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Wolke
Gast
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« am: 20. Juni 2005, 16:04:47 » |
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Hallo auf allen meinen Diagnosen stand immer bisher Angststörung...allerdings haben auch immer alle Leute Ärzte wie Therapeuten gesagt, dass da noch etwas Zusätzliches dabei ist, was allerdings nicht so stark ausgeprägt ist, dass man ihm eine Diagnose verpassen könnte und sowieso eine Mischung aus mehreren Problemen...auf gut Deutsch ich erfüllle diese Diagnoseschlüssel nicht ganz, worüber ich nicht besonders traurig bin...Angststörung mit allem Drum und Dran reicht ja auch schon aus. Jetzt hatte ich vor einiger Zeit ein sehr gutes Gespräch mit einer Therapeutin zu der ich alle paar Wochen selberzahlenderweise, da ich momentan eventuell nur schwer eine neue Therapie bekäme, weil ich gerade eine abgeschlossen habe und die hat, nachdem sie sich meine Probs genau angehört hat neben der Angst mir folgendes geantwortet: Sie haben ein (Nach)reifeproblem, das aus frühester Kindheit kommt, es ist ich-synton, was bedeutet, dass sie immer erst am Ergebnis sehen, dass wiedermal was schiefgelaufen ist...Angststörungen sind nämlich ich-dyston, man merkt selber, dass da was nicht so richtig ist und kann auch dagegen vorgehen. Es sei eine Ich-Schwäche, hätte was mit Identität und deren Findung zu tun. Und die Ursache sei wohl in einem frühkindlichen Trauma (längere Zeit ohne Eltern in einem Krankenhaus) zu sehen, sowie in einer inkonsequenten Erziehung, die zwischen Überfürsorglichkeit, Nachgeben und Strenge schwankte. Wir haben dann noch weiter gesprochen und gemeinsam erarbeitet, dass ich mich oft emotional instabil fühle und mich zu oft aus Unsicherheit heraus mich von anderen abhängig mache...allerdings könnnte ich die Probleme im Alltag wohl recht gut kompensieren, dass nie irgendwas extrem geworden ist nach außen...nach innen kann man ja nicht gucken...ich habe dann noch die Thera, bei der ich meine Therapie gemacht hatte, angerufen und gefragt und sie hat gesagt, dass sie das genauso sehe...zwar keine Persönlichkeitsstörung qua Definition, aber Ausschnitte aus mehreren Bereichen, eventuell noch histrionisch. Diese Einschätzung kann ich sehr gut nachvollziehen...jetzt haben meine Probs, die schon immer auch vor der Angst da waren...mal mehr mal weniger endlich einen Namen und ich fühl mich nicht mehr so ganz schlecht dabei, weil ich habe mich früher immer runtergemacht deswegen...wenn ich mal wieder emotional überreagiert habe, ich schlecht allein bleiben wollte, mir die Decke auf den Kopf fiel, ich sehr oft Probleme mit anderen Menschen hatte (entweder dachte ich, ich hätte einen sehr guten Kontakt zu ihnen, dann gabs Zoff...oder ich sah irgendwie nur das Negative plötzlich...und Zoff gab es irgendwie oft und ich verstand selten warum...) und manchmal falle ich von jetzt auf gleich scheinbar ohne Grund in tiefe Stimmungslöcher und bin ebenso schnell wieder gut drauf und ich mach mich auch immer zu schnell abhängig von anderen Leuten... Naja, jetzt habe ich halt gegoogelt und unter emotional-instabil den Begriff Borderline gelesen...und wollte jetzt wissen, ob es, da ich ja nicht alle Symptome erfülle...ob es sowas wie Borderline-light gibt.
Gruß Wolke
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