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Autor Thema: psychose bei meinem Sohn  (Gelesen 1879 mal)
hundemum
Beginner
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Beiträge: 1


« am: 22. Juli 2005, 09:16:09 »

Hallo zusammen,
ich bin die Mutter eines 22 jährigen Sohnes, der seit 2 Jahren an einer Psychose mit Stimmenhören und Verfolgungsängsten leidet. Er war in psychatrischer Behandlung und ein halbes Jahr in einer Tagesklinik.
Gebracht hätte es ihm seiner Meinung nach überhaupt nichts. Er wolle nicht über seine Stimmen sprechen und meint, dass er mit seinem Medikament geheilt würde. Er nimmt Neuroleptika, Seroquel 1.500 mg am Tag. Ich finde, dass ist ganz schön hoch dosiert. Er ist den ganzen Tag irgendwie "gedämpft". Er kann sich im Moment überhaupt nichts vorstellen, weder Arbeit, noch weggehen. Er hört keine Musik, sieht nicht fern, liest nicht, im Grunde sitzt er nur rum und wartet auf die nächste Tabletteneinnahme. Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr, ich kann doch nicht tatenlos zusehen, wie so ein junger Mensch zugrunde geht.
Ich kann ihn nicht ansprechen, er sagt dann immer:" Mama, lass es sein, ich will nicht darüber reden, ich meine aber, dass es wichtig wäre. Er kann doch nicht alles in sich hineinfressen.
Ich bin mit Sicherheit auch nicht die richtige Ansprechpartnerin, bin darin ja auch nicht geschult. Aber auch meine Vorschläge, zu einem Therapeuten oder in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, lehnt er ab. Er meint dann immer,
in einer Gruppe mit fremden Menschen würde es ihm noch schlechter gehen.
Könnt ihr mir vielleicht Ratschläge geben, wie ich meinem Sohn helfen kann?
Bin für jede Antwort dankbar. Freundliche Grüße hundemum
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sharon
Stammposter
****
Beiträge: 508



« Antworten #1 am: 22. Juli 2005, 09:28:39 »

hallo, ich habe dasselbe problem. mein sohn ist auch 22.
vor einem jahr war er voll in der psychose nach cannabiskonsum.

er hatte paranoide ideen und selbsttötungsabsichten.
in der psychiatrie bekam er auch medikamente.
der aufenthalt war ein schock für ihn und für uns.

immerhin machte er danach das abitur.
setzte die tabletten ab, und hatte einen rückfall letzten august.

er lehnt auch alle ärzte ab, auch therapeuten und auch die medis.
reden darüber ist unmöglich.

mit viel theater kam er mit in eine ambulanz. dort neue medis, auch seroquell, mittlerweile abilfy.

was soll ich sagen, offiziell studiert er, aber meistens liegt er im bett,
und sagt, wegen der medis.
am abend wird er aber lebendig und geht mit seinen kumpeln saufen.

dann wieder bett am tag.

er ist zu nichts zu bewegen, therapeutisch, die tabletten, wenn wir sie ihm hinlegen, spuckt er aus.

der arzt hat ihn das letzte mal geschimpft, er würde sich pubertär benehmen, ist auch so.
es ist ein schweres problem für mich, immerzu.

ich habe alles versucht bis zu astrologie aus verzweiflung.
ich weiß nichts mehr, trotzdem hoffe ich jeden tag.

mein mann meint, man müßte eine härtere linie fahren, der arzt auch.
ich kaufe ihm immer , was er gerne möchte usw., weil ich hoffe, dass er dann mehr freude am leben bekommt.
aber eigentlich ist mir zum heulen zumute.

sharon





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ich kenne das helle
ich kenne das dunkle

die sehnsucht schweigt
Muett
Gast
« Antworten #2 am: 24. Juli 2005, 18:32:24 »

Hallo Hundemum,

ich habe Dir per PM (Privatnachricht) geantwortet, hoffe, Du hast sie gefunden :-)

Viele Grüße
Muett
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wolfgang  
Gast
« Antworten #3 am: 09. August 2005, 08:10:16 »

Hallo Hundemum,
weiß man was die Psychose ausgelöst hat? Welche Diagnose hat Dein Sohn? Du schreibst er war bei einem Psychiater in Behandlung. Ist er das nun nicht mehr?
Das Seroquel hat auch bei mir sedirende Wirkung, dashalb nehme ich das nur abends, allerdings nur 200.
Dränge ihn nicht, wenn er über die Stimmen und das erlebte nicht reden möchte, lass ihn.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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