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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Eure Favoriten gegen Angstzustände  (Gelesen 5180 mal)
Hamburger
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« am: 27. März 2005, 22:12:01 »

Moin Ihr Lieben,

was sind denn Eure Favoriten um die Angst zu bekämpfen, wenn Sie wieder an die Tür klopft? Also: was tut Ihr, damit Euch die Angst nicht in den Griff bekommt? Was hat Euch geholfen? Was hat Euch werniger geholfen?

Leider kann ich keinen brauchbaren Tipp beisteuern, da ich auf der Suche nach Hilfestellungen für meine Freundin bin. Ich hoffe Ihr habt vielleicht trotzdem ein paar Antworten für mich.

Lieben Dank und Euch allen einen wundervollen Tag/Abend/Nacht,
Sven
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michel
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« Antworten #1 am: 27. März 2005, 22:37:02 »

hallo,

erst mal müsste ich wissen, was das für ängste sind?

dann könnten wir reden ... < bin aber eher nur ein selbst - praktizierender!> + kein doc.

grüsse vom michel
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Edge  
Gast
« Antworten #2 am: 27. März 2005, 22:45:38 »

Hi Hamburger,

keine einfache Frage. Um welche Art Angst handelt es sich denn ? Ist es eine Angst "vor" einer Situation oder ist eine "in" einer Situation ? Die Art der Bewältigung ist bei beiden grundverschieden. Also : wenn ich "vor" etwas Angst habe (d.h. irgendwelche Schreckensszenarien, die sich in meinem Kopf abspielen, paralysieren mich), mache ich immer folgendes : nämlich etwas völlig anderes. Ich wechsle den Ort, gehe raus, mache irgendwas, nur damit ich meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung lenke. So vermeide ich den "Sumpf-Effekt", d.h. ja länger ich bei der Angst-Sache bleibe, desto tiefer zieht es mich nach untern.....

Ich finde, Ängste "in" einer Situation sind leichter zu bewältigen. Man ist ja schon irgendwie aktiv, in Bewegung und gezwungen, zu agieren.......Wir haben imgrunde größtenteils "soziale Ängste" zu bewältigen. Und da kann man auch mal ruhig eine Situation verbocken. Soziale Ängste haben so einen "bizarren Vorteil" : sie kreuzen immer wieder unseren Weg...bis wir eine entsprechende Handlungsstrategie entwickelt haben.

Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein. Bücher sind zwar eine Hilfe und können den einen oder anderen Impuls geben. Aber meist sind sie zu akademisch geschrieben, von Autoren, die sich mit ihren eigenen Ängsten auseinandersetzen, in dem sie eben ein Buch darüber schreiben...  
Viele Grüße von Edge
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Hamburger
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« Antworten #3 am: 28. März 2005, 00:33:29 »

Moin,

vielen Dank für dei Antworten.
Meine Freundin hat momentan wohl vor allem zwei Ängste. Zum einen nie wieder gesund zu werden und noch viel öfter hat Sie einfach Angst vor der Angst. Ohne das es einen echten Grund gibt, fängt Sie dann zum Beispiel beim zu-Bett-gehen an nachzudenken, ob Sie in der Nacht wieder eine Angst/Panikattacke bekommt und wann Sie denn mal wieder richtig schlafen kann und wir darüber total unruhig und meistens kommt die Attacke dann schon sofort.

Grüße,
Sven
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Hamburger34
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« Antworten #4 am: 28. März 2005, 00:41:15 »

die siutation mit dem ins bett gehen und der angst vor der angst kenne ich auch. deswegen gehe ich schon gar nicht mehr ins bett, sondern schlafe nur noch auf dem sofa. komischerweise bekomme ich es da immer hin, irgendwie und irgendwann einzuschlafen.
wichtig ist nur zu begreifen, dass man von diesen angstattacken nicht stirbt. das war nämlich zu anfang meine angst. sobald ich jetzt innerlich unruhig werde, versuche ich tief durch den bauch zu atmen, einigermaßen ruhig und sage mir immer wieder, dass das nur angst ist und mich diese angst nicht umbringt.... dann geht sie meistens auch wieder.
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Hamburger
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« Antworten #5 am: 28. März 2005, 10:46:36 »

Hi Hamburger 34,

das was Du beschreibst hört sich ja eher nach Panikattacke an, oder? Ich meinte hier eher eine generalisierte Angst. Also einfach Unruhe und negative Gedanken über lange Zeit zu einem bestimmten Thema. Wobei eine Panikattacke recht schnell daraus erwachsen kann...hängt ja alles mehr oder weniger eng zusammen.

Grüße,
Sven
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Hamburger34
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« Antworten #6 am: 28. März 2005, 13:02:16 »

hallo hamburger,
ich denke, dass angst und panikattacken ziemlich eng zusammenhängen. die angst ist unterschwellig immer da... dieses ungute gefühl, dieser leichte druck auf der brust und ihm kopf... und wenn die angst dich in den griff bekommt, wird schnell panik daraus. die panikattacken haben bei mir einigermaßen abgenommen... weil ich, wie ich schon geschrieben habe, weiss, dass ich keine angst haben muss. aber immer gelingt mir das auch nicht. und komischerweise merke ich, dass dieses gefühl der angst stärker wird, wenn ich mich hier im forum aufhalte und die einträge von anderen usern lese... oder jetzt selber etwas schreibe.
ich bin jetzt seit kurzer zeit in behandlung bzw. sind wir noch im stadium der diagnostik. ich halte nichts davon, sich selbst zu therapieren. und meine ehrliche meinung über solche foren ist, dass sie manchmal die situation eher noch verschlechtern als verbessern. ich gebe dir den rat, dass sich deine freundin mal an das michael balint institut in hamburg wendet. dort kann man ihr sicherlich am besten weiterhelfen. sie muss halt nur die evtl. berührungsängste zu psychologen oder psychiatern verlieren... oder ein evtl. schamgefühl abstellen... es wird ja leider immer noch ein bisschen belächelt, wenn man zu einem psychologen geht. wenn ich dir wegen des institutes noch weitere info geben soll, kannst du dich ja nochmal melden.

Gruss Maik
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Hamburger
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« Antworten #7 am: 28. März 2005, 16:22:40 »

HI,

das klingt sehr gut mit dem Balint-Institut.
Meine Freundin ist bereits in Behandlung und aktuell in einer stationären Therapie. Ich suche quasi während dessen nach Optionen wie ich Ihr helfen kann, bzw. wie es nach der Therapie weiter gehen kann.

Warst/bist Du selber beim Balint-Institut.
Sonst maile mir doch auch mal bitte privat - keine Ahnung wie das hier geht:

Besten Dank,
Sven
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Trolli
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« Antworten #8 am: 31. März 2005, 12:56:45 »

Hallo Hamburger,

zuerst möchte ich dir ein großes Lob aussprechen dafür, dass du deiner Freundin so zur Seite stehst. Es ist verdammt schwer.

Es ist gut, dass sie eine stationäre Therapie macht. Habe ich auch hinter mir. Du wirst viel Verständnis aufbringen müssen, denn es ist schwer nachzuvollziehen für einen Aussenstehenden was da mit den Patienten geschieht. Mein Freund hat irgendwann keine Kraft mehr gehabt um zu kämpfen. Wir haben dann beschlossen, dass er einfach eine "Auszeit" sich nimmt um wieder zu Kräften zu kommen. Für mich war das total ok, denn ich war gerade in der Klinik und somit in Sicherheit.

Der Erfolg einer solchen Therapie kann sich auch erst nach 3 bis 6 Monaten bemerkbar machen. Da muß man viel Geduld haben, denn nach der Klinik kann noch mal ein tiefes Loch kommen.

Ich denke, wichtig ist auch, dass Du ihr keine Vorwürfe machst wegen der Krankheit. Sie kann nichts dafür. Ich hatte auch die Angst vor der Angst und in der Klinik hatte ich plötzlich Angst, weil die Angst weg war.

Eine Selbsthilfegruppe kann auch helfen, vorallem weil auch du dich dort mit Angehörigen der Betroffenen austauschen kannst und das tut gut und das brauchst du auch.

In einer Attacke kann ich empfehlen: tief in den Bauch hineinatmen (das ist das Zaubermittel), Ablenkung (mein Freund hat mich oft einfach angefangen zu kitzeln auch wenn er sich oft "eine" geholt hat), es versuchen zuzulassen (nicht dagegen wehren sonst wird es schlimmer) und immer daran denken: dieses Gefühl ist zwar verdammt unangenehmen aber es ist nicht gefährlich.

Ich wünsche euch beiden viel Kraft und viel Mut auf dem weiteren Weg.

Karina
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
Hamburger
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« Antworten #9 am: 31. März 2005, 20:51:12 »

Hi Trolli,

vielen Dank für die aufmunternden Worte und die Tipps.
Ich glaube langsam das wir schnell genug reagiert haben. Meiner Freundin geht es inzwischen wieder etwas besser und das ist Motivation genug.

Ich habe auch in den letzten Tagen gemerkt, das wir durch unseren Lebenswandel viel selber negativ beeinflusst haben. Das ist natürlich schade, aber es gibt mir gleichzeitig die Gewißheit das wir es künftig viel besser machen können.

Eine Selbsthilfegruppe ist ne tolle Idee. Was ich mich immer wieder Frage ist wie ich am besten mit der Angst vor dem Alleinesein umgehen kann bei meiner Freundin. In den letzten 12 Monaten bin ich nirgendwo mehr alleine hingegangen, wo Sie nachts alleine sein musste. Also zum Beispiel mit meinen Kumpels mal ne Runde drehen, alte Freunde besuchen oder so. Jetzt lernt Sie in der Therapie gerade das alleine sein auch was gutes haben kann und genießt das sichtlich.

Was meint Ihr denn dazu?
Liebe Grüé,
Sven
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Trolli
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« Antworten #10 am: 01. April 2005, 08:11:35 »

Hallo Sven,

es freut mich, dass es ihr besser geht. Das gibt immer Kraft für die etwas mehr schwierigeren Tage.

Angst vor dem Alleinsein habe ich auch. Meine Wohnung ist so gut wie unbewohnt, ich bin zu meiner Mutter geflüchtet, weil ich Angst vor dem Alleinsein habe.

Wovor hat deine Freundin genau Angst? Meine Angst ist es, umzukippen oder es passiert was mit dem Herzen (hab eine Herzphobie) und keiner findet mich rechtzeitig. Ich habe dann Abkommen abgeschlossen mit meiner Mutter und meinem Freund. Ich habe dann kurz vor dem Schlafengehen angerufen und morgens nach dem Aufstehen. Hab ich das nicht gemacht, haben sie angerufen. Und das gab mir ein wenig die Sicherheit, das wenn was passiert die das mitbekommen.

Es ist sehr wichtig, dass due auch mal alleine was für dich machst. Das brauchst du. Hat deine Freundin eine gute Freundin wo sie über die Zeit bleiben könnte? Du kannst es am Anfang mit einer halben Stunde ausprobieren und dann langsam steigern.

Übrigens ist mein Freund gerne bereit dir paar Tips zu geben, wenn du möchtest.

Alles Gute für Euch. In welcher Klinik ist deine Freundin?

Karina
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Hamburger
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« Antworten #11 am: 02. April 2005, 17:41:16 »

Hi Karina,

ich habe Dir mal ne persönliche Nachricht geschrieben.

Grüße,
Sven
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Fridolin
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« Antworten #12 am: 06. August 2006, 11:02:16 »

Hallo Hamburger
Ich denke, die Angst zuzulassen nimmt ihr das fürchterliche und auch die Tiefe. Angst ist ein Verstärker, die sich im Gemütszustand abspielt und meist mit der Realität nicht viel zu tun hat. Außerdem glaube ich, daß die Angst nicht beseitigt werden kann, sondern das sie überwunden werden muß. Als hilfreich habe ich die 12 Schritte, "Nur für heute" und alle Maßnahmen, den eigenen Selbstwert zu steigern.

Servus

Fridolin
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Fridolin Steinpalme
maribel
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WWW
« Antworten #13 am: 10. August 2007, 09:03:47 »

hi sven,

ich hoffe deiner freundin geht es bald besser, ich findes das spitze, dass du dich hier so um sie bemühst!

mein freund ist mit meiner angststörung auch sehr lieb umgegangen, ich hab ihm folgendes buch gegeben: die "angst bewältigen" von sigrun-schmidt traub (hat mir meine therapeutin empfohlen). es erklärt sehr verständlich was bei einer angsstörung alles abläuft und gibt gute fallbeispiele und ein paar tipps für den alltag, ich hab mittlerweile viele bücher zu dem thema, aber das ist dass dass ich immer anderen zu lesen gebe, damit sie mich und meine probleme besser verstehen.

glg
maribel
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Susilein
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« Antworten #14 am: 28. August 2007, 06:18:41 »

Hi,

also jetzt muss ich auch noch mal was sagen, was mir geholfen hat:
Ich hatte Prüfungsangst und zur Zeit habe ich Angst vor sozialen Kontakten.
Was mir sehr geholfen hat, war, man nennt es "Positive Selbstinsturktion", also Selbstgespräche, die einen beruhigen.
Ich sage mir immer in Gedanken, oder wenns ganz schlimm wird leise vor: "Du musst keine Angst haben, es wird alles gut, dir pasiert nichts, keiner will dir hier was böses". und mache einfach weiter was ich grade tue, dann geht es bei mir immer weg.
Und wenn ich grade sehr durcheinander bin, dann dann verschwinde ich einfach aufs Klo, sag meinen Satz wieder auf, atme ein paarmal ruhig durch und dann gehts meistens wieder.

Ich hoffe dass es deiner Freundin bald wieder besser geht und wünsche euch beiden viel Glück :-)

Lg Susilein
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blackeyes77
Gast
« Antworten #15 am: 10. September 2007, 00:06:00 »

Hallo
Also da meine Ängste sich meißt in Übelkeit und Angst vor errbrechen äussern, hab ich immer Medikamente gegen diese "Leiden" dabei. Ich hab ein kleines täschchen in meiner Handtasche in dem sich u.a. Mittel gegen: Kopfweh, Sodbrennen, Übelkeit und Durchfall befinden. Ich versuche zwar die Medis wenns geht nicht zu nehmen aber falls ichs nicht anders schaffe hab ich sie zumindest parat, das gibt mir soviel sicherheit dass ich sie nicht allzu häufig brauche. Gut Ok, in akkuten Phasen greif ich eher zu aber oftmals hab ich auch lange gute Phasen da reicht es schon dass das täschchen da ist. Allerdings geh ich ohne wirklich nicht ausser Haus, das ist vielleicht auch nicht so gut, aber meiner Meinung nach besser als gar nicht rausgehen bloß weil ich die Sachen nicht dabei hab, oder was meint ihr?
Gruß Kerstin
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kiki
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« Antworten #16 am: 10. September 2007, 19:09:25 »

hallo blackeyes,

....alles was dir sicherheit bietet ist gut für dich ,irgendwann hast du soviele vertrauen wieder zu deinem körper aufgebaut das du dein täschchen mit den medis. nicht mehr brauchst .

liebe grüße kiki
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blackeyes77
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« Antworten #17 am: 10. September 2007, 22:00:17 »

Danke kiki!
und selbst wenn ich das immer mit mir rumtrage es ist kein ballast und daher durchaus vertretbar für mich da ich auch nicht pausenlos daran denke. vielleicht braucht man einfach so ein kleines "rettungsboot" auch für immer um einen daran zu erinnern dass man es besiegen kann! ich bin nämlich eigentlich ein unverbesserlicher optimist..... auch wenn der grad etwas vergraben ist!
Gruß Kerstin
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kiki
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« Antworten #18 am: 11. September 2007, 09:18:10 »

hallo blackeyes,

.genau das ist es ein" rettungsboot "   und da du selber schreibst das du ein unverbesserlicher optimist bist Zwinkernd
wird dein rettungsboot mit der zeit immer weniger tragen müssen ,--------------  bleib ein unverbesserlicher optimist.

liebe grüße kiki
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blackeyes77
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« Antworten #19 am: 23. September 2007, 22:02:09 »

Hallo Ihr Lieben!

hab gestern einen Film geschaut in dem ein schöner Spruch vorkam, den ich für hier sehr passend fand, er ist nicht neu und steht hier vielleicht auch schon irgendwo aber falls nicht möchte ich ihn gern hier unterbringen:

Wenn du denkst "Ich kann das nicht" dann denk an die Hummel, nach den Gesetzen der Aerodynamik kann die Hummel wegen ihrer Körper-Flügel-Relation gar nicht fliegen, die Hummel weiß das aber nicht und tuts einfach.

Ich find das irgendwie schön und motivierend um Dinge zu wagen, vielleicht gehts euch ja ähnlich... Blinzeln

Grüßle Blackeyes
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« Antworten #20 am: 01. Oktober 2007, 15:56:43 »

....es ist und bleibt unser denken ,was uns hindert angstfrei unser leben zu genießen.ich komme gerade von einer 7 tägige reise zurück ,das heißt ,raus aus der gewohnten umgebung,und rein ins ungewohnte leben ,hatte gottseidank lange vor dieser reise keine angstzustände oder panikattacken mehr gehabt ,(darum vielleicht auch mein mut zu dieser reise ) es ging von barcelona nach wien mit dem flugzeug (ging super) ,von wien machten wir eine donauschiffsfahrt ,.....die kabine die uns zugeteilt wurde ,lößte eine panikattacke in mir aus ,.........ich konnte gottseidank eine größere kabine beziehen ,die zwar nur bullaugen-fenster( ignorierte ich) hatte ,aber dafür groß und hell ausgestattet war .zum erstaunen meines mannes und meiner freunde stieg ich auch in das bekannte prader-riesenrad ...nichts ..garnichts passierte ..ich blieb vollkommen ruhig......mein mann war fassungslos...und ich stolz (und auch etwas fassungslos das alles so gut geklappt hat )....

lg   kiki
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...was DU denkst .geschied....
Sister Moonshine
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WWW
« Antworten #21 am: 02. Oktober 2007, 14:46:17 »

Kiki,

freu mich sehr für Dich! Wie toll das gewesen sein muss! Du hast Dich sicherlich klasse gefühlt, hoffe, DU hast es richtig genossen!
Irgendwann werde ich auch wieder fliegen!

Ganz liege Grüße, Sister Moonshine   Cool
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kiki
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« Antworten #22 am: 05. Oktober 2007, 11:20:36 »

hallo moonshine,
hm ......ganz ehrlich .habe ein kilo abgenommen  Zwinkernd aber es war wirklich ein super gefühl ,einfach etwas zu machen was ich jahrelang gemieden habe ,(vielleicht hätte es ja jahre vorher schon geklappt Huch Huch Huch)nur habe ich mich selber immer verrückt gemacht .

liebe grüße kiki
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Lucky
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« Antworten #23 am: 07. Oktober 2007, 07:44:58 »

Hallo Hamburger,

Du hast die Frage gestellt, wie es am besten klappen könnte, daß Du auch mal rausgehen kannst. Ich halte es für falsch, daß Du nicht mehr gehst, ich habe selbst daran zu knabbern und sobald mein Mann zur Tür raus war, fing die Angst an!
Ich hatte eine Attacke, als unser Sohn mich brauchte und habe ihm nicht helfen können, seither habe ich Angst, abends die Verantwortung alleine zu tragen.

Wir haben es schrittweise gemacht.
Zuerst ging mein Mann nur zu nötigen Terminen (Versammlung Firma) weg, dann kam mein Schwager als Babysitter zu mir (wie wäre es, wenn eine Freundin käme und die beiden einen Frauenabend machen, bis Du zurück bist?).
Dann später war er telefonisch zu erreichen. Anfangs rief ich ihn an, sobald Männe durch die Tür war, wir sprachen oft 1 Stunde zusammen, ehe ich mich etwas beruhigt hatte, dann hockte ich verängstigt vor dem Fernseher, Ablenkung pur! Männe blieb anfangs auch nur kurz weg (ca. 2 Stunden), so als Training!
Dann fiel mir auf, daß ich erst Panik bekam, wenn ich die Haustür hörte, mir bewußt war, jetzt ist er weg. Also ging mein Mann unbemerkt - die Panikattacke blieb aus! Das war nur ein Test.
Dann zwang ich mich dazu, 1 Stunde auszuhalten, bevor ich meinen Schwager anrief.

Mein Mann ist nicht der Typ, der viele Freunde hat (berufsbedingt alleine), er ist also selten weg, aber inzwischen ist durch das Training nur noch ein komisches Gefühl übrig, meist ist auch das weg, ich sage mir dann, ich wäre bekloppt, würde alles klappen! Mein Thera hatte mal gesagt, egal, wie schlecht ich drauf wäre, wenn mit den Kids was ist, würde ich handeln können - damals war mein Mann da, ich "mußte" also nicht.
Zudem war ich mit den Kindern 3 Wochen alleine in Kur, da hatte ich komplett die Verantwortung, hat mir auch sehr geholfen.

Angst hat ganz viel mit Training zu tun. Mein Thera hat mit Konfrontation gearbeitet, ich mußte Türme rauf (Aussichtsturm/Kölner Dom...), um zu sehen, daß mich die Angst nicht umhaut. Es war anfangs ganz furchtbar, ich schlich mit Elefantenbeinen hoch, nach einigen MAlen war das aber kein Problem mehr!n Mittlerweile hängt das von meiner Verfassung ab. Mal geht es, als ob nichts wäre, mal ist es schwieriger, aber ich kann es alleine durchziehen, weil ich ja weiß, es hat schon mehrfach geklappt.
Und so haben wir vieles geübt!

Mit der Angst vor dem Schlafen, kenne ich auch. Ich hatte mal eine nette Attacke vor dem Insbettgehen. Seither ist das ein rotes Tuch! Ich gehe oft mit Übelkeit ins Bett. Aber auch da kämpfe ich mich inzwischen durch. Es gibt nur noch wenige Momente, wo ich Männe zur Hilfe hole!
Wir haben uns einen Fernseher zur Hilfe geholt, der lenkt mich ab. Außerdem habe ich mit Yoga und Entspannung nach Jacobson versucht, mir zu helfen. Meist klappt eines von den Entspannungstechniken und ich werde ruhiger - es eskaliert ja nur durch falsches Atmen und unruhig werden....

Ich versuche viel mit Ablenkung hinzukriegen, heißt nicht, daß ich die Angst verdränge. Wir sitzen (Kinder und ich) im Auto, auf einmal kriege ich eine Attacke, ich fange an, BÄume zu zählen, - weg!
Sowas z.B. Oder ich sitze im Kino, habe auf einmal das GEfühl, ich muß raus! Ich habe mich gezwungen, zu bleiben, habe auf den Film gestarrt und alles mögliche geguckt, nicht nur die Handlung, sondern z.B. die Farbe der Kleidung, die Deko, "nach Fliegen gesucht"....Ablenkung halt! Es klappt fast immer! Abe es war auch viel Training nötig! Und anfangs Begleitung von Schwager, der mir als Rettungssanitäter Sicherheit gab, falls ich umkippe! Ich bin aber nie umgekippt! Das, wovor ich Angst hatte, ist nie eingetreten! Ist vielleicht auch wichtig!

Ansonsten viel Geduld, aber sie muß da durch, sie muß üben. Ich bin jetzt seit 3,5 Jahren dran.....es wird stetig besser, aber es ist halt kein Ausschalter da, sondern muß erkämpft werden. Oft sind es 5 Schritte vor, 3 zurück, aber das Endergebnis 2 Schritte vor... das sei laut Thera auch völlig normal! Die Genesung verläuft in Wellen, rauf und runter....

Ich wünsche Dir und Deiner Freundin viel Glück und ich hoffe, ich habe Dir helfen können!
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Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem 1. Schritt!
Ivi
Gast
« Antworten #24 am: 25. Oktober 2007, 12:03:55 »

Hallo wollte mcih auch mal einbringen. Bei mir ist das so, dassich seit einiger Zeit weder sehr stark grübel, ich kann nicht richtig schlafen, ca.4-5h pro nacht oder ich ruhe nur so. Ich fühl mich innerlich beengt. Ich denke mir schlimme Dinge aus, das mein Freund mich verlässt oder jemand stirbt. Aber das verlassenwerden bereitet mir mehr Kummer. Mein Freund liebt mich, er sagt es mir jeden Tag. Dennoch hab ich das Gefühl ich kann es ihm nicht so richtig recht machen. Er ist selbst sehr eifersüchtig, spielt es, wenn ich es bin sehr runter. Ich leide sehr darunter, ich hab Herzschmerzen, bekomme schlecht Luft oder beginne einfach zu weinen. Ich habe eigentlich ein gutes Selbstbewußtsein und auf Arbeit bin ich auch gut. Aber manchmal rede ich mich selber schlecht. Hba ich es jetzt richtig gesagt oder ist er, weil er nicht gut drauf ist oder nachdenkt, böse auf mich und spielt mit dem Gedanken, mich zu verlassen, weil er mich nicht ertragen kann??? Jedermal laufen diese gedanken durch meinen Kopf. Er sagt, dass er die Beziehung schön findet, aber ich denke schon dran, wenn er mich verlässt, daran dass ich wieder jemanden brauche. Und versuche damit den Trennungsschmerz, wenn es so ist, damit zu bewältigen. Ich bin ziemlich ratlos, versuche mich schon zu beruhigen oder abzulenken, mit Sport oder Instrument spielen. Es geht auch, aber wenn ich mit ihm alleine bin oder ganz alleine, fängt es wieder an. Es kommt nicht jeden Tag vor, aber immer öfters. Kann mir da jemand gut zuraten?
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