Albatross
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« am: 04. August 2005, 21:10:21 » |
|
Hallo allerseits.
Seit etwa zehn Tagen habe ich ein seltsames Gefühl in der Herzgegend - ungefähr so wie "aufgebläht aber gleichzeitig schlaff", ist schwer zu beschreiben. Dazu kommt das Gefühl niedrigen Blutdrucks.
Das ganze ist sozusagen ein alter Bekannter. Mit 18 (vor neun Jahren) hatte ich schon mal sowas für einige Wochen. Dem waren einige Panikattacken vorausgegangen. Langzeit-EKG war damals ergebnislos. Es war auch alles ganz eindeutig ein Psycho-Problem, ich hatte damals eine sehr schwere Krise wegen erstickenden Lebensumständen.
Naja, und jetzt habe ich auch gerade Veränderungen in meinem Leben anstehen die es durchaus plausibel erscheinen lassen daß es wieder psychosomatische Beschwerden sind. An sich positive Veränderungen die aber an meine zentralen Ängste gehen.
Ich würde mich total über ein wenig Austausch freuen, weil es mich doch ziemlich irre macht. Bestimmt die Hälfte der Zeit bin ich ziemlich fixiert darauf ob mein Herzschlag noch da ist, und alleine davon wird mir immer leicht schwindelig und mein Herz fühlt sich so "leer" an, wahrscheinlich wegen der Fixierung darauf. Ich gerate zwar nicht total in Panik, aber das Thema Ohnmacht/Puls drängt sich ziemlich auf. Zu Hause ist es nur wenig unangenehm, richtig unruhig werde ich eher draussen, im Supermarkt, halt überall wo ich mich nicht einigeln kann.
Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Ist es nachweislich möglich daß diese Psychoschiene tatsächlich physisch den Blutdruck runterzieht, geht sowas?
Ich habe außerdem das Problem daß ich in wenigen Wochen umziehe und eine Ausbildung anfange, und ich muß mich ja schon irgendwie auf Unterricht usw konzentrieren können. Also im Grunde eine Situation wo ich Kraft brauche (es ist aus verschiedenen Gründen allerhöchste Eisenbahn für mich, diesen Schritt zu tun.), und ausgerechnet jetzt stehe ich mir selbst wieder so im Weg.
Ich habe ja ein bißchen den Verdacht daß ich wegen der Veränderung unsicher bin und deshalb ständig Vergewisserung brauche daß mein Herz noch schlägt - und deshalb unruhig werde wenn ich den Puls nicht deutlich spüre. Wobei ich aber nun gehört habe daß man im Normalzustand gar nicht so viel von seinem Herzen und dessen Arbeit mitkriegt (stimmt das?). Und so werde ich halt kirre. Macht das irgendwie Sinn? Ich hab auch immer noch Einsamkeitsprobleme, Selbstwertthemen usw - klassische "Herzthemen" also. Das ganze zieht mich runter und macht traurig, mal ganz abgesehen von dem Stress. Das letzte was ich aber jetzt brauchen kann ist Depri.
Vielleicht hat ja jemand ein paar Ansätze, bißchen Trost, Tips wie ich meine Kraft für den neuen Lebensabschnitt kanalisieren kann anstatt sie in diese Sch**** zu stecken. Wie geht Ihr mit diesen Dingen um?
Ich würde mich auch freuen über sanfte Mittelchen, die den Kreislauf vielleicht ein bißchen auf Trab bringen. Ich hoffe diese Phase geht wieder vorbei, so wie damals auch.
Danke fürs Lesen erstmal. :-)
|