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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Erfahrungen in der Tagesklinik...  (Gelesen 2040 mal)
jani
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« am: 03. Juli 2005, 16:12:54 »

Huhu Ihr Lieben!

Möchte mal kurz Bericht erstatten. Habe in den letzten Monaten einiges durch gemacht und dachte, es würde dem ein oder anderen ein paar Anregungen geben, wenn ich´s erzähle.

Wie ich bereits schon mal berichtete, leide ich seit Jahren an Agoraphobie. Die Ängste haben sich im Laufe der Zeit so weit entwicklet, dass ich nicht mehr dazu in der Lage bin, am "normalen" Leben teilzunehmen. Jeder Tag bedeutet eine neue Herausforderung, die ich mit immer weniger Erfolg bewältigen konnte. Anfang diesen Jahres wurde es so schlimm, dass ich meine Wohnung kaum noch verlassen konnte, meine Schule (ich bin noch in der Ausbildung!) nicht mehr besuchen konnte, einkaufen gehen oder sonstiges fiel flach!!! Selbst Zuhause fühlte ich mich nicht mehr "sicher" - hatte das Gefühl, mein Leben geht dem Ende zu, denn "Leben" kann man das nicht mehr nennen! Eine Prozedur wohl eher! Habe nach Möglichkeiten gesucht, um mir aus dieser Krise einen Ausweg zu bahnen. Tabletten habe ich von Vornherein ausgeschlossen. Die Gesprächstherapie einmal wöchentlich für eine Stunde hat das Gegenteil bewirkt, wurde dadurch alles nur noch schlimmer! Stationäre Behandlung wollte ich nicht, denn meine Angst kommt im normalen Alltag und nicht dann, wenn ich im Krankenhaus liege und tausend Ärzte, Psychologen usw. um mich herum sind! Das ist für die Angst zu irreal! Man emphol mir eine teilstationäre Behandlung in einer Tagesklinik. Trotz meiner Ausbildung dacht ich mir: okay, Gesundheit geht vor! Machst Du das mal! Habe also die letzten elf (!!!) Wochen dort verbracht und das normale Alltagsleben hat mich nun wieder! Habe mir sehr viel mehr davon versprochen, dachte: "Du gehst dahin und danach ist die Angst wie weggeblasen!". Pustekuchen - daran muss man leider sehr viel mitarbeiten, damit das funktioniert! Das roblem bleibt nach wie vor: "Über seinen eigenen schatten springen". Habe natürlich auch viel Positives mitgenommen: habe mich sehr intensiv mit mir und meiner Vergangenheit beschäftigt, viele Dinge aufbereitet und eine neue Sichtweise den Menschen gegenüber erlangt. Aber meine Angst ist noch da! Zwar ein Bissl besser, aber dennoch fällt mich noch immer alles sehr schwer. Seit letzten Montag geh ich wieder arbeiten, lass es aber langsam angehen, denn der Kopf ist noch voll. Mitte der Woche habe ich einen Neurologen aufgesucht, der mir dazu geraten hat, doch mal ein Medikament zur "Überbrückung" zu nehmen. Zur Zeit nehme ich nur abends zum Einschlafen Atosil, der Neurologe verschrieb mir zusätzlich "Anafranil"! Hab es bisher noch nicht genommen: will nicht dick und abhängig werden, habe Angst vor den Nebenwirkungen. Vielleicht kennt sich jemand damit ein wenig aus? Wäre um jeden Rat dankbar! Wer Fragen zu der Tagesklinik (Ablauf, Therapien usw.) hat, kann sich gern melden. Bin froh, wenn ich mit meiner Erfahrung dort vielleicht manchen ein paar hilfreiche Tipps geben kann...

Viele liebe Grüße, Eure Jani
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Jani
Pete
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« Antworten #1 am: 03. Juli 2005, 17:00:57 »

Hallo,

würde mich schonmal interessieren was in einer Tagesklinik so abläuft. War ganz am Anfang meiner Ängste mal einige Wochen in einer stationären Einrichtung. Aber ich glaube das hat mir nicht wirklich was gebracht. Ich hab zwar nicht solch eine totale Einschränkung wie du (also ich verlasse schon das Haus), aber irgendwie bewege ich mich auch nur in einem Radius von 50 km. Ohne Auto geht da aber auch nix. Ich würde so gerne mal wieder in Urlaub fahren etc. Da ich nun seit einem halben Jahr wieder Single bin, hätte ich auch gerne wieder eine Beziehung. Aber ich glaube kaum, dass jemand mit einem Angstpatienten zusammensein will bzw. will ich dies auch keinem mehr zumuten, so wie meiner letzten Freundin. Das geht so nicht.
Manchmal denke ich, ich kann das schaffen, aber auf der anderen Seite bin ich jemand der sehr sensibel ist und dann bin ich bei kleinen Rückschlägen immer wieder sehr entmutigt. Die Therapie bringt mir irgendwie auch nix. Mein Therapeut sagt immer, dass wir mal Zugfahren sollen etc. Aber ich bringe dazu einfach nicht den Mut auf oder soll ich einfach mal mit ihm fahren und schauen was passiert, Ich denke mir halt, dass 1 mal mit ihm fahren nix bringt. Weiß wirklich nicht wie ich das alles jemals in den Griff bekommen soll. Bin nun 32 Jahre alt und habe den ganzen Müll schon seit einigen Jahren und ich glaube es wird immer schlimmer. Im Moment habe ich aber so einen Punkt erreicht wo ich sehr sehr viele Sachen ganz starkt vermisse. Ich weiß, dass das Leben kein Ponyhof ist und es immer wieder Höhen und Tiefen gibt (auch bei Menschen die keine Ängste etc. haben), aber ein bisserl mehr Leben wünsche ich mir schon.

Gr.
Stefan
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J. Dean


« Antworten #2 am: 03. Juli 2005, 22:25:55 »

Wenn ich das hier lese, bestätigt sich meine Angst und Panik vor jeder stationären Einrichtung.
Auch die Tagesklinik bringt wohl nichts.

Ich habe das immer irgendwie vermutet und war eigentlich sicher.

Ich war einmal 5 Monate in einer psychosomatischen Kur. Das hat auch überhaupt nichts gebracht.

Ist genau so, als habe man Übergewicht und geht zu den Weight Watchern. So lange man dort st, geht es, doch von dem Tag, an dem man nicht mehr hingeht, nimmt man sofort wieder zu.
Ist nicht meine Erfahrung, da ich nicht Übergewichtig bin, aber ich habe es schon oft gehört.

Ich werde nie in eine solche Einrichtung gehen...Bringt absolut nichts, wird nur alles schlimmer.
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« Antworten #3 am: 03. Juli 2005, 22:50:12 »

STOP:

eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt, es bringt schon was, mir wurden die Augen ein wenig geöffnet, warum ich Ängste habe.
Ich finde du siehst alles so negativ, hast du keinen der dich mal an der Hand nimmt und dich zum Therapeuten bringt. Es gibt auch Therapeuten die kommen zu einem nach Hause...
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J. Dean


« Antworten #4 am: 03. Juli 2005, 22:56:17 »

Ich gehe seit fast 2 Jahren ale 8-10 Tagen zu einer Therapeutin und alle 2 Wochen zur Psychiaterin.
Und zur Psychiaterin gehe ich seit fast 25 Jahren.

Gebracht hat es mir nichts...
Was nützt es, wenn ich die Ursache herausfinde, doch ich nichts dagegen tun kann?

Nach einer so langen erfolglosen Zeit kann ich nicht anders, als es negativ zu sehen. Leider.
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J. Dean


« Antworten #5 am: 03. Juli 2005, 22:57:44 »

Pete,

Du schreibst doch selber, dass Du sehr schnell entmutigt bist, wenn es Rückschläge gibt.

Dann kennst Du das doch, wie es ist und kannst mich sicherlich verstehen.

[Editiert am 3/7/2005 von Seoul]
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« Antworten #6 am: 03. Juli 2005, 23:22:21 »

ja, ich kann dich verstehen und 25 jahre sind eine lange Zeit...aber du willst doch leben oder ? Und du willst nichtmehr so leben und ich auch nicht, also müssen wir uns in den Allerwertesten treten und was tun...
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #7 am: 03. Juli 2005, 23:25:17 »

Zum treten, wohin auch immer, habe ich längst keine Kraft mehr...

Ich werde getreten...und das schon sehr lange.
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Trolli
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« Antworten #8 am: 04. Juli 2005, 08:54:48 »

Hallo Jani,

schön mal deine Erfahrung zu lesen.

Zu glauben nach einer Klinik (Therapie) sei alles wieder beim Alten ist ein Wunschdenken. Das gibt es nicht. Den Erfolg einer Therapie zu sehen kann bis zu einem Jahr dauern. Ich weiß wie schwer es ist aber gibt die Hoffnung nicht auf. Ich habe meine im Januar abgeschlossen und dachte kurz danach, das hat ja gar nichts gebracht. Jetzt, gut ein halbes Jahr später merke ich was es mir gebracht. Und das ist viel: eine neue Einstellung zum Leben, neues Denken, neue Freude...

Gib dir einfach Zeit, damit die Therapie die Wirkung einsetzen kannst. Und lasse den Wunsch, dass alles so wird wie früher los. Das was früher war hat dich zum Teil krankgemacht. Möchtest du es wirklich wieder haben ?!?

Glaube mir die Wirkung deiner Therapie wird sich noch zeigen aber der Weg ist lang und steinig :-(

Alles Gute, Trolli
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
Minni
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« Antworten #9 am: 04. Juli 2005, 14:25:15 »

Seit 25 Jahren zur Psychiaterin??

Dann hab ich mal eine Frage: Gehst du denn schon immer mit dieser Einstellung: "Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr" dorthin?
Oder ist das ein Resultat aus 25 Jahren?

Ich muss sagen, das schockt mich irgendwie total.. sorry..
Vielleicht mal den Arzt wechseln oder so?
Ich kapier das so schlecht, jeder hat doch sowas wie einen Selbsterhaltungstrieb?!
Also dass man mal eine echt beschissene, sehr lange Phase hat, auch über Jahre kenn ich nur zu gut, aber irgendwann und irgendwie denkt man sich doch zwischendurch mal: "Jetzt könnt ihr mich, so kaputt ich auch bin.."

Liebe Grüße,
Minni


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J. Dean


« Antworten #10 am: 04. Juli 2005, 18:07:11 »

Hallo Minni,

nein , dass war nicht immer so.
Es war und ist, wie Du schreibst, die Folge aus all den vielen Jahren.

Die Psychiaterin, bei der ich die längste Zeit war, hat vor 6 Jahren Ihre Praxis aus Altersgründen an jüngere abgegeben. Mit Ihr bin ich sehr gut ausgekommen, sie hat mir auch helfen können, wenn auch nur in kleinem Rahmen. Wenn ich bei Ihr einen Termin hatte, konnte es sein, dass so ein Gespräch 1 Stunde gedauert hat...Sie hat zugehört und sich zeit genommen.
Die beiden neuen sind natürlich ganz anders... Die eine habe ich nach 3 Jahren gewechselt und bin zur Prasxisleitenden Psychiaterin gewechselt, als die andere Uralub hatte. Damit bin ich dem Konflikt aus dem Weg gegangen. Aber es ist einfach alles so anders.....

Dann sind in den letzten 8 Jahren so viele gesundheitliche Probleme, teilweise lebensbedrohliche - hinzugekommen, die natürlich auch extrem meine Psyche beeinträchtigen und meine Ängste, Phobien, Zwänge und auch die Depression ins unermessliche gesteigert haben.

Selbsterhaltungstrieb....Den habe ich wohl noch, auch wenn ich ihn nicht wirklich spüre.

Und immer wenn ich gedacht habe....Ihr könnt mich alle einmal... (was ich durchaus schon oft gedacht habe) gab es wieder einen Tritt in den Hintern oder voll auf die Nase....

Irgendwann.....geht es nicht mehr...Man resigniert ist ausgebrannt und nicht geht mehr....Man lebt...nicht mehr und nicht weniger....

Wenn ich still sitze, denke ich, dass Leben rast mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei und ich lebe in einer Zwischenwelt, aus der ich das hier alles betrachte....

ich will mich nach so vielen Enttäuschungen nur noch schützen....und am liebsten weg aus diesem Land, dorthin, wo ich mir ein Leben eher vorstellen kann........
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Minni
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« Antworten #11 am: 05. Juli 2005, 16:29:04 »

Hi Seoul,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort Smiley

Ich würde dir so sehr gerne helfen, Dir Tipps geben und Mut machen,
Dich mitreißen in meiner Euphorie..
.. ich weiß leider nur nicht wie.. *reim* Smiley)

So festgefahren deine Situation auch scheint,
immerhin hast du es bis hierher geschafft, die ganzen letzten Jahre..

Ich drück dir die Daumen, gib nicht auf!

Liebe Grüße,
Minni
_____________________________ __________

Jani, ich hab Dir eine PN geschickt, warte noch auf Antwort Smiley
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #12 am: 05. Juli 2005, 19:38:37 »

Danke Minni,

für Dein nettes Angebot mir helfen zu wollen.

Tja, dass ich es in dieses Forum geschafft habe ist wirklich reiner Zufall.
Eine ganze Weile habe ich nur mitgelesen, bis ich dann den Mut hatte, zu schreiben.

Auf der einen Seite freue ich mich darüber, auf der anderen Seite macht es mir auch schon wieder Angst.

Warum?
Weil ich nur den Mut habe in und aus der Anonymität etwas zu tun.
Hier kann ich nicht krank werden, mich nicht infizieren, niemandem in die Augen schauen, meine Höle nicht verlassen und mich einfach verkriechen, wenn mir danach ist.
Ich habe Angst, durch ein Forum und diese Anonymität weiter den Bezug zur Realität zu verlieren, den ich ja sowieso schon verloren habe.

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Caro
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« Antworten #13 am: 05. Juli 2005, 20:57:00 »

Hallo Pete,

kannst Du mir sagen, wie man solch einen Therapeuten findet, der zu einem nach Hause kommt? Ich wohne in Berlin, wo es wirklich soooo viele Therapeuten gibt, aber ich habe noch nie jemanden gefunden, der auch nach Hause kommt, brauche das aber dringend, weil ich kaum noch raus kann...

Würde mich über eine Antwort freuen!

Caro
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Minni
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« Antworten #14 am: 06. Juli 2005, 12:51:07 »

Hey Seoul,

ich meinte mit *hierher* eigentlich nicht das Form, sondern eher die Zeit, den Ort, in der/an dem du dich JETZT befindest, hm?
Obwohl die letzten Jahre fast unerträglich waren, hast du irgendwie *überlebt*
Also hast du was geschafft, hört sich blöd an, is aber so..  

Zitat
Ich habe Angst, durch ein Forum und diese Anonymität weiter den Bezug zur Realität zu verlieren, den ich ja sowieso schon verloren habe.

Das ist ja ein Widerspruch in sich, nicht?
Dir ist doch bewusst, dass Du in InternetForen,
ob anonym oder nicht den Bezug zur Realität verlieren kannst.
Meiner Meinung nach hast Du ihn also überhaupt nicht verloren. Kämpfe weiterhin!

Liebe Grüße, Minni
____________

Liebe Admins, sorry für meine off-topics, kann man die nicht verschieben? *schäm*
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jani
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« Antworten #15 am: 06. Juli 2005, 15:58:55 »

Irgendwie hatte ich ein Problem, mein Thema hier wieder zu finden. Hab daher heute erst gesehen, dass schon so viel Resonanz kam - sorry!

Zum Ablauf einer Tagesklinik:
- Ankunft 08:30 Uhr - Frühstück mit anschließender Morgenrunde (Wie geht´s?)
- je nach Wochentag unterschiedliche Therapien: Gesprächstherapie (Gespräche innerhalb der Gruppe gemeinsam mit einem Psychologen), Ergotherapie (Arbeiten mit Farben, Ton, Holz usw.), Gestaltungstherapie (Analyse selber gemalter Bilder), Bewegungstherapie (ein Bissl Sport und Spiel), Entspannungstherapie (bei mir war´s progressive Muskelentspannung), Chefvisite (Gespräche mit dem Oberarzt über Medikation und aktuelles Befinden), Vollversammlung (alle Patienten sprechen über die Woche und das anstehende Wochenende)
- 16:30 Uhr Abschlussrunde (wie war der Tag und wie geht es Dir)
- Ende: ab nach Hause und sehen, ob man das "Erlernte" auch anwenden kann

Im Prinzip finde ich, ist es eine gute Sache. Ich habe eine Menge mitgenommen, nur das mit der Angstüberwindung ist so ne Sache... Aber man kann auch nicht erwarten, dass dies von heute auf Morgen wieder einwandfrei funktioniert, man muss eben selber dran arbeiten... In jeden Fall lernt man eine ganze Menge über sich, denn so viel wie dort beschäftigt man sich selten im Leben mit sich selber... Man bekommt durch die Mitpatienten sehr viel Verständnis und Unterstützung! Und das tut gut! Alles, was "da draussen" nicht funktioniert, kann am nächsten Tag dort besprochen werden. Man bekommt Rat und Hinweise, bestimmte Situationen so oder so zu bewältigen... Und diese Hilfe stärkt, weil man weiß, dass man nicht alleine damit ist... Und was jeder einzelne mit dem Erlernten macht und inwieweit er/sie das anwendet... Tja, das liegt leider Gottes immer an einem selbst... Ich versuche, optmistisch zu bleiben. Habe seit meiner Entlassung eine besseres Gefühl als erwartet und damit arbeite ich... alles wird gut!!! (...hoffentlich... ;-)))
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Jani
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J. Dean


« Antworten #16 am: 06. Juli 2005, 16:19:46 »

Hallo jani,

hört sich doch nicht schlecht an.....

Ich wünschte, man hätte mich auch bei meinem ersten Gespräch in einer Tagesklinik, dort aufgenommen.
Doch leider waren sie dort der Meinung, ich solle erst enmal stationär gehen.

Wünsche Dir weiterhin Erfolg....
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Qui vivra verra
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« Antworten #17 am: 06. Juli 2005, 16:20:54 »

hallöchen,

das mit den kliniken kenn ich auch, meine psychologin sagte immer: im endeffekt muß man selbst klarkommen, die klinik ist ein baschotten vor der wirklichkeit, man ist dort geborgen, aber wenn man dann wieder rauskommt, bekommt man gleich den schlag des lebens zurück, sie sagt, man muß halt selbst an sich arbeiten, denn egal, ob eine klinik oder eine ambulante therapie, ein therapeut kann einem nur tipps geben, die beschwerden und probleme jedoch kann er einem nicht nehmen, da muß jeder seinen eigenen weg finden, hab meinen auch noch nicht so recht gefunden.

lg lutz
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kuesser007  
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« Antworten #18 am: 06. Juli 2005, 16:21:36 »

hab mich vertippt, das soll natürlich   abschotten   heißen
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Minni
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« Antworten #19 am: 06. Juli 2005, 17:04:50 »

Puuuuh, das hört sich für mich suuuper an!

Ich würde nämlich schon gerne abends in meinem eigenen Bettchen liegen,
sowas wäre also wünschenswert Smiley
Ich denke mir würde es sehr gut tun, wenn ich 8 Stunden am Tag mit Gleichgesinnten zu tun hätte,
um direkt danach gestärkt wie ich dann bin, Aufgaben *alleine* zu erledigen..
Zumal einem am nächsten Tag trotz eventueller Niederlage ja wieder Zuspruch, Tipps, etc. begegnen würde..
Aber diese Routine würde mir sehr helfen "hoffe ich jedenfalls.."

.. nennt mich bekloppt, ich bin es auch *gg*

Vielen lieben Dank für diesen Bericht!
In totaler Hoffnung und Vorfreude, liebe Grüße,
Minni Smiley
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J. Dean


« Antworten #20 am: 06. Juli 2005, 17:43:34 »

Zitat

Ich würde nämlich schon gerne abends in meinem eigenen Bettchen liegen,
sowas wäre also wünschenswert Smiley
Ich denke mir würde es sehr gut tun, wenn ich 8 Stunden am Tag mit Gleichgesinnten zu tun hätte,
um direkt danach gestärkt wie ich dann bin, Aufgaben *alleine* zu erledigen..
Zumal einem am nächsten Tag trotz eventueller Niederlage ja wieder Zuspruch, Tipps, etc. begegnen würde..
Aber diese Routine würde mir sehr helfen "hoffe ich jedenfalls.."

 


Hallo Minni,

ganz genau das denke ich auch und habe so auf eine Tagesklink gehofft.

Ich hätte dort sogar zu Fuß hingehen können.

Aber leider....
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Qui vivra verra
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cleidie
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« Antworten #21 am: 06. Juli 2005, 18:14:02 »

Hallo Jani
Na das hört sich doch super an, freu mich für Dich.
Sich etwas vornehmen ist das eine aber es dann auch umstzen ist das andere.
Du hast es getan und das zeigt mir mal wieder, das man es schaffen kann auch wenn es sehr schwer fällt.
Überlege auch, ob ich nichtmal sowas probieren soll.
Allerdings weiß ich garnicht ob es hier eine Tagesklinik gibt.
Stationär käme für mich nie in Frage denn dann müßte ich meine Katzen alleine lassen und zu Fremden geben und das würde ich nie übers Herz bringen.
Hört sich vielleicht bescheuert an aber die beiden sind mein ein und alles.
Drück Dich mal lieb und freue mich mit Dir
Liebe Knuddelgrüße sendet Dir Cleidie
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Alleine fühlen wir uns schwach obwohl wir es nicht sind, stark wir sind, an uns Glauben sonst wären wir nicht hier.
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