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Autor Thema: Herzschmerzen und Angst  (Gelesen 7200 mal)
schlumpfine1973
Beginner
*
Beiträge: 2


« am: 09. Juni 2005, 14:32:49 »

Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier, und wende mich nun an euch, möglicherweise könnt ihr mir ja weiterhelfen. Ich bin Angstpatientin.
Meine Herzschmerzen traten zum ersten Mal im Frühjahr des letzten Jahres, während ich Mobbing am Arbeitsplatz erlebte und gekündigt wurde, auf.
Die Herzschmerzen und -stiche treten vorwiegend bei Aufregung und Streß
auf. Mein Arzt ließ mich im Oktober des letzten Jahres beim Kardiologen
untersuchen, es war alles in Ordnung.
Nun habe ich ich durch erneuten Streß (Todesfall in der Familie und akuter
negativer Streß auf der Arbeit) wieder starke Herzschmerzen und -stiche, Schmerzen im linken Arm, Beklemmungsgefühle in der Brust. Mein Internist und Therapeut sagten mir, die Beschwerden wären psychosomatischer Natur. Aus Angst ließ ich bei einem akuten Anfall ein EKG beim ärztlichen Notdienst machen, das Herz war in Ordnung. Bei einem weiteren Anfall
ging ich leider zu einem mir fremden praktischen Arzt, aus Zeitmangel. Der Anfall wurde in der sehr bedrückenden Praxis noch schlimmer, es wurde ein EKG gemacht, während dieses EKGs verkrampfte ich mich arg. Es wurde eine Anomalie festgestellt. Der Arzt, der nicht sehr vertrauendeinflößend war, schrieb mir eine Überweisung zum Kardiologen. Er war jedoch eher der Ansicht, dass meine Schmerzen von starken Verkrampfungen herkämen. es könnte jedoch eine Durchblutungsstörung sein.
Leider ging ich zu einem neuen mir unbekannten Kardiologen, hier wurde am Dienstag ein Belastungsekg gemacht. Während des EKGs war ich nervös und wurde ein wenig panisch. Ich sagte jedoch nichts. In der anschließenden Ruhemessung von 6 Minuten, nach der Anstrengung, musste ich ständig husten. Das Hüsteln habe ich bei Anstrengung oder Aufregung (hier muss ich sagen, dass meine Lunge in Ordnung ist, ich rauche seit einem halben Jahr nicht mehr, Ausdauersport betreibe ich nicht
mehr, ich habe null Kondition). je mehr ich hüstelte um so nervöser machte mich die Arzthelferin, die immer wieder in den Raum kam, um zu schauen, ob ich noch lebe. Ihr machte der Husten Sorgen. Ich sagte jedoch nichts von meiner Angst. Den Arzt habe ich bis heute nicht zu gesicht bekommen. Auch auf Anfrage nicht. Die Arzthelferinnen teilten mir auf der Treppe mit, dass mein EKG nicht in Ordnung wäre. Ich sagte, dass ich Angstpatientin wäre (hier muss man ja auch vorsichtig sein, da man ja oft abgestempelt wird - leider) und ich den Arzt sprechen wolle. Es kam lediglich eine andere
Arzthelferin zu mir, und versuchte mich zu beruhigen. Nun habe ich eine Überweisung zum Spezialisten, da ich eine Myokardzintigraphie gemacht bekommen soll. daraufhin ging ich zu dem praktischen Arzt, da er mir die Sachlage und Ergebnisse, die ich bis heute nicht weiß, was beim EKG nicht okay war, auch nicht an welcher Stelle des EKGs. Ich ging schon panisch zu diesem Arzt. Kaum in seiner Praxis wurde ich noch panischer und leicht hysterisch vor Angst. Völlig fertig mit der Welt wurde ich zum Arzt gelassen, er rief beim Kardiologen an, für beide war ich nur anstrengend und nervend. Angeblich meinte der Kardiologe, dass die Schmerzen nur psychisch-vegetativer Natur wären, aber ich sollte nun zum Spezialisten.
Die 2 Termine sind erst am Ende des Monats. Meinem Internist, und Arzt des Vertrauens, mag ich mit der story, die mir unangenehm ist nicht belasten. ich ahbe Sorge, dass ich das Vertrauensverhältnis dann zerstöre.
Er sagte, mir auch das Hüsteln käme von Anstrengung, wenn ich Bronchien
etwas gereizt würden. Ich rief in der Verzweiflung bei meinem alten Kardiologen an, die Sprechstundenhilfe, die mir leider erst einen Termin im August anbieten konnte, der ich aber die Geschichte erzählte, meinte, bei Streß und Angst kann das EKG verfälscht werden. Sie hätten in dem Falle ein Herz-Streß-Echo zur Überprüfung gemacht. Ich solle die Untersuchung zu meiner Beruhigung machen lassen, sie wäre ungefährlich. Hinzu kommt meine Tabletten- und Medikamentenphobie, sie resultiert aus schlechten Erfahrungen, aber ich schaffe das Kontrastmittel schon. Nun habe ich nächste Woche einen Termin bei einem Nuklearmediziner erhalten, den ich von meinem alten Kardiologen genannt bekam. Lange Rede...nun sitze ich zuhause und vermeide jede Art von Anstrengung, mein Herz tut nun ständig weh (auch im Ruhezustand), ich fokussiere mich nun auf mein Herz, bin dauerverkrampft und überängstlich.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen genacht? Bitte keine angsteinflößenden
Stories bzw. Erfahrungen berichten. Ich laufe gerade am Abgrund herum...und versuche die Balance zu halten.  Ich schaffe es leider nocht nicht mich hundertprozentig mich selbst zu beruhigen und mir Sicherheit zu geben. Anderen kann ich diese wunderbar geben, da ich schon alles verstehe. Hilfe...und lieben Dank im Voraus! ich habe schon im Buch
für Psychosomatik geschaut, mein Herzchen braucht Liebe, es droht zu erstarren und zu erkalten im übertragenen Sinne.

Eure Angsthäsin Schlumpfine
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Trolli
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« Antworten #1 am: 09. Juni 2005, 14:50:39 »

Hallo Schlumpfine,

man kommt mir das bekannt vor. Ich mußte heute wärend der Arbeitszeit auch zum Arzt, weil ich mir ständig Sorgen um mein Herz mache. Er hat EKG gemacht und das war natürlich i.O. Mein Arzt ist zum Glück sehr verständnisvoll.

So wie du schon sagst, das Herz braucht Liebe. Ich arbeite mit dem Buch: Gesundheit für Körper und Seele und das steht da drin.

Im Moment bleibt dir leider nichts anderes übrig als die Termine abzuwarten oder eben noch einen Kardiologen aufsuchen. Auch da habe ich einen sehr netten, der mir die Angst nehmen kann.

Ich tue viel für meine Entspannung. Habe mir heute noch eine Hör-CD gekauft. Das hilft mir sehr gut.

Es ist mir unbegreiflich wie Ärzte einen wegschicken können auch wenn das EKG (angeblich) nicht ok ist.

Fühl dich gedrückt.

Gruß, Karina
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
Seoul
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J. Dean


« Antworten #2 am: 09. Juni 2005, 19:31:24 »

Hallo Schlumpfine,

ich kenne das nur zu gut aus Deinen Schilderungen.

Bei mir war ähnlich, nur leider schon etwas länger.

Unzählige Herz EKGs wurden schon gemacht und natürlich genaus so viele Langezeit EKGs, die im Abstand von 4-6 Wochen immer noch durchgeführt werden.

Bei mir wurde festgestellt, dass ich Aussetzer habe, in denen mein Herz einfach nicht - bzw. extrem flach - schlägt.
Eine Herzrhytmusstörung wurde vermutet und dann auch diagnostiziert.
Ich war dazu in einer Herzklinik, wo man eine EPU und einen Linksherzkatheter gemacht hatte.

Warum und wieso das bei mir so ist, kann niemand genau sagen.
Nun muss ich Tabletten einnehmen, weil sonst in kürze eine OP anstehen könnte.

Aber zu Dir:
Ich würde auch erst einmal die Untersuchungen machen lassen. Sie sind teilweise recht unangenhem, aber man kann sie aushalten. Ich vermute auch, dass es bei Dir - wie bei mir - viel mit der Psyche zusammen hängt.

Ich würde vielleicht versuchen in eine gute Herzklinik zu gehen, weil die dort besser ausgerüstet sind und man alles an einem Ort machen kann - Weniger Stress für Dich. Wenn Du dazu in der Lage bist.

Ich kann sehr gut verstehen, dass man jede Sekunde auf sein Herz achtet, jede Veränderung versucht zu bewerten - das mache ich auch. Obwohl es sicher besser wäre, wenn man es nicht machen würde, aber das ist leicht gesagt, es geht meist einfach nicht.

Tatsache ist, dass Herz ist ein sehr kräftiger Muskel, der extrem viel aushalten kann - vielleicht beruhigt Dich das ein ganz klein wenig.

Herzliche Grüße und viel Glück

[Editiert am 9/6/2005 von Seoul]
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Seoul

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