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Autor Thema: Binge Eating Störung  (Gelesen 2260 mal)
beltane
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Beiträge: 58



« am: 23. September 2005, 12:08:47 »

hallo,
am Montag wurde mir von meiner Thera eröffnet, dass sie mich nicht weiterbetreuen kann.. Sie hat das fein umschrieben, es geht darum dass mein Antrag auf Weiterführung nur genehmigt werden kann wenn abgeklärt wird, ob andere, weitreichendere Maßnamen nicht sinnvoller sind. Deshalb muss ich nu bei einem Psychater vorsprechen und höchstwarscheinlich werde ich nicht zu meiner Thera zurückkehren können.
Vor kurzem hatte ich erst nen thread dazu verfasst, dass ich nicht weiss ob das mit ihr noch Sinn macht. Nun hat es sich von alleine geregelt aber das macht mir wiederrum große Angst, zu jemand neuen zu gehen, noch dazu zum Psychater, ich dachte, ein  "wenig" Psychotherapie und ich schaff das alleine. ich empfinde es als sehr schlimm, je mehr ich an mir arbeite desto mehr Dinge tauchen auf, die ich scheinbar nicht bewältigen kann.
Erst vor kurzem musste ich schmerzlich erkennen, dass mein Leben von Zwängen beherrscht wird und nun am Montag sprach mich meine Thera auf mein Gewicht an, es war mir sehr peinlich weil ich selber weiss dass ich in sehr kurzer zeit sehr viel zugenommen habe. Sie fragte mich nach meinem Essverhalten und ich traute mich kaum ihr zu sagen, dass Essen in den letzten Monaten zu einer Esatzbefriedigung geworden ist. Ich habe mir immer vorgemacht, ich esse halt gerne, mach ich ja auch aber sie hat mir deutlich gemacht dass das nicht normal ist.
Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer dazu neige dicklich zu werden, mit 15 habe ich 75 kilo gewogen, was aber daruf zurückzuführen ist dass mich meine Omi immer so gut gefüttert hat. Dann kam meine erste Kriese und ich nahm in nem halben Jahr 25 kilo ab, sah auch sehr krank aus die zeit. Nun geht es mir wesentlich besser als damals in der zeit und ich dachte, na jetzt nehm ich eben wieder etwas zu. Aber aus diesem etwas wird immer mehr, die Waage habe ich entsorgt um mich in der Sicherheit zu wiegen, dass das alles noch normal ist. Nur.. es wird immer schlimmer, ich esse nicht nur mehr wenn es mir schlecht geht, denn da es mir immer mehr oder weniger schlecht geht, tue ich eigentlich nichts anderes als essen und rauchen. Noch eine Ersatzbefriedigung.. nach dem Essen muss ich rauchen und dann wieder essen und danach eben wieder rauchen.
Bei meiner Thera ist der begriff "Binge eating Störung" gefallen, ich habe mich schon im Netz darüber informiert aber irgendwie will ch es immer noch nicht wahrhaben alles. Brauche ich wirklich in so vielen Bereichen Hilfe, warum kann ich das dnen nicht allein schaffen??
Weiss langsam nicht mehr was ich tun soll, so viele Dinge zu tun aber ich kann mich einfach nicht aufraffen, bin wie gelähmt. keine Kraft mehr...

traurige Grüße

beltane
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sonne
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Beiträge: 64



WWW
« Antworten #1 am: 25. September 2005, 10:22:54 »

hallo beltane,

ich weis,wenn man einmal mit dem essen probs hat,dann
kommt man fast nicht mehr raus.
die probs versucht man mit essen zu bekämpfen.
rede aus erfahrung habe magersucht und bulimie.
ess alles in mich rein,dann geh ich k.....  .
kennst du das auch?

und allein können wir es leider nicht schaffen, wie du siehst,man kommt immer weiter in die krankheit rein.
lass dir doch von alen seiten helfen,wirst sehen,es tut dir gut.
liebe grüsse,
moni
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beltane
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« Antworten #2 am: 26. September 2005, 12:49:39 »

hallo Sonne,
danke für deine Antwort.
Erbrechen tu ich nicht, habe auch Angst, dass das irgendwann anfängt..
Manchmal fühle ich mich nach den Essen so voll, dass ich oft daran denke es auszuk... aber bisher ist es ausser einzweiMal nicht dazu gekommen.
Heute habe ich wieder Therapie, werde es mal ansprechen, was ich denn tun kann um meine Motivation zu stärken um einen Ausweg zu finden.
Habe mir auch ein Buch über Ayurveda und nahrungsumstellung gekauft, ich bin eh empfänglich für alternative Ideen, vielleicht schaffe ich es ja dadurch bewusster zu essen und ein wenig licht in mein Verhalten zu bringen.
Hoffe trotzdem, dass ich jemanden finde, der mir weiter helfen kann, wenn ich bald den Arzt und Therapie wechseln muss.
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mufti
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« Antworten #3 am: 26. Juli 2006, 11:07:18 »

hallo beltane,

ich leide genau an dem gleichen problem wie du.....heute ist auch das erste mal für mich, dass das ganze einen namen bekommt. viele, die so viel essen, leiden meistens an bulimie. ich hab manchmal das gefühl, dass keiner verstehen kann, dass diese mengen dann auch drinbleiben...aber erbrechen wollte ich noch nie. im grunde esse ich ja auch gern, aber wenn man dann nicht mehr aufhören kann, keine zufriedenheit und kein sattgefühl mehr kennt, dann wird es einfach zur qual. ich glaube, für mich ist das die einzige möglichkeit, meine probleme zu kompensieren...einfach alles runterschlucken.
ich wünsch dir jedenfalls, dass du das in den griff kriegst...ich glaube nicht, dass wir zu den menschen gehören, wo es irgendwann "klick" macht. ich hasse diesen spruch.
ich wünsch dir alles gute

lg mufti
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beltane
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Beiträge: 58



« Antworten #4 am: 26. Juli 2006, 13:00:29 »

hallo Mufti,
ist ja schon etwas her dass ich diesen post aufgemacht habe... In der Zwischenzeit hat sich bei mir einiges getan.. Ich habe einen neuen Job und das heisst, dass ich zum Glück nicht mehr den ganzen Tag zu Hause rumsitze und mich ständig am Kühlschrank vergehen kann. Am Anfang war es echt hart an der Arbeit, durch die Mengen an Essen, die ich verdrückt hatte bekam ich dort nach kurzer Zeit so einen Hunger dass ich dachte ich fall einfach tot um, weil ein riesiges Loch in meinem Körper war, mein riesiger leerer Magen. es drehte sich am Anfang alles nur um die Pausen und wie ich da was zu Essen bekomme ( von den Panikattacken mal ganz abgesehn, aber das ist ein anderes Thema..)
Nach und nach hat sich das aber irgendwie gegeben, erstmal habe ich nur eine große Pause und dann nur jede zwei Stunden 5min Raucherpause und da muss ich mir dann überlegen, was ich tue.. essen oder Rauchen, meistens rauch ich dann eine. Vor gut zwei Monaten habe ich total den Anfall bekommen wegen meinem Gewicht.. ich hab den ganzen Schrank voller Klamotten und pass nirgends mehr rein. Deswegen hab ich ne Diät angefangen, aber nach kurzer Zeit abgebrochen, weil ich gemerkt habe dass das nicht der richtige Weg für mich ist. Die Heisshungerattacken wurden echt unerträglich und es gab nur Rückschläge..
Deswegen hab ich mir jetzt gesagt, scheiss drauf, auch wenns lange dauert, ich mach mir nen Plan und zieh den nach und nach durch. Erstmal stelle ich die Ernährung so gut es eben geht um ( es gibt ja noch diese kleinen Glücklichmacher wie Schokolade oer im Mom. ist es bei mir gaaanz viel selbstgemachtes Eis). An der Arbeit hab ich eh keine Zeit, mich großartig beim Pizzamann oder ähnlichem anzustellen und so kauf ich mir beim Einkaufen immer ne Palette leichten Frühlingsquark, Karotten, Paprika und so kleine Gürkchen und die nehm ich dann mit an die Arbeit. Bei der Hitze und dann frisch ausm Kühlschrank gar nicht mal so schlecht!!! Oder ich mach mir ein Vollkornbrot und ne Schüssel Gurkensalat und nehm das mit an die Arbeit. Wenn die Pause anfängt, sterbe ich bereits vor Hunger und dann schmeckt selbst ne Karotte irgendwie total gut Smiley
Abgenommen habe ich noch nicht wirklich, aber was solls.. ich merke dass ich nicht mehr so abhängig bin vom Essen. Manchmal geht es natürlich noch mit mir durch, wie jetzt gerade da gibt es gleich nicht nur Salat sondern auch nen Teller Pommes *schäm* aber wenigstens nicht ne ganze Tüte Zwinkernd
Im Grunde ist das maßlose essen einfach nur eine Verlagerung.. einfach alles runterschlucken, wie du schon gesagt hast. Aber im Grunde wollen wir das gar nicht, wir wollen doch nicht wirklich alles runterschlucken, die ganzen Probleme, den Stress, das Unverständnis, wir tun es nur weil wir es so oft tun müssen. Im Grunde hat das mit dem Essen gar nix zu tun, das ist nur zum Kompensator für den ganzen Scheiss geworden.
 vielleicht isst du gerne aber das ist auch schon alles und ich habe die Erfahrung machen können, dass das mit Maß und Achtsamkeit auf das was man isst, viel leckerer ist.  Ist ja auch klar, bei den Massen die ich gegessen habe war es eigentlich egal wie es schmeckt, haupsache es schmeckt irgendwie und es füllt.. Wenn diese Momente kommen schnapp ich mir meine dann sehr verhasste Karaottenschale und mampfe eine nach der anderen, meistens habe ich nach der dritten keine Lust mehr auf die dämlichen Karotten, bin total frustriert, aber weiss dass ich gesiegt habe:)
In den nächsten Monaten kommt das elendige rauchen drann, das kotzt mich schon so lange an.. es geht eben nicht alles sofort, aber ich glaube, wenn man sich einen Plan macht und das wirklich schaffen will, dann schafft man es früher oder später auch. Man muss nur durchhalten, ist ja überall so. scheiss Leben, aber was solls.. weitermachen!
man bin ich heute positiv *g*kann sich zwar schlagartig ändern, aber mein Ziel möchte ich trotzdem nicht verlieren.
Also, packen wir uns alle mal an den Haaren und ziehen uns selber ein Stück aus dem Sumpf und wenn das gerade nicht geht, dann klappt es vielleicht morgen!!

Grüße
beltane, die jetzt versucht mehr Salat als Pommes zu essen...

[Editiert am 26/7/2006 von beltane]

[Editiert am 26/7/2006 von beltane]
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danielamelanie
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« Antworten #5 am: 05. November 2006, 13:47:58 »

hallo zusammen

Ich bin selber nicht betroffen, allerdings meine beste freundin. Sie ist 1.65m und wiegt nur noch 38kg.
Ich bin in ihrer Umgebung der einzige Mensch dem sie zu 100% vertraut. Ich habe ihr angeboten mir briefe zu schreiben, weil es ihr so schwer fällt über sich und ihre gefühle zu reden, das macht sie auch regelmäßig nur, das was in den briefen steht macht mich fertig. Ich bin froh, dass sie mir gegenüber so offen ist , aber ich habe immer angst falsch darauf zu reagieren. ICh habe jetzt überlegt, ob ich mit diesen briefen zu einer beratungstelle für essstörungen gehe und mir helfen lasse- damit ich weiß wie ich richtig darauf eingehe. Was haltet ihr davoN?

lg und danke schonmal
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Anndra
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Beiträge: 296



« Antworten #6 am: 05. November 2006, 17:56:35 »

Hallo,
ich finde es richtig,dass du dir Hilfe suchen willst,denn es hilft niemandem,wenn du auch noch an der Last deiner Freundin zerbrichst.Googel doch mal über Essstörungen.Hab ich auch schon gemacht.Gibt einige recht interessante Foren zu diesem Thema.
Auch eine Beratungsstelle ist natürlich eine gute Möglichkeit.
Sei nur vorsichtig mit den Briefen deiner Freundin!Ich glaube es wäre nicht gut,wenn du diese persönlichen Gedanken weiter trägst.Unter Umständen würde deine Freundin ihr Vertrauen in dich verlieren und das wäre sehr schade.
Am Besten wäre es wahrscheinlich,wenn du deine Freundin überzeugen könntest mit dir in eine Beratung zu gehen.Meiner Meinung nach jedenfalls.
Merken denn die (wie alt seid ihr eigendlich?) Eltern oder Freunde deiner Freundin nicht,dass sie viel zu dünn ist?
Ich meine 38 Kg ist schon arg wenig! Nur zum Vergleich:Meine Tochter ist 12 Jahre alt,158 cm groß und wiegt 48 Kg und ist völlig normal entwickelt,nicht zu dick und nicht zu dünn.

Liebe Grüße
Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
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