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Autor Thema: Adventszeit,Weihnachten...liegt es daran,das....  (Gelesen 942 mal)
loopi
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Beiträge: 100


« am: 30. November 2005, 06:05:34 »

ende november und seit einiger zeit hänge ich herum, schaffe nicht das, was ich eigentlich schaffen sollte. die kleinsten aufgaben wie der haushalt kommen mir vor, als wolle man mich in den steinbruch schicken. liege ich dann mit auf deutsch gesagt leck-mich- am a..-stimmung auf dem sofa, plagt mich das schlechte gewissen... da vielleicht andere omas oder eltern mehr mit ihren kindern und enkeln unternehmen ..und ich...ich liege nur herum, mache nichts sinnvolles mehr. ab und zu..so wie gestern am späten nachmittag habe ich meinen inneren schweinhund überwunden und bin mit  meinen töchtern und enkeln ins einkaufszentrum..knapp zehn minuten von hier...wir wollten nur das nötigste einkaufen. am anfang ging es mir einigermaßen gut, doch plötzlich an der kasse bin ich innerlich durchgedreht,ein total zitteriges gefühl..trotzdem blieb ich,denn ich musste ja bezahlen und wollte nicht wie ein blödmann vor meinen kindern dastehen. ich dachte nur...warum tu ich mir das an..es geht mir doch schon zu hause schlecht genug. gerade aus dem laden raus, fing das herzstolpern an..ich bekam panik und wollte nur noch nach hause. meine kinder kennen mich zu hause auf dem sofa liegend, an diesen zustand haben sie sich gewöhnt, jetzt mache ich mir vorwürfe,das ich sie noch mehr enttäuscht habe in dem sinne, das ich endlich mal mit ihnen rausgehe und nach kurzer zeit, wie vom hund gehetzt nach hause möchte. ich denke sie können nicht wissen, wie es in mir aussieht, sie verstehen die krankheit nicht, da ich es ja selbst kaum glauben konnte, als sie damals anfing. jetzt frage ich mich, wie ich den ganzen anderen weihnachtskram erledigen soll.
alles ist so anders..nichtmal einen adventskranz oder ähnliches habe ich zum ersten advent auf die reihe bekommen,und es ist noch schlimmer zu sehen, das es keiner von meinen kids vermisst hat.als ich noch gesund war, war vorher vier wochen  oder länger spannung, mit kekse backen und reinigen der wohnung und..und..und..vor allem ..auf den weihnachtsmarkt gehen,oder in die stadt..leuchtende kinderaugen sehen.ach gott, wie ich das vermisse. und nun habe ich meine kids schon mit meinem desinteresse angesteckt, denn auch mein sohn und schwiegertochter machten nichts für ihre kinder zum advent. ich habe das gefühl, das ich nur noch anwesend und akzeptiert bin und alles kaputt mache mit meiner krankheit und ich habe keine ahnung, wie ich das ändern soll, wenn ich nicht auf die beine komme. jeder versuch aufzustehen scheitert, wie gestern und ich falle anschließend ein stück tiefer. und das fest der liebe ist von mir kaputt gemacht, ehe es begonnen hat. für mich ist es ein fest, das mich zu etwas zwingt und ich wehre mich..mein körper wehrt sich. oder bin ich etwa nur zu faul und habe meine faulheit gewinnen lassen? ich weiß es selbst nicht so recht. es hat doch garnichts mehr mit frohem fest zu tun, wenn man schon dagegen ansieht,das der heilige abend naht, den weihnachtsbaum hinstellt, die geschenke verteilt und fertig. hinzu kommt, das man sich bald einen kredit aufnehmen muss,um geschenke zu besorgen. all sowas geht in meinen kopf herum und zieht mich weiter herunter. dazu kommt, das es sinnlos erscheint darüber zu reden mit familienangehörigen. erstmal kann ich keinem meine meinung sagen,aus angst vor streit oder was auch immer...wenn ich es dann ansatzweise doch versuche hört man mir zu,aber fruchtet nicht. ich finde es alles tot-traurig, auch die weihnachtstage allein zu verbringen nervt mich..irgendwie fühle ich mich alt und ab. ich weiß nicht, ob es hier ins forum gehört, aber ich musste es mal loswerden,ich denke es geht nicht nur mir so.
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lebe jeden tag deines lebens so, als wäre es dein letzter.
roswitha
Nane
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Beiträge: 32


« Antworten #1 am: 30. November 2005, 09:30:08 »

Morgen Loopi

Ich versteh dich sehr gut...die letzten Jahre sind bei mir auch so gelaufen...ich hatte zu nichts mehr Lust was das weihnachten bedrifft...naja besonders ist es dieses Jahr auch noch nicht aber besser.
ich hab einen schönen Satz in deinem Post gefunden.

  als ich noch gesund war, war vorher vier wochen oder länger spannung, mit kekse backen und reinigen der wohnung und..und..und..vor allem ..auf den weihnachtsmarkt gehen,oder in die stadt..leuchtende kinderaugen sehen.ach gott, wie ich das vermisse.

Da steht was sehr interesantes.....
Du VERMISST es,,,,weist du das sowas ein Guter Ansatz ist was zu ändern.
Allerdings solltest du dich nicht unter druck setzten...denn alles mußt du diese weihnacht nicht schaffen...wenn es dir schwer fällt nach draussen zu gehn....dann mach was in deinem Haus.jede kleine Idee könntest du aufgreifen und umsetzten.
Z:B: Morgen Früh kommt dir in den Kopf Plätzchen zu backen....steh auf und tu einfach,auch wenn es nur 10 sein sollten,wieviel spielt überhaubt keine Rolle,wenn du denkst eine Kerze auf dem tisch tuts auch,dann lass doch die Gedanken um den Adventskranz weg,muß der sein?
Geh in kleinen Schritten deiner sehnsucht entgegen dann stolperst du auch nicht und irgendwann hast du einen neuen weg gefunden mit Dir und jetzt weihnachten umzugehn und du wirst nicht mehr vermissen müßen.

ich wünsch dir alles gute und drück dich mal
Nane
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Muett
Gast
« Antworten #2 am: 30. November 2005, 15:15:09 »

Hallo Loopi :-),

nein, es geht Dir ganz sicher NICHT alleine so und ein Teil Deines Postings spricht mir aus der Seele!

Allerdings sehe ich ein paar Dinge etwas anders als Du. Du schreibst, dass Du Schuld bist, dass Deine Familie nicht mal mehr einen Adventskranz vermisst, bzw. die Eltern Deines Enkelkindes, nichts vorweihnachtliches bereiten. Wer sagt denn, dass es ihnen wichtig ist? Wer sagt, ob es ihnen je wichtig war? Dir war es wichtig und deshalb hast Du es bereitet. Klar, wenn die Kinder klein sind, brauchen sie unser Vormachen, unsere Initiative - aber je älter sie werden, je selbstverantwortlicher können sie entscheiden. Sie müssen ihre Normvorstellungen finden, bzw. sich einsetzen und bewegen für die Dinge, die ihnen wichtig sind. Du kannst nicht mehr ihr Motor sein, sie müssen sich schon selber in Gang bringen.
Beispiel: Diesen vorweihnachtlichen Druck mit Wohnungsputz, Plätzchen backen, Geschenke schön bunt verpacken, kenne ich noch aus Kindertagen. Ohne zu Hinterfragen, habe ich dies lange weiter gelebt. Dann kam meine Angst/Panik und ich konnte nicht mehr so, wie ich wollte und ich hatte ein super schlechtes Gewissen es nicht mehr zu können. Irgendwann ging mir ein Kronleuchter auf, denn ich stellte mir die Fragen: Sind mir saubere Fenster zu Weihnachten wichtig? Antwort: nein - ist mir nicht wichtig. Aha, warum also der Streß? Wem muss ich genügen? Die selbe Frage: Sind mir Plätzchen wichtig? Antwort: Ja, schon, aber nicht so wichtig, dass ich deshalb so ein Streß haben will. Aha- also schaue ich, ob es passt, sonst kaufe ich welche oder meine Kids dürfen die Küche verschmieren.

Langer Rede, kurzer Sinn: Frage Dich, was DU willst, was DIR wichtig ist und löse Dich von dem Anspruch, anderen (Deinen Kindern) genügen zu müssen. Wenn mich nicht alles täuscht, sind auch Deine Kinder inzwischen alt genug, sich selber zu bewegen. So könnte es doch auch einmal so sein, dass sie kommen und für Dich backen, den Baum aufstellen, Dir einen Adventskranz herrichten...


Und so kann ich Nane nur Recht geben: Schau, was DU vermisst, schau, was Du gerne tun würdest, schau, was Dir Freude bereiten würde und lass den ganzen anderen Kram weg. Dies dürfte Dir soviel Druck nehmen, so dass Du dann auch tatsächlich die Kraft finden dürftest, Deine Wünsche umzusetzen (zumindest etwas davon).

In diesem Sinne wünsche ich DIR eine schöne Vorweihnachtszeit.

Viele Grüße
Muett
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loopi
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« Antworten #3 am: 01. Dezember 2005, 05:25:47 »

danke ihr zwei, es macht schon etwas ruhiger, wenn man weiß, es geht einem nicht alleine so,das schlechte gewissen ist zwar nicht behoben, aber  ist eigentlich schon so, das die familie vielleicht auch mal bisschen geben sollte.
muett...eine sehr große freude hat es mir bereitet, von dir zu lesen...man hat schon soooo laaange nicht mehr miteinander gesprochen. das macht auch ein wenig traurig, die "alten" chatter nicht mehr zu finden.
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roswitha
Muett
Gast
« Antworten #4 am: 01. Dezember 2005, 09:15:58 »

Hi Loopi :-)

wenn ich Dich die Tage mal im Chat sehe, besuche ich Dich mal :-)

Liebe Grüße
Muett
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falke1107
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Beiträge: 50


« Antworten #5 am: 02. Dezember 2005, 13:12:37 »

Hallo, loopi,

deine Zeilen zeigen, dass du im Moment mehr an dir selbst zweifelst als an anderen! Warum bist du für alles verantwortlich? Warum musst du immer "funktionieren"?
Ich habe es in meiner Kindheit immer genossen, wenn wir in der Vorweihnahtszeit mit meinen Omas was gemacht haben. Aber es war für mich nicht selbstverständlich! Und wenn eine mal keine Zeit oder Lust hatte, dann war es auch o.k. (wie Nane schon sagte), dass nur eine Kerze da stand. Hauptsache, die Oma war einfach da!!!

Inzwischen ist es so, dass ich selbst keine allzu große Lust mehr auf Weihnachten habe. Ich sehe, dass es nur noch in Stress ausartete und das Geschenke-Schenken nur noch ein verselbständigtes "war schon immer so". Also versuche ich seit einigen Jahren, in meiner Familie dafür zu weben, dass wir das nicht mehr machen. Wer Lust auf Kranz und Baum hat, der soll das machen, aber keiner muss. Und da wir uns alle kaum mehr Geschenke leisten können, wird auch das gottlob immer weniger. Ist doch viel schöner, wir sitzen zusammen und freuen uns, dass es uns gibt, als dass wir gezwungen sind, Dinge zu tun, die wir eigentlich alle nicht mögen.

Hast du schon einmal daran gedacht, dass deine Kinder und Enkel vielleicht wirklich gar nicht so viel drumrum wollen? Und wenn, dann sollen sie es doch wirklich mal für dich tun!

Nimmst du denn eine professionelle Hilfe in Anspruch? Jemand mit dem du reden kannst über deine Probleme?

Liebe Grüße

Petra
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