Adele
Beginner

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« am: 24. August 2005, 16:42:31 » |
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Hallo zusammen! Ich schreibe Euch, weil ich hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann. Ich lebe seit einigen Monaten mit meiner Freundin und ihrer Tochter zusammen. Meine Freundin ist ein eher ängstlicher Mensch, ich bin es eigentlich eher nicht - gemessen an "üblichen" Dingen wie fliegen, verreisen, streit mit vermietern usf. natürlich habe ich auch ängste, auch starke wie verlustangst und auch "unbegründete" wie vor mäusen. ihre angst nimmt in letzter zeit jedoch sehr viel raum in anspruch, das heißt es kommen immer mehr dinge, die ihr mehr angst machen, die zeiten, die mit der beschäftigung mit der angst verbracht werden, werden länger. und ich habe den eindruck, je besser wir uns verstehen, desto stärker wird ihre angst. wie kann das sein? vor einigen tagen haben wir das auto in die werkstatt gebracht, wir haben den schlüssel in den briefkastn geworfen, auf dem heimweg bekam sie angst, dass jemand den schlüssel und dann das auto klauen könnte. Zuhause angekommen, meinte sie dann, sie hätte die fenster im auto aufgelassen. ich habe die ganze zeit versucht, ihr anzubieten, wir fahren zusammen zurück oder rufen wen an usf. ich habe aber auch gesagt, dass es mir vorkommt, als wenn sie immer neue probleme und gründe findet und das ganze immer größer und massiver wird. in solchen situationen kommt immer streit auf, völlig unabhängig davon, wie sehr ich mich auf ihre angst einlasse oder sie beruhigen will, natürlich ist der streit eher da, wenn ich ihr etwas kritisches sage und sie nicht in der gewünschten form unterstütze. wäre es richtiger, nichts zu sagen und sie einfach zu lassen? ich bin sicher, einen streit würde es nicht vermeiden. ich habe den eindruck, dass sie diesen streit absichtlich anfängt, indem sie mir unberechtigt scheinende vorwürfe formuliert und mich provoziert, ich glaube absichtlich. es kommt mir vor, als wenn sie aus dem streit dann energie zieht und sich der beängstigenden situation dann eher stellen kann. oder die angst mit beziehungsstreß vertreibt. macht das sinn, kann das sein? es fällt mir schwer, mich gegen ihre vorwürfe und dieses scheinbare muster zu wehren und befinde mich dann immer wieder in einer streitsituation. in. alle strategien, den streit zu vermeiden, greifen nicht. und irgendwann bin ich dann so gekränkt und sauer, dass ich den überblick verliere. das versteht sie als absage an ihre angst und an sie. sie findet mich dann egoistisch und ich würde meine bedürfnisse und gekränktsein in den vordergrund stellen. aber bei mir hallt die streiterei nach und die sätze, die sie dann später als gar nicht so gemeint darstellt, verunsichern mich. wie kann ich da raus kommen, ohne ihr das gefühl zu vermitteln, ich würde mich nicht auf sie einlassen und sie mit ihrer angst allein lassen?
soweit meine beschreibung und fragen. danke fürs lesen und antworten im voraus!
Adele
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