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Autor Thema: Vergesse immer mehr verschiedene Wörter und Begriffe  (Gelesen 2676 mal)
Seoul
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J. Dean


« am: 03. Juli 2005, 01:01:07 »

Hallo,

immer häufiger kommt es vor, dass ich, wenn ich z.B. meiner Psychologin oder meiner Psychiaterin etwas erzählen will oder muss, einfach bestimmte Wörter oder Begriffe vergesse, oder sie mir einfach nicht mehr einfallen.

Ich will dann etwas sagen und plötzlich ist alles weg, ich erinnere mich eifnach nicht maher an das was ich sagen will, oder mir fällt einfach das nächste Wort nicht ein, was eigentlich dorthin gehören wollte. Ich sitze dann da, bin völlig fertig, fange an zu scwitzen und werde immer unruhiger. Panik kommt auf und ich möchte am liebsten im Erdboden verschwinden.

Oder auch nur einzelne Wörter oder Begriffe...Sie fallen mir einfach nicht ein. Ich sehe sogar die Bilder dieser Begriffe vor meinem geistige auge, doch ich weiß einfach nicht den Namen dazu. Er fällt mir nicht ein, je stärker ich auch nachdenke.

Das wird immer schlimmer und häufiger.

Auch wenn ich jemaden im TV sehe ( was ich nur sehr selten schaue) den ich eigentlich mit Namen kenne, fällt mir diese Name einfach nicht ein, auch nach Stunden nicht.

Das beschäftigt mich dann sehr und macht mir Angst..

Ich habe Angst, dass es noch schlimmer wird und ich mich an immer weniger erinnern kann.

Was ist da los mit mir?
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wolfgang  
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« Antworten #1 am: 03. Juli 2005, 12:10:42 »

Hallo Seoul,
die Vergesslichkeit war bei mir immer ein Symptom der Depression. Da gibt es ein einfaches aber sehr wirksames Hilfsmittel. Schreibe Dir auf was du bei den Gesrächen vorbringen willst.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #2 am: 03. Juli 2005, 22:35:37 »

Aufschreiben...Vielleicht hilft es wirklich. Aber ich traue mich dann nicht, diesen Zettel herauszunehmen und davon abzulesen.
Ich traue mich überhaupt nichts...Ich kann nicht einmal einen Menschen anschauen, wenn ich ihm gegenüber sitze. Auf einen Zettel blicken, abzulesen...Unmöglich..Das schaffe ich niemals....
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wolfgang  
Gast
« Antworten #3 am: 04. Juli 2005, 06:12:18 »

 unmöglich   und  niemals gibt es nicht.
Dann nimm dir jemand mit, der für Dich den Zettel abliest.

Bei Dir scheint ja jeden Tag was neues dazu kommen. Gestern waren es Zwänge. Heute sind es Ess-Störungen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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J. Dean


« Antworten #4 am: 04. Juli 2005, 06:48:54 »

Nein Wolfgang, es kommt nicht immer etwas neues hinzu, dass habe ich alles schon viele Jahre.

Wenn Du das Gutachten des Psychiaters lesen würdest, könntest Du es verstehen....80 Seiten...Da wäre noch viel hier zu schreiben.
Aber ich lasse es lieber...wird doch nur falsch verstanden.

Nur reden, kann ich, selbst hier nicht immer über alles, es kommt eben alles nach und nach zur Sprache.

Das solltest Du als Betroffener eigentlich wissen. Schade.

Nur werde ich abgeholt...Zum Schlaflabor...Und habe riesige Angst......

[Editiert am 4/7/2005 von Seoul]
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wolfgang  
Gast
« Antworten #5 am: 04. Juli 2005, 06:58:30 »

Hallo Seoul,
gerade weil ich Betroffener bin kann ich das verstehen. Bei einem ersten Klinikaufenthalt stand ich vor dem Chefarzt, weil ich nicht reden konnte drückte ich ihm einen Brief in die Hand wo alles drin stand, was ich vorbringen wollte.

Es gab mir den Brief zurück mit der Anmerkung, er könne nicht lesen. Mir blieb nichts anderes übrig als alles selbst vorzulesen. Danach ging er auf mich ein.

Wenn du so hilflos bist, warum nimmst du Dir nicht einen Betreuer?

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Kleinsusi
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« Antworten #6 am: 04. Juli 2005, 08:08:15 »

@wolfgang...

manchmal fühle ich mich auch unverstanden und kann nicht nachvollziehen, dass du meine gedanken und ängste nicht nachvollziehen kannst.
denn ich kann als selbstbetroffener, die anderen verstehen.
habe aber auch manchmal schon das schade-wort gedacht, wenn ich manche deiner antworten las. denn ich dachte oft, gerade du, müsstest mich doch verstehen können...

das ist nicht böse gemeint...
einige deiner antworten, finde ich auch sehr hilfreich, die ich manchmal von dir gelesen habe und finde es auch toll, wie du dich hier einbringst.

verstehe bloß manches nicht so ganz - aus der sicht des betroffenen!
vielleicht interpretiere ich es aber auch manchmal falsch.
das kann natürlich auch sein...

lg susi
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dass es irgendwo ein Lichtlein geben muss,
für das es sich lohnt zu suchen.
wolfgang  
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« Antworten #7 am: 04. Juli 2005, 08:17:26 »

Hallo Susi,
in einem hast du vollkommen recht, Gedanken kann ich nicht nachvollziehen, weil es Eure eigenen Gedanken sind.
Was ich aber nachvollziehen kann sind Gefühle. Angst (Todesangst), Psychosen und Depressionen kenne ich selbst. Ich kann also mitreden.

Wenn ich hier einen Tipp gebe ist es jedem selbst überlassen, ob er das einmal probiert. Wenn er jedoch von vorne herein schreibt, dass er das nicht kann, ohne es probiert zu haben, dann verstehe ich das nicht.

Man kann etwas nicht können, wenn man es ausprobiert hat. Außerdem bleibt es jedem selbst überlassen, ob er oder sie hier etwas annimmt oder es sein lässt.

Die Stabileren hier, können nur mitteilen, was ihnen geholfen hat, um wieder stabil oder auch gesund zu werden.

Es gibt sehr vieles in meinem Leben, dass ich auch nicht verstehen kann.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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« Antworten #8 am: 04. Juli 2005, 08:36:24 »

@seoul

ich würde dir deine angst gerne manchmal abnehmen, wenn ich das so lesen - obwohl ich daran auch kaputt gehen würde...

das mit dem schlaflabor, muss echt schlimm sein für dich.
weißt du....
meine nerven liegen schon blank, wenn ich zu meiner normalen hausärztin muss. ich habe keine angst davor, dass ich etwas schlimmes haben könnte.
fühle mich da einfach nur unwohl - und das ist ne normale hausärztin, bei der man im durchschnitt ne stunde sitzt und dann geht man.

ich höre heraus, dass deine nerven bereits so unten sind, dass du vor allem angst hast. das ist sehr schlimm. auch ich hatte zeiten, da ging gar nichts mehr. ich hatte selbst angst mir hilfe zu suchen.
durch die verzweiflung die ich im gesicht meiner mutter sah, schleppte ich mich nach monaten mit sehnsucht nach dem tod zu meiner nervenärztin.
doch die sagte mir ins gesicht, dass sie nicht ganz versteht, was ich ihr sagen will. selbst ungebildete leute verstanden, was mein problem ist.
sie nicht. vorne holten sie tief luft, wenn du einen neuen termin oder sonstiges wolltest - ich schien ihnen auf die nerven zu gehen.
ich ging dann da nicht mehr hin. denn das riss mich total runter.
ich hatte angst davor.

glücklicher weise fand ich meinen freund in dieser zeit, der mir heute sehr viel kraft gibt. und ich haben einen sehr großen glauben. denn vieles bezeichne ich als wunder von den dingen, die ich schon erlebte, als ich in dem tiefsten loch meines bisherigen lebens steckte.

ich möchte nicht, dass du dich unverstanden fühlst.
aber ich merke, dass du noch sehr zögerlich bist und dich nicht so ganz hier öffnen willst. schreiben tut manchmal sehr gut.
ich kann mich hier gut öffnen und es hilft mir auch sehr.
aber ärzten gegenüber, kann ich mich auch überhaupt nicht öffen.
wie auch, wenn sie mir gleich sagen, sie verstehen nicht, was ich ihnen
da sagen will. sicher, sie sind nur ehrlich. aber sind sie dann so geeignet für ihren job???

ich weiß, dass es da auch ganz andere ärzte und psychologen gibt.
richtig gute. mein freund hat da auch gute und schlechte erfahrungen gemacht.
aber ich habe gleich von vorn herein angst, sie verstehen mich wieder nicht. fühle mich hier einfach oft viel mehr verstanden.

hast du schon mal mit tommy12345 geschrieben???
der hat auch gedächtnisprobleme.
in etwas anderer form, aber vielleicht könntet ihr euch mal austauschen...
manchmal hilft das ja.
der ist auch total verzweifelt.

du hast wirklich sehr viel schlechtes abbekommen, was du mit dir rumtragen musst. bei so viel belastung, ist es ganz normal, dass irgendwann immer mehr und mehr beschwerden dazu kommen.
ich kenn das ja von mir. irgendwann konnte ich zum arzt gehen, wann ich wollte...
niemand fand ursachen für meine beschwerden.

ich kann mir vorstellen, wie groß deine angst davor ist, dem psychologen von deinem problem zu erzählen. leider denke ich aber, dass es so schwerwiegend ist, dass du es unbedingt ansprechen solltest.
nicht das es schlimmer wird!!!
und wenn du alleine diesen schritt gewagt hast, ist das ein wahnsinnig großer schritt für dich. nimm dir die zeit, die du dazu brauchst.
setze dich nicht unter druck. aber versuche dich auf den moment vorzubereiten, in dem du diese sache wirklich angehst.

und sicher ist es auch so, dass dein kopf einfach zu sehr mit dem ganzen laster zu tun hat, als dass er sich das alles merken kann, was im alltag zusätzlich auf dich einfließt.
hinzu kommt jetzt immer noch die angst, wieder etwas vergessen zu können. und das blockiert sicher wiederum zusätzlich.
bei mir war das ja immer mit dem autofahren so...
ist jetzt ein gutes bsp um zu erklären, was ich meine...

ich hatte immer angst, etwas falsch zu machen, bei meinem fahrschullehrer.
und durch diese angst, habe ich automatisch etwas falsch gemacht, da mein kopf einfach komplett blockiert war....

wie lange geht das mit dem schlaflabor noch???

bin in gedanken bei dir und möchte dir sagen:
ich will dich verstehen, für dich da sein
und ich will, dass du hier bleibst!!!

lg susi
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Kleinsusi
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« Antworten #9 am: 04. Juli 2005, 08:51:43 »

@wolfgang...


bist der susi jetzt aber nicht böse, oder??? *lächel*

ich finde einige deiner tipps auch wirklich gut und erkenne es hoch an,
dass du hier so vielen antwortest, wenn sie ein problem haben.

gehe da nur immer von mir aus...
ich habe angststörungen und kann es verstehen, wenn jemand
anders angst vor dingen hat, die andere nicht nachvollziehen können.
habe doch mal geschrieben, dass ich angst hatte, in behandlung zu gehen.

ich weiß nicht...
du hast ja sicher auch angststörungen...
warum kannst du das beispielsweise nicht vestehen.
denn das gehört ja zu angststörungen, dass man angst oder panik vor etwas hat, wo es eigentlich keinen grund gibt - so denke ich darüber.

hast du dir immer sofort einen ruck für jeden schweren schritt den du machen musstest, weil es dir so schlecht ging, geben können???
ich konnte das nie.
denn ich steckte zu tief in meiner angst vor allem und jedem drin und es war so, dass ich einfach keine kraft mehr hatte und eigentlich nur noch hier weg wollte.

du schienst immer alles unter kontrolle gehabt zu haben und hast immer gleich das richtige getan...
so hört es sich an...
doch warum hat es dann bei dir alles solche ausmaße angenommen???
hast du dir also doch nicht immer gleich hilfe gesucht, oder wie war das???
irgendwas muss ich falsch verstehen...

mich würde das alles mal interessieren - wenn man fragen darf.
denn vielleicht verstehe ich dich wirklich oft nur falsch und das möchte ich nicht. denn ich will dich nicht in ein falsches licht rücken und ich will auch keinen fall, dass du das hier negativ bewertest!!!
das musst du mir auch glauben, sonst mach ich mir wieder schuldgefühle.
hab nämlich manchmal angst, dass ich mich zu hart ausgedrückt habe.
denn so sollte das nicht rüberkommen!!!

siehst...
geht schon wieder los....
da kommen die rechtfertigungen schon durch *lächel*

wie hast du das alles geschafft? denn ich kann mir nicht vorstellen, dass du immer sofort das richtige getan hast...
aber irgendwie hast du aus deinem schmerz rausgefunden und bist, denke ich, auf einem tollen weg. und das ist beneidenswert!!!

würd mich freun, wieder von dir zu hören...
lg susi
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wolfgang  
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« Antworten #10 am: 04. Juli 2005, 09:03:52 »

Hallo Susi,
warum sollte ich Dir böse sein. Ich respektiere, was du schreibst. Vielleich war mein eigener Wille wieder gesund zu werden größer als meine Angst.

Außerdem habe ich jede professionelle Hilfe angenommen, die ich bekommen konnte von Klinik, Tagesklinik, Tagesstätte, betreutem Wohnen, Betreuer, ich stand sogar einmal kurz davor in ein Heim für psychisch Kranke zu gehen.

Natürlich hatte ich auch vor allem neuen Angst, aber die Hoffnung einen Schritt weiter zu kommen hat mich auch irgendwie getrieben.

Was mir auch geholfen hat war mein Glaube und viele Gespräche mit Seelsorgern/innen.

Vielleicht war es auch sehr wichtig, dass ich trotz meiner Einschränkungen sehr geliebt wurde.

Das alles hat mir geholfen, es ist nicht immer nur eine Sache, die einen weiter bringt. Wenn das psychosoziale Umfeld stimmt ist es natürlich leichter.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Muett
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« Antworten #11 am: 04. Juli 2005, 09:19:19 »

Hallo Susie,

manchmal mögen Antworten sehr hart klingen oder den Eindruck vermitteln, dass der Gegenüber unsensibel und zuweilen brutal ist.  Gerne möchte man diese Antworten in die Schublade "keiner versteht mich oder der hat ja keine Ahnung" schieben.
Ist man jedoch ehrlich zu sich selbst, sind es genau diese Antworten, die einen wirklich weiterbringen können. Die unbequemen Antworten, die Ratschläge wo man schlucken muss oder gar verletzt/beleidigt ist, zwingen einen, mal nachzufühlen oder/und das ein oder andere auszuprobieren.

Schreibt nun jemand über sein Problem, bzw. seine Probleme und ein anderer versucht einen Tip zu geben, wie derjenige aus seinem Elend ein Schrittchen herauskommen könnte und die Reaktion ist (nicht zum ersten Male) "geht nicht, kann ich nicht", dann ist die Frage "Willst Du überhaupt etwas verändern? Willst Du aus dem Mist raus?" sehr berechtigt.
Der Schreiber kann entsprechend der Antwort für sich entscheiden "Okay, derjenige will nur über sein Elend schreiben, aber keine Veränderung.... dann kann ich mir die Zeit sparen, Tips zu geben" (was nicht ausschließt trotzdem zu antworten, um z.B. mutmachende Worte oder ähnliches zu schreiben).  
 
Schreibt man selber unbequeme Antworten, setzt man sich viel eher dem Kreuzfeuer aus, als wenn man eine kuschelweiche Tröstedecke rüberreiche (ja, auch diese muss ab und an sein, auch wenn sie selten Veränderung aus dem "Mist" bringt). Man ist nicht weniger mitfühlend, weniger einfühlsam oder weniger menschlich, wenn man dem anderen deutliche Antworten gibt.

Viele Grüße
Muett




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Kleinsusi
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« Antworten #12 am: 04. Juli 2005, 09:29:20 »

hallo wolfgang...

ja, da hast du recht. wenn das umfeld stimmt, ist es wirklich leichter.
bei mir war es halt so, dass menschen, auf die ich dachte zählen zu können, mich im dreck auf dem boden sitzen ließen...

erst wollte ich auch hilfe. aber ich hatte das mit der hilfe schon aufgegeben und wollte eigentlich gar nichts mehr.
hätte ich eine person gehabt, die mir zur seite gestanden hätte, wäre das sicher auch leichter gewesen. da kannst du wirklich glücklich drüber sein. heute habe ich meinen freund und seit ihm, rutsche ich nicht mehr so tief, wie damals. jedoch ist auch heute noch schmerz da.

mein glaube war auch sehr groß.
da ich angst hatte mir hilfe zu suchen, wollte ich es nur mit meinem glauben schaffen. mit dem glauben an wunder und zeichen.
das war es, was mich aufbaute und wodran ich mich festhielt.

alles andere außer meinen glauben, hatte ich schon aufgegeben.
vielleicht warst du damals noch nicht ganz über dieser schwelle des aufgebens. und das ist natürlich unterschied. denn deine hoffnung auf hilfe aus ärztlicher seite, war da...
ich konnte mich nicht mal überwinden die wohnungstür zu öffnen.
wie dann also zum arzt zu gehen???
ich saß monate nur drin und weinte.
habe mir auch so sehr solch einen menschen gewünscht, wie du ihn hattest.
doch plötzlich war niemand mehr da....

ich wünsche dir, dass du deinen weg beibehalten kannst!!!
und das du immer menschen um dich hast, du dich lieben und
dir kraft geben!!!

nun verstehe ich dich auch schon etwas besser.
vielleicht ist es ja auch so, dass du den menschen einfach kurz, knapp die wahrheit verdeutlichen willst, weil viel reden manchmal gar nicht mehr hilft, wenn man sehr weit unten ist und vielleicht ist es das, was manchmal falsch verstanden wird von mir.
ich denke, du möchtest vielleicht einfach sofort die wege zur hilfe auszeichnen, als zu direkt auf das wesentliche problem eingehen.
verstehe ich das einigermaßen richtig???

mein papa sagt immer: wer nicht ruft, wird nicht gehört!
und ich wollte das alles einfach mal loswerden, weil ich
mich halt schon oft gefragt habe, wie ich einiges zu verstehen habe...

lg susi
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« Antworten #13 am: 04. Juli 2005, 09:56:16 »

@muett

nein, dass ist man auf keinen fall!!!
deshalb habe ich mir einfach auch mal erlaubt zu fragen,
um einiges besser zu verstehen und um das zu schildern,
wie ich es verstehe.
denn manchmal liegt das vielleicht einfach nur an meiner interpretation,
und nicht an dem geschriebenen selbst.
und so denke ich, war es auch...
habe wolfgang vielleicht eher nur falsch interpretiert!!!
war wohl eher mein fehler...

natürlich muss man auch mal ein hartes wort aussprechen,
was ich auch schon getan habe.
angenommen, wird das eher nur schwer.

jedoch denke ich auch, dass es sehr wichtig ist, dem anderen das gefühl zu geben, dass er nicht alleine ist und nicht unverstanden ist.
denn das zieht manchmal sehr runter und man liest hier immer wieder, dass einige sich total unverstanden fühlen.

oftmals, werden kurze, knappe antworten, vielleicht auch nur falsch verstanden...
in manchen fällen ist es nicht einfach, die richtigen worte zu finden.
natürlich kommt man mit nur angenehmen worten hier nicht immer weiter und ist damit nicht immer eine große hilfe.
und natürlich weiß ich auch, dass man unbedingt aufpassen muss, dass man ehrlich zu sich selbst sein muss!!! denn oftmals wollen wir vom gegenüber auch das hören, was für uns einfach gerade die beste lösung ist.
aber wie gesagt...
ein betroffener, muss auch das gefühl haben, verstanden zu werden.
und darf nicht denken...

"das müsstest du als betroffener eigentlich verstehen..."


also ich habe mir jetzt ein genaueres bild gemacht, zu wolfgang und dem ganzen thema und muss einfach sagen das ich glaube, dass es manchmal einfach nur ein missverständnis ist.
es scheint hier zwei unterschiedliche schreibstyle zu geben...

viele, so denke ich, wollen hier schreiben über das was sie bedrückt, verstanden werden, andere verstehen, selbst vielleicht tipps aus erfahrungen geben...
weil sie einfach niemanden haben. sicher gibt es hier auch menschen, die einfach nur seelischen beistand brauchen.
beispielsweise weiß auch ich, was ich ehrlich zugeben muss, dass wolfgang auch mit manchen seiner antworten, recht hatte.
doch manchmal geht es einem zu sehr um das verständnis und den seelischen bestand, als um die hilfe selbst. und ich denke, so ging es jedem von uns schon einmal. davon kann sich niemand freisprechen.

und ich denke du und wolfgang, wollt vielleicht einfach nur helfen.
in kurzen knappen worten. denn ihr seit sicher weiter in euren erfahrungen, die ihr weitergeben wollt. das finde ich gut. nur denke ich, dass es sich für die menschen, die manchmal auch dazu seelischen beistand und tröstende worte brauchen, anhört, als würden sie nicht ganz verstanden werden.

denn man fragt sich...
warum versteht der meine angst nicht, wenn er sie doch selbst hat???

dabei übersieht man manchmal aber vielleicht, dass der andere einfach nur schon ein ganzes stück weiter ist, als man selbst und sich nicht über die situation, sondern über die mögliche bessere situation danach unterhalten will, um zu helfen.

dieser gedanke ist mir aber jetzt auch erst aufgegangen!!!
war schon gut, dass ich mal nachgeharkt habe, bei wolfgang...

lg susi
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wolfgang  
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« Antworten #14 am: 04. Juli 2005, 10:00:17 »

Hallo, Ihr Lieben,
ich würde gerne noch antworten habe aber nachher einen Termin bei meiner Psychiaterin in Koblenz.

Ich melde mich zu diesem Thema wieder.

Vielleicht solltet Ihr dafür einen neuen Thread aufmachen, weil wir bei Seoul schreiben.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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« Antworten #15 am: 04. Juli 2005, 10:07:23 »

zu ihren diensten...
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J. Dean


« Antworten #16 am: 04. Juli 2005, 17:37:30 »

Zitat
Hallo Seoul,

Wenn du so hilflos bist, warum nimmst du Dir nicht einen Betreuer?

Herzliche Grüße
Wolfgang


Hallo Wolfgang,

eigentlich wollte ich erst einmal nicht mehr hier schreiben.

Aber wenn nich das lese....

Wie meinst Du das? Soll ich mich freiwillig entmündigen lassen?
Das wäre mein Ende. Wenn Du meine Postings gelesen hättest, wüßtest Du das. Aber kein Problem, kannst ja nicht alles lesen.


Weißt Du, dass wäre die letzte Stufe, denn damit hätte ich aufgegeben und mich 100% in die Hände anderer gegeben, die mich mit Sicherheit niemals verstehen werden und denen ich letztendlich egal bin, solange sie nur für Ihre *Dienste* fürstlich entlohnt werden.

Wie schreibst Du....wenn das psychosoziale Umfeld stimmt.....
In Bezug auf meine eigenen vier Wände stimmt es - zusammen mit meiner Frau. Nur die Liebe zu meiner Frau, die auf Gegenseitigkeit beruht, hält mich am Leben.

Aber es ist alles nicht leicht zu verstehen... Ich würde mich auch nicht verstehen, wenn ich mich kennen würde.

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J. Dean


« Antworten #17 am: 04. Juli 2005, 17:44:28 »

@Wolfgang,

zu Deiner Aussage...
<<Zitat>>
Wenn ich hier einen Tipp gebe ist es jedem selbst überlassen, ob er das einmal probiert. Wenn er jedoch von vorne herein schreibt, dass er das nicht kann, ohne es probiert zu haben, dann verstehe ich das nicht.
<<Zitat Ende>>

Ich habe schon so viel ausprobiert und bin IMMER auf die Nase gefallen. IMMER...Wenn ich gedacht habe, das hilft, war es genau das Gegenteil. Wenn ich vertraut habe, bekam ich einen Tritt in den Hintern..IMMER!!!

Ich habe soooooooo viel ausprobiert und darum sage ich immer öfter: Kann ich nicht. geht nicht...Ich schütze mich damit..Das einzigeste was mir geblieben ist. Vertrauen kann man bei mir nicht mehr so schnell aufbauen. Nicht nach über 20 Jahren .....

Das Du das alles mit gößerer Leichtigkeit geschafft hast finde ich bewundernswert. Doch Du kannst und darfst nicht von Dir auf andere schließen...Das habe ich auch nie gemacht.

Jeder Mensch ist ein Individum...Denn wen alles sooo leicht wäre, wären wir ALLE nicht HIER!
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J. Dean


« Antworten #18 am: 04. Juli 2005, 17:53:36 »

Hallo Susi,

was soll ich sagen....

Deine Zeilen haben mich zu Tränen gerührt und es tat gut, Dein Verständnis zu haben.

Mir fehlen derzeit total die Worte auf alles einzeln einzugehen....Ich werde es aber nachholen...

Bin vor 2 Stunden aus der Tagesklinik gekommen... Es wäre wieder sehr schlimm und ich habe dort nur rumgestottert.... Gott sei Dank war meine Frau bei mir, denn ohne sie, wäre ich dort weggelaufen....

Will jetzt nur zu einem kurz eingehen:
Ich bin in einer psychiatrischen Gemeinschaftspraxis..
Die Psychiaterin, bei der ich zuerst war, hatte mich nie verstanden. Sie hat mich sogar jedesmal angegriffen und wurde richtig laut, richtig beleidigend... Ich hatte Panik dorthin zu gehen und habe dann, als sie Uralub hatte und ich zur Vertretung musste, diese gefragt, ob ich zu Ihr wechseln könne.

Das war ein riesiger Schritt für mich und ich wäre dabei bald gestorben. Nun bin ich bei der anderen Psychiaterin und fühle mich bei Ihr *aufgehoben*. Sie ist ruhig, verständnisvoll und hört mir zu....

Oh ja, unter Ärzten gibt es genaus so viel Unfähige, wie in allen anderen Berufsgruppen..

Ich melde mich wieder.

Nochmals Herzlichen Dank für Deine lieben Worte.
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« Antworten #19 am: 04. Juli 2005, 18:13:02 »

Hallo Seoul,
mal ganz von vorne, du musst unterscheiden zwichen einer gesetzlichen Betreuung, die wird vom Gericht angeordnet. Das ist nach wie vor wie eine Entmündigung. oder

einer freiwilligen Betreuung, die ich hatte. Der gute Mann hat mich dabei unterstützt wo meine Defizite waren. Das Geld dafür habe ich von der Kreisverwaltung bekommen. Bei u8ns heißt das, persönlichers Budget. Es gibt je nach Krankheit ? 200,-/400,- oder ? 800,- pro Monat aufs Konto, um sich damit Leistungen einzukaufen, damit man z.B. nicht in ein Heim muss oder seltener in eine Klinik.

Das persönliche Budget müsste mittlerweile bundesweit eingeführt worden sein. Dabei sind natürlich Einkommenshöchstgrenzen festgelegt.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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J. Dean


« Antworten #20 am: 04. Juli 2005, 18:30:13 »

Hallo Wolfgang,

bitte entschuldige, habe vielleicht etwas durcheinander gebracht.

Bei mir ist innerlich sowieso alles etwas durcheinander, wie Du weißt.

Ich glaube nicht, dass ich einen Betreuer brauche. denn ich habe meine Frau und die ist der Mittelpunkt in meinem Leben. Für sie bin ich noch *hier*.

Und nun kommt es wieder.....Ich könnte so einem Betreuer niemals Vertrauen entgegen bringen. Das ist wohl ein Teil meiner Krankheit. Ich hätte immer das Gefühl, dass er gegen mich arbeitet.....

Ich leide an extremen psychosozialen Phobien und Störungen.

Ich hoffe nur, dass, sofern mein Rentenantrag nach den nun für mich positiven Gutachten, nun erfolgreich ist und ich eine Rente erhalte.
Ich glaube und hoffe ( ein ganz klein wenig habe ich anscheinend noch), dass damit zumindest der Gedanke, an soziale Einbussen vom Tisch ist.

Ich hätte damit das Gefühl, etwas getan zu haben, auch meiner Frau gegenüber, hätte vielleicht ein ganz klein wenig das Gefühl, etwas wert zu sein... Vielleicht.
Vielleicht nimmt es mir den Druck einer Arbeit nachgehen zu müssen, was ich nicht mehr kann und mir alle Gutachter bestätigen und jetzt auch vom Hauptgutachter bestätigt wurde.

Kannst Du das verstehen? Weißt Du wie ich das meine?

Habe Angst, dass es wieder falsch rüber kommt.

Du siehst, ich habe auch gekämpft...
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J. Dean


« Antworten #21 am: 05. Juli 2005, 21:30:22 »

Zitat
@seoul

.....
bin in gedanken bei dir und möchte dir sagen:
ich will dich verstehen, für dich da sein
und ich will, dass du hier bleibst!!!

lg susi


Hallo Susi,

ich möchte nun noch einmal auf deine lieben Zeilen zurück kommen.

Vielen Dank dafür.

Bei den allermeisten hier fühle ich mich auch verstanden. Aber ich sage ja auch oft, dass ich mich selbst nicht verstehe.

Es ist für mich so unendlich schwer mich zu öffnen, wenn mir jemand gegenüber steht.
Ich sehe darin zuerst einmal einen Feind, eine Gegner, der mich vernichten will, dem ich egal bin, der mir nur böses will.....Ich will dann einfach nur weglaufen.

Das geht aber nicht, denn ich bin gelähmt, am ganzen Körper.

Dann kann ich nichts mehr sagen, stottere nur herum und sehe ich jeder Frage meines Gegenüber eine Bedrohung. Ich will mich nbicht öffnen, weil ich damit angreifbar bin.

Das habe ich doch in den letzten 25 Jahren unzählige Male am eigenen Körper spüren müssen. Immer wenn ich ICH war, mich geöffnet habe, wurde ich massiv enttäuscht. IMMER.

Der einzigste Mensch, bei dem das nie so war, ist meine Frau. Sie ist der einzigste Mensch, dem ich 10000000% vertraue.

Auch hier habe ich manchmal das Gefühl, mich nicht öffnen zu können... Es ist nichts gegen Euch, es ist einfach weil ich mich nicht dazu überwinden kann, weil ich in alles und jedes eine Gefahr sehe....

Ich kann oftmals selbst guten Zuspruch nicht ertragen, weil ich dann denke, man nimmt mich trotzdem nicht ernst und heuchelt nur Verständnis.

Ich lebe in einer kalten und opportunistischen Welt und ich bin eigentlich nur ein störender Fremdkörper...Das ist es was ich sehr oft denke...

Ich will gerne bleiben...weiss aber nicht wie lange noch und ob ich es schaffen kann, für immer zu bleiben....

Ich danke Dir.....

Gespeichert

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J. Dean


« Antworten #22 am: 24. Juli 2005, 16:39:47 »

Je näher der morgige Tage rückt und ich einen Therapeibesuch habe, vor dem ich sonst eigentlich keine Ansgt hatte, spüre ich, wie ich anscheinend innerlich abschalte und ich vieles vergesse, was ich sonst auf dem "Schirm" Hatte.

Ich spreche und mitten im Satz weiß ich nicht mehr weiter, vergesse einfach das nächste Wort....

Morgen werde ich das wohl auch haben und das macht mir Angst...
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Qui vivra verra
Seoul

>>> Bitte entschuldigen Sie das ich lebe, ich werde es bestimmt nicht wieder tun! <<<
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andrea
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« Antworten #23 am: 24. Juli 2005, 17:09:01 »

Hallo Seoul,

vor wichtigen Terminen gehts mir ganz genauso, ich bin dann so nervös, dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann..wie vor einer Prüfung..und ich denke, für dich ist das morgen vielleicht wie eine Prüfung..

andrea
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #24 am: 24. Juli 2005, 17:26:13 »

Hallo Andrea,

schlimmer noch, dass ist die Hölle..Ich muss mein Refugium verlassen und das bedeutet Panik ohne Ende.
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Qui vivra verra
Seoul

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