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Sthy
Gast
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« Antworten #2 am: 26. Juli 2004, 17:14:05 » |
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Hallo ihr,ich bin auch der Ansicht das man trotz psychischer Erkrankungen noch etwas aus seinem Leben machen kann und das erreichen was man sich vornimmt.Als ich letztes Jahr mit gerade mal 16 3/4 Jahren in die Kinder und Jugendpsychatrie,die noch dazu genau neben meiner Schule ,die ich besuchte ,war ,dachte ich,ich wäre schon in meinem zarten Alter eine gescheiterte Persönlichkeit,weil ich psychisch krank wurde und in die Klinik kam und sogar 3Monate geschlossen untergebracht wurde.Doch mittlerweile habe ich erkannt,dass dem gar nicht so sein muss.In der Klinik wurde mir sehr geholfen und ich habe Leute kennegelernt ,die teilweise heute meine besten Freunde sind,die wie ich ihren Weg gehen werden,trotz ihrer Probleme,die sie krank werden ließen.Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.Ich denke nach wie vor,das psychisch kranke Menschen,einfach viel sensibler sind,als andere und meistens halt auch sehr intellegent und einfach eine zu gute Auffassungsgabe besitzen und manches Leid,aufrgund ihrer Sensibilität und daraus resultierenden Vulnerablität nicht so verarbeiten können.Manchmal auch Dinge,die den "Normalen" gar nicht so ans Herz gehen.Sie denken oftmals auch mehr an andere ,als an sich und vergessen dabei für sich selbst Sorge zu tragen,wobei man sich nach Jahren halt überlastet,wenn man jahrelang nur anderen zuhört und seine Probleme mit sich selbst ausmachen möchte.Ich habe mit meiner Erkrankung Leben gelernt.Komme jetzt,obwohl ich ich diesem Halbjahr,weil ich so lange geschont wurde,nicht ganz so leistungsfähig war, in die 12 Jahrgangsstufe des Gymnasiums.Habe dennoch ganz zufiedenstellende schulische Leistungen.Muss keine Medikamente mehr nehmen und bin dankbar,das mir in der Klinik geholfen wurde.Ich denke auch,dass ich durch meine Erkrankung viele positive Lebenserfahrungen machen konnte,da man aus jeder Krise gestärkt hinaus geht.Natürlich bin ich halt gehandicapt dadurch das ich auch heute noch manchmal in Ansätzen meine psychische Erkrankung kontollieren und ich mich öffentlich /Schule mit Lästereien auseinandersetzten muss,da ich dazu stehe,das ich in der Klinik war. Aber durch meine Anschlusstherapie lassen sich diese Pobleme in den Griff bekommen.Ich erfreue mich wieder an Kleinigkeiten des Lebens,die man als gesunder Mensch nicht mehr zu schätzen weiß.Und kann sagen das ich Erfahrungen in meinem jungen Leben gemacht habe,die zwar nicht immer schön waren,aber dennoch dafür gesorgt haben,dass ich nichts als selbsverständlich betrachte.Jeder kann auch mit einer Erkrankung sei sie psychischer oder physischer Natur aus eigenem Willen das ereichen,was er sich vornimmt.Man muss halt auch manchmal für sein Glück kämpfen.Liebe Grüße,Sthy.
PS:Finde es gut sich politisch zu engagieren,damit kann man ein Stück weit ja auch etwas ändern und Gutes tun.Machen viel zu wenige.Jeder kann etwas bewegen ,nur die wenigsten versuchen es.
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