cahra
Beginner

Beiträge: 3
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« am: 10. Mai 2005, 14:13:34 » |
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Hallo! Ich bin neu hier. Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen.
Bin auch jemand mit vielen Problemen. Ich laufe jetzt seit über 3 Jahren von einem Arzt zum anderen und weiss nicht mehr weiter. Im Februar 2002 saß ich beim Zahnarzt im Wartezimmer und auf einmal bekam ich einen extremen Schwindelanfall. Es hat fast ´ne Stunde gebraucht bis es einigermaßen wieder okay war und ich zu meinem Hausarzt gehen konnte. Der hat nichts festgestellt. Von da an bekam ich fast jeden Tag solche Schwindelanfälle, eigentlich immer Abends. Es führte dazu, dass ich innerhalb von 3 Monaten 2x im Krankenhaus war, aber nie hat jemand was gefunden. Dann ging es irgendwann besser und den Sommer über hatte ich fast gar keine Probleme. Dann bekam ich Herzrythmusstörungen, ich lief wieder von Arzt zu Arzt und keiner konnte was feststellen. Dazu kamen undefinierebare Atembeschwerden. Ich muss dazu sagen, dass ich von klein auf Asthma habe, aber damit ist das nicht zu vergleichen. Wenn ich mein Spray benutze wird das schlimmer. Cortisonspray nehme ich mittlerweile auch Abends. Jetzt kommt auch wieder Schwindel dazu. Aber immer das gleiche, die Ärzte finden nichts. Duch Zufall habe ich ein Mädel kennengelernt, der ging es ähnlich. Und sie hat gesagt, dass es bei ihr psychosomatisch war. Auf die Idee bin ich bisher gar nicht gekommen. Jetzt habe ich von meiner Ärztin ne Überweisung zur Psychotherapie bekommen, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist an einen Psychotherapeuten zu kommen. Oftmals erst im August freie Termine. Aber ich kann einfach nicht mehr so lange warten. Ich geh langsam kaputt an dem ganzen. Ich heul meinem Lebensgefährten oftmals die Ohren voll, dass ich einfach nicht mehr kann..
Habt Ihr ne Idee. Wäre schön, wenn jemand mir mal was dazu schreiben würde. Das musste einfach mal raus
Danke fürs zuhören... (lesen)
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Trolli
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« Antworten #1 am: 10. Mai 2005, 14:32:30 » |
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Hallo Cahra,
erstmal herzlichen Glückwunsch dafür, dass du bereit bist eine Therapie zu machen. Viele weigern sich sehr lange bis sie akzeptieren können, dass ihre Beschwerden psychisch sind.
Tja, Therapeutensuche ist verdammt schwierig und kostet Nerven. Rufe wirklich jeden an. Ich persönlich habe über 80 Therapeutinen angerufen bis ich meine jetzige Therapeutin fand.
Eine Möglichkeit zur Überbrückung wäre eine stationäre Therapie oder eine ambulante (über mehrere Wochen). Ich weiß nicht ob du jedoch schon soweit bist. Wenn du aber total verzweifelt bist dann frage deinen Arzt ob er dich einweisen würde.
Viel Glück für dich.
Trolli
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
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Foxy
Juniormember
 
Beiträge: 34
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« Antworten #2 am: 10. Mai 2005, 14:34:27 » |
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Hallo Cahra, ich habe keine Ahnung, ob Deine Anfälle psychosomatisch sind. Das können nur die Ärzte feststellen, d. h. sie schließen organische Ursprünge aus. Psychotherapeuten sind tatsächlich schwer zu bekommen. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich bin persönlich hingegangen und habe um einen Termin zur Psychotherapie gebeten (einfach angeklingelt), um die Dringlichkeit zu demonstrieren. Ich glaube, da können sich die Therapeuten auch besser ein Bild machen.
Allerdings habe ich dann auch noch Ablehnungen bekommen bzw. ich musste auch noch 6 Wochen warten, bis zum Ersttermin. Aber behandeln wird Dich doch bestimmt Deine Ärztin nebenbei und etwas gegen Deine Schwindelanfälle tun. Ich habe ein Mittel gegen Ohnmachten und auch das Anti-Depressivum hilft gegen Schwindel.
Ich drück Dir die Daumen, dass Du schnell Hilfe bekommst. Du bist nicht allein.
Herzliche Grüße Foxy
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cahra
Beginner

Beiträge: 3
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« Antworten #3 am: 10. Mai 2005, 14:44:47 » |
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Vielen Dank für die prompten Antworten. Ich hab einfach das Problem, dass ich Angst hab nen schlechten Therapeuten zu bekommen. Meine Ärztin hat mir eine empfohlen, da ist erst ab August ein Termin frei. Meine Freundin hat mir eine empfohlen, da erreich ich nur den Anrufbeantworter.
Mit ner stationären Therapie ist für mich momentan schlecht. Mache gerade ne Ausbildung, ist allerdings schon die 2.. Bin 26. Außerdem möchte ich auch nicht wirklich, dass mein Chef oder Kollegen was davon mitbekommen. Ist mir doch recht peinlich. Die einzigen die davon wissen, ist meine Mutter, mein Freund und eine Bekannte.
Ich hab natürlich auch Angst, dass das nachher doch nichts psychosomatisches ist. Allerdings haben bei mir Kardiologen und Lungenfacharzt nichts gefunden.
Ist schon ziemlich deprimierend.
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Trolli
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« Antworten #4 am: 10. Mai 2005, 15:06:44 » |
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Bei der Therapeutensuche würde ich mich ganz allein auf dein Gefühl verlassen. Jeder empfindet das anders. Du mußt mit dem Therapeuten klarkommen.
AB geht bei den meisten Therapeuten an, da sie ja in einer Sitzung sich befinden. Trau dich, sprich drauf die melden sich bei dir.
Natürlich solltest du vorher abklären ob es keine organische Ursache gibt. Ich kann bis heute nicht alles akzeptieren. Ich renne dann zum Arzt und er bestätigt mir wieder, es ist nichts organisches.
Deine Bedenken kann ich verstehen. Das dauert seine Zeit. Ich habe es auch gut 2 Jahre verheimlicht und hab mich dafür geschämt. Heute stehe ich dazu, dass ich diese Krankheit habe. Ich hab sie mir nicht ausgesucht und auch nicht den sexuellen Mißbrauch in der Kindheit, der u.a. schuld daran ist. Aber es nützt mir nichts in der Vergangenheit zu graben, denn ich lebe jetzt und heute.
Wichtig ist, dass du dir keine Vorwürfe machst. Das zieht noch mehr runter. Und das Verständnis deiner Mitmenschen. Ich hatte eine Handvoll Menschen aber auf die konnte ich mich jederzeit verlassen.
Ich persönlich habe mich erst nach 1,5 Jahre zu einer stationären Therapie entschlossen und heute 4,5 Monate später bereue ich nichts. Meine direkte Vorgesetzte wußte den wahren Grund warum ich so lange ausfallen muß. Heute ist es mir nicht mehr peinlich. Ich wünsche keinem die Erfahrung mit dieser Krankheit machen zu müssen. Wer der Meinung ist, ich spinne, ok kann er haben. Ich denke dann immer, vielleicht kommst du auch mal damit in Berrührung und dann treffen wir uns wieder.
Also taru dich ruhig auf die AB´s zu sprechen und vertraue nur deinem Gefühl. Egal ob jemand anderes den Therapeuten gut findet. Ich habe meinen ersten 25 Stunden bei einem empfohlenen Therapeuten verbracht die mir leider nichts gebracht haben.
Gruß, Trolli
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
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cahra
Beginner

Beiträge: 3
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« Antworten #5 am: 10. Mai 2005, 16:41:11 » |
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Ich hab meistens diese Probleme abends, wenn ich zur Ruhe komme. Allerdings auch mittlerweile teilweise tagsüber. Die kleinen oder größeren Herzhüpfer kommen oft einfach so unangekündigt. Dann versuche ich ruhig zu bleiben, aber besonders abends oder wenn ich ins Bett gehe, bekomme ich Panik. Oftmals ist es dann so, dass ich schlecht Luft bekomme. Ein Druck auf der Brust, das einatmen geht dann noch, aber das ausatmen ist schlecht. War jetzt letzten Monat beim Lungenfacharzt, aber da ist nichts außer Asthma, was ich eh schon weis. Bei mir wurde auch schon Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG gemacht, genauso wie Ultraschall. Ist zwar jetzt fast zwei Jahre her, aber da war nix. Wenn ich dann aber ein EKG anhab, dann hab ich aber auch nichts. Das ist so blöd. So hab ich dann natürlich wieder die Gedanken, ich könnte ja doch was am Herz haben, weil ich ja während des EKG´s auch keine Probleme hatte. Es ist einfach auch unbewusst in meinem Kopf. Und ich habe überhaupt keine Ahnung was ich dagegen tun kann.
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Schmetterling
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Beiträge: 83
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« Antworten #6 am: 11. Mai 2005, 14:17:43 » |
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Hallo Cahra,
Schwindelanfälle können durchaus mit Herzproblemen zusammenhängen. Du solltest dies gründlich abklären lassen. Wenn der Arzt eine körperliche Erkrankung ausschließen kann, solltest Du von einem psychosomatischen Problem ausgehen. In diesem Fall solltest Du Dich bemühen, bald möglichst einen geeigneten Therapeuten zu finden. Evtl. kann Dir Dein Arzt dabei behilflich sein. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Du bei Deiner Krankenkasse nachfragst, ob sie Dich an einen Therapeuten verweisen können. Ob dieser dann gut oder schlecht ist mußt Du dann selbst entscheiden. Das hängt natürlich sehr mit dem persönlichen Empfinden zusammen. Im Notfall kannst Du bis zur 5. Stunde wechseln. Ich wünsche Dir, dass Du den richtigen findest.
Schmetterling
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Trolli
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« Antworten #7 am: 13. Mai 2005, 06:54:15 » |
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Hallo Cahra,
vielleicht hast du Interesse an einem Buch: Gesundheit für Körper und Seele von Louise L. Hay. Dieses Buch hilft mir immer wieder mein Denken umzustellen. Wenn bei dir die Ursache in psychosomatischen liegt, dann kann ich dir das sehr empfehlen.
Ich persönlich glaube immernoch, dass an meinem Herzen was ist. Obwohl Langzeit-EKG und Ultraschall total ok waren. Mein Kardiologe sagte zu mir: Ich muß sie enttäuschen ich kann nichts finden, ihr Herz ist gesund und sie können alles tun.
Nächste Woche mach ich noch das Belastungs-EKG.
Gruß, Trolli
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