Nane
Juniormember
 
Beiträge: 32
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« am: 21. November 2005, 08:37:41 » |
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Morgen meine Lieben
Mein Mann war nun 7 wochen in Reha(psychosomatik).Er kommt Morgen nach Hause. Aber seit 4 Tagen ist er vollkommen komisch am Telefon,er legt mir Worte in den Mund die ich so nicht gesagt hab.Er beschimpft mich und ich weis nicht wieso? Da ich ja unter Angststörungen leide,haben wir in der ganzen Zeit auch mal darüber gesprochen das ich nun auch mal wieder zum Arzt geh,wir haben aber hier bei uns in der gegend nur einen psychater....gestern motze er mich an.Ich dürfe da nicht hingehn,sonst könnte ich ihn unglaubwürdig machen ,wenn ich ihm diese und jenes erzählen würde.
Ich habe in den 7 wochen viele Angstattaken alleine durchgestanden,hab vieles was er sagte und tat mal wieder runtergeschluckt,hab verständniss aufgebracht,wo mir eigendlich nur zum heulen zumute gewesen wäre.
Ich kann es nicht glauben....aber....
ICH HABE ANGST DAVOR WAS KOMMT WENN ER WIEDER ZU HAUSE IST!!!!!!!!!!
Wir hatte einiges an verdammt guten Gesprächen in der Zeit seiner Reha......aber irgendwie scheinen die alle weg zu sein.
Ich versteh ja das einem der Abschied sehr schwer fallen kann,den dort war man mit seinem Problem ja nicht alleine,da war immer jemand der einem zugehört hat(obwohl ich das zu Hause ja auch immer getan habe).
Warum bekommen Angehörige so wenig bis eigendlich garkeine Unterstützung. Der Patient wird aus einer 7 wochen behütenden Gemeinschaft *rausgeschmissen*womit nicht so leicht umgegangen werden kann und die Angehörigen stehen zum teil vor völlig veränderten Menschen.......da läuft doch irgenwie was schief,oder seh ich das falsch?
Liebe Grüße von Nane *die heute einwenig durch den Wind ist*
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Muett
Gast
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« Antworten #1 am: 21. November 2005, 11:30:26 » |
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Hallo Nane,
nein, das siehst Du völlig richtig. Die Angehörigen sind ja "gesund", so meint man und die Angehörigen sollen alles verstehen, so meint man. Dass die Angehörigen auch Angst vor einem Wiedersehen haben, unsicher sind, wie sie auf den "veränderten" Menschen nun reagieren sollen, Angst haben etwas "Falsches" zu machen, können sich die wenigsten vorstellen.
Was nun im Moment mit Deinem Mann los ist, kann nur er Dir sagen (wenn es ihm denn dann selber bewußt ist). Mit Sicherheit ist es der Abschiedsschmerz aus einer behüteten Zeit, vielleicht auch Angst, dass Du zu viele Erwartungen an ihn stellen könntest oder er fühlt sich mit Deiner Angst überfordert/zu sehr verantwortlich oder Unsicherheit, ob er das in der Klinik Gelernte auch im Alltag umsetzen, bzw. beibehalten kann. Du selber musstest die letzten Wochen auch alleine klar kommen, bist wahrscheinlich dadurch selbstständiger geworden - vielleicht hat er auch Angst, dass Du Dich zu sehr verändert hast (ohne ihn).
So oder so ist es für Euch beide ein neues aufeinander Zugehen, ein Wieder-Kennenlernen und das macht eben neben der Vorfreude auch Angst. Aber mit etwas Ruhe und Zeit, Geduld und Ehrlichkeit werdet Ihr das sicherlich schaffen und die guten Gespräche fortsetzen können.
Viele Grüße Muett
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Nane
Juniormember
 
Beiträge: 32
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« Antworten #2 am: 21. November 2005, 14:48:40 » |
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Hallo Muett
Danke für dein Post. war heute Morgen beim doc...den so geht es auch mit mir nicht weiter es ist ja nicht nur Mann und das was nun kommt,was mir den Wind aus den Segeln genommen hat.Ich habe einen 14 jährigen Sohn der unter starken Konzentrationsstörungen leidet und seine Schule nix besseres zu tun hat als mich fast jeden Tag anzurufen und sich über seine *schlampigkeit *zu beschweren.Wie gesagt er ist 14 und hat auch die zigaretten für sich entdeckt,deswegen wird mir vernachlässigung usw vorgeworfen(dabei sitze ich hier 24 std am Tag um für meine Fam.da zu sein).Jeden Donnerstag renn ich dahin um mir dann auch noch irgendwas an den Kopf werfen zu lassen,angefangen ob mein sohn in den klamotten schläft,bis hin zu was weis ich.Es wid sich beschwert das er seine Hausaufgaben nicht immer vollständig hat,dabei ist er in einer Ganztagsschule mit Hausaufgaben betreuung.Ich hatte schon des öfteren immer wieder mit den Lehrern abgemacht das sie das doch mit dem Hausaufgabenheft kontrolieren,damit ich nachsehn kann,aber tun die nicht,ne die rufen lieber an und maulen.Michael kommt um 16 Uhr aus der Schule und dann geht der auch niergens mehr hin..Ich weis verdammt nochmal nicht was die wollen. Meine Ärztin meinte heute morgen,wissen sie das ist ein klassischer Fall von Mobbing in der schule,ich warte auch noch auf einen Termin beim Jugendpsychologen(die sind ja auch schon hemmungslos überlaufen),werde auch test´s veranlassen ob er auf der Sonderschule überhaubt richtig ist.
Nun warte ich das die spritze wirkt,da ich innerlich nur noch am Zittern war und werde dann ab Morgen Fluoxetin-biomo 20mg einnehmen(und hoffe nun das ich nicht solche Nebenwirkungen wie auch hier schon beschrieben bekommen werde)Vor jahren hab ich mal Serotoninwiederaufnahmehemmer bekommenund hoffe das die hier nun genauso gut helfen,den da hatte ich keine Nebenwirkungen.
Liebe Grüße Nane p.s.Bin schon froh nun hier ein solches Forum gefunden zu haben Nane
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moses05
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« Antworten #3 am: 21. November 2005, 15:23:21 » |
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Hallo Nane !!
Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Kann mich aber auch gut in die Situation deines Mannes versetzen. Ich selber war bis vor kurzem für 6 Wochen in der Psychosomatikreha und habe auch zu meiner Familie einen großen Abstand bekommen. So hatte ich ersteinmal auch Probleme wieder aufeinanderzuzugehen. Aber wie Muett schon erwähnt hat, ist es auch eine Portion Angst dabei mit der neuen Situation umzugehen. Die REHA bring ja auch in den meisten Fällen eine Veränderung mit sich und man möchte diese auch für sich annehmen und behalten. Es hat ja auch schließlich in der REHA alles gut geklappt. Blos wie reagieren die Angehörigen resp. Ehepartner darauf?? Das ist ein Gedanke , der viel Unsicherheit bringt. Ich z.B. merkte, daß meine Veränderung nicht so akzeptiert worden ist wie ich es mir wünschte. Gerade der Ehepartner möchte eigentlich seinen lieben so wiederhaben wie er ihn verlassen hat.......... und jede kleine Veränderung die du ( wenn auch nicht absichtlich ) versuchst zu blocken, endet in wut bei den anderen. Wenn ich mir die Situation noch mal wünschen dürfte, dann würde ich mich darüber freuen, wenn man mir ersteinmal zuhört und ich auch wieder Zeit habe anzukommen. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen............... und wie man aus verschiedenen berichten von mir weiß, bin ich selber Therapeut und meine Frau ebenfalls. Trotzdem hatten wir anfangs wirklich einige Schwierigkeiten um uns wieder anzunähern und die nötige Distanz und Nähe zuzulassen. Heute, nachdem ich schon fast 7 wochen wieder Zuhause bin, kann ich darüber fast schon lächeln ( über welche lächerlichen und unwichtigen Dinge wir uns gestritten haben ). Ich denke, es braucht Zeit und es ist schon fast ein Irrglaube, daran zu denken, daß alles so weiterläuft wie bisher................ Es wird anders und es wird sich auch noch weiterhin verändern......... Doch wenn der nötige Respekt zueinander vorhanden ist, werdet ihr es schon schaffen........ ich wiederhole mich nicht gerne.....laßt euch und v.a. deinem Mann Zeit.......... LG Moses
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Sehe was du siehst und nicht was du denkst was du siehst!
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Nane
Juniormember
 
Beiträge: 32
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« Antworten #4 am: 21. November 2005, 16:53:28 » |
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Hallo Moses
Vielen Dank für dein Post..... Ich unterstreiche jedes wort von dem was du schreibst......ich weis das ich viel zeit und Geduld haben darf.....zuhören das hab ich schon immer getan.....und das was mein Mann sehr an mir schätzt ist dasich ich mich wirklich neben mich stellen kann,den ganzen Partnerkram beiseite lass und mir meinen Mann einfach nur als Mensch anseh,ihm als Mensch zuhöre,wie einem freund und wenn es sein muß auch schonmal wie einem Fremden....ich hab das gelernt,weil ich mir so schrecklich gerne *Schuhe*von andren anzieh. Aber trotz alle dem habe ich eine ANGST vor dem Heimkommen bemerkt in mir,vieleicht hat mein inneres Angstfeuer mal wieder gemeind ,diesen holzscheit,der eigendlich Freude sein sollte,leg ich auch noch auf feuer.Ich empfinde angstattaken als vollkommen *irrational*aber sie lassen sich auch nicht wirklich rational erklären.
Liebe Grüße Nane
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Muett
Gast
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« Antworten #5 am: 21. November 2005, 19:47:57 » |
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Hallo Nane,
wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Sohn gemobbt wird und in dieser Schule kein Fuß auf die Erde bekommen kann, dann lasse ihn doch in eine andere Schule umschulen. Ein Neuanfang könnte für ihn die Lösung sein.
Wenn Dein Sohn aber zurecht immer wieder aneckt, ist der Weg zum Schulpsychologen genau der Richtige. Mit ihm könnt ihr weitere Schritte überlegen, damit Deinem Sohn geholfen wird.
Dennoch denke ich, dass ein 14-jähriger langsam selbstständig werden muss und eben auch seine eigenen Erfahrungen machen muss. Du kannst ihn nicht vor allem bewahren oder für ihn alle Probleme lösen. (würde ihn auch ziemlich unselbstständig machen) Ich denke einmal, dass Du viele Gespräche mit ihm geführt hast, ihm Deine Hilfe angeboten und ihn nach Leibeskräften unterstützt hast. Wenn all diese Bemühungen keinen Erfolg haben, dann musst Du ihn loslassen. Hört sich vielleicht hart an, aber aus eigener bitterer Erfahrung weiß ich, dass es manchmal nicht anders geht. Ich hab auch so ein Herzilein von 14-jährigem hier und ich könnte immer wieder die Wände hoch gehen. Dennoch bin ich an einem Punkt, wo ich sage: okay, dann muss er auf die Nase fallen - ich kann nicht mehr tun. Abgesehen davon, dass ich noch drei weitere Kinder habe, gibt es auch mich selbst noch und es geht nicht an, dass all meine Kraft und Energie von einem 14-jährigen ungehört (bzw. ungenutzt) verpufft. Ich will Dir damit rüberbringen, dass Du in all Deinem Kind-Schulstress auch an Dich denkst und Dich abgrenzt, bzw. Dich von den unterschiedlichen Seiten nicht auspowern lässt.
Du schreibst, dass Du vor der Rückkehr Deines Mannes heftige Panik hast. Vielleicht will Dir Deine Angst ja sagen, dass Du Dich auch hier nicht völlig vergessen darfst, d.h. aus Rücksicht nur auf die Bedürfnisse von Mann und Sohn zu horchen, sondern eben auch Deine eigenen Bedürfnisse mal in den Blickpunkt Deines Interesses rücken könntest. Kennst Du Deine Bedürfnisse, Interessen und Wünsche?
Moses schrieb sehr richtig, dass Dein Mann Zeit brauchen wird, um erst einmal wieder daheim anzukommen. Vielleicht kannst Du ja diese Zeit nutzen, um bei Dir selber zu schauen, was Du DIR Gutes tun kannst :-)
Viele Grüße Muett
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Nane
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« Antworten #6 am: 22. November 2005, 08:35:45 » |
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Morgen Muett
Ja ja unser 14 jähriger,ich nehm ihm nicht alles ab,ich lass ihn auch fallen...denn auch ich hab noch 3 andre kinder im hintergrund und eine Enkeltochter,nebenst Schwiegersohn und Schwiegertochter,eine Hund tja und einen Mann*ggggg*Also mich nur auf unsren 14 jährigen zu konzentrieren geht garnicht*ggggg*Ich denke ich schrieb euch das gestern,da mich meine kreisenden Gedanken der NAcht immerwieder an den Michapunkt brachten. Und ja Panik weil mein Mann wiederkommt,es ist so ein Prob bei mir,da ich gerne alles zuerst *schwarz*malen muß,da ich mir was positives für mich garnicht wirklich denken kann,doch seit gestern überwiegt nun die Freude...........vieleicht ,vieleicht interpretiere ich starke Gefühle wie Freude mittlerweile zuerst mal als Angst.......ich weis es nicht?
Ich bin euch allen sehr sehr dankbar für eure Unterstützung.
Liebe Grüße nane
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