Dann mein Tip, meine damalige Vorgehensweise in der "Ich"-Form:
1) Ich habe die Rente 2004 beantragt!(sonst wirst Du nie wissen, ob Du sie bekommst oder nicht!!!)
2) Ich setzte mich SOFORT an den Tisch, und habe ein Dreizeiler an mein Renten-Versicherungsträger geschrieben mit den Worten:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich die Erwerbsminderungsrente.
Bitte senden sie mir alle notwendigen Anträge zu!
Ich bitte höflich um Eingangsbestätigung.
Mit freundlichen Grüßen
Der scheidende Bundekanzler (hihihi)"
Das nennt man einen "Formlosen Antrag"! Bei evtl. später rückwirkenden Zahlungen wird nämlich der Eingangsstempel (Datum), dieses formlosen Antrags zu Grunde gelegt wie es bei mir der Fall war!
3) Dann bin ich zum AA gegangen und sagte, dass ich die Rente beantragt habe (Wie Andy ja oben auch schon geraten hat)! Denn solange das Rentenverfahren läuft, bekomme ich weiterhin ALG und bin weiterhin krankenversichert bis der Renten-Versicherer entschieden hat.
4) Dann ging ich zu einem Anwalt der mit mir den eigentlichen Renten-Antrag ausfüllte (nachdem ich ihn vom Versicherer bekommen hatte), damit mir keine Formfehler unterlaufen, die das Verfahren unnötig verzögern könnten.
Dann!!!!!...war ich gefordert! Beweise-Beweise-Beweise ranschleppen!!!
ZB.:
Dann suchte ich alle Ärzte raus bei denen ich jemals gewesen war wegen meiner Erkrankungen und/oder den somatischen Nebenerscheinungen meiner Erkrankung! Dazu gehören auch Röntgenaufnahmen/Befunde usw., Selbsthilfe-Gruppen bei denen ich jemals gewesen war.
Dann habe ich sie alle angerufen oder war persönlich da mit der Bitte um eine Bestätigung (schriftlich), von wann bis wann ich bei ihnen in Behandlung war, warum (Diagnosen), und was deshalb unternommen wurde (Prävention)!
Das war besonders wichtig damit ich später einen persönlichen "Kranken-Karriere-Bericht" beim Versicherer einreichen konnte in dem ich u.a. auch klarstellte, ob die Prävention/en erfolgreich war/en oder nicht!
Selbstverständlich hab ich von ALLEN angeforderten "Beweisen" Kopien gemachen von denen ich je eine dem Renten-Antrag beilegte!
Ausserdem habe ich ALLE Psychotherapeuten angerufen und und habe mir
SCHRIFTLICH bestätigen lassen von wann bis wann ich bei ihnen in Behandlung war, weswegen und die Art der Therapie, zB. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder VT ect.!
Auch hier habe ich Kopien gemachen und dem Renten-Antrag beigelegt!
Dann rief ich meine KK an und habe mir ein Freistellungs-Antrag auf Zuzahlung von Medikamenten zusenden lassen! Bei diesem Antrag ist ein Fragebogen für den Arzt dabei in dem er/sie bestätigen muß, ob ich chronisch krank bin! Das kann nur ein Arzt bejahen bei dem ich mindestens ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal wegen der gleichen Erkrankung in Behandlung war/bin (und am besten geeignet wäre da der Psychiater! weil "Facharzt"!)!
Nachdem er mir positiv in dem Formular bestätigte, dass ich chronisch krank bin, habe ich diesen ausgefüllten Fragebogen 10x kopiert und eine Kopie den Unterlagen (Renten-Antrag), für den Versicherungsträger beigelegt (Beweis)!
Damit erschwerst man meiner Meinung nach dem Versicherer u.a. Erfolge vor Gericht, vorausgesetzt die chronische Erkrankung ist wirklich schwerwiegend und hat dem Verlauf (zeitlich) entsprechend eine schlechte Prognose/Verlauf! (Und das ist bei langjährigen (chronischen), psychischen Erkrankungen meist der Fall!)
Den Rest (Original), sendete ich der KK zurück!
Wie ich dann weiter gemacht habe, erzähle ich Dir, wenn Du alle "Beweise" zusammen hast!
Dann kommt nämlich der wichtigste Teil! *gg*
Lieben Gruß Jörg
Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß dies hier KEINE Rechtsberatung ist und das Geschriebene hier ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen basiert, die ich gemacht habe!