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Autor Thema: AGORAphobie u. totale Vermeidung  (Gelesen 1208 mal)
der zuversichtliche
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Beiträge: 382


« am: 25. Juni 2005, 20:28:34 »

Hallo zusammen,

sobald ich aus dem Haus u. meinem gewohnten Sicherheitsverhalten bin,
scvhlägt die Herzangst massiv zu.
Spüre keine Absicherung u. denke jeden Moment könnte ich einen Herzschlag/Hirnschlag bekommen.
War zuvor entspannte Situation traue ich mich eher auswärts zu fahren
u. mich der Angst zu stellen, den es ist eine Sehnsucht in mir Ausflüge
zu machen.
Bei stressigem Erleben bin ich jedoch schon in der Angst-vor-derAngst Verfassung u. werde eher panisch in Waldstrecken oder Überlandfahrten.

Wenn alles aus der Kindheit geprägt wurde von dominanter strafender Mutter u. einem angezogenene selbstauferlegtem Perfektionismus,
wie kann ich dann jetzt nach Jahrzehnten diese SCHEIßangst ablegen
u. meinbem Leben wieder mehr Freude u. angstfreiheit geben?

In verzweifelnder Sehnsucht der Zv
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Heute ist der 1. Tag meines restlichen Lebens
Jane Doe  
Gast
« Antworten #1 am: 25. Juni 2005, 22:02:25 »

Hi Zv,
shake hands - was die Mum und den Rest angeht....
Angstfrei, nun, ich glaube, dass man, wenn man sie einmal kennengelernt hat, nie wirklich ganz frei sein kann davon. Aber man kann mit ihr leben, und das oftmals gar nicht so schlecht.
Du hast darin bestimmt auch schon Übung, dass es mal besser, mal schlimmer ist. Aber auf jeden Fall muss man sich ihr "stellen", nicht vermeiden, denn dadurch bekommt sie immer mehr Macht über einen!
Zig versaute Jahre kann man nicht ungeschehen machen, die Prägung ist da, und die Wut auch! Aber ausradieren geht nicht. Nur annehmen und nicht dauernd hadern und sich damit arangieren - dann wird's mit der Zeit auch wieder besser. Je mehr man sich dagegen wehrt, umso heftiger kann es werden. Aber da sag ich dir auch nix Neues.
Ein kleiner Trost vielleicht: es ist immerfort bei allen ein ewiges Auf und Ab, ein Sieg und eine Niederlage. Aber das Wichtige ist, dass man immer am Ball bleibt!.... und nicht so viel Grübeln...
LG Jane
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der zuversichtliche
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« Antworten #2 am: 26. Juni 2005, 10:47:35 »


 Hi Jane,

 danke für deine Rückmeldung.

 Die Vermeidung wurde leider jedes Jahr schlimmer.
 Vor Jahren fuhr ich noch allein mit dem Zug an Chiemsee 5 Std.
 oder in die Kur, was ich mich derzeit nicht traue, noch nicht mal
 30 min. allein in die nächste Stadt.
 Genauso mit dem Auto allein aus der Stadt.
 In die Stadt laufen oder in abgelegenen Gebiete geht auch nicht.

 Muß dass alles ganz langsam wieder steigern.

 Ganz wichtig dass ich mich beruflich nicht überfordere u. mir selbst
 hohe Anforderungen mache, mit Leistungsdruck. Wenn ich meine
 Seele nicht bestrafe, mit mir selbst im Einklang bin, ist es die Chance
 die Angst abbauen zu können.
 Nicht durch die Angst habe ich Streß, sondern durch meinen süchtigen
 Anerkennungs-Leistungsdruck entwickeln sich Phobien.

 In wie weit die sich verselbstständigt haben u. bei kleinsten Problemen
 die Hormone aktiv werden u. den Sympatikus im Körper rotieren lassen,
 wird sich in einer Therapie herausstellen.
 In der Hoffnung auf Besserung u. Mut die Ängste anzugehen
 grüßt der ZV
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Pete
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« Antworten #3 am: 26. Juni 2005, 12:37:47 »

Hi,

irgendwie stimmt das schon, Vermeidung ist das Schlimmste was man machen kann. Hab nun auch seit 10 Jahren Ängste und es ist immer schlimmer geworden. Letzte Woche meinte mein Therapeut OHNE die Bereitschaft mal was zu machen, würde es nicht besser werden. Wir haben uns fast gestritten und ich war dann nachher ein wenig eingeschnappt und dachte, dass er als Therapeut ne Null ist, aber nun so nach einigen Tagen denke ich, dass er Recht hat. Die letzte Zeit bin ich so sauer auf mich, weil ich immer soviel vermeide, ich will wieder leben und viel unterwegs sein, Roller fahren, in Urlaub fahren und und und. Vorgestern war ich joggen und hab mich sogar 2 km vom Auto entfernt und es ging, es ist nichts passiert, sicher war ich nicht entspannt, aber froh danach. Leider ist das immer so ein auf und ab. Mal geht es einem gut, mal schlecht. Ich glaube auch nicht mehr daran, dass mal alles 100 % weg ist, dafür sitzt das Ganze einfach zu tief...
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der zuversichtliche
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« Antworten #4 am: 26. Juni 2005, 13:02:56 »


 Hi Pete,

 danke für dein Feedback.

 Ich/wir denken wenn nur die Angst weg wäre könnten wir uns viel mehr
 zutrauen u. Stück um Stück uns km-weise unserer Vermeidung nähern.

 Leider wird dass nur funktionieren wenn wir unsere Lebenseinstellung,
 Charakteren ändern, nur dann werden wir freier,gelassener u. entspannter.

 Wir müssen lernen mit unseren Gefühlen umzugehen sie nicht unterdrücken, den dann gärt was in uns, was die Seele krank macht,
 wir uns fremdgesteuert fühlen u. nicht Herr/Frau unseres Körpers
 spüren.
 Derealisation/Depersonalsisation erleben wir wenn das Kopf/Seelenspiel
 aus dem Gleichgewicht kommt.

 Dir viel Mut,Kraft u. Erfolg - LG Zv
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Pete
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« Antworten #5 am: 26. Juni 2005, 13:45:25 »

ich glaub, da hast du absolut recht...ich bin 32 und war schon mein Leben lang äusserst unordentlich, gar schöampig, mache alles auf den letzten Drücker, aber irgendwie ging immer alles gut (Abi, Job etc.), aber irgendwie immer in letzter Sekunde. Meine Exfreundin fand das immer sehr schlimm und das war vielleicht auch ein wenig Schuld an der Trennung. Sie meinte irgendwann auch mal, dass man mich wohl nichtmehr ändern könne und ich habe da auch immer gegen angekämpft...vielleicht soll ich da mal anfangen und einfach ordentlich und ehrgeiziger werden...in meinem Auto sieht es im Moment genauso aus wie in meinem Kopf, alles sehr durcheinander...machmal räume ich auch auf wie blöde, aber dann seiht es nach einigen Wochen wieder übel aus...
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der zuversichtliche
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« Antworten #6 am: 26. Juni 2005, 13:57:22 »


 Hi Pete,

 dass sieht ja nicht nach Perfektionismus bei dir aus, welcher ja sehr
 schädlich bei Phobikern ist.
 Du hast vermutlich keine strengen,rigiden Ansprüche an dich u. bist
 eher obercool im Ordnungswahn.

 Die Ängste kommen ja eher von übervorsorglicher, dominanter, strenger
 Erziehung, wo wir kein Selbstvertrauen lernten.

 Zv
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Pete
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« Antworten #7 am: 26. Juni 2005, 14:01:19 »

mmh, könnte sein, meine Mum ist schon recht fürsorglich und ordnungsbewußt, meine EX war/ist genauso und auch sehr ehrgeizig...aber was sagt mir das Ganze ? Ich werde jetzt pflichbewußt und ordnungsbewußt und ehrgeizig und dann wird alles gut ? Ich glaube nicht, dass es so einfach geht...
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« Antworten #8 am: 26. Juni 2005, 14:21:17 »


 wenn du nicht vermeidest u. die angst steigert sich zur PANIK,
 welche Gedanken kommen da......... nur Ohnmacht,Herzinfarkt.....
 hat doch jeder seine Gedanken, aber ich glaube der absolute Endpunkt
 wovor wir uns alle fürchten ist der TOD,
 die Gedanken alleingelassen zu werden oder allein zu sterben.?!?

  Ich wurde als Kind oft im dunklen Keller eingesperrt oder an den Füßen am Stuhl angebunden, da haben sich Verlasenheitsängste eingeprägt!!!

 In diesem Sinne

der ZV
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Luci
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« Antworten #9 am: 26. Juni 2005, 14:32:53 »

hm..ich bin auch sehr schlampig..mache alles auf den letzten drücker..aber schaff es trotzdem noch..ich glaube manche menschen sind einfach so..ich wüsste nicht wen ich dafür verantwortlich machen sollte ;-)
also mein vater ist schon ein ordentlicher mensch.der ist so krank das er dir teilweise sogar das noch halbvolle glas wegnimmt damit es nicht sinnlos auf dem tisch steht..meine mutter ist nicht ganz so pingelig..eher wie ich, pünktlich kommen aber auf den letzten drücker..da treffen bei meinen eltern schon sehr krasse charaktere aufeinander..wenn sie beispielsweise weggehen, zum konzert oder so, dann will mein vater am liebsten eine stunde vorher da sein und meiner mutter reicht es einfach nur dazusein wenn es beginnt..

naja..zv..versuche doch einfach den radius stück für stück zu erweitern..anders wird es kaum gehen..ich bin im moment auch wieder so das ich nur in meiner gewohnten umgebung bleibe..ich weiss nicht was ich befürchte wenn ich einen schritt weiter gehe, aber ich habe angst davor..ich war aber auch schon weiter..das nervt im moment ziemlich, weiss aber garnicht wie ich das jetzt so auf die schnelle ändern soll..es wird schon werden mit der zeit..
schlimmerweise fiel mir jetzt auch auf was durch die angst so alles passiert ist..früher war ich ein partygänger..ich war jedes wochenende unterwegs und konnte mir ein leben ohne das garnicht vorstellen..inzwischen bin ich soweit mir einzureden das ich das ja garnicht mehr will, das es halt in "jungen" jahren noch toll war aber jetzt nicht mehr zu mir passt..ich vereinsame stück für stück und begreife nicht wieso ich das zulasse.denn wenn ich mich mal aufraffe und etwas unternehme habe ich spass und denke mir immer das könntest du auch mal öfter machen..so sehe ich jetzt kaum noch jemanden und bin die meiste zeit allein..das kann es doch auch nicht sein..naja soweit..
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« Antworten #10 am: 26. Juni 2005, 14:49:26 »


 Hi Luci,

 danke für deinen Beitrag.

 Ja ich will mich immer weiter in die Unsicherheit begeben um die
 Phobie anzugehen.

 Dir Einzureden dass die Partys nicht mehr willst, reicht wohl schon aus
 um im Unterbewußtsein, da eine Blockade vorzuschieben.
 Dann wären jedoch andere Unternehmungen locker möglich.

 Ein was ich nicht verstehe, ist wenn du die Panik bekommst u. vermeidest,
 du nicht weist vor was du dich fürchtest.
 Da sind Gedanken da, welche du verdrängen magst, aber die Vermeidungsangst löst in jedem ängstliche Gedanken aus.
 Oft sind sie realistisch u. auch total bana, aber egal was für mich
 nicht lächerlich!!!

 Gruß der Zv
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« Antworten #11 am: 01. Juli 2005, 15:26:49 »


 Hallo an die Phobiker,

 die Woche war recht wechselhaft.
 Wenn ich mich gut fühle traue ich mich eher an die Ängste ran.

 Einmal war ich radeln u. wegen der Schwüle bekam ich danach zuhause in der Erholungsphase eine Panikattacke. Dachte der Kreislauf versagt
 u. hatte Todesängste. War wohl das Wetter u. kreislauf labil.

 Zu Fuß bringe ich es nicht so toll hin, wäge ab wo ich bin u. wenn die
 ängstlichen Gedanken kommen, traue ich mich wegen Sicherheitsverhalten nicht weiter weg.

 Als Beifahrer oder Fahrer mit Begleitung werden lang vermiedene
 Waldstrecken u. Landstrecken langsam erweitert.

 Wünsche mir viele Beiträge von euch
 u. allen Kraft u. Mut den Ängsten entgegen zu treten.

 der Zv
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