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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Keine Lust mehr...  (Gelesen 4821 mal)
yeroc
Gast
« am: 16. November 2005, 18:27:30 »

Ich hab schon wieder keinen Bock mehr auf mein Leben, die momentane situation tut mir so weh das ich fast wünschte ich sei tot... Irgendwie hilft nur noch darüber zu reden was mir leider sehr schwer fällt, vor allem vor mehreren Leuten... Wenn jemand mit mir reden und mehr von mir erfahren möchte oder selbst Hilfe braucht, kann gerne eine PN an mich schicken.
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crissy79  
Gast
« Antworten #1 am: 28. Juni 2006, 12:34:19 »

hi yeroc


erstmal willkommen hier Smiley

hm... die Gedanken die du da schreibst hätten noch vor einiger Zeit von

mir sein können ... ich bin aber stabil zur Zeit

was belastet dich denn so stark das du diese Gedanken hast ?

wenn es dir hilft drüber zu reden versuch doch mal zu beschreiben was

dich beschäftigt ...

bist du eigentlich in Therapie und nimmst du Medis ?


Liebe Grüße
crissy79
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black-rose
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« Antworten #2 am: 18. Juni 2007, 20:40:32 »

hallo yeroc,

mir geht es zur zeit ganz genau so, wie du in deiner nachricht beschreibst! faellt mir auch nicht leicht drueber zu reden. es ist als wuerde man anderen gegenueber eine maske tragen, die man bei manchen personen gegenueber gern absetzen wuerde, kann es aber nicht. diese staendigen depressionen machen alles auch nicht einfacher. ich weiss auch nicht mehr weiter und fuehle mich trotz meines psychologen ziemlich allein!

lg
black rose
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Sharina
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« Antworten #3 am: 19. Juni 2007, 19:49:34 »

Hallöchen Black-Rose, ich habe diese Phase auch immer wieder, furchtbar. Mich halten immer meine Katzen aufrecht und ich habe mir ein Ziel gesetzt, ob es jemals klappt, wer weiss, aber das macht mir einfach Mut, also ganz wichtig ein Ziel haben. Mein Gedanke spielt sich nur noch um´s auswandern und den Traum träume ich jeden Tag, mir hilft das ganz gut. Oder vielleicht auch an eine Veränderung im Beruf nachdenken, dass tut auch ganz gut. Fährst Du auch mal in den Urlaub? und kannst dann noch ein Weilchen davon zehren? Schreib mal, ich freu mich. Gruss von Sharina.
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black-rose
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« Antworten #4 am: 22. Juni 2007, 22:08:59 »

he sherina,

ich traume auch davon auszuwandern. ich moechte unwahrscheinlich gern nach spanien. mein onkel lebt dort, allerdings habe ich durch meine depressionen und angstzustaende noch keine ausbildung zu ende bringen koennen. musste immer abbrechen und habe erst in diesem jahr gemerkt, dass es was krankhaftes ist, etwas, was ich nicht allein bewaeltigen kann und nun bin ich auf ausbildungssuche. ich hoffe, dass mein psychologe mir helfen kann und die tabletten anschlagen. bin zur zeit ziemlich muede, kann aber kaum schlafen!

ich hoffe wieder was von dir zu hoeren! bin sehr positiv ueberrascht von den leuten hier. bisher habe ich nie verstaendnis bekommen und daher auch keine freunde. habe zwar einen freund, der aber auch nicht so richtig nachvollziehen kann, was mit mir los ist!

wuensche noch einen schoenen abend!
bis bald
und liebe gruesse

black rose
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Sister Moonshine
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« Antworten #5 am: 20. August 2007, 20:40:24 »

Hey yeroc (und Black-Rose)!

Wißt Ihr, ich habe solche Gedanken obwohl ich eigentlich glücklich sein müßte!!! Mir ist - soweit ich mich erinnern kann - niemals etwas schlimmes zugestoßen, so wie vielen von Euch. Daher fühle ich mich schon ein wenig fehl am Platze, wenn ich sage, "es geht mir nicht gut und, ja, ich hatte/habe Suizid-Gedanken"!

Und diese Maske...habt Ihr nur eine Maske, oder viele? Tragt Ihr für jeden eine andere?
Yeroc, Dein Leben ist zu kostbar um es für Dinge weg zu werfen, die Ihr noch nicht einmal nachvollziehen könnt.
Bitte yeroc, nimm es in die Hand - Dein Leben - liebkose es, beruhige es, pflege es, bewundere es, sieh es hoch an! So viel kann es bewirken....wenn es Kraft hat. Und diese Kraft wirst Du Dir erarbeiten!!! Glaube es mir  Smiley

Liebe Grüße, Sister Moonshine
« Letzte Änderung: 20. August 2007, 20:43:00 von Sister Moonshine » Gespeichert

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J. Dean


« Antworten #6 am: 05. September 2007, 14:46:03 »

Leider erkenne ich mich auch in Deiner Beschreibung ein Stück weit wieder.

Ich habe auch immer wieder dieses gefühl, dass nichts mehr geht. Vor allem immer dann, wenn auch nur das allerkleinste unvorhergesehene passiert.

Mein Tag muss 100% durchstrukturiert sein, alles muss ich vorhersehen können, alles muss klar sein, nichts darf schief gehen...Dann und nur dann kann ich mich mit meinem Leben arrangieren.

Wenn dasss einmal nicht so ist - und das ist es fast immer - sehe ich meine Sicherheit schwinden.

Wie ich damit fertig werde? Ich weiss es nicht, irgendwie geht es, aber ist das ein Leben: Nein.
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Fossy
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« Antworten #7 am: 05. September 2007, 18:00:58 »

Hallo liebe Forumlinge,

nein, ein Leben ist das nicht, ich nenne es ein *Überleben*

Ein hangeln von Tag zu Tag. Nächte wo ich nicht schlafen kann, nur Alpträume und Bilder die mich erschrecken.
Was ist das? Ein Leben ?, nein.........

Oft denke ich an Suizid. Wie ich mein Überleben beenden könnte.

Dazu kommen jetzt noch die Krankheiten des Alters. Ich bin 52 und es fängt so langsam an, das morgens die Hände und Füße steif sind, der ganze Körper mit Schmerzen reagiert.

Ich kann nur sagen, das ganze ist eine elende Sche*****, sorry für den Ausdruck, aber so ist es doch.

Alles Gute euch und gute 24 Stunden.

LG  Fossy
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J. Dean


« Antworten #8 am: 05. September 2007, 23:06:39 »

Hallo Fossy,

wie mir diese Zeilen bekannt vorkommen, wie sehr ich es ebenso sehe, erschreckend....

Ich kenne es so gut und doch kenne ich nicht den Weg hinaus.

Täglich frage ich mich, worin der Sinn in all dem besteht?

Ich weiss nicht, ob ich jemals eine Antwort zu finden in der Lage bin. Ich weiss auch nicht mehr, ob ich das überhaupt will, ob es mich nicht zu sehr erschreckt.

Eine Gute Nacht...die wieder schlaflos werden wird.......
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« Antworten #9 am: 06. September 2007, 18:01:48 »

Hallo, mir geht es leider ganz genauso und ich kann mein Leben gar nicht mehr genießen. Bei der kleinsten Unsicherheit schmeiße ich alle Pläne über den Haufen. Viele denken dann auch, dass ich mich gern kasteie. Es ist ein sehr unstetes Leben und niemand kann das verstehen.
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Fossy
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« Antworten #10 am: 06. September 2007, 20:39:43 »

Hallo liebe Forumlinge,

es paßt gerade nicht hier hin, aber kann mir jemand sagen wie man/frau hier PN's verschickt ??

Für mich ist es ein *Problem* geworden.

Je mehr *Schnickschnack* hier im Forum ist, desto schwieriger ist es für mich daran teilzuhaben.

Nix für ungut, liebe Grüße
Fossy
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J. Dean


« Antworten #11 am: 06. September 2007, 21:10:36 »

Hallo Fossy,

einfach auf den Namen des User klicken, dem Du eine PN schicken willst, dann ganz nach unten gehen und dort steht: Dem User eine private Nachricht senden.... Darauf klicken und los geht´s.


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J. Dean


« Antworten #12 am: 06. September 2007, 21:15:44 »

Ein Beispiel für meine Problematik:

Heute ist Luciano Pavarotti ablebig geworden.
Das hat mich derart umgehauen, weil ich diesen Ausnahmetenor verehrt habe.

Ich denke dann immer, dass so jemadem nie etwas passieren kann, er ist wie* nicht von dieser Welt*, Überirdisch....

Vor allem die Variationen aus Puccinis Turandot, z.B. Nessun Dorma, haben es mir angetan. Ich könnte das stundenlang hören, obschon meine Stimmung dabei noch mehr in den Keller geht.

Aber es ist wie ein kleiner Tod, dieser Stimme zu lauschen.

Nun ist wieder ein Stück meiner Regelmäßigkeit verloren gagengen und ich bin sehr traurig Traurig
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black-rose
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« Antworten #13 am: 16. Oktober 2007, 00:21:28 »

...muss mal eben los werden, wie sehr ich deutschland doch hasse und wie gern ich woanders hin würde...ich war eine weile jetzt in frankreich...urlaub machen, bei einer sehr netten gastfamilie, mit zwei sehr lieben mädchen (8 und 3jahre)...ich habe so geweint, als ich wieder zurück musste. die beiden mädchen  vermissen mich auch sehr. für mich fühlt es sich so an, als hätte ich meine eigenen kinder zurück lassen müssen...ich habe den unbändigen wunsch (schon seit jahren), kinder zu bekommen und für sie ganz da zu sein und den haushalt zu schmeißen...ich möchte dann nur nebenbei (früh bis 13 uhr) arbeiten gehn, wenn meine kinder in kindergarten/schule sind...aber ich weiß, wieviele menschen mich dann abwerten würden, sogar teile aus meiner familie würden schlecht von mir reden und mich eventuell mit blicken mustern, die mir weh tun würden...ich würde so gern in frankreich, tournefeuille leben, mit meiner eigenen familie...leider konnte ich bisher keine ausbildung machen, da ich durch meine depressionen und soziale phobie eingeengt war/bin. ich versuche mein abi nachzuholen und das fällt mir so unheimlich schwer...noch dazu bekomme ich druck von allen seiten...mein freund, meine familie...sie alle scheinen zu erwarten, dass ich das nun endlich schaffe...ob ich das wirklich will und wie meine eigentlichen träume und wege aussehen, wollen sie nicht wirklich hören...ich fühle mich so unverstanden...damit auch so leer und seit ich wieder in deutschland bin, ist mein ganzer körper wieder angespannt, ausgelaugt und ständig habe ich irgendwelche schmerzen...in frankreich war ich glücklich, habe jeden tag viel gelacht und die kinder zum lachen gebracht...so stelle ich mein leben vor...ich weiß, auch das ist kein zuckerschlecken, gerade deshalb versteh ich auch nicht, warum es abgewertet wird. aber ich fühle mich in diser rolle glücklich...und nichts anderes ist mir wichtiger...seit ich wieder hier bin weine ich jeden tag, es sind schon richtige heulkrämpfe...und so langsam komme ich damit nicht mehr klar...
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J. Dean


« Antworten #14 am: 16. Oktober 2007, 16:28:43 »

Hallo black-rose,

es ist schon traurig, dass bei einem so jungen Menschen wie Du es bist, schon derartige Gefühle und Gedanken die Oberhand gewinnen.
Irgendwie zeigt es, in welcher Welt wir zu leben scheinen.

Ich kann das verstehen, denn in meinen jungen Jahren hat mich auch niemand verstanden. Man hat mich als Arrogant und als Außenseiter gesehen, der nie mit dem Strom schwimmen konnte, nie mit den Wölfen geheult hat. Es kam immer: Du hast doch alles, es geht Dir doch so gut, Du kannst im Leben alles erreichen..

Doch niemand hat mich gefragt, was ich will und ob die Werte der anderen auch meine Werte sind.

Also habe ich das gemacht, was man von mir erwartet hat. Highschool Abschluß und Studium (damals noch in Südkorea meiner Heimat)

Dann kam der Absturz und erst in Deutschland, wo ich eine Berufliche Herausforderung annehmen wollte dachte ich Fuß zu fassen. Doch hier, nach diversen Studien und Weiterbildungen und meinem Beruf wurde es noch schlimmer. Ich hatte meine Wurzeln verloren und wurde als Streber deklariert und extrem gemobbt. Ich war Ehrgeizig, sogar ganz extrem. Es gab für mich nur eines: Nach oben zu kommen, mit aller Kraft aus mir heraus....

Seitdem bin ich irgendwie ohne Wurzeln und ohne Kraft darin zu finden.

Ich finde keine Ruhe mehr in mir.
Mein Halt ist meine Ehefrau, die aus meiner Heimat stammt, denn wir sind Seelenverwandte. Wir haben uns ein eigenes Refugium aufgebaut, in dem ich leben und atmen kann, ohne Angst das jemand darin eindringen könnte.

Ich bin heute misstrauisch und ehe in alles und jeden primär einen Feind, der mir übel gesonnen ist.
Ich leide unter PA, Ängste, Depressionen, MC und so vielem mehr.....

Was ich Dir damit sagen möchte ist: Lass es nicht zu in den Strudel zu gelangen, aus dem man kaum wieder herauszufinden in er Lage ist. Versuche Deinen Weg der Zufriedenheit zu gehen, für Dich ganz alleine. Suche Dir Gleichgesinnte oder auch prof. Hilfe.

Ich wünsche Dir die Kraft wieder glücklich sein zu können, alles andere ist sekundär.
Das weiss ich heute auch, doch hätte es gerne früher gewusst.



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« Antworten #15 am: 24. Oktober 2007, 14:58:53 »

hallo seoul,

ich danke dir für deine zeilen. habe mich sofort verstanden gefühlt...ich werde nun erstmal versuchen, die schule zu wechseln um wenigstens mich örtlich wohler zu fühlen...

ich kenne diesen strudel von dem du schreibst sehr gut...bei mir hat alles anfgefanegn als ich 14 jahre war, aber alle anzeichen hat keiner so wirklich ernst genommen...heute leide ich unter einer major depression, sozialer phobie sowie bulimie. zur zeit sind meine depressionen sehr stark und ich habe ständig heulanfälle. früher konnte ich das steuern, da kamen mir nur die tränen, wenn ich allein war und vor allem daheim. mittlerweile muss ich sagen, kommen mir auch schnell due tränen, wenn ich in der straßenbahn sitze oder im zug oder so...ich werde von keinem richtig angenommen und akzeotiert, auf grund meiner sozialen phobie fällt es mir auch schwer, für andere menschen offen zu sein und auf andere zugehen kann ich überhaupt nicht.

ich bin in psychologischer und psychiatrischer behandlung, aber bei jedem termin, bei dem ich in der praxis sitze, spüre ich nichts mehr...es ist dann so als hätte ich die probleme nicht, als wäre das ein anderer mensch, der dem psychologen gegenüber sitzt...es ist eigenartig und so langsam habe ich das gefühl, dass mir keiner aus der misere heraushelfen kann... Weinen 
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J. Dean


« Antworten #16 am: 24. Oktober 2007, 21:04:40 »

Hallo black-rose,

Du hast zu trozt allem einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Du bist noch jung genug etwas zu tun, jung genug um nicht völlig zu resignieren und Du musst, bei aller Schwierigkeit es versuchen.

Ich kann mehr als verstehen, dass es unendlich schwer ist. Ich kämpfe seit über 25 Jahre damit und habe die ersten Jahre auch nichts dagegen unternommen, was sich im nachhinein als Bummerang erwiesen hat.

Vor allem, die soziale Phobie, unter der ja auch leidest, macht es einem extrem schwer, irgend etwas zu tun.
Ich weiss auch das leider nur zu gut.

Vor knapp 20 Jahre war ich in einer psychosomatichen Kur und habe dort sehr viele Leute kennengelernt, die unter fast identischen Symptomen litten , wie Du und Ich. Viele davon hatten auch bulimische Eßstörungen, oder wie ich MC (Morbus Crohn, Depressionen, soziale Phobie, multiple Zwänge u.v.m). Diese Zeit hat mir viel gebracht. Zwar nicht, dass ich geheilt wurde, doch ich habe gesehen, ich bin nichts besonderes, es gibt unendlich viele, die so sind wie ich. Sensibel, feinfühlig und irgendwie immer einen Schritt weiter, als andere die gerade erst anfangen zu denken.... Ich war fast 6 Monate an einem Stück in dieser Kur. Danach aber nie wieder. Doch was ich da gesehen und gehört habe, hat meine Sicht verändert. Wäre ich früher dort gewesen, als ich jünger war....... Traurig

Ich würde Dich ermutigen wollen, mit einem Arzt darüber zu reden. Vielleicht ist das ein erster Svhritt. Du bist dort nicht alleine, bist anerkannt und findest zu Dir selbst. Findest Wege mit all dem umzugehen.

Das habe ich auch gelernt. Ich denke mittlerweile so, dass ich es nehmen muss wie es ist. Ich habe es chon oft hier geschrieben, ich lasse es zu und arrangiere mich damit. Mal besser, mal schlechter.

Mein Leben, oder der Grund meines Lebens ist meine Frau. Sie versteht mich wie ich bin und wir sind eine Einheit in jeder Beziehung.

Versuche so etwas zu finden, nicht jetzt, später wenn Du die Dinge richtig einschätzen kannst.

Ich glaube, Du bist auf der Suche nach Dir selbst und Dein Körper ist Dir dabei im Weg. Du magst Ihn nicht, weil Du glaubst, niemand mag Dich.
Aber ich bin ganz sicher, es gibt genug Menschen, die Dich mögen. aber Du bist derzeit nicht fähig das zu sehen - oder zu glauben.

Mache einen Schritt nach dem nächsten. Es ist ein langer, sehr langer Weg.

Ich kenne noch eine Frau aus diese Kur von damals. Wir schreiben uns machmal. Sie war wie Du. studierte damals Biologie - Bulimarektikerin u.v.m.
Heute ist sie glücklich verheiratet, hat 2 Kinder und Ihre Krankheit im Griff. Nicht geheilt, denn es ist wie mit einem Alkoholiker, man ist trocken aber nicht geheilt. Das schlimme an Bulimie ist ja auch, dass man die Nahrungsaufnahme nicht lassen kann, wie beim Alkohol.

Lass Dir den Mut nicht abhanden kommen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

Übrigend, dass mit dem weinen kenne ich auch. Ohne Grund, bei der kleinsten Kleinigkeit.
Das ist nichts schlimmes, wir sind einfach anders.
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black-rose
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« Antworten #17 am: 25. Oktober 2007, 17:43:52 »

he seoul,

es ist schon bemerkenswert, wieviel mut und kraft einem ein fremder mensch geben kann und das nur, weil man durch ihn erfährt, dass andere auch so fühlen wie man selbst.

einerseits würde ich sehr gern in eine kureinrichtung gehen oder mich in stationäre behandlung begeben. ich habe einfach nur angst vor der zeit danach...erneut müsste ich meine "ausbildung", also mein fachabitur abbrechen. und wieder hätte ich im lebenslauf eine erneute lücke...wenn ich das abi danach machen würde, könnte es passieren, dass ich keinerlei finanzielle mittel mehr erhalte. ich habe angst, ewig in der luft zu hängen und irgendwann mal unter einer brücke schlafen zu müssen. ich kann momentan nicht mehr einschätzen, was wichtig ist und was nicht und was richtig und was falsch...und ob es soetwas in dieser situation überhaupt gibt. ich glaube, ich war noch nie so verwirrt.

ich danke dir  für all deinen mut, den du mir machst, mit deinen worten! und ich hoffe, ich belaste dich nicht! ich finde es schön, dass du eine frau an deiner seite weißt, die dich akzeptiert und für dich da ist. es ist sehr viel wert, wenn der partner verstehen kann oder es wenigstens versucht...

ganz viel kraft zum weiterkommen wünsche ich dir!
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #18 am: 25. Oktober 2007, 20:30:59 »

Hallo black.rose,

ist schon ok. Du belastest mich nicht. Ich trete für einen Moment aus mir heraus - es kostet Kraft, aber es ist gut.
Ich würde mich freuen, wenn Ich Dir ein Sück weit helfen kann, obwohl das anmassend ist zu glauben, dazu sind wir alle viel zu große Indivduen.

Doch es wäre schön, wenn Du ein ganz klein wenig Kraft schöpfen kannst, die Dich in Deiner Entscheidungsfndung weiter bringt.

Ich kann Deine Überlegungen hinsichtlich "Kur oder nicht" sehr gut verstehen. Das ist nicht einfach. Doch versuche in Dich zu gehen, was ist Dir wichtig und wozu hast Du die meiste Kraft. Manchmal muss man Umwege gehen, um das Ziel zu erreichen.

Es ist für *andere* oft sehr schwer, *uns* zu verstehen. Weil ich glaube, das sie Angst haben, sich mit unserer komplexen Gedankenstruktur auseinander zu setzen.
Meine Frau kenne ich seit unserem Studium. Wir sind Seelenverwandte. Sie ist Ärztin (Kardiologin) und versteht  mich dadurch natürlich auch wesentlich besser. Zudem kommen wir beide aus dem Land, dessen Hauptstadt den selben Namen wie mein Nickname trägt.

Ich wünsche Dir Mut und Kraft den richtigen Weg einzuschlagen.

Life is a moment in space........

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« Antworten #19 am: 26. Oktober 2007, 13:45:09 »

Liebe black-rose, ich habe sehr oft Existenzängste und viele biografische Brüche. Ich kann also ganz gut verstehen, wovon du schreibst.

Ich habe mich immer dadurch "ablenken" lassen, meine Krankheit zu therapieren und anzugehen. Bestimmt ist, dass es keinen absolut richtigen Weg gibt und manches erweist sich erst im Nachhinein. 

Viel Mut für Dich. Iwi
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Fridolin
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« Antworten #20 am: 27. Oktober 2007, 07:27:48 »

Hi an Alle
Negative Gedanken, trotz relativer positiver Umgebung kenne ich sehr gut. Nach vielen Jahren, in denen ich versucht habe, diese Gedanken auszuschalten oder zu verdrängen, nehme ich sie jetzt an. Dadurch wird diese Denkstruktur leichter und ich kann besser damit umgehen. Für immer wegzuschalten ist mir noch keinen einzigen Tag gelungen. Auch auswandern ist keine Dauerlösung, da ich zwar in einer anderen Umgebung lebe, habe aber mein Einstellung immer noch. Ich habe meine Lebenseinstellung geändert, habe gelernt nein zu sagen und sorge jeden Tag für mich. Durch mein freundliches aber bestimmtes nein, ernte ich viel mehr Respekt und Achtung. Außerdem weiß ich, niemand ist perfekt, andere nicht und ich auch nicht, und so ist es gut.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
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