Home | Forum
Mittwoch, 23. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
23. Mai 2012, 20:20:33 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie???  (Gelesen 1911 mal)
candy
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 76



« am: 23. Oktober 2005, 19:52:11 »

hallo ihr lieben...

ich habe nun seit fast zwei jahren eine generalisierte angsstörung....am anfang war es so schlimm, dass ich mich gar nicht mehr aus dem haus getraut habe.....ich habe nach kurzer zeit eine sieben wöchige stationäre  gruppentherapie mitgemacht (keine psychiatrie). danach bin ich zu einer psychologin weiter vermittelt worden, die auf der selben basis arbeitet (gesprächstherapie)

seit juli 2004 bin ich nun schon bei ihr behandlung....meine erfolge sind mäßig..also ich habe schon fortschritte erzielen können wie z.B dass ich mich schon wieder raus traue.....mit der bahn fahre...ab und zu in die uni gehe.....einkaufen etc.....das nötigste und lebensnotwendigste eben...

was aber noch gar nich geht...sind alle dinge die eigentlich spaß machen: kino, kaffe trinken, feiern, mit leuten treffen, öffentliche plätze....ich bekomm immer noch die totale krise, wenn ich irgendwo hin gehen muss, wo menschen mengen sind....wo man mich sehen könnte etc....

ich weiß, dass man die situationen immer wieder üben muss, damit sich der körper dran gewöhnt und die angst bei jedem mal weniger wird.....bei einigen sachen klappt es ja ganz gut (s. oben)

aber ich bin nun am zweifeln ob die therapieform die richtige is.....es hilft mir schon...aber die fortschritte sind sehr mäßig..meiner meinung nach....ich habe oft gelesen, dass verhaltenstherapie eine gute therapie ist...weil man sich der angstauslösenden situation direk aussetzen muss...mit einer kompetenten person, die ein unterstützt....ich weiß auch, dass ich die angst alleine durchstehen muss und dass sie mir niemand nehmen kann, aber ich denke es is leichter, wenn man bestimmte dinge einsetzen kann, um sich dem besser stellen zu können

mir ist aber auch die gesprächsttherapie wichtig...weil ich damit die ursachen finde und bearbeiten kann.....obwohl ich mit der psychologin nicht so richtig klar komme.....

was soll ich nur tun? vielleicht könnt ihr mir von euren erfahrungen berichten? ich muss das selber entscheiden...das ist mir auch klar...aber paar meinungen von euch ären mir schon wichtig.....denn leider gibt es ja nur eine theraoieform und nicht beide kombiniert (jedenfalls nicht für mich)

liebe grüße

candy
Gespeichert
BlueLuna
Juniormember
**
Beiträge: 20



« Antworten #1 am: 23. Oktober 2005, 22:01:16 »

Hallo Candy,


ich bin seit etwa November 2004 in Therapie. Ich hatte erst Depressionen und danach setze die Angst ein, und seit kurzem sind leider auch PAs dazugekommen. Bei mir ist vor allem ein Problem, dass ich Neurodermitis und Allergien habe und meine Ängste damit verbunden sind. Aber in meiner Vergangenheit ist auch ziemlich viel Sch? passiert und die muss ich irgendwie verarbeiten.
?Einfache Sachen? gehen bei mir auch ganz gut. Aber manchmal auch nicht und ich kann dann die Wohnung nicht verlassen. Auch rausgehen wenn es dunkel ist oder gar dann die Öffis benutzen geht gar nicht. Und in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen halte ich es kaum aus (ziemliches Problem im Studium), wenn überhaupt dann nur wenn ich mich neben die Tür setze. Auch habe ich ziemliches Problem mit Menschen in Kontakt zu kommen. Deswegen bin ich viel zu oft allein und die Einsamkeit ist wie ein Multiplikator für meine Ängste.
Bei mir ist die Therapie wohl so eine Mischung. Hauptsächlich ist es Gesprächstherapie, aber sie macht auch Verhaltenstherapie, wenn es gerade in den Kontext passt oder ich ein aktuelles Problem habe.
Aber ich komme gut mir ihr klar und das denke ich, ist besonders wichtig. War vorher auch schon hin und wieder, besonders in Kuren, bei Therapeuten. Die eine war voll ungeduldig und total genervt, weil ich bei bestimmten Sachen immer noch nicht (nach 5 Wochen) weiter war.
Ich denke, dass ein gutes Verhältnis zum Therapeuten sehr wichtig ist um Fortschritte zu bekommen. Weil diesem Menschen muss ich voll und ganz vertrauen können, weil man sich ja sozusagen ?nackig? macht. Wenn ich kein gutes Gefühl hätte oder mich nicht verstanden fühlen würde, könnte ich nicht wirklich ehrlich sein.
Auch weiß ich, durch mein Studium und durch Therapeutin, dass die Konfrontationsmethode sehr umstritten ist. Sie ist nicht für jeden geeignet und kann, beim Falschen angewendet alles nur noch schlimmer machen. Ich kann aber nicht beurteilen, wann man es ist oder nicht.
Hast du deine Therapeutin schon mal drauf angesprochen?
Ich denke, es dauert aber auch lange, bis man die Ängste in den Griff bekommt und dass du schon Fortschritte feststellst ist doch sehr gut.
Ich bin wohl gerade in der Phase der Therapie, wo es erstmal schlechter wird, bevor es (hoffentlich!!!!) bergauf geht.

Einen wirklichen Rat, was du tun sollst kann ich dir leider nicht geben. Aber vielleicht kann dir ja meine Schilderung etwas weiterhelfen.

VlG, BlueLuna

Gespeichert
Alue
Stammposter
****
Beiträge: 313



WWW
« Antworten #2 am: 24. Oktober 2005, 18:00:09 »

Hallo Candy,

oft ist die Therapiemethode gar nicht mal so entscheidend für den Erfolg. Was wirklich wichtig ist, ist dass Du mit der Therapeutin klarkommst - und das scheint bei Dir ja nicht der Fall zu sein. Kannst Du das genauer beschreiben, weshalb Du ein Problem mit ihr hast?
Vielleicht wäre es an der Zeit, die Therapeutin zu wechseln. Du wirst sehen, auch wenn Du eine Gesprächstherapie machst... wenn Du die Gründe kennst und in der Therapie vorankommst, wirst Du auch Mut bekommen, Dich den angstauslösenden Situationen zu stellen.

Gruß
Alue
Gespeichert

Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
candy
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 76



« Antworten #3 am: 24. Oktober 2005, 23:38:22 »

hallo blueluna!!

danke für die antwort!! irgendwie hat mich dein post unsicher gemacht....auf der einen seite bin ich bestärkt in dem gedanken, dass eine kombinierte therapie das beste wäre....aber es verunsichert mich, dass deiner meinung nach verhaltenstherapie umstritten is......aber um die ängste draußen in den griff zu bekommen muss ich mich doch auch mit dem konfrontieren!?? is doch letzendlich auch nix anders ...nur mit professioneller unterstützung....

woher soll ich denn wissen wie es is, wenn ich es nich probiert hab!!? menno....denke ja auch , das gesprächstheraoie eine gute sache is, aber nur mit dem richtigen psychologen......frag mich manchma ob es auch an mir liegt.....so kommt es mir manchma vor.....ich habe das gefühl ich muss nach einer bestimmten zeit schon viel weiter sein....sie meint das denke nur ich und das wär nich so......

befinde mich auch grad in einer phase wo es sau schlimm is.....komme draußen einfach net klar...hab das gefühl meine ängste wollen einfach nicht verschwinden......bin heut fast verzweifelt (erster tag uni)

ich kann nich mehr....

LG candy
Gespeichert
candy
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 76



« Antworten #4 am: 24. Oktober 2005, 23:45:24 »

hallo alue...

ich glaub du hast recht...hab ja auch schon einige erfolge durch die therapie erzielt...

die probleme, die ich mit ihr hab....ich hab das gefühl, ich muss in einer bestimmten zeit bestimmte erfolge erzielt haben....sie hat mal zu mir gesagt, sie sei nich da um mir zu helfen (!!!!) frag ich mich, warum dann??? das fand ich hart. sie fragt mich was mein eigentliches problem in einer angstsituation is....sie ist generalisiert...ich weiß nicht wwas mein eigentliches problem beim einkaufen is...oder in der bahn....oder in der disco.....ich fühl mich unverstanden und wenig unterstützt bei der angst "draußen" es fehlt irgendwas.....sie meint, es liege an mir...ich mache mir den druck selbst....ich lasse keine gefühle an mich ran...zeige auch keine....ich äußere meine erwartungen ihr gegenüber nich.....weiß auch nich so recht......vielleicht liegt es wirklich nur an mir...trotzdem vermisse ich emotionale unterstützung (die ich z.b. von einer von der psychosozialen studienberatung bekomme - bei der bin ich auch noch....die macht mit mir z.b. shiatsu...und sie findet wege um mir die angst etwas zu nehmen...sie nicht nur so schwarz zu sehen...sondern die perspektive zu wechseln....durch symbole mich zu beruhigen oder ähnliches.....)so etwas fehlt mir einfach

Lg Candy
Gespeichert
Alue
Stammposter
****
Beiträge: 313



WWW
« Antworten #5 am: 25. Oktober 2005, 18:38:09 »

Hallo Candy,

ich denke mal, ganz so unrecht hat Deine Therapeutin nicht. Allerdings hat sie es wohl unpassend formuliert, oder zumindest ist es entsprechend bei Dir angekommen. Klar liegt letztendlich viel bei Dir selbst. Aber die Aufgabe eines Therapeuten ist ja auch, einen sanft dahin zu führen, um das zu erkennen. Ist schon 'ne blöde Frage, die sie dir stellt, was denn Dein eigentliches Problem sei... Wenn Du das von allein wüsstest, wärst Du sicher nicht in Therapie.

Manche Therapeuten formulieren sehr krass und provokant, in der Regel spiegeln sie aber nur genau das wieder, was man selbst ausstrahlt. Woher soll Deine Therapeutin wissen, was Dein eigentliches Problem ist, wenn Du keine Gefühle an Dich ranlässt und nach außen zeigst? (Geht mir übrigens genauso.... und wundere mich dann immer, wenn ich auf Unverständnis stoße...)

In jedem Fall kann ich Dir aber zustimmen, dass Du von Deiner Therapeutin emotionale Unterstützung bekommen solltest.
Traust Du Dich vielleicht, das ihr gegenüber anzusprechen? Ihr zu sagen, dass Du mit ihrer "harten" Art nicht zurechtkommst? Oft entsteht erst in der Klärung von Konflikten ein richtiges Vertrauensverhältnis.... wenn die Therapeutin nicht hinkriegt, Kritik zu ertragen oder sich Deine Wünsche anzuhören, den Konflikt entsprechend zu klären... dann bist Du ganz bestimmt in den falschen Händen und solltest Dich um jemand anderen bemühen.

Liebe Grüße
Alue
Gespeichert

Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
candy
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 76



« Antworten #6 am: 26. Oktober 2005, 22:55:58 »

hallo alue!

ich denke schon, dass die therapeutin recht hat.....und das es schwierig ist an mich ran zu kommen, weiß ich auch....aber sie hat halt eine komische art, es mir zu vermitteln.....das hat sie, denk ich auch generkt und arbeitet etwas daran....sie versucht schon mit mir darüber zu reden, was meine erwartungen an sie sind und ob ich enttäuscht bin, dass diese nicht erfüllt werden...usw....aber ich geh, wie du schon sagst, zum therapeuten um mir helfen zu lassen...ich erwarte schon, dass sie mich sanft lenkt...sie macht es aber meiner meinung nach schroff.....

den vergleich hab ich ja bei der psychologin vom studentenwerk, bei der ich auch noch nebenbei bin....ich hatte gleich am ersten tag ein gutes gefühl bei ihr...von iherer art her...die umgebung...auch die methoden sind sehr angenehm.....sie versucht einige sachen bei mir aus....sie arbeitet mit shiatsu...und symbolen....das hilft mir schon...und sie gibt mir emotionale unterstützung...sie sagt, es sei okay traurig zu sein, angst zu haben....und gibt mir nich das gefühl unnormal zu sein. sie gibt mir hoffnung...das ich das alleine schaffen muss ist mir wie gesagt klar...aber im moment weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, weil ich die nötige ruhe dazu gar nich habe...ich steh ständig unter strom...habe ständig schmerzen....erschöpfungszustände usw.....

ich habe mit meiner therapeutin schon darüber gesprochen...aber nur weil sie mich gefragt hat.....ich hab ihr gesagt dass mir die unterstützung "draußen" fehlt usw.....sie meinte nur ich kann nicht alleine sein.....das ist alles so verwirrend...ich traue mir ja selber auch nichts zu...also woher soll ich wissen ob es an mir liegt oder an ihr....!??

ich würde schon gern therapeut wechseln, aber wie gesagt die wartezeiten...und die wollen sich hier nicht gegenseitig die patienten weg nehmen.....

was hast du eigentlich, wenn ich fragen darf?

liebe grüße

candy
Gespeichert
Phoenixchen  
Gast
« Antworten #7 am: 26. Oktober 2005, 23:21:20 »

Hallo Candy,

wenn du mit der Therapeutin nicht zurecht kommst, solltest du tatsächlich wechseln oder versuchen, alle Punkte anzusprechen, die für dich ein Problem darstellen - vielleicht kannst du deiner Therapeutin einen Brief schreiben, wenn du es schwierig findest, deine Bedenken im Gespräch zu formulieren.
Wenn die Chemie nicht stimmt, ist die Arbeit für beide schwierig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Therapeuten einen Wechsel als "Patientenklau" empfinden - das wäre wirklich ziemlich daneben.
Hast du dir mal überlegt, eine stationäre Therapie zu machen? Im Moment scheint es dir ja wirklich nicht gut zu gehen und ehrlich gesagt frage ich mich, ob die Lösung mit den beiden Therapeuten so gut ist - ich kann mir nicht vorstellen, dass auf diese Weise ein "Einlassen" auf einen Therapeuten möglich ist.

LG
Phoenix
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS