Home | Forum
Dienstag, 22. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
22. Mai 2012, 13:14:06 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Zwiespalt  (Gelesen 1015 mal)
Gudigu
Beginner
*
Beiträge: 3


« am: 18. März 2005, 22:52:00 »

Hi,

freue mich, wieder im Forum zu sein. Mein momentanes, vordergründiges Problem ist, dass ich nicht allein sein will, aber es auch nicht mit anderen Leuten lange aushalte.
Meine Angst vor anderen Menschen ist inzwischen besser geworden. Aber was sich seit Jahren bei mir abspielt ist, dass ich mal mehr mal weniger darunter leide, nie "dazu zu gehören". Ich bin anfangs, wenn's ums Kennenlernen geht sehr zurückhaltend und habe quasi eine Maske auf, bekomme höchstens Floskeln raus. Das führt dazu, dass sich die Gruppen zusammen finden (z. B. zu Studienbeginn), ich dann aber übrig bleibe. Erst viel später und langsam kann ich aus mir herausgehen, wenn ich mich an die Leute, die regelmäßig um mich herum sind, gewöhnt habe. Und die wenigen, zu denen ich dann mehr Kontakt aufbaue, scheinen mir irgendwie nicht gut genug zu sein. Ich melde mich grundsätzlich nicht bei anderen, ist keine Absicht, ich bin einfach immer so sehr mit mir selber beschäftigt. Wenn die dann aber auf mich zu kommen, um mich zu treffen oder was zu unternehmen, ist mir das sehr unangenehm. Stöhne innerlich auf, was die denn schon wieder von mir wollen. Andererseits bin ich froh, dass ich jemand kenne, zu dem ich gehen könnte. Ich empfinde deren Anwesenheit ständig als störend, obwohl im Nachhinein betrachtet, die gemeinsamen Unternehmungen recht nett waren.
Ich kann das garnicht richtig beschreiben, was in mir vorgeht. Es ist so, als ob es mir einfach reichen würde, zu wissen, dass jemand da ist, wenn ich wirklich mal etwas brauche. Aber eigentlich will ich auch möglichst wenig mit den Leuten zu tun haben. Ich muss mich regelrecht dazu zwingen etwas mit ihnen zu unternehmen.
Es gibt nur ganz ganz selten die Ausnahme, dass ich jemanden kennen lerne, von dem ich das Gefühl habe, dass wir auf derselben Wellenlänge sind. Mit dieser Person würde ich am liebsten die ganze Zeit verbringen und gehe auch nur auf diese eine Person zu, um mit ihr was zu unternehmen. Ich fixiere mich regelrecht auf diese eine Person, die so zu mir passt.
Im letzten Jahr hab ich diese Person gefunden. In den letzten Tagen wurde mir aber klar, dass meine Fixierung und das Gefühl der gleichen Wellenlänge nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Die andere Person hat natürlich viele Freunde und ich bin nur einer davon. Das macht mir im Moment ziemlich zu schaffen. Ich schlafe sehr schlecht, schwanke zwischen Hass, Verzweiflung und Hoffnung.

Wieso kann ich mich nur immer auf eine einzige, sorgsam auserwählte Person so fixieren? Teilweise könnte ich das aus meiner Erziehung ableiten. Ist das alles nur mein gekränktes Ego, weil ich zu viel erwarte? Komme mir oft überheblich vor, wie kritisch ich andere beurteile. Ich weiß, ich nehme mich selbst zu wichtig, aber andererseits hab ich das Gefühl ständig zurückstecken zu müssen. Habt Ihr irgendeinen Rat für mich? Drehe mich momentan nur im Kreis... Ich wäre wirklich gern "sozialer" und nicht so Ich-bezogen. Komme mir voll A****loch-mäßig vor...
Gespeichert
Fran
Stammposter
****
Beiträge: 196


« Antworten #1 am: 19. März 2005, 11:29:35 »

Hi, Gudigu..
hmm...kenne das Problem sehr gut, nur mit dem Unterschied, das ich eigentlich sehr gerne auf Menschen zu geh...zwar Anfangs zurückhaltend, aber dann doch gerne.
Hab auch eigentlich ne menge Bekannte, Freunde...ja, Freunde sollte man nur wenige nennen, und da gibt es zwei gute...und das langt dann auch.

Aber ich kenne dein Problem mit der Fixierung...ich tue zwar immer so als könnte mich das alles nich kratzen...aber ich merke, das bei manchen Personen ich  ne Aussnahme mache....

hab mir selber mal Gedanken gemacht, woran das liegt...also ich kann es auch nich haben,wenn Menschen sich immer nur bei mir aufhalten...sie nehmen mir dann die Luft zum Atmen...kann das auch schwer vertragen...Bekomm dann ein schlimmes Fluchtverhalten...

Dann hab ich aber einen Freund...der naja, denke wir sind uns im Grundkern ähnlich...der aber alles ganz anders praktiziert...er meldet sich selten, bis überhaupt nich...tut was er will...frag selten danach wie es mir geht...total aussergewöhnlich...trotzdem hänge ich total an Ihm...vielleicht gerade deshalb...

Und hab zu kämpfen, das ich mich nich fixiere...auf diese aussergewöhnliche Person...soviel dazu...du stehst also nich alleine da...ich schwanke auch immer, zwischen Freundschaft beenden...oder so weitermachen

was ich aber denke, das du in keinster weise ein Ichbezogener Mensch bist, sonste würdest du ja nich darüber nachdenken...und auch die Fehler bei dir suchen....

Denke, du solltest versuchen, den Menschen ein Chance zu geben...jeder hat in irgendeiner Form, was liebes, nettes...du musst vielleicht mal versuchen ein bissle weiter zu guggen...tiefer rein....viele Menschen, bestehn nur aus einer Maske...von Unsicherheit, Angst....und vielem mehr...und wenn man sich nicht die Mühe macht...dahinter zu schaun, kann man wahre Schmuckstücke verpassen....

Und A****loch-mäßig musst du dir nich vorkommen*g*...da musste ich ja mal schmunzeln...denke nicht, dass das dein Problem is...du bist auch nur Unsicher und hast Angst verletzt zu werden....aber...ich denke, wenn keiner mehr sich traut...nach vorne zu gehn...wie einsam wären wir dann...trau dich...und selbst wenn es mal schiefgeht...aber das ist dann die Erfahrung die man daraus mit nimmt....

Weiss nich,ob ich dir ein wenig helfen konnte...das waren mal so meine Gedanekn dazu...schick dir liebe Grüsse und Kopf hoch...Smiley Fran
Gespeichert
yon
Stammposter
****
Beiträge: 128


« Antworten #2 am: 19. März 2005, 15:33:17 »

Hallo Gudigu,

möchte Dir was zu Deinem ersten Teil schreiben:
Also ehrlich gesagt kann ich auch nicht so mit Gruppen. Vielleicht solltest Du mal versuchen, mehr mit einzelnen Leuten was zu machen. Denn häufig geht man da wirklich nur so mit, ist aber nicht wirklich drin.
Hat vielleicht auch damit zu tun, daß es immer Leute gibt, die mehr im Mittelpunkt stehen als andere. Und das sind ja dann wohl nicht wir Sozialphobiker, sondern die stehen wohl eher am Rand. Da kommt man sich auch häufig als "nicht zugehörig" vor, mir geht das oft so.

Grüße
Yon
Gespeichert
Gudigu
Beginner
*
Beiträge: 3


« Antworten #3 am: 20. März 2005, 10:40:17 »

Danke für Eure Antworten.
nur zu zweit was zu machen, da fühl ich mich auch unsicher, wenn ich die Person nicht wirklich gut kenne. Da geht mir sehr schnell der Gesprächsstoff aus... Große Gruppen sind das größte Problem, das stimmt. Deshalb geh ich auch nie auf Parties, da krieg ich echt zuviel. Im Endeffekt steh ich nur so rum und werde dann auch noch depressiv. Aber in der großen Gruppe geh ich dann total unter. Hatte das auch schon, dass ich dann einfach vergessen wurde, war ein total mieses Gefühl. Aber irgendwie versuch ichs doch immer wieder, in der Hoffnung, doch mal dazu zu gehören. Aber es endet immer genauso übel und ich bin sauer auf mich selber, warum ich mir das wieder angetan habe, wo ich doch weiß, wie das endet... Am wohlsten fühl ich mich immer noch zu dritt oder viert, da hab ich noch jemand anderen, der mir quasi die Last abnimmt.
Aber selbst da brauche ich bei Leuten, die ich nicht 100%ig mag, eine lange Erholungsphase, bevor ich wieder was mit denen machen kann. Sonst bin ich pampig zu denen und sie nerven nur noch und ich will nix wie weg von denen. Nur meine 100%-Person auf die ich fixiert bin, kann mir nicht zuviel werden. Ich glaube das ganze Problem liegt daran, dass mich andere Menschen einfach nicht wirklich interessieren. Und so zu tun als ob, nur um einigermaßen sozial zu wirken, ist so erschöpfend. Ich weiß es nicht.

Und jetzt ziehe ich auch noch um und verliere quasi den engen Kontakt zu den wenigen die ich hier habe. Das macht mir zu schaffen. Manchmal würde ich am liebsten mit allen so nen Streit anfangen und alles abbrechen und zurücklassen. Aber ich reiße mich immer zusammen, denn die Reaktion ist ja total verrückt und damit würde ich ja den kleinsten Kontakt vernichten, der mir noch bliebe.
Gespeichert
Fran
Stammposter
****
Beiträge: 196


« Antworten #4 am: 20. März 2005, 10:46:40 »

hmm...ich frage mich gerade wer dich in Vergangenheit so verletzt hat, das du so fühlst?

Es muss irgendwas passiert sein, das dich so sehr an dir zweifeln lässt....

Und dann, einfach um nicht noch mehr verletzt zu werden, mit allem brechen willst?...

Aber glaub mir,  ich kenne das...und versteh dich gut.....
Es ist schwer,sich dann aus diesem Gedankenrad zu befreien...

Drück dich mal lieb...Fran..Smiley
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS