen muss nur eine weiß das ich Depressionen habe, es war ein lustiger Abend, aber im Hinterkopf ist bei mir immer die Angst, ich kann nicht wirklich unbeschwert sein, und das tut mir sehr weh, es fällt mir echt nicht leicht über meine Probleme zu reden, und die meisten verstehen es auch nicht, ich möchte auch kein Mitleid oder Bemuterung oder vielleicht auch Ablehnung, viele Menschen können nicht mit Depressionen umgehen, und ich,  obwohl ich sie habe , kann es auch nicht. Mei Selbstbewußtsein leidet natürlich auch sehr unter den Depressionen, ich bin in letzter Zeit sehr ängstlich und unsicher, und so wirklich weiß ich nicht wie ich mich Verhalten soll.
Ich nehme Fluoxetin 10 mg und Promethazin 10 mg, ich glaube Promethazin wirkt recht gut, das nehme ich zum schlafen, Fluoxetinwirkt hingegen nicht, ich möchte aber nicht unbedingt mehr oder andere Medikamente nehmen, ich weiß es noch nicht genau, im moment geht es mir zwar nicht so gut, aber es ist erträglich. Meine Psychotherapeutin hilft mir ja auch ungemein, ich hoffe dadurch werden meine Depressionen irgendwann weniger. Innerlich ist es bei mir schon ein Zwiespalt, ich weiß das es mir schlecht geht, will es aber nicht wirklich wahr haben, ich verdränge es immer so lange, bis es nicht mehr geht, verstehst du das !? Ich kann meine Krankheit nicht wirklich annehmen, sobald es mir nur etwas besser geht will ich wieder Leben und alles auf einmal machen, weil ich jung bin, und dann merke ich, da war doch etwas......ja die sch.... Depression, ich muss wirklich lernen das ich krank bin, und wahrscheinlich kann ich auch erst wieder gesund werden, wenn ich mir eingestehe das ich krank bin, das fällt mir aber unheimlich schwer. Es fällt mir auch sehr schwer mit Freunden darüber zu reden, ich denke immer ich falle ihn damit auf die Nerven, meine Psychotherapeutin hat auch gesagt, dass ich in der letzten Sitzung mir das 1. Mal eingestanden habe, dass es mir schlecht geht . Naja ich arbeite an mir.

Mach´s gut  Louise
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Louise
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« Antworten #16 am: 12. März 2005, 18:09:08 »

Hi Sop !

Das ist ja wirklich hart was dir wiederfahren ist, ich schreibe dir einfach mal eine e-mail, dann können wir ein bisschen reden, du darfst nur nie aufgeben, hörst du nicht aufgeben. Mit der Persönlichkeit ist das so eine Sache, ich versuche auch meine zu finden Zwinkernd, aber sicherlich hast du auch eine, vielleicht versteckt sie sich nur ein wenig, aber ich bin mir ganz sicher das jeder eine hat.

Alles Liebe Louise
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« Antworten #17 am: 13. März 2005, 11:58:29 »

Hi Sop, ich wollte dir eine mail schreiben, aber irgendwie funktioniert deine e-mail Adresse nicht !

Alles Gute Louise
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sop
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« Antworten #18 am: 14. März 2005, 21:19:07 »

sie muss gehen ;/
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