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Autor Thema: Zwangsstörungen- was tun, wenn sie wieder kommen  (Gelesen 2831 mal)
Nina4
Juniormember
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Beiträge: 7


« am: 19. Juli 2005, 11:54:19 »

Hi, ich habe gestern wieder einen ziemlich heftigen Zwangsstörungsanfall bekommen und bin 3 Stunden später ins Bett gekommen, als ich eigentlich wollte. Musste sogar Nachst um 2 noch das Bett abziehen! Ich war echt kurz vor dem verzweifeln und wäre fast durchgedreht! Ich wollte nur noch raus und ich kann diese Zwänge nicht mehr aushalten! Sie sind stärker als alles! Ich musste sogar noch weitermachen (ich möchte nicht genaues sagen), als ich tierische Schmerzen im Bein bekam (keine Ahnung woher).  Ich habe jeden Abend Angst schlafen zu gehen oder es wenigstens zu versuchen, weil ich dann immer diese Sachen tun muss! Immer wenn ich das Gefühl habe, es wird besser, kommt es wieder knallhart! Ich kann echt nicht mehr und weiß auch nicht, mit wem ich drüber reden soll, bis ich endlich einen Therapieplatz bekomme! Was soll ich tun, wenn die Zwänge heute Abend wieder kommen (was sie tun werden, gibt selten Tage, wo es nicht so extrem ist, aber die Zwänge habe ich immer)?

[Editiert am 19/7/2005 von Nina4]
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rocco
Juniormember
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Beiträge: 13


« Antworten #1 am: 19. Juli 2005, 13:01:55 »

hi nina,

das kommt mir alles irgendwie bekannt vor, so ging es mir im januar, am anfang,richtige zwangsängste die über einen kommen von nichts auf nichts.
leider kann ich dir auch nicht helfen, da ich selber auf der suche nach antworten bin,kein arzt konnte mir sagen was ich in solchen fällen machen soll,niemand.(es ist nicht mehr so schlimm wie am anfang gott sei dank),jedoch allein das gefühl, es nervt,es nervt abartig.
nun warte ich auch auf einen therapieplatz und ich hoffe da wird geholfen.
im moment kann ich auch nur hoffen hoffen hoffen (seit 6 monaten)
tut mir leid das ich dir nicht helfen konnte,aber mir geht es genauso ;(

viele grüsse
rocco
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Kiramarie  
Gast
« Antworten #2 am: 19. Juli 2005, 13:10:45 »

hallo nina....

öhm !! erst mal herzlich willkommen ....kannst du mal näher beschreiben  was für eine zwangsstörung du hast.....du brauchst dich ganz gewiss hier nicht zu schämen.....es iss leider meistens so wenn man denkt s geht einen  besser  es iss der richtige weg dann passiert  wieder was unverhofftes und man fällt wieder ....aber das wird uns auch wieder stärken ...ich kenne das auch mit der angst einzuschlafen.....für mich gibt es nicht schlimmeres als die nacht ...die stille  ---also so unheimlich und duster ..nein das iss für mich immer eine welt wo ich dann nicht gerne bin ...deshalb passiert es auch schon mal  das ich mich versuche mit alle gewalt wachzuhalten ......weil mich die stille umbringt........würde  mich  intressieren was du so denkst und was für zwänge du dabei bekommst....du kannst  hier alles schreiben was dich bedrückt und  hier wird immer jemand für dich da sein  und versuchen dir zu helfen .....hier bist du bestimmt nicht allein  .....ich drücke dir die daumen das es ganz schnell mit deinen therapieplatz klappt und es dir helfen wird .....alles gute dir ......und ich würde  wenn du bereit dafür bist .....was von deinen  zwängen erfahren.....bis dann mal ......

ciao kiramarie...
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Nina4
Juniormember
**
Beiträge: 7


« Antworten #3 am: 19. Juli 2005, 16:47:58 »

Da bin ich wieder! Danke, dass ihr so schnell geantwortet habt!

@rocco
hi rocco,
ja, das ist mir auch sehr  bekannt. Von Nichts auf Nicht- einfach da, ohne Grund. Das ist ja, was mich so irritiert. Ich habe keine Chance das irgendwie auszubügeln, weil es keinen wirklichen Störfaktor gibt. Meine Ärztin konnte mir auch nicht sagen, was ich machen soll. Manchmal glaube ich, sie versteht mich nicht. Sie hat gesagt ich sollte zu meiner Mutter gehen, wenn ich wieder diese Probleme bekomme, etwas anderes wüsste sie auch noch nicht, weil wir erst 3 Sitzungen hätten. Allerdings hab ich noch nie ihren Rat befolgt und bin zu meiner Mutter gegangen, weil ich zu der keinen guten Draht habe und ich immer befürchte, dass sie mich dumm anmacht. Sie schreit mich zwar nicht an, aber sie fragt dann immer so blöd, Was ist? und dass mit so einem komischem Ton, ich kann damit nicht zu der gehen und vor allem nicht Nachts um 2! Bei mir habe ich das Gefühl es wird immer schlimmer. Ich denke den ganzen Tag an nichts anderes mehr! Du wartest schon seid 6 Monaten? In der Zeit hätte ich mich glaub ich schon längst umgebracht! Oder ich wäre durchgedreht. Ich warte erst seid 1 1/2 Monaten und wenn ich glück habe, dann bekomme ich am Anfang August einen Platz. Hoffe auch, dass dann alles wieder in Ordnung ist. Sonst hätte ich 3-4 Monate verschenkt. Aber ich hoffe erstmal für dich, dass du einen Platz bekommst. Sooooo lange warten. Heftig.
liebe Grüße
Nina

@Kiramarie
Hi Kiramarie! Danke, du bist anscheinend schon lange hier oder? Wenn es unbedingt sein muss beschreib ich das gerne, könnte aber länger werden.
Also, früher als ich noch ungefähr 10 war (also 4 Jahre her), da hatte ich mal so ein Projekt in der Schule. Da mussten wir alle eine Mappe über bestimmte Tiere machen und ein Referat halten (...) ab und zu durften wir da auch die anderen Tiere angucken, wenn wir im Zoo waren um Infos zu hohlen oder um zu beobachten. Ich bin dann mit den anderen ins Troparium gegangen und da ist dieses ganze Eckelgetier gewesen wie Vogelspinnen, Riesige australische Frösche (die sind besonders eckelhaft) und riesige Insekten und Skorpione. Ich fand Spinnen und Frösche schon immer eckelig, aber ich konnte die angucken. Aber, als ich Abends schlafen wollte, musste ich immer unter meine Bettdecke gucken, ob da eine Vogelspinne, schwarze Witwe oder so ein Frosch drunter sitz! Manchmal hab ich damit eine halbe Stunde verbracht und mir dann Socken angezogen und so'n Kram. Das war das erste mal, dass Probleme mit Spinnen hatte. Tage nach dem ich das letzte mal eine Vogelspinne gesehen hatte, musste ich immer noch nachsehen, manchmal auch noch Wochen später. Aber die Frösche waren kein Problem mehr, nur in der ersten Nacht. Das war noch ziemlich harmlos und ging auch wieder weg, aber eben ziemlich anstrengend.

Dann (ist mir erst vor ein paar Wochen eingefallen), habe ich oft Angst gehabt in Seen zu baden, besonders an tiefen Stellen, weil ich Angst hatte (ich weiß, dass ist so realistisch, wie das mein Computer mich anspringt und auffrisst), dass da ein Hai oder sowas ist, der mich auffrisst beist oder das da eine Kracke ist, die mich runterzieht und ich ersticke. Das habe ich seid ich 6 bin und es wird immer schlimmer. Jetzt habe ich auch in schwimmbädern Angst, wenn ich in einem Becken bin, wo es später tief wird. Ich muss nicht mal an der tiefen Stelle sein. Bei meinem Silberabzeichen musste meine Freundin (war abgesprochen) vom 3 Meter- Brett schubsen, damit ich runter komme. Frewillig wäre ich nicht gesprungen, weil ich Angst gehabt hätte, dass da irgendwo eine Klappe aufgeht und dann ein Hai rauskommt und mich frisst. Bescheuert oder!? Wenn ich unten gestanden habe, war der Gedanke zu springen nicht schlimm-stand ich oben wär ich am liebsten gestorben!

Jetzt zu einer Sache, die ich schon habe, seid ich denken kann. Kennst du das?: Du liegst im Bett und da raschelt irgendwas. Ich bekomme Angst, dass da jemand ist, den ich nicht sehen kann oder  auch ein Tier. Dann musste und muss ich immer noch sofort das Licht anmachen und gucken, was da ist! Manchmal auch 5mal hintereinander. Dann habe ich es auch, dass ich immer Angst habe, dass jemand zur Tür reinkommt und mich ersticht, erwürgt oder mir einfach nur Angst macht. Oft glaube ich zu hören, wie jemand die Klinke runterdrückt (ganz leise) und die Tür aufmacht. Sofort muss ich das Licht anmachen und gucken. Wenn ich den Arm ausstrecke um Licht anzumachen habe ich Angst, dass mir der Arm abgehackt oder abgebissen wird. OK. Das Licht ist an- ich gucke- niemand da und die Angst bleibt. Ich mache das Licht aus und wieder höre ich was und ich muss das Licht anmachen. Gucken reicht nicht mehr. Ich gehe den Raum ab und gucke auf dem Flur, ob da jemand ist. Wenn ich die Tür aufmache, habe ich Angst, dass dort jemand steht, der mich wie in einem Horrorfilm anlacht und mich dann tötet. Oder das jemand auf der Treppe steht (mein Zimmer ist direkt vor der Treppe) der nur hochguckt! Er müsste nichtmal was tun! Gut. Ich mache das kleine Licht auf dem Flur an (macht meine Mutter immer aus, obwohl ich sage, sie soll es anlasssen) und gucke. Keiner da. Danngucke ich im Bad. Da habe ich Angst, dass jemand hinter der Tür steht! Auch keiner da- Tür schnell zumachen. Ich habe Angst an der Treppe vorbei zu gehen und ihr den Rücken zuzukehren, wenn ich in mein Zimmer gehe- es könnte ja von hinten jemand ein Messer werfen oder mich erschießen. Dann renne ich schnell in mein Zimmer und habe da auch wieder Angst, dass jemand hinter der Tür steht oder dass jemand sich im Schrank versteckt hat. Alles nachgucken. Dann lege ich mich wieder hin.  Jetzt wird es noch schlimmer- wenn ich mein Veluxfenster aufhabe könnte ja jemand einsteigen (sich verstecken e.t.c.). Wenn ich kurz im Bad bin und mein Gesicht wasche habe ich Angst, dass jemand von hinten kommt unbd mir ein Messer in den Rücken rammt! Dann muss ich die Augen aufmachen und mich umdrehen(trotz Spiegel). Dann bekomme ich waschgel in die Augen und es brennt- ich kriege Panik davor blind zu werden und bilde mir schon ein schlechter sehen zu können. Augen auswaschen und dann ist meisten alles wieder ok. Ich kann mir zureden wie ich will, es hilft gar nichts. Ich kann diese Angst vor jemanden hinter mir und vor dem Blindwerden nicht unterdrücken! Dann will ich die Badtür aufmachen- vielleicht steht da ja jemand?   Zurück auf dem Flur darf ich schnell an der Treppe vorbei. Aber mein Fenster ist offen. Ist vielleicht jemand eingestiegen? Schnell hinter der Tür und im Schrank gucken- manchmal sogar unter dem Schreibtisch. Dann will ich schlafen gehen. Bett vergessen zumachen. Vielleicht liegt ja irgendwo eine riesen Spinne unter den Stofffalten? Ich fasse die Decke an wie einen stinkigen Müllsack und gucke-nichts. Dann muss ich die Glatt hinlegen und ein bisschen zurückklappen (wie bei den Japanern). Kopfkissen kontrollieren und dann kann ich mich auf die Decke setzten. dann heb ich sie so ein bisschen hoch, sodass ich alles sehen kann. Dann mach ich die Beine drunter und gucke nochmal nach. Damit ich mich erstmal beruhige lese ich noch 5 minuten. Ich bilde mir dann manchmal ein, etwas krabbeln zu fühlen. Sofort, wie auf der Flucht, Buch weg legen (nicht etwa vorsichtig, nein, ich schmeiße schon fast) und Decke weggreissen. Nichts. weiterlesen. Das wiederhohlt sich an normalen Tagen 5-10 mal und dann kann ich irgendwann das Licht ausmachen. Ich muss Kassette hören, damit ich nicht die ganzen Geräusche höre und mir einbilde, dass sie von meiner Tür kommen. Dann geht das Theater von vorne los. Ich glaube etwas zu fühlen und sofort Licht an und nachgucken. Beim licht anmachen kommt noch die Angst da könnte jemnad meinen Arm abhacken hinzu... wieder nichts. Immer nichts! Und das wiederholt sich auch nochmal 5 mal. Dann hör ich nochmal so ein Geräusch und gehe zur Tür (siehe oben) dass Theater mit Decke ordentlich machen, lesen und co geht von vorne los. Ich bin oft müde und versuche es zu unterdrücken, aber umso länger ich das versuche umso schlimmer wird es. Ich sage mir, dass ich mir das nur einbilde oder dass ich mich zusammen reissen muss ... hilft nicht. Ich kriege Panik und springe aus dem Bett. Dann habe ich noch Angst, weil das Licht aus ist. Ich habe Panische Angst im dunkeln. (ward ihr mal bei Dialog im dunkeln? ich war mit meiner Klasse dar. Da wird man von Blinden durch lange Gänge geführt und ihr könnt nichts sehen! NADA, kein funken Licht! Wirklich nichts! Wisst ihr wie weit ich reingekommen bin? Die ersten zehn Meter! Da wo man von der Ferne aus noch das Licht sehen konnte und dann ging es Stufen runter. Gleich würde das Licht wegsein. Ich bekam das Gefühl, dass die Luft feucht würde und ich dachte, ich bekäme schlechter Luft- ich hatte Angst zu ersticken. Ich konnte es nicht mehr aushalten- ich dachtre ich kippe um oder bekomme einen Herzinfarkt. Ich bin zurück gegangen. Ich hatte voll  die weichen Knie und meine Lehrerin, die aufgrund einen Beinbruches nicht mit durchgehen konnte, meinte ich wäre voll blass. ich war nur froh wieder draußen zu sein. Mir war total schlecht) ok. Ich stehe also in meinem Zimmer ohne Licht. schnell welches anmachen. Decke ganz von vorne kontrollieren, lesen, Licht aus versuch zu schlafen, Licht an, kontrolle... und das geht immer so weiter. Gestern war es so schlimm, dass ich meine lieblingsbettwäsche um 2 Uhr nacht wechseln musste, weil da ein schwarzer Teil bei war und ich so nicht genau sehen konnte, ob da was ist. Ich war kurz vor dem Durchdrehen...
An dem Abend war eine Spinne in meinem Zimmer, nicht viel größer als eine Bakterie! Die fand ich noch akzeptabel und wollte sie rausmachen, weil ich die da nicht haben wollte. Dann bin ich nach 5 minuten versuchen sie aufs Papier zu schieben (mit einem anderen Papier natürlich) mit der Hand leicht gegen eine Parfüm verpackung aus Karton gekommen. Ganz leicht nur und nur gegen die Ecke. Sofort hab ich alles fallen lassen und über meine Handgewischt wie eine beknackte. Hab ich total erschrocken... Dann hab ich irgendwann das Vieh gehabt und wollte es zur Tür rausmachen (ist da jemand?  Verstehst du meinen Teufelskreis?). Da fällt das Ding runter und ich weiß nicht wohin! Hab mich komplet abgesucht. Nichts Wäre duschen gegangen, wenn es nicht 2 Uhr gewesen wäre! Musste einmal Haare auskämmen. Dann das Theater mit der Spinnen kontrolle im Bett von vorne. Irgendwann komm ich zur Ruhe. Ich muss aber auf dem Rücken liegen (obwohl das vol unbequem ist und ich so lange zum einschlafen brauche und schlecht schlafe), weil ich Angst habe, dass die Spinne noch irgendwo ist und vielleicht in mein Gesicht krabbelt. Dann glaube ich wieder was zu fühlen... Ich dachte ein Zipfel meines Bettlackens wäre eine Spinne!  Ich habe Angst vor meinem kopfkissen! DAS IST WAHNSINN!Irgendwann schlafe ich dann- für 4-5 Stunden. Sehe ich eine Spinne auf meinem duinklen Teppich gucke ich die nächsten Tage nur noch auf den Boden und ziehe Schuhe (geschlossen) an. Das Badezimmer, indem die Dusche ist betrete ich nicht mehr, weil da oft Spinnen sind-warum auch immer. Dafür Dusche ich in der Badewanne, die keinen Vorhang hat. Lieber Bad putzen als Spinne! Ach ja, als ich noch in der richtigen Dusche geduscht habe, hatte ich auch Angst, dass jemand reinkommt und hinter dem vorhang ist. Ob ich die Tür abschließe spielt keine Rolle! Baden kann ich auch nicht mehr, habe immer Angst, dass von irgendwoher (auch nach kontrolle) eine Spinne kommt und in meinem Badewasser schwimmt! Die Angst, jemand steht hinter mir hab ich überall, wenn ich allein in einem Raum bin. Im Wohnzimmer beim Ferngucken, in der Küche, in meinem Zimmer. Überall. Immer umdrehen und umgucken. Am schlimmste waren die Probleme, wenn ich meine Operationen am Nagelbett hatte- keine Kraft und keinen Bock auch noch diesen ganzen Kram zu komtrollieren! Selbst, wenn mir etwas weh tut, muss ich gucken. Die Angst und der Druck sind immer stärker. Ich weiß nicht, ob das ist, was die meisten hier unter Zwängen verstehen, aber meine Ärztin meinte, ich hätte zwänge in kombination mit Phobien. Achja, hatte ich schon meine Platzangst erwähnt? In Fahrstülen bekomme ich Panik-sie könnten abstürtzen und ich sterben und so ein Quatsch. Deshalb meide ich sie. In einem Bürogebäude, indem man nur mit Fahrstühlen einen Stock höher kommt, könnte ich nie Arbeiten! Im Hotel im Urlaub bin ich immer bis in den 6. Stock gelaufen. Auch mit Handgepäck o.ä. hauptsache kein Fahrstuhl. Ich kann auch nicht auf öffentlich Toilletten gehen, wo kein Spalt an der Decke oder Boden frei ist. Was, wenn der Stift abbricht, ich nicht mehr rauskomme und mich hört keiner?  

Das Problem mit den Spinnen werde ich im Gegensatz zu früher gar nicht mehr los und es wird immer schlimmer. Manchmal glaube ich, sie verfolgen mich. Oder beobachten. Seid neuem muss ich auch meine Arme und Beine kontrollieren, ob da was ist und ich bilde mir regelmäßig ein etwas zu fühlen! Einmal hatte ich den Arm über der Decke, als ich aufgewacht bin und ich hatte das Gefühl, da krabbelt eine riesige Vogelspinne. Nur ganz kurz, aber so stark habe ich noch nie etwas gespürt, bzw. eingebildet zu fühlen. Das selbe hatte ich mal, als ich meine Hand auf den Hals gelegt hatte, vorgestern. Es wird einfach nur noch schlimmer. Ich gucke sogar schon in meinem Essen nach und möchte oft nichts mehr essen. Trinken tu ich nur noch Wasser oder Gemüsebrühe. Mein Vegetarismus wird zum Zwang, ich fühle mich schlecht und dreckig, wenn ich, was mir zum Glück erst einmal passiert ist, irgendwas gegessen habe, was auch nur mit Fleisch oder Wurst in berührung gekommen ist! Das ist schon 1 Monat her und ich fühle mich immer noch schlecht. So, ich muss jetzt. Schreibe später weiter.
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Jane Doe  
Gast
« Antworten #4 am: 19. Juli 2005, 19:51:39 »

Hi Nina,
ich wünsche dir, dass du sehr schnell einen Therapie-Platz bekommst.
Was du versuchen kannst, ist, dem Zwang zu widerstehen. Wenn du es ein Mal geschafft hast, ihm NICHT nachzugeben, wirst du feststellen, dass dir NICHTS passiert, dass das, wovor du dich fürchtest, NICHT eintritt. Dies wiederum kann dir die Kraft geben, dem nächsten Zwang nicht nachzugeben... Versuch's bitte mal, lenk dich ab, nimm ihm die Macht über dich, schick diese Gedanken zum Teufel...
Wenn du es gar nicht mehr aushältst - es gibt überall "Notfall-Ambulanzen", auch im psychiatrischen Bereich (nicht erschrecken über den Begriff)... Ich hoffe, dass du ganz schnell Hilfe findest!
Liebe Grüsse
Jane
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Nina4
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« Antworten #5 am: 21. Juli 2005, 14:53:14 »

@Jane Doe
Hi Jane!
Ja, ich hoffe auch, dass ich einen Therapieplatzt bekomme.
Dem Zwang wiederstehen habe ich schon sooooooo oft versucht- es geht einfach nicht, es wird immer schlimmer. Ich versuche auch immer mich zu beruhigen und sage mir, dass gar nichts passieren kann, dass da niemand und nichts ist, aber es geht einfach nicht! Hat es bei dir funktioniert? Bei mir geht es leider nicht. Trotzdem Danke für den Tipp.
liebe Grüße
Nina
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Kiramarie  
Gast
« Antworten #6 am: 21. Juli 2005, 15:20:33 »

hallo nina

öhm irgendwie fehlen mir ein wenig die worte ......ich wünsche dir das du ganz schnell einen therapie platz findest  und vorallen der dir helfen kann damit du damit klar kommst...
hast du deine ängste nur wenn es dunkel wird oder immer iss egal wo du bist???
öhm ich habe mal eine zeit auch angst gehabt von einen hai aber das war wo der weiße hai im fernseh lief ......da hatte ich auch meine probs mit....
naja und wo dann der erste badeurlaub an der ostsee war ....*oh man....
und mit den lieben spinnen da habe ich auch meine erfahrung mit  das brauche ich schon jemanden der mir diese kleinen parasiten von leibe hält weil ich sie nicht mag.....
ich habe echt nicht gedacht  das spinnen oder hai  solche zwänge bei  einen menschen auslösen  können das tut mir leid....
iss das richtig das du 14 jahre bist......in wie fern wirkt sich das  auf dei allta aus....du gehst doch noch zu schule  ....?.....wünsche dir ganz schnell ein therapie platz der dir hilft......knuddel dich mal

ciao kira....
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #7 am: 22. Juli 2005, 14:35:02 »

HAllo nina,

ich kann das sehr gut verstehen und in weiten Teilen nachfühlen, weil ich es persönlich kenne, wie es ist unter diesen massiven Störungen zu leiden.

Ich wünsche Dir auch einen guten Therapeuten, der Dir helfen kann...Du bist zu jung, um so zu leiden....
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andrea
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« Antworten #8 am: 22. Juli 2005, 23:07:39 »

hallo nina,

oh je, ich kann mir vorstellen, wie dich das quält, ich selber habe nur leichte zwänge..
ich wünsche dir, das du bald einen therapieplatz bekommst und hilfe findest..
gegen das gefühl des nicht aushaltens..vielleicht versuchst du es mal mit den bachblüten, am besten die notfall-rescue-tropfen, da ist eine blüte drin für situationen mit angst davor die kontrolle zu verlieren usw., ich habe gute erfahrungen damit gemacht, einen versuch ist es auf jeden fall wert.

ich wünsche dir ganz viel kraft!

liebe grüsse,
andrea  
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rocco
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« Antworten #9 am: 11. August 2005, 03:51:08 »

Zitat
Da bin ich wieder! Danke, dass ihr so schnell geantwortet habt!

@rocco
hi rocco,
ja, das ist mir auch sehr  bekannt. Von Nichts auf Nicht- einfach da, ohne Grund. Das ist ja, was mich so irritiert. Ich habe keine Chance das irgendwie auszubügeln, weil es keinen wirklichen Störfaktor gibt. Meine Ärztin konnte mir auch nicht sagen, was ich machen soll. Manchmal glaube ich, sie versteht mich nicht. Sie hat gesagt ich sollte zu meiner Mutter gehen, wenn ich wieder diese Probleme bekomme, etwas anderes wüsste sie auch noch nicht, weil wir erst 3 Sitzungen hätten. Allerdings hab ich noch nie ihren Rat befolgt und bin zu meiner Mutter gegangen, weil ich zu der keinen guten Draht habe und ich immer befürchte, dass sie mich dumm anmacht. Sie schreit mich zwar nicht an, aber sie fragt dann immer so blöd, Was ist? und dass mit so einem komischem Ton, ich kann damit nicht zu der gehen und vor allem nicht Nachts um 2! Bei mir habe ich das Gefühl es wird immer schlimmer. Ich denke den ganzen Tag an nichts anderes mehr! Du wartest schon seid 6 Monaten? In der Zeit hätte ich mich glaub ich schon längst umgebracht! Oder ich wäre durchgedreht. Ich warte erst seid 1 1/2 Monaten und wenn ich glück habe, dann bekomme ich am Anfang August einen Platz. Hoffe auch, dass dann alles wieder in Ordnung ist. Sonst hätte ich 3-4 Monate verschenkt. Aber ich hoffe erstmal für dich, dass du einen Platz bekommst. Sooooo lange warten. Heftig.
liebe Grüße
Nina


hallo nina,

nun ist schon wieder eine lange zeit vergangen. ich warte immer noch auf einen platz mit voller wut und nichts wird ins rollen gebracht ;( es ist verdammt ärgerlich tag für tag, ich versuche immer das beste, einen tag gehts mir gut und als dank den nächsten miess. ich hasse es die tabletten zu nehmen, ich möchte gern auf einem anderen wege wieder gesund werden oder wenigstens so das ich mich ohne hintergedanken und unsicherheit auf der strasse bewegen kann. die tabletten machen mich jeden tag aufs neue schlapp und ich muss sagen es hindert mich auch dadurch am normalen leben teil zu nehmen.
klar es sind auch schon die guten seiten in mir wieder gewegt und ich schreite voran schritt für schritt. ich habe wieder gute laune den ganzen tag , so wie ich mein leben lang schon war*jipppi*
vor kurzem war ich das erste mal wieder in einer fremden umgebung, weit weg von zu hause und sonnigem wetter am titisee bei neustadt, sooo viele touristen, alles fremd, es war ein wunderschöner tag, keine unsicherheit (also fast nicht).
ich frage mich dann immer mhhh warum kann das nicht immer so sein. ich würde gern viel aktiver sein, doch wie gesagt morgens nach der einnahme meiner supertabletten, dreht es sich ein wenig im kopf und bringt mich runter ;( , dann gehts eigentlich den restlichen tag ganz gut und abends wenn ich von der tablette runter komm (lol wie bei einer droge), gehts mir wieder schlechter was sich dann aber legt für den rest des abends.
wie man sieht schreibe ich jetzt gerade mal wieder sehr spät, das ist aus diesem grund ich bin jeden abend lange auf bis in die nacht, ob es ein fehler ist weiss ich nicht, aber in dieser zeit geht es mir am besten, so richtig gut und das nutze ich aus. es gibteinige dinge die ich jetzt auch wieder mache, wovor es mir vorher immer grauste, ich panik davor hatte. ich blicke auch gern ein paar monate zurück als es mir noch schlechter ging und bin dann doch irgendwie stolz auf mich, das ich alles alleine schaffe bis jetzt und warte nun weiter das ich endlich eine reha bekomme, das die herren der ämter endlich ihren popo in die hände bekommen, ja das ärgert mich sooo wahnsinnig, aber solange kämpfe ich alleine weiter, das wird schon und eins weiss ich , wenn es mir einigermasen wirklich fast gut geht und ich wieder arbeiten gehen kann, werde ich mich mit der ganzen sache vor gericht ziehen, dann nehme ich auch keine rücksicht mehr, denn normal ist das nicht. ich bin ja noch nicht einmal auf der warte liste, nein ich warte bis mein antrag durch ist das ich überhaupt anspruch habe *grummel*
(entschuldige das ich mich da wirklich aufrege, aber ist denke ich verständlich, irgendwann platzt die hutschnur und ich habe eigentlich viel geduld, ich mag nicht mehr warten , ich möchte das etwas passiert, das ich erzählen kann jaaaa das hab ich gemacht und das und das....)

so nu husch ich aber mal ins bett

die viel glück und liebe grüsse
rocco

[Editiert am 11/8/2005 von rocco]
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« Antworten #10 am: 27. August 2005, 13:10:13 »

Hi!!
Ich bin wieder da! Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich habe ganz plötzlich einen Therapieplatz bekommen und musste innerhalb von 5 Stunden in die Klapse verschwinden. Bin jetzt seid 5 Wochen in der Psychiatrie und komme wahrscheinlich in 5 Wochen oder so raus. Muss danach noch so 'ne Nachsorge machen, aber dann hab ich hoffentlich erstmal die Zwänge weg. Danke an alle, die mir hier geschrieben haben. Dauert zu lange, zu  jeden einzelnen was zu schreiben.  Ich hoffe vor allem, dass rocco auch endlich Hilfe bekommt-ihr anderen natürlich auch. Bin euch was Schuldig. Melde mich später wieder.
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J. Dean


« Antworten #11 am: 27. August 2005, 15:31:25 »

10 Wochen stationär und die Zwänge sind *vermutlich* weg.
Gratulation, wünsche Dir, dass es so bleibt.
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« Antworten #12 am: 27. August 2005, 18:01:07 »

@Seoul
Ja, dass hoffe ich auch. Das mit dem guten Therapeuten (bzw. Therapeutin) hat schon mal geklappt. Aber um  so zu leiden kann man  nie alt genug sein finde ich. Verdient keiner-egal ob 14 oder 60 :-) Sag mal, woher kennst du das eigentlich? Hast du das selber oder hattest du das mal? Ist es bei dir weggegangen? Wenn du's noch haqst, wünsche ich dir auch schnelle (und erfolgreiche) Hilfe.
Man schreibt sich
Nina4
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J. Dean


« Antworten #13 am: 27. August 2005, 19:45:11 »

Hallo Nína4,

woher ich das kenne???

Ich leide darunter seit knapp 28 Jahren - Zwänge, Ängest, Depressionen, soziale Phobien und noch einiges mehr...

Weggegangen ist es bislang leider nicht, trotz tausendfacher Versuche.

Danke für Deine Guten Wünsche....Ich wünsche es Dir auch...
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« Antworten #14 am: 27. August 2005, 19:57:32 »

hallo nina4

auch ich leide seit ungefähr zwanzig jahren unter einer zwangsstörung...ich war deswegen nun schon mehrere male stationär, aber geholfen hat es mir nicht wirklich...sobald ich wieder daheim war, ging alles von vorne los...

drücke dir aber die daumen, dass es bei dir zum erfolg kommt

lg
Sandra
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J. Dean


« Antworten #15 am: 27. August 2005, 20:18:52 »

Hallo Sandra,

es ist traurig zu lesen, dass auch Du schon so lange darunter leidest und trotz nehrfachem Klinikaufenhalt bis heute keine Besserung erfahren konntest.

Andererseits beweist es wieder einmal, dass man nicht von heute auf gleich davon befreit werden kann, so sehr man auch kämpft...

Wir sind halt sehr verschieden.....

Wünche Dir aber alles Gute....
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« Antworten #16 am: 27. August 2005, 20:41:41 »

hallo seoul

...mich stimmt es auch nicht gerade fröhlich, wenn ich lese, dass es noch andere gibt, die ebenso lange oder gar noch länger unter einer zwangsstörung leiden...es nimmt mir zum teil auch ein wenig die hoffnung auf besserung, wobei es sicherlich auch welche gibt, die von ihrer zwangsstörung losgekommen sind, nur leider lese ich das nicht allzu oft

ich denke, was man/frau über jahrzehnte *gehegt und gepflegt hat*, das kann man/frau sicherlich nicht so eben *abschütteln*, auch nicht, wenn man/frau sich noch die grösste mühe gibt...zumindest empfinde ich es so bei mir, was mich dann aber doch recht oft verzweifeln lässt, weil ich einfach nicht mehr weiss, was ich noch tun soll

ich wünsche dir auch alles gute und kraft ohne ende

lg
Sandra
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J. Dean


« Antworten #17 am: 27. August 2005, 21:12:59 »

Ja Sandra, dass sehe auch so.

Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass ich es so nehme wie es ist. Ich versuche einfach nur noch das Beste daraus zu machen, es quasi zu einem Teil von mir zu machen, es anzunehmen, es nicht mehr zu bekämpfen.
Ich habe für mich entschieden, denn ich spüre, sobald ich es bekämpfe ist etwas in mir, was stärker wird und ich kann diesen Kampf nicht gewinnen.
So - wie man es von einer multiplen Persönlichkeit kennt - und ich schaffe es nicht, diese *andere* Person zu vernichten.

Ich muss es also zu meinem Freund machen, damit leben, eine art gemeinschaft bilden einen Weg finden, der beiden gerecht wird.

Ich glaube, dass ich damit klar kommen kann, weil ich mich damit nicht weiter unter Druck setzen muss.

Nun werde einige denken, dass ist doch aufgeben..

Ich sage dazu ganz klar: NEIN, dass ist kein aufgeben, sondern das ist in meinen Augen ein Gentlemen's Agreement - nicht mehr und nicht weniger.

Wir sind quasi in einem Körper und ich kann nicht anderes, als es zu aktzeptieren. Ich fühle mich zwar immer noch als primus inter pares im eigenen Körper, doch kann es nur eine Gemeinschaft geben, damit das Leben erträglich ist.

Es ist nur meine Sicht der Dinge auf meine eigene Person bezogen, ohne irgendwelche Anmaßungen, dass es auch auf andere hier anwendbar wäre.

Ich wünsche Dir einen Weg, den ich zu finden nicht vermag.....
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Qui vivra verra
Seoul

>>> Bitte entschuldigen Sie das ich lebe, ich werde es bestimmt nicht wieder tun! <<<
>>> Das Leben hat immer mehr Tage - aber die Tage immer weniger Leben. <<<
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