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Autor Thema: zum nachdenken  (Gelesen 1614 mal)
loopi
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Beiträge: 100


« am: 09. Mai 2004, 07:01:00 »

Der lange harte Weg

Der Versuch das Leben ohne Alkohol zu gestalten ist ein harter Weg mit Fallen und Aufstehen. Manch einem fällt es leichter, ein anderer wieder muss schwer kämpfen. Die Außenwelt will von diesen Problemen nichts wissen - es wird oftmals dumm und unbegreiflich reagiert. Wir trockenen Alkoholiker müssen oft die Zähne zusammenbeißen. Es kommt auch vor, dass Menschen Spaß daran haben, wenn wir rückfällig werden. Manche Menschen bewundern uns auch. Es tut sich die Frage auf: Warum bin ausgerechnet ich es, der nicht mit Alkohol umgehen kann? Die Antwort darauf ist für mich unterschiedlich: 1. Ich habe beschlossen, nicht mehr zu trinken. 2. Ich probiere nicht mehr zu trinken und das geht mit Fallen und Aufstehen. 3. Wer rückfällig ist oder war darf nicht verzweifeln sondern sollte ehrlich zu sich selbst sein.
Niemand ist vor dem Rückfall sicher - jedem kann es passieren.
Unser Problem ist der Alkohol und wir müssen konstant auf uns achten. Es ist ein harter Weg, aber er ist zu schaffen - mit Selbsthilfegruppen und Kontakt zu Gleichgesinnten. Auch sollten wir auf Ratschläge von anderen Betroffenen hören. Ein anderes (neues) Leben aufzubauen ist sehr schwer. Ich stelle mit oft die Fragen: Muss es so weitergehen? Ist es die Mühe wert? Meine derzeitige Antwort darauf ist "ja". Ich will nüchtern bleiben. Nüchtern werden oder sein ist ein langwieriger Prozess, jeder sammelt dabei seine persönlichen Erfahrungen. Manch einer sieht es durch die "rosa Brille" und manch einer sieht es schwarz.

Das Nüchtern sein ist eine Sache für sich und mit dem Rest muss ich noch lernen umzugehen und das ist dann der "lange harte Weg".
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lebe jeden tag deines lebens so, als wäre es dein letzter.
roswitha
sharon
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Beiträge: 508



« Antworten #1 am: 09. Mai 2004, 08:28:34 »

Hallo, ich bin trockene Alkoholikerin , bin mit und bei AA trocken geworden.
Was mir auffällt ist, dass du so den langen schweren Weg im Auge hast,in AA schaut man immer nur auf einen tag, das heute, den kann ich überblicken, 24 Stunden kann ich trocken bleiben.

Wenn ich zuviel vor mir aufbaue kommt zuviel Spannung auf, ich neige auch dazu, bis lebensende zu denken, aber leichter wird es, wenn ich nur jetzt denke, Heute geht es , was morgen ist, weiß ich nicht.

Und die AA sagten auch, nicht kämpfen, ich darf trinken, ich tue es jetzt für 24 Stunden nicht.
Mit dem kampf, zu dem ich auch neige, verleirst du deine kraft.

bei mir ist es lange her, ich bin trocken, es heißt nicht, dass ich nüchtern bin im Denken und so.

An Alkohol muß ich schon jahrelang garnicht mehr denken, irgendwie ist er als Lösung ausgeschieden, auch wenn es mir dreckig geht.
Der Gedanke, jetzt säufst du dich zu, ist weg, es ist einfach geschehen.

sharon
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ich kenne das helle
ich kenne das dunkle

die sehnsucht schweigt
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