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Seoul
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J. Dean
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« am: 09. August 2005, 11:32:56 » |
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Hallo,
mich beschäftigt sei einiger Zeit eine Frage:
Lesen Therapeuten hier vielleicht auch mit, als silent reader, unbemerkt und heimlich? Sie könnten dann auf den einen oder anderen Patienten kommen, wenn sie die Berichte lesen...Sie könnten sich selbst auch wiedererkennen.
Es würde mich sehr beängstigen, wenn dem so wäre...
Es könnte doch Probleme geben, wenn sie jemanden "erkennen"...
Wie ich darauf komme: Nun, diese Seite ist ziemlich einzigartig und wenn ein Therapeut nach so einem Forum sucht, wird er es sehr schnell finden.
Vielleicht ist es ja auch nur meine Krankheit, die mich so etwas denken lässt. Ich denke oft, dass man mich verfolgt, mich abhört oder das andere mehr über mich wissen, als ich selbst...Heimlich.....
Wie geht Ihr mit dieser Möglichkeit um?
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Qui vivra verra Seoul
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schnuffelpueppi
Gast
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« Antworten #1 am: 09. August 2005, 15:01:02 » |
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Hallo Seoul....
wie man an Datum und Uhrzeit Deiner Posts sehen kann, beschäftigen dich im Moment sehr viele Dinge..dir geht es nicht gut....und wenn es einem nicht gut geht..sind anderen Symptomen natürlich auch alle Türen geöffnet.
Erstmal zu diesem Posts hier....ich glaube schon, dass der eine oder andere Therapeut diese Seite besucht...nicht um jemanden "auszuspionieren" sondern um etwas mehr zu erfahren über seelische Krankheiten. Ich glaube, viele Threads beschreiben ganz gut, was wir im alltäglichen Leben durchmachen..das es gerade das ist, was uns ungemein schwer fällt.....das alltägliche Leben...
Allerdings wird ein Therapeut nie wirklich herausfinden, wer hinten den Posts steckt..ob es vielleicht einer seiner Patienten ist...denn alles in allem sind die meisten Geschichten austauschbar...ich hab hier bestimmt schon 50 posts gelesen, wo ich dachte, ich wäre das! Weil wir alle die gleiche Problematik haben, schreiben wir im groben immer ähnlich. Selbst wenn wir von unserem Lebensweg erzählen ist vieles gleich...viele wurden geschlagen, viele sind als Kind mi****aucht worden, vergewalt*gt, haben geliebte Menschen verloren, sind arbeitslos geworden, bei manchen kam es aus heiterem Himmel,....alle Geschichten ähneln sich auf die eine oder andere Weise....da kann ein Therapeut nie wissen, dass es vielleicht genau seine Patientin ist, die gerade einen Posts über den "netten Onkel von nebenan" schreibt oder über ihre 5 Kinder, die sie überfordern und in den Wahnsinn treiben.
Wir hier sind in diesem Forum ein Querschnitt durch die Gesellschaft...ein anonymer Querschnitt..und solange man in seinem Posts nicht schreibt...hallo..ich bin Sabine mustermann, ich wohne Mustermannstr.3....mein Mann Holger Mustermann hat mich letzte Woche mal wieder geschlagen...übrigens wohne ich in Musterdorf....wird niemand wissen, wer hinter den Posts steckt.
Aber ich kenne dieses Problem aus meiner Selbsthilfegruppe..wir haben da jemanden der unter einer leichten Art von Verfolgungswahn leidet..wen er in der Gruppe erzählt, darf ich mir keine Notizen machen..aus Angst, dass jemand den Zettel findet (z.B. die Putzfrau) und ihn dann weitergibt an Leute, die ihn kennen.
So..damit ich nicht noch die Threads wechseln muß, möchte ich hier an dieser Stelle nochmal was loswerden zu deiner Therapeutin: ich selbst kenne, dass Problem, wenn man mit der Thera nicht "auf einer Linie schwimmt"...und diese Erkenntnis ist manchmal echt hart. Ich hatte mich nach 14 Jahren endlich dazu durchgerungen , eine Thera zu machen und nach langem warten, bekam ich einen Theraplatz...es fing auch gut an...ich bemühte mich..aber irgendwann..nach 1 Jahr merkte ich, dass ich Angst vor ihm hatte....er zeigte keine persönliche Meinung...alles war so wie in einem psychologischen Lehrbuch..ich war hin und her gezogen..einerseits froh, endlich einen Thera zu haben und andererseits die Angst vor jedem Treffen. Als ich in die klinik kam und nach 5 Minuten klar war, dass er auch noch die falsche Diagnose gestellt hatte, war mir klar, dass ich nie wieder zu ihm gehen wollte. In der Klinik habe ich gelernt, dass ein guter Thera jemand ist, mit dem man sich auch mal streiten kann...der meine Meinung annimmt und darüber nachdenkt, wenn ich sage...nneee..das trifft nicht auf mich zu. Ich kriege dann die Möglichkeit ihr zu erklären, warum ich anderer Meinung bin....und ein guter Thera sagt auch mal.."stimmt...da haben sie Recht..ganz trifft es auf sie nicht zu"...Auch muß ein Thera den Alltag eines Menschen nicht aus den Augen verlieren...bei einer Eßstörung wird sofort der Essensplan auf 5 Mahlzeiten ausgerichtet...was meistens gar nicht möglich ist, wenn man den ganzen Tag arbeitet..Mandanten hat, im Gericht sitzt....oder einfach auch nur weil 5 Kinder da sind...ein guter Thera versucht dann alles, um den Therapieplan dem wirklichen Alltag anzupassen, so gut es geht...als "Psycho" muß man viel in seinem Alltag ändern..manche Sachen gehen aber nun mal nicht.
Also...versuche bei den nächsten Malen ihr klar zu machen, wie scheiße du dich gefühlt hast mit ihrer Äußerung, du seist alleine nicht lebensfähig..egal jetzt ob es stimmt oder nicht...es muß nichts schlechtes sein, wenn sie das sagt...DU allein, entscheidest für dich, ob es zutrifft...Menschen sind immer irgendwie abhängig voneinander..die einen mehr die anderen weniger....daran muß nicht unbedingt etwas total schlechtes stehen...es sollte einen nur zum Nachdenken animieren...wenn man sagt..es ist mir egal, dass ich abhängig bin, dass ich vieles noch nicht alleine kann..ist das ok...wenn du denkst..mmhh..vielleicht sollte ich mal etwas selbständiger werden, ist das auch voll ok.
Ok..puh..jetzt hab ich irgendwie vor lauter Geschwafel den Faden verloren...moment..ach ja...
Sollte auf Dauer dieses Gefühl anhalten, dass du unzufrieden mit deiner Thera bist, solltet ihr euch trennen..denn so bringt es auf Dauer nix.
Ok...jedenfalls hoff ich für dich, dass es dir bald wieder etwas besser geht..
Deine Püppi
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Seoul
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J. Dean
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« Antworten #2 am: 09. August 2005, 16:45:26 » |
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Hallo Püppi,
interessante Aspekte. Werde einmal versuchen darüber nachzudenken.
Danke für Deine Zeit, die Du Dir genommen hast.
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Schmetterling
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« Antworten #3 am: 23. August 2005, 12:56:04 » |
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Hi,
also ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Therapeut hier mitliest.
Als ich letzthin mal angefragt habe, ob Therapeuten Atteste ausstellen könnten, fragte er mich seltsamerweise in meiner nächsten Therapiestunde ganz von selber: Möchten Sie was von mir? Vielleicht ein Attest, dass Sie keinen Telefondienst machen müssen? Ich brauchte nur noch "ja" zu sagen.
Eigentlich ist es doch total praktisch, wenn sie hier mitlesen. Dann wissen sie wenigstens, was man von ihnen will. Dennoch ein bißchen hat mich die Sache aufgewühlt. Ich konnte mich wochenlang zu keinem richtigen Beitrag hier mehr durchwringen. Ich weiß auch nicht so genau, ob es falsch oder richtig ist, wenn die das machen. Ich glaube nicht, dass es schwer für ihn ware, mich trotz Nick-Name zu erkennen. Schließlich ist der Schmetterling mein Lieblingstier und ich trage ständig Schmetterlinge (als Schmuck oder so) bei mir, auch in der Therapiestunde.
Es ist komisch, wenn man hier schreibt und denkt er liest das später, ist es viel schwerer, als anomym. Dennoch, so richtig dagegen bin ich nicht...bin irgendwie ambivalent...
Schmetterling
[Editiert am 23/8/2005 von Schmetterling]
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Seoul
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Beiträge: 2364
J. Dean
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« Antworten #4 am: 23. August 2005, 18:35:39 » |
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Machen kann man wohl eh nicht...
Allerdings finde ich diesen Gedanken nicht sehr angenhem oder gar förderlich....
Big brother is watching you.....
Wenn es so ist und wenn man davon ausgehen muss, wäre es für mich persönlich ein Grund mich zurückzuziehen....
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Phoenixchen
Gast
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« Antworten #5 am: 23. August 2005, 18:54:18 » |
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Ich denke, dass Therapeuten - Ausnahmen mag es sicher geben - wie die meisten Menschen, die den ganzen Tag arbeiten, am Abend etwas anderes zu tun haben als sich weiterhin mit den Problemen von Patienten zu beschäftigen. Man sollte sich schon wichtig nehmen, aber nicht zu wichtig. Theras sind Leute wie du und ich mit EIGENEN Problemen und einem EIGENEN Leben, mit denen sie sich sicherlich mehr beschäftigen in ihrer Freizeit als mit den Problemen ihrer Patienten.
Gruß P.
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Sumsi
Juniormember
 
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Beiträge: 7
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« Antworten #6 am: 23. August 2005, 19:44:33 » |
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Hi Seoul,
das ist ja echt krass. Genau das selbe habe ich mir gedacht, nachdem ich vor ein paar Wochen diese Seite entdeckt habe! Ich war zum 1. mal beim chat und habe "nur" erzählt, wie meine Panikattacken ablaufen. Danach konnte ich ein paar Nächte nicht mehr schlafen. Ich habe ständig gedacht, dass sich irgendwelche Bekannte dahinter verbergen könnten. Ich hatte Angst, dass die mich durch meine Erzählungen irgendwie "identifizieren"könnten. Dass sie sich köstlich darüber amüsieren, wie blöd ich doch bin, dass ich hier das Vertrauen aufbringe etwas über mich zu erzählen und nicht auf die Idee komme, dass ich längst "entdeckt" bin. Auch dass sich meine Therapeutin hinter jemandem verbergen und "kontrollieren" könnte, was ich erzähle, ob ich die Wahrheit sage, übertreibe / lüge... war meine Angst.
Da mich das so sehr beschäftigt hat, habe ich gleich die nächste Therapiestunde diese Angst angesprochen. Nach dieser Stunde bin ich zumindest ziemlich sicher, dass sich hier keine Therapeuten aufhalten, um irgendjemanden hier auszuspionieren. Oder glaubst du im Ernst, dass die in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun haben?? Ich könnte mir höchstens noch vorstellen, dass manche von ihnen zur "Weiterbildung" nach irgendwelchen Artikeln zu bestimmten Krankheitsbildern suchen.
Auf jeden Fall haben wir dann in dieser Therapiestunde versucht dahinter zu kommen, wieso ich so etwas denke. Das - glaube ich - ist aber individuell verschieden, weil ja jeder eine andere Vergangenheit hat...
Wenn es jemandem weiterhilft, wie ICH auf solche Gedanken gekommen bin, dann bitte mich einfach noch mal fragen...
lg Sumsi
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wolfgang
Gast
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« Antworten #7 am: 23. August 2005, 20:17:53 » |
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Hallo, ich stelle mir die Frage, warum diese Beiträge unter Psychosen geschrieben werden? Ein Therapeut, der am Tag 8 - 10 Patienten angehört hat, wird sicher etwas besseres zu tun haben als hier zu lesen.
Herzliche Grüße Wolfgang
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Schmetterling
Schreibe oft hier
  
Beiträge: 83
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« Antworten #8 am: 23. August 2005, 21:18:26 » |
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@ Wolfgang,
ja, ich denke auch, dass diese Beiträge unter Therapien etc. passender gewesen wären. Es gibt aber sicher auch Therapeuten, die in ihrer knappen Freizeit mal durch Internet surfen und warum sollten sie dann nicht in diesem Forum lesen? Meiner ist mit Leib und Seele Therapeut und beschäftigt sich in seiner Freizeit nicht gerade mit Fußball oder Skatspielen. Bist Du der Meinung, dass dieses Forum hier für Therapeuten zu langweilig ist oder wie ist Dein Posting zu verstehen?
Schmetterling
[Editiert am 23/8/2005 von Schmetterling]
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wolfgang
Gast
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« Antworten #9 am: 23. August 2005, 21:37:04 » |
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Hallo Schmetterling, durch meine Vereins und Verbandsarbeit komme ich in Rheinland-Pfalz mit vielen Therapeuten und Psychiatern ins Gespräch. Einige von ihnen sind auch Mitglied in unserem Verein. Ich habe bis heute von keinem gehört, dass er oder sie sich in ihrer knappen Freizeit in Foren von Betroffenen umsieht. Die schreiben lieber ihre Gutachten, damit diese vom Tisch sind. Meine Psychiaterin z.B. besitzt noch nicht mal einen Internetanschluß.
Vermutlich ist die Chance 6 richtige im Lotto zu haben größer, als das ein Therapeut hier seinen Patienten erkennt. Außerdem gibt es mittlerweile tausende dieser Portale.
Ich frage mich manchmal sowieso was manche bei einem Therapeuten machen, wenn er dies nicht wissen darf oder das nicht erfahren soll. Es gibt Menschen die eine Therapiestunde mit einem Plausch verweschseln und sich nach 30 Stunden wundern, dass nichts dabei heraus gekommen ist.
Nach meiner Erfahrung bringt eine Therapie, die nicht weh tut überhaupt nichts. Nur was weh tut ist man bereit zu ändern.
Herzliche Grüße Wolfgang
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Logicalhuman
Beginner

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Beiträge: 1
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« Antworten #10 am: 23. August 2005, 21:45:33 » |
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Hallo Wolfgang,
das sehe ich ganz genauso.... In einer Therapie MUSS man es WOLLEN, SICH helfen lassen , und damit auch nichts verheimlichen oder verstecken........ sonst bringt es nicht...
Dazu fehlt manchen leider der Mut....... den Mut, den Fehler in sich zu sehen, und mit dem Therapheuten daran zu arbeiten..... Das tut weh und ist oft nicht angenehm.....
LH
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Seoul
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Beiträge: 2364
J. Dean
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« Antworten #11 am: 23. August 2005, 21:48:02 » |
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Hallo Wolfgang,
deutliche Worte, die aber nicht unbedingt so stimmen müssen.
Das Deine Psychiaterin kein I-Net hat, würde ich schon einmal als eine Ausnahme betrachten.
Mag sein, dass manche Therapien weh tun müssen, aber das trifft nicht auf alle zu.
Es hat mit Privatsphäre zu tun, wenn man hier schreibt. Da möchte man nicht unbedingt von *seinem* Therapeuten erkannt werden. Der Grund ist zum einen, dass daduch eine Therapie nicht unbedingt leichter wird, wenn er hier lesen würde, wie wir ihn vielleicht sehen, oder was wir vermissen.
Eine Therapie ist in gewisser Weise eine Plauderstunde - wie Du es auszudrücken pflegst - nur, dass ich eben über meine Probleme mit einem Fachmann plaudere. Ich sehe ihn als fachlichen Berater in psychischen Dingen....nicht mehr-aber auch nicht weniger. Er ist nicht Allwissend, er hat nicht grundsätzlich Recht, was er sagt ist nicht Gesetz und er macht auch Fehler...Er ist ein Mensch!!!
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Lotte
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« Antworten #12 am: 23. August 2005, 22:05:35 » |
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Ich denke, es kann nur zum eigenen Vorteil sein, wenn Therapeuten hier mitlesen sollten.
Endlich erfahren sie das, was sie wissen müssen, um helfend eingreifen zu können.
Hört doch bloß auf euch zu schämen, diese ganzen "Peinlichkeiten " usw. ....
Nur durch Offenheit kann der Therapeut helfen.
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Seoul
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J. Dean
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« Antworten #13 am: 23. August 2005, 22:31:42 » |
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Mag sein Lotte, dass es so ist.
Aber sehr angenehm ist es oder wäre es trotzdem nicht....
Ich schiebe es jetzt einfach einmal wieder auf *unsere* Erkrankungen, die uns so *ticken* lassen....
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Per Somnium
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« Antworten #14 am: 23. August 2005, 22:49:01 » |
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Hallo Seoul, also ich habe nur Deinen Beitrag gelesen und nicht die Re. weil ich unbefangen antworten möchte. Also ich hätte kein Problem wenn meine Therapeutin hier lesen und mich erkennen würde, weil ... warum auch? Zu dem was ich schreibe stehe ich, ohne wenn und aber und wenn "man" das tut was soll man sich da verstecken müssen. Meine Therapeutin steht jedenfalls sogar in einer Liste von Therapeuten die ich hier im Forum aufrief ..... na und ..... auch ein Therapeut ist nur ein Mensch (wenn auch für uns zu gewissen Stunden ein besonderer) In diesem Sinne
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Querdenker passen oft nicht durch genormte Türen Per Somnium
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Fluflu
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« Antworten #15 am: 23. August 2005, 23:44:09 » |
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Und nun?, Was wäre so schlimm daran wenn Therapeuten hier lesen würden? Ich würde es gut finden, soviele erschiedene Menschen mit ihren Erfahrungen auf einer Seite, das kann auch Therapeuten weiter bringen, gesammelte Erfahrungen machen klüger und bringen neue Sichtweisen.
Ich schäme mich nicht ein Stück für meine Erkrankung, warum auch ich bin ein Mensch wie jeder andere auch nur habe ich die Angst in mir, und nun?
Ich würde es begrüssen, wenn sich auch Therapeuten hier belesen und informieren.
liebe grüsse fluflu
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Wir sind Manager unserer Gedanken, Unterbewusstsein ist programmierbar! :0)
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Seoul
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Beiträge: 2364
J. Dean
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« Antworten #16 am: 24. August 2005, 00:04:19 » |
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Und nun??? Nichts, und nun!!!
Wir könnten es nicht ändern....und ob es schlimm ist können wir alle nicht beurteilen, höchstens jeder für sich ganz persönlich.
Was ich meine ist und bleibt und ich wiederhole mich da sehr gerne: Ganz unabhängig davon, ob es etwas für den einzelnen bringt oder nicht, ob es gut oder schlecht wäre oder, oder, oder....
Ich wünsche mir schon ein Forum wo ich mich unbeobachtet fühle und einfach unter *Leidtragenden*, wenn ich das einmal so ausdrücken darf, bin.
Ich glaube doch, dass es nachvollziehbar ist, vielleicht nicht für alle, doch sicherlich für einige.
Nun ja, lassen wir es vielleicht dabei bewenden, es ist eigentlich alles gesagt, jedenfalls von meiner Seite.
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wolfgang
Gast
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« Antworten #17 am: 24. August 2005, 05:54:05 » |
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Hallo Seoul, was ich hier schreibe sind meine Erfahrungen und die stimmen. Es bleibt da nur zu diskutieren, ob jeder der hier liest was damit anfangen kann. Ich verweise auf mein Referat vom vergangenen Jahr "Mein Leben mit der Angst".
Herzliche Grüße Wolfgang
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Holger_1
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« Antworten #18 am: 24. August 2005, 09:11:59 » |
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Genau das ist einer der Punkte warum ich mit Therapie nicht so ganz klargekomen bin .. sicher muß man selber Veränderungen wollen aber wenn Therapie nur weh tut dann hat man irgendwann keine Lust mehr..
Sicher ist meistens oftmals etwas Nachdruck notwendig aber die meisten Therapeuten kapieren nicht, daß auch Einfühlungsvermögen notwendig ist.. wenn mich jedenfalls jemand nur den ganzen Tag ankackt und ich jede Stunde mit ihr / ihm rumstreite, dann bringt mich das auch nicht weiter. Spricht man dagegen ganz normal mit mir über die DInge dann klappt das auch, dann bin ich auch bereit, mich auf neues einzulassen
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Seoul
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J. Dean
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« Antworten #19 am: 24. August 2005, 09:38:12 » |
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Hallo Seoul, was ich hier schreibe sind meine Erfahrungen und die stimmen. Es bleibt da nur zu diskutieren, ob jeder der hier liest was damit anfangen kann.
Herzliche Grüße Wolfgang Aber sicher doch, sie stimmen...Für DICH. aber Du glaubst doch nicht wirklich, dass alle Psychiater Dir erzählen, was sie in ihrer Freizeit tun oder lassen...? Für sie bist Du auch *nur* ein Patient - ob ehemaliger oder Mitglied im Verband... Ich weiss auch wovon ich rede. Ich stelle auch nicht an Abrede, dass Du Erfahrungen machst und gemacht hast, aber sie sind nicht allgemeingültig.
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Schmetterling
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« Antworten #20 am: 24. August 2005, 09:42:49 » |
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mein Therapeut hat ein notebook in seiner Praxis und geht damit schon auch mal ins Internet! Hat er mir selbst erzählt. Ich kann nicht gerade behaupten, dass mir das weh tut. Selbst wenn er sämtliche meiner Beiträge hier lesen würde. Große Geheimnisse hab ich nicht vor ihm und schon gar keine, die ich hier ins Internet stellen würde. Ein bißchen seltsam ist es meist nur, wenn ich irgendwie von ihm rede und er das dann hier liest! Hierin bin ich noch ambivalent. Manchmal ist das ja ganz nützlich, aber auch ziemlich lästig.
@ Wolfgang,
was Deine Aussage angeht, eine Therapie muß "weh" tun, wenn sie Nutzen bringen soll, möchte ich sagen, dass Du hier meines Erachtens das Wörtchen auch vergessen hast. Eine Therapie muß nicht nur weh tun. Wenn man an die schmerzlichen Seiten seines Lebens herangeht, sollte man merken, dass man einen Begleiter (Therapeuten) an seiner Seite hat, der einem das Gefühl vermittelt, auch im Schmerz verstanden und angenommen zu werden.
Schmetterling
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wolfgang
Gast
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« Antworten #21 am: 24. August 2005, 09:45:05 » |
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Ich habe nichts von allgemein gültig geschrieben, außerdem war mein Posting an Schmetterling gerichtet.
Ich bin froh, dass du dich in der Psychiatrieszene im Nördlichen Rheinland-Pfalz so gut auskennst um solche Behauptungen aufzustellen. Ob Patient oder ehemaliger Patient, ich werde jedenfalls mit sehr viel Respekt behandelt.
Herzliche Grüße Wolfgang
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wolfgang
Gast
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« Antworten #22 am: 24. August 2005, 09:47:19 » |
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Hallo Schmetterling, natürlich hast du recht!
Herzliche Grüße Wolfgang
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Seoul
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J. Dean
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« Antworten #23 am: 24. August 2005, 11:02:49 » |
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Ich habe nichts von allgemein gültig geschrieben, außerdem war mein Posting an Schmetterling gerichtet.
Ich bin froh, dass du dich in der Psychiatrieszene im Nördlichen Rheinland-Pfalz so gut auskennst um solche Behauptungen aufzustellen. Ob Patient oder ehemaliger Patient, ich werde jedenfalls mit sehr viel Respekt behandelt.
Herzliche Grüße Wolfgang Wolfgang, Du schreibst Hallo Seoul und meinst den Beitrag von Schmetterling?   ? Das Du mit Respekt behandelt wirst ( wie im übrigen alle Menschen behandelt werden sollten) , davon gehe ich doch wohl aus, dass muss man doch eigentlich nicht besonders herausstellen, oder? Ich habe ja auch nie das Gegenteil behauptet. Ist die Psychiatrieszene im Nördlichen Rheinland-Pfalz etwas besonderes? Hört sich ja fast so an. Was habe ich denn behauptet??? Ich sage doch auch nicht das DU behauptet hast, die Psychiater haben anderes zu tun als im I-Net zu schauen, weil sie lieber ihre Gutachten schreiben. Ich kenne die Medizin / auch die einer Psychiatrie sehr gut. Und da hat nichts mit meiner Krankheit zu tun. Wir sollten nichts überbewerten.....
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Seoul
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J. Dean
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« Antworten #24 am: 27. August 2005, 23:18:48 » |
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Scheint wohl ein Witbold unterwegs zu sein.
Heute morgen wohl einen Clown zuviel gefrückstückt, oder???
Editiert - bezog sich auf den Witzbold, der sich hier registriert hatte um Unfrieden zu stiften.
[Editiert am 31/8/2005 von Seoul]
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