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Autor Thema: panikattacken nach ct  (Gelesen 2551 mal)
lucie
Gast
« am: 30. August 2005, 08:41:41 »

hallo zusammen, lese schon eine ganze weile eure beiträge und traue mich jetzt  auch mal. mein mann hat seit einem ct im november letztes jahr panikattacken, er ist 2m gross und 150 kg schwer und passte kaum ins ct. während er drin war, bekam er keine luft mehr und verlor auch den alarmknopf. anfangs waren die angstzustände gar nicht so schlimm, werden jetzt aber zunehmend schlimmer, schlastörungen, atemnot und panikattacken, angst, angst, angst. hat anfangs auch nichts erzählt, aber jetzt wird es immer mehr und er spricht manchmal darüber. kann uns jemand helfen. gruss lucie
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Uschi 2
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« Antworten #1 am: 30. August 2005, 09:11:15 »

Hallo Lucie,,ist dein Mann in Therapie?

so ein CT kann schon einen Angstanfall auslösen,,,
Ich muß ies jedes Jahr machen,,,zur Kontrolle(KOPF_OP)

Aber davon alleine kommen die Angstattacken nicht,,
Es muß tiefer liegen,,,
Geht zu einem guten Therapeuten,,,
Du kannst ja das erste mal mitgehen,,,,

Aber ich finde ersollte unbedingt in Psychologische Behandlung,denn alleine bekommt man so was nicht in den Griff,,,

Wünsche Euch alles Gute,,Uschi
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Beurteile einen Menschen nie nach seiner Fröhlichkeit, ich habe schon oft gelacht, um nicht weinen zu müssen,
Kimba
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« Antworten #2 am: 30. August 2005, 09:50:17 »

Hallo Lucie und herzlich Willkommen...

Ich denke auch das die Angst bei Deinem Mann einen anderen Hintergrund hat...vermutlich war das CT nur der Auslöser für diese Panikattacken...der Tropfen der das Faß zum Überlaufen brachte...

Wenn sich die Angst - welche Gründe sie auch immer hat - staut und man immer alles in sich hineinfrißt...es muß ja irgendwie weitergehen ...dann reicht ein Gedanke,ein Wort,eine Situation,...die Panikattacken sind da und man versteht den Zusammenhang nicht und denkt, wie jetzt vielleicht Dein Mann,...das kann doch nicht sein-es war doch nur ein CT...

Bei mir war es ähnlich,ich dachte diese Angst (damals hatte ich noch nie etwas von Panikattacken gehört),kommt von der Umstellung meiner Blutdrucktabletten...aber die Gründe lagen sehr viel tiefer...

Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft...und vor allem das Ihm schnell geholfen wird!!

Viele liebe Grüße,Kimba
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Wer nicht den Mut zum träumen hat,hat auch keine Kraft zum kämpfen.
Trolli
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« Antworten #3 am: 30. August 2005, 11:14:20 »

Hallo Lucie,

auch ich denke das das CT nur ein Auslöser war. Bei mir war es ein Feuer im Haus meiner Mutter. Ich würde euch dringend raten einen Arzt aufzusuchen und evtl. eine Therapie machen. Je eher desto besser.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg.

Trolli
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Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...
lucie
Gast
« Antworten #4 am: 30. August 2005, 13:13:54 »

hallo alle miteinander, vielen dank für die lieben antworten. bisher habe ich die sache noch gar nicht so ernst genommen, eure antworten geben mir sehr zu denken. aber wie sag ich es meinem mann, er lehnt jeglichen arztbesuch strikt ab, habe das thema schon mal vorsichtig angeschnitten. ich dachte vielleicht kann autogenes training helfen, er nimmt jetzt schon laufend baldrian zum schlafen, das kann ja auf dauer auch nicht in ordnung sein. vielleicht lehnt er eine therapie ab, weil er an nichts rühren will, das könnte schon sein, sein leben war vor meiner zeit ziemlich bewegt. liebe grüsse lucie
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Kimba
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Beiträge: 295


« Antworten #5 am: 30. August 2005, 15:54:18 »

Hallo Lucie

hm...wenn er es strikt ablehnt zum Arzt zu gehen ist es natürlich schwierig...Vielleicht hast Du den gleichen Arzt und es Dir möglich mit diesem über das Problem zu sprechen,ohne das Dein Mann dabei ist...
Die optimale Lösung ist das natürlich nicht,aber Du machst es ja um ihm zu helfen...
Das Problem ist,desto länger er wartet um so weiter breiten sich diese Panikattacken aus...es werden immer mehr Orte und Gedanken damit in Zusammenhang gebracht und es wird ihn immer weiter einschränken...
Er wird dann bald alles meiden,was er mit diesen Panikattacken in Zusammenhang bringt...
Um das zu vermeiden ist schnelle Hilfe eforderlich!!
Glaub mir,ich weiß wovon ich spreche...ich habe es fast 3 Jahre jetzt...ich kann weder arbeiten gehen,ausgehen,essen gehen...
Nichts geht mehr...obwohl diese Sachen doch eigentlich Spaß machen sollten...
Ich habe es zwar geschafft die starken Medikamente abzusetzen bzw.das eine ganz stark zu reduzieren und ein anderes nehme ich nur noch nach Bedarf,wenn die Panik kommt und zu stark ist...aber vieles wäre mir bestimmt erspart geblieben,wenn mir rechtzeitig jemand geholfen hätte...

Bitte bleib dran und versuche Ihn zu überzeugen...

Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück auf diesem Weg!!

Liebe Grüße,Kimba

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lucie
Gast
« Antworten #6 am: 30. August 2005, 22:56:24 »

hallo kimba, danke für die lange anwort, wir sind hier schon am beginn einer diskussion, immerhin redet mein mann mit mir darüber, aber ich muss nun ausloten, inwieweit dies alles bei ihm geht. bisher verharmlost er alles. das mit dem arzt ist eine gute idee. werde mal mit ihm reden. gibt es eigentlich auch ausreden, um die angst wegzublenden, z.b. hat er nachts atemnot durch die attacken, meint aber es kommt von seinem gewicht und will zwanghaft abnehmen, schafft es aber nicht. das ist doch bestimmt auch nur eine form von neurose, oder. um vom eigentlichen problem abzulenken, vielleicht. wir wünschen dir viel kraft, hast du jemand der dir hilft. liebe grüsse lucie
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Kimba
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« Antworten #7 am: 30. August 2005, 23:42:40 »

Hallo Lucie

Ich finde der Beginn einer Diskussion ist ein sehr guter Anfang!!

Ich denke es ist ziemlich normal das Dein Mann versucht das Ganze herunterzuspielen...mir ist es auch sehr schwer gefallen diese Tatsache zu akzeptieren,nach dem Motto:So etwas passiert doch nicht mir-auf keinen Fall...

Auch was Du beschreibst mit der Atemnot,kenne ich nur zu gut...Auch die Erklärungen die Dein Mann dafür sucht-ich denke auch das geht am Anfang fast jedem so...Ich wußte anfangs nicht einmal das es Panikattacken gibt...

Aber das ist das,was ich vorhin meinte,irgendwann wird Dein Mann sich eingestehen was los ist...nämlich wenn alles das was er versucht,nicht hilft (kann ja auch nicht helfen),dann fängt diese Angstspirale an,daß man vor allen Situationen Angst und Panik bekommt,in der man schon einmal so einen Anfall erlebt hat...
Ich hatte zeitweise sogar Angst ins Bett zu gehen,weil ich Angst vor der Atemnot hatte und prompt setzte diese Spirale ein und es ging los...das ist ein Teufelskreis!!

Darum wäre es so wichtig,das er sich schnell helfen läßt...aber wenn Du Ihn zu sehr drängst wird er noch mehr abblocken...Du kennst Ihn am besten und wirst wissen wann es Ihm zu viel wird...

Ich denke das Du Dich in dieser Situation sehr hilflos fühlst...vielleicht hilft es Dir,wenn ich Dir sage,daß es über Panikattacken sehr viele Bücher gibt,die nicht nur für Betroffene sondern auch für Angehörige geschrieben sind...ich habe sehr viele gelesen und das hat mir wirklich geholfen,viele Tipps wende ich heute noch an!

Sehr gut fand ich das Buch "Angstfrei leben" von Lucinda Bassett das findest Du auch wenn Du hier auf die Startseite ins Forum gehst auf der linken Seite...sehr gut fand ich auch "Die Angst aus heiterem Himmel".Aber wie gesagt,es gibt noch sehr viel mehr und gefallen und ein Stück weit geholfen haben sie mir alle!

Vielleicht ist das ein Stück weit Hilfe für Dich...solange Du Deinem Mann nur indirekt helfen kannst?!

Wenn Du noch Fragen hast,kannst Du Dich gerne nochmal melden,hier im Forum oder schick mir eine Nachricht,ok?

Und vielen lieben Dank für die Kraft-Grüße...ja,ich habe Gott sei Dank einen sehr lieben Mann der mich unterstützt und ohne den ich es soweit wie ich heute bin nicht geschafft hätte...

Viele liebe Grüße,Kimba
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lucie
Gast
« Antworten #8 am: 31. August 2005, 07:01:57 »

hallo kimba, danke für die nochmals ausführliche antwort, es ist schon etwas anderes, wenn jemand aus eigener erfahrung spricht. ich werde dich auf dem laufenden halten. liebe grüsse lucie.übrigens seit ich mich vermehrt um diese sache kümmere, schläft mein mann besser. nochmals liebe grüsse
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suite
Gast
« Antworten #9 am: 31. August 2005, 08:32:33 »

Liebe Lucie,

wenn es Dich nicht zu sehr überfordert, denke ich ist es für Deinen Mann auch eine große Hilfe , das er sieht und spürt das Du ihn ernst nimmst mit seinen pa´s. Ihm das Gefühl zu geben da zu sein, zu verstehen, nicht allein gelassen zu werden mit diesen "unbekannten" Problemen , mit all den Ängsten die ans Licht kommen, ist eine große Hilfe.
Auch zu erkennen das er nicht allein, oder verrückt ist, das es viele Menschen mit diesen Symptomen gibt, die mitten im Leben stehen oder standen, ist wichtig.
Die Zeit bringt dann vielleicht auch das Verständnis zur Hilfe, zur Therapie oder einem Arztbesuch.
Wünsche Euch Beiden!!! viel Kraft

lg
sita
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Kimba
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Beiträge: 295


« Antworten #10 am: 31. August 2005, 19:00:50 »

Hallo Lucie

Vielleicht sind das schon die ersten Erfolge...

Er merkt das Du ihn ernst nimmst...das Du Ihm helfen möchtest...

Alleine diese Tasache kann schon sehr beruhigend für Ihn sein...er merkt das er nicht alleine ist und sich nicht vor Dir verstellen braucht...

Mach weiter so...!

Viele liebe Grüße,Kimba

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lucie
Gast
« Antworten #11 am: 02. September 2005, 07:09:53 »

danke für die lieben antworten, leider war die letzte nacht wieder schlimm, aber es stimmt schon, wir müssen einfach auch darüber reden. wie geht es euch, alle brauchen viel kraft und mut, aber schon die tatsache, dass man hier schreiben kann, hilft. liebe grüsse lucie
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RuaSalvia
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« Antworten #12 am: 16. Juli 2006, 22:17:06 »

Servus !

Ich muß erst mal nachfragen: War's tatsächlich eine CT-Untersuchung, also in einem Computer-Tomographen, der so'n bißchen wie ein Donut aussieht, oder war's eine Magnet-Resonanz-Tomographie, kurz MRT oder Kernspin in einer "Röhre", wo's laut klopft ?

Ich frage deshalb, weil man das leicht durcheinander bringen kann und eine Panikattacke eher in der "Röhre" ausgelöst wird - dann würde ich sagen, dein Mann hat Angst vor engen Räumen, dazu noch die Rückenlage, die ihn vermutlich ein bißchen in Atemnot versetzt hat und der gesteigerte Blutdruck im Kopf / Brustbereich, plus die Angst, es könnte eine schlimme Diagnose 'rauskommen... da kann einem schon ganz anders werden.
Und damit steht er wirklich nicht alleine da - ich arbeite seit jahren mit beiden o.g. Geräten und hatte schon oft Patienten, die kaum untersucht werden konnten, wofür ich auch Verständnis habe.

Wenn's gar nicht mehr besser wird hilft nur eins: Das ganze nochmal, aber langsam 'rantasten und evtl. unter psychotherapeutischer Betreuung.

Viel Glück !!

Rua
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verrückt sind nur die anderen ;O)
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