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Germane
Gast
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« am: 11. April 2004, 00:37:29 » |
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Hallo, meine Aggressionen lasse ich manchmal so aus, dass ich mich am Arm mit einem Messer verletze. Ich weiss dann nicht, wohin mit der Verzweiflung und Wut. Ich habe aber auch manchmal Deppressionen und Selbstzweifel. Bin in psychiatrischer Behandlung. Gehe aber dort nur hin, um alle drei Monate das notwendige Medikament zu holen. Das Vertrauen habe ich verloren, da ich meine, dass der Psychiater mich noch anstacheln will, um einen Grund zu haben, mich einliefern zu lassen. Kostprobe: Was machen Sie mit Ihrer Kollegin (die mich rausgemobbt hatte) ? Sie dürfen alles mit ihr machen ! Dann versuche ich besonnen zu sein und sage eine diplomatische Antwort. Zudem fühle ich mich als Lediger immer stark kritisiert. Wenn alle so wie Du keinen Nachwuchs hätten ! Dabei bin ich durch meine Krankheit gehandicapt und habe enorme Schwierigkeiten gehabt jemanden kennenzulernen. Ich habe das Gefühl, viel schlucken zu müssen. Irgendwann, wenn's dann ganz schlimm wird, muss der Arm dran glauben. Meine harte Lehrzeit hat die Aggressionen noch in mir gefördert. Einer aus dem Lehr- jahr hat später einen Kioskbesitzer ermordet. Viele der Jahrgangskollegen waren als Schläger bekannt. Da kamen mir damalige Kommentare verhöhnend vor (ist doch normal, dass sich junge Männer mal schlagen). Ihr seht schon, dass ich eine negative Sicht vom Leben habe, obwohl es sicher auch viel positives gibt. Ein paar schöne Osterfeiertage.
Gruss, Gerd
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Germane
Gast
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« Antworten #1 am: 13. April 2004, 00:03:08 » |
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Hallo, klar ist es schwierig jemanden als Laie als Borderliner oder nicht Borderliner einzuordnen. Noch einige Erläüterungen: Der Neurologe meinte genau: Was würden sie mit ihr tun ? Sie dürfen alles mit ihr machen, auch schlagen, alles ? Fande ich unseriös und provozierend. Der Kommentar wegen meiner Ratschläge wegen meiner gewaltbereiten Lehrlingsjahrgangskollegen, kam übrigens von einer evangelischen Gemeindehelferin, mit der ich jahrelang eine Jungschar betreut habe (und auch viel Kritik einstecken musste und als 15-16-jähriger oft genug den Laden alleine schmeissen musste (als ehrenamtlicher Mitarbeiter)) Gestern habe ich das Lied von Volker Lechtenbrink "Leben so wie ich es mag" gehört. Dort hat er auch die Selbstgerechten kritisiert und die, denen nur Renten und Sicherheit wichtig sind. Ihm sind lieber die, die sich (auch für Schwächere) einsetzen und ihre Meinung vertreten. Das Lied hat mir aus der Seele gesprochen. Ich weiss nur, dass meine Reaktionen hinterher als Energieverschwendung wirken. Meine Hoffnung liegt auch auf einer Psychotherapie, die ich im Mai bei einem Psychotherapeuten, dem ich vertraue, mache. Meine letzte Therapie war bei einer Therapeutin (Ärztin und Therapeutin), die mich mit 15-minütigen Sitzungen abgespeist hat und mir teilweise ihre Meinung aufzwingen wollte. Beispiel: Ich habe vor einer Fortbildung im IT-Bereich gestanden. Mal fand sie es gut, mal sagte sie, sie verstehe es nicht, dass ich soetwas mache (ich war damals arbeitslos), als Ärzte machen wir auch Fortbildungen, aber nicht 1 Jahr. Sie hat gar nicht berücksichtigt, dass evtl. meine Fortbildung einen anderen Charakter hat. Letztendlich ist diese Fortbildung für mich bis heute wichtig gewesen. Es gibt genug Dinge, in die man seine Energie stecken kann und sinnvoll sind.
Gruss, Gerd
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Dilein
Gast
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« Antworten #2 am: 13. April 2004, 11:17:06 » |
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Hallo Germane,
es gibt Therapeuten, die bewusst provozieren. Im Grunde dürfen die alles, so lange sie damit etwas Positives bezwecken wie Wut (bei Suizidgefährdeten) oder sogar Ärger über den Therapeuten selbst, um den Patienten zum Nachdenken anzustacheln, alles in Frage zus tellen, zu spüren, dass man selbst auf einiges kommen kann. Wenn Du es jedoch als provozierend empfindest, dann sag' es ihm offen. Therapie heißt ja nicht, dass man sich alles gefallen lässt.
Ob Du nun unter Borderliner leidest, kann nur ein Facharzt beurteilen und auch für die ist das oft schwer. Ich würde mich auf keinen Fall in eine Schublade stecken lassen und mit so einer Diagnose rumlaufen.
Ich selbst gehöre nicht zu Borderlinern, mische mich aber oft ein, weil ich meine, wir müssen alle Probleme untereinander versuchen zu verstehen bzw. zu akzeptieren.
Mit Ferndiagnosen ist das so eine Sache. Es wird Dir hier kaum jemand auf Deine Frage antworten können, ohne Dich zu kennen.
Ich glaube, der Schlüssel liegt in Deinem letzten Satz: "es gibt genug Dinge, in die man seine Energie stecken kann und sinnvoll sind". Damit hast Du nicht nur viel erkannt, sondern befindest Dich bereits auf einem sinnerfüllten Weg.
Ich wünsche Dir, dass die Psychotherapie Dich weiter bringt und dann ist es letztlich unwichtig, wie Deine Krankheit sich nennt. Hauptsache, Du fühlst Dich besser, verstanden und angenommen.
Alles Gute! Herzlichst Dilein
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Sthy
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« Antworten #3 am: 12. Juli 2004, 00:03:12 » |
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Das scheint wohl in Mode zu sein bei den ganzen Psychatern und Psychologen.Mir sagte man,ich würde mein leben lang in einer Klinik bleiben ,chronifiziern ,nie wieder gesund werden,als ich nichts anderes dachte ,als das ich mich umbringen müsse,also in totaler Suizidalität. Nach dieser Aussage unternahm ich einen Selbstmordversuch ,der beinahe gelungen wäre.Doch daraufhin begann ich zu kämpfen ,um den ganzen Seelenklempner zu zeigen das ich es schaffen kann und werde. Sie wollte sich auch dauernd ohne Grund mit mir streiten und fing an mich zu provozieren, das ist wohl kränken und reizen um Feedback zu bekommen.Positives wie negatives,nicht immer führt das zu positiven Entwicklungen denke ich.
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