Schmetterling
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« am: 12. Oktober 2005, 14:05:33 » |
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Hallo,
mal eine Frage, die nur entfernt mit Therapie zu tun hat: Sagt ihr eigentlich eueren Therapeuten was euch an ihnen stört?
Meiner, z.B., ist ein herzensguter Mensch und man kann über alles mit ihm reden und fühlt sich immer verstanden. Eine negative Angewohnheit hat er aber doch:
Er sitzt besonders gerne bei weit geöffnetem Fenster im dicken Wollpullover im Therapiezimmer. Mich nervt das ein bißchen, weil ich nach der Arbeit zur Therapie gehe und nicht erst nach Hause gehen kann, um mich umzuziehen. Jetzt ist es normalerweise noch nicht soooo kalt, dass man im Wollpullover in die Arbeit gehen müsste und ich ziehe mich, der Jahreszeit entsprechend, normal an.
Nun, als ich letzte Woche bei ihm war, standen wieder mal sämtliche drei Fenster des Zimmers sperrangelweit offen. Er saß im dicken Wollpullover eingemummt auf seinem Stuhl. Ich trug ein Jeanskostüm und nach einer Viertelstunde war mir dementsprechend kalt. Ich zeigte ein bißchen Frösteln, doch nichts passierte. Das Fenster blieb die ganze Stunde offen! Was hättet ihr gemacht? Hättet ihr das Problem angesprochen? Ich hab nichts gesagt und hab die Kälte durchgestanden, aber bei dem Gedanken, dass mir das jetzt öfter passieren könnte, ist mir garnicht besonders wohl. Er zeigte dieses Verhalten schon öfters, besonders, wenn es in der Übergangszeit nochmal einen sonnigen Tag gibt. Wenn es dann stürmt und schneit, ist er meist wieder einsichtig. Ich freue mich ja auch, dass die Sonne nochmal so schön scheint, aber um 16.00 h, wenn mein Termin ist, ist es doch schon recht kühl in einem Zimmer, das zur Ostseite rausgeht.
Nun meine Frage: Müsste ein Therapeut nicht von sich aus merken, dass eine Klientin friert, die nicht gerade im dicken Wollpullover vor ihm sitzt (außerdem hatte ich kalte Füße, weil man bei ihm immer die Schuhe ausziehen muß!)? Ich habe manchmal den Verdacht, er macht das mit Absicht, um zu provozieren, dass ich das Problem anspreche. Provozieren lassen möchte ich mich von ihm aber nicht! Was also tun? Weiterfrieren?
Schmetterling
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Schmetterling
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Beiträge: 83
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« Antworten #1 am: 13. Oktober 2005, 21:14:44 » |
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Hallo zusammen,
danke für euere Antworten.
Ich habe morgen wieder einen Termin bei ihm und weil das Wetter immernoch gut ist, werde wohl auch wieder ein gutgelüftetes Zimmer vorfinden. Naja, ich spreche wohl das Problem wirklich besser an, als dass ich zurück provoziere. Eigentlich habe ich dieses Problem alle Jahre wieder. Wenn ich mich endlich dazu durchgerungen habe, etwas zu sagen, schließt er das Fenster auch sofort. Aber ich muß halt immer etwas sagen. Von selbst kommt der auf nichts...(ist wohl ein heimlicher Wunsch von mir, dass er von selber merken würde, dass mir kalt ist).
Grüße euch alle Schmetterling
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sternschnuppe
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« Antworten #2 am: 13. Oktober 2005, 19:11:12 » |
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Hallo Schmetterling,
spreche den Therapeuten an. Sage ihm das es dir zu kalt ist, selbst wen er sehen will wie du reagierst. es geht ja auch darum Deinen Willen zu formulieren, und es zu äussern.
Ich hatte das auch mal bei der thera, ich habs gesagt und gut war es.
Gruss sternschnuppe
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karlchen
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« Antworten #3 am: 12. Oktober 2005, 14:23:55 » |
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Hallo Schmetterling,
ich würde es ihm sagen, Du solltest Dich bei der Stunde auch "wohl" fühlen. Mag sein, dass er es mit einem gewissen Vorsatz macht, vielleicht bemerkt er aber auch einfach nicht, dass es Dir unangenehm oder zu kühl ist.
Dies herauszufinden ist aber einfach. Sprich ihn direkt darauf an, sonst könnte es Dir passieren, dass Du Dir nen Schnupfen einfängst ;-)
Liebe Grüße
Karl(chen)
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*Nicht alle sind glücklich die glücklich scheinen, manche lachen nur um nicht zu weinen*
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Phoenixchen
Gast
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« Antworten #4 am: 12. Oktober 2005, 14:39:36 » |
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Hallo Schmetterling,
klar, so als Schmetterling im Herbst, das ist schon ein bisschen frisch! :-) Vermutlich ist dein Therapeut tatsächlich einfach nur ein Frischluftfanatiker; ich könnte mir aber trotzdem vorstellen, dass er "absichtlich" nicht reagiert, wenn du körperliches Frösteln zeigst, aber nichts sagst. Ich denke, du solltest das auf jeden Fall ansprechen, alleine schon als Übung für ähnliche Situationen. Denn häufig warten wir doch umsonst - wie Kinder - darauf, dass jemand unsere Bedürfnisse erkennt und in unserem Sinne handelt.
LG Phoenix
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karlchen
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« Antworten #5 am: 13. Oktober 2005, 13:31:40 » |
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Hallo Uli,
sehe ich genauso
liebe Grüße
Karl(chen)
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karlchen
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« Antworten #6 am: 13. Oktober 2005, 13:27:31 » |
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Hallo Schmetterling,
kann Phoenixchen nur zustimmen.
Entscheidend ist, dass DU Dich wohlfühlst und DEINE Bedürfnisse mitteilst. Selbst wenn er Dich provozieren möchte, was ich nicht glaube, tut er dies doch nur aus dem Antrieb heraus, Dich etwas zu "kitzeln" damit Du es bist die ihre Bedürfnisse mitteilt.
Teil sie ihm mit und Du wirst sehen wie gut Du dich anschliessend fühlst. Weil Du es warst der etwas unternommen und erreicht hat.
Liebe Grüße
Karl(chen)
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*Nicht alle sind glücklich die glücklich scheinen, manche lachen nur um nicht zu weinen*
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Blackmag
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« Antworten #7 am: 13. Oktober 2005, 13:27:51 » |
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Hallo Schmetterling, ich kann mir gut vorstellen, daß dein Therapeut sich da garkeine Gedanken drüüber macht, wie seine Patienten auf offene Fenster , bzw. kühlere Räume reagieren. Theras sind auch nur Menschen mit ihren eigenen Macken - z.B. Frischluftfanatiker, An deiner Stelle würde ich , wenn das nochmal vorkommt und du anfängst zu frieren, ihn einfach darauf hinweisen. Vermutlich ist er sogar so intensiv am zuhören, daß er garnicht registriert hat, daß es dir zu kalt wurde.
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......und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer!
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Phoenixchen
Gast
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« Antworten #8 am: 13. Oktober 2005, 13:21:46 » |
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Hallo Schmetterling,
hm, ich denke, dass du einfach dafür sorgen solltest, dass es dir gut geht - nicht nur beim Therapeuten. Eigentlich ist es doch egal, ob er dich provozieren will oder nicht. Du frierst, also "verlierst" du; auch wenn du das Gefühl hast, ein bisschen zu gewinnen, weil du dich nicht provozieren lässt. Ich kenne dieses Denken, aber ich halte das für einen falschen Stolz, der dich evtl. auch in anderen Bereichen behindert. Hab den Mut, deinen Therapeuten darauf anzusprechen; du kannst es ja witzig formulieren, weil es ja nichts Schlimmes ist. Und durch solche vermeintlichen Banalitäten ergibt sich doch auch oft ein persönlicheres und besseres Verhältnis. Du bist nicht schwach und machst dich nicht klein, indem du anderen deine Bedürfnisse mitteilst!
Liebe Grüße Phoenix
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Schmetterling
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« Antworten #9 am: 13. Oktober 2005, 13:13:27 » |
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Hallo Karlchen, hallo Phoenixchen,
ihr habt ja sooo recht... Ich hatte es mir ja schon gedacht, dass mir keine andere Wahl bleiben wird, als das Problem anzusprechen. Aber genau das wollte ich eigentlich nicht. Ich denke, dass er mich provozieren will und habe eigentlich keine Lust mehr, mich von ihm provozieren zu lassen.
Andere Möglichkeit:
Ich nehme mir das nächste Mal einen dicken Wollpullover oder eine Kuscheldecke mit zur Therapie!
Was haltet ihr davon?
Schmetterling
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