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Autor Thema: Wie schnell gibt es Hilfe?  (Gelesen 3021 mal)
stilbruch
Beginner
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Beiträge: 1


« am: 08. Dezember 2005, 22:59:37 »

Schönen guten Tag,

ich versuche seit einem dreviertel Jahr ärztliche/psychologische Hilfe zu bekommen, hab so ziemlich alles versucht, Beratungsstellen, Gesundheitsamt, Telefonseelsorge und alle Jugendpsychiater in meiner Gegend.
Nach vielen Entäuschungen hab ich jetzt einen Notfalltermin in der Uniklinik Ambulanz.
Bislang hab ich alles alleine gemacht, heute hab ich es das erste mal meinem Vater erzählt und er hat mich in meinem Vorhaben, die Schule ein halbes Jahr zu unterbrechen, um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, unterstüzt.

Eigentlich bin ich ziemlich unsicher, ich hab noch keine ärzltiche Diagnose und ich rede hier grad ein wenig um den heissen Brei.
Ich hab mich selbst als Borderliner diagnostiziert, selbst wenn ich unrecht habe, ich merk ja, dass es mir nicht gut geht und es nicht so weiter gehen kann.
Meine Frage an Menschen mit mehr Erfahrung, was mir sehr helfen könnte.. wie lang dauert es wohl, bis ich Platz in einer Klinik bekomme?
Wenn die Probleme akut sind?
Mein Leben kann so, wie es momentan ist, nicht weitergehen, weil meine Depressionen, Demotivation, Launen usw. einfach zuviel behindern. Dazu kommen andere Probleme.
Ich weiß grade wirklich nicht, wie ich weiter machen soll, weil eignetlich jede Entscheidung unangenehm ist.

Mir wäre also sehr geholfen wenn ich Antwort bekäme, in meiner Umgebung  ist die Unterstützung ein bischen mangelhaft.. und ich hab wirklich keine Ahnung wie es bei solchen Plätzen aussieht...
also schonmal Danke im Vorraus, ich hoffe ich hab es einigermaßen verständlich ausgedrückt...

Lg,
Stilbruch
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Schmetterling
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« Antworten #1 am: 09. Dezember 2005, 14:04:30 »

Ich weiß nicht, ob ich Dir viel raten kann, denn ich war immer nur in ambulanter Therapie.
Wenn Du aber sowieso in eine Klinik möchtest, sollte es auf jeden Fall klappen, wenn Du Deine Situation als Notfall darstellst. Du darfst ruhig ein bißchen theatralisch auftreten und den Leuten erklären, dass Du ganz dringend Hilfe benötigst. Wenn alles das nicht klappt, wäre die Drohung mit einem Suizid mein Geheimtipp.  
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eulenfuss
Gast
« Antworten #2 am: 09. Dezember 2005, 14:22:56 »

 
Zitat
Wenn alles das nicht klappt, wäre die Drohung mit einem Suizid mein Geheimtipp.  


mit sowas spielt man nicht

mh, ich weiss ja nicht schmetterling, dieser schuss kann mächtig nach hinten losgehen

mfg


[Editiert am 9/12/2005 von eulenfuss]
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Schmetterling
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« Antworten #3 am: 10. Dezember 2005, 23:41:58 »

Hallo eulenfuß,

ja, Du hast Recht, mit solchen Drohnungen sollte man vorsichtig umgehen. Aber wenn man unbedingt in eine Klinik möchte und es nicht anders bewerkstelligen kann - ? Na ja, man sollte seelisch einigermaßen gefestigt sein, wenn man zu so einer Notfallmaßnahme greift - und wenn man gefestigt ist, braucht man keine Klinik mehr.
Wirksam ist diese Drohnung jedoch meistens.

Schmetterling
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Elliot
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« Antworten #4 am: 11. Dezember 2005, 11:40:19 »

Hallo an alle!

Ich finde es ziemlich blöd, wenn man durch eine nicht ernst gemeinte Suiziddrohung in die Klinik geht und vielleicht anderen, die es wirklich ernst meinen, den Platz weg nimmt.
Ok, es ist echt anstrengend, so lange für einen Therapieplatz zu kämpfen, aber irgendwann schafft man das.
Nicht ernst gemeinte Suiziddrohungen sind meiner Meinung nach falsch!

Lieben Gruß
Elliot
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Manchmal muss man verstummen um gehört zu werden...
eulenfuss
Gast
« Antworten #5 am: 11. Dezember 2005, 11:55:47 »

der schlimmste fall der eintreten kann, und aus meiner sicht der richtige wenn man mit solchen sachen spielt, man kommt auf die geschlossene zur eigenen sicherheit.

mh, ist es das wert?

mfg
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Seoul
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J. Dean


« Antworten #6 am: 11. Dezember 2005, 17:07:27 »

Zitat
Hallo an alle!

Ich finde es ziemlich blöd, wenn man durch eine nicht ernst gemeinte Suiziddrohung in die Klinik geht und vielleicht anderen, die es wirklich ernst meinen, den Platz weg nimmt.
Ok, es ist echt anstrengend, so lange für einen Therapieplatz zu kämpfen, aber irgendwann schafft man das.
Nicht ernst gemeinte Suiziddrohungen sind meiner Meinung nach falsch!

Lieben Gruß
Elliot


Ich muss Dir weitestgehend Recht geben.

Doch selbst eine nicht ernst gemeinte Suiziddrohung ist eine ernst gemeinte..

Denn niemand der wirklich gesund ist, würde damit drohen, wenn er nicht ernsthafte Probleme hätte und daher werte ich es eher als einen Hilfeschrei, allerdings mit eher unorthodoxen Mitteln.
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Qui vivra verra
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>>> Bitte entschuldigen Sie das ich lebe, ich werde es bestimmt nicht wieder tun! <<<
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wolfgang  
Gast
« Antworten #7 am: 11. Dezember 2005, 21:15:36 »

Hallo Stilbruch,
aus welchem Bundesland kommst du?

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Schmetterling
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« Antworten #8 am: 11. Dezember 2005, 22:27:27 »

Hallo,

ihr habt alle Recht: Blöd sind solche Drohungen durchaus - aber keinen Therapieplatz zu bekommen, das ist auch blöd.
Ich selbst habe es jedenfalls mal auf diese Art und Weise geschafft. Mein Therapeut wollte mal die Therapie beenden und ich wurde derartig wütend, dass ich mit Suizid gedroht habe, wenn er nicht weitermacht.
Es hat sich durchaus gelohnt, denn er hat dann weitergemacht. Allerdings war das alles nicht so einfach. Meine Einweisung in die "Geschlossene" hing in der Tat am seidenen Faden. Er hat die Amtsärztin von meiner Drohung benachrichtigt und ich musste dort antanzen und erklären, was mich zu dieser Maßnahme veranlasst hat. Es war garnicht so einfach ihr zu erklären, wie dringend ich diese Therapie brauche. Schließlich konnte ich sie überzeugen, dass ich mich noch mitten in der Therapie fühlte und noch längst nicht am Ende.
Der Therapeut hat ein Schreiben von der Amtsärztin bekommen, dass er die Sache nicht richtig abgeschlossen hätte und das noch nachholen muß. Glücklicherweise hat er keinen Widerspruch erhoben, sondern weitergemacht.  

Schmetterling
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Elliot
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« Antworten #9 am: 11. Dezember 2005, 22:31:17 »

@ Seoul
Zitat
Doch selbst eine nicht ernst gemeinte Suiziddrohung ist eine ernst gemeinte..

Denn niemand der wirklich gesund ist, würde damit drohen, wenn er nicht ernsthafte Probleme hätte und daher werte ich es eher als einen Hilfeschrei, allerdings mit eher unorthodoxen Mitteln.


Du hast wohl Recht, vielleicht war ich ein wenig hart, man muss die Sache ja auch immer noch aus einer anderen Richtung sehen. Wenn man so verzweifelt ist, aber es ist wirklich eine sehr komische Art, um in die Klinik zu kommen.

Lieben Gruß

Elliot

 Happy Birthday Stilbruch!

[Editiert am 11/12/2005 von Elliot]
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Manchmal muss man verstummen um gehört zu werden...
hexekathrin  
Gast
« Antworten #10 am: 12. Dezember 2005, 15:01:07 »

Meine Erfahrung: Setzt dich mit deiner Krankenkasse in Verbindung oder noch besser, dein Vater macht es. Die machen dann ein Eilverfahren mit der BfA. Ich schätze innerhalb von 4 - 8 Wochen sollte das durch sein.
Theatralische Darstellungen sind schitt. Das funktioniert nicht und bei Suizitgefahr landet man allenfalls in der Geschlossenen.

Kathrin
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J. Dean


« Antworten #11 am: 12. Dezember 2005, 16:39:12 »

Finde auch, dass der von Kathrin beschriebene Weg, gangbar ist oder sein sollte.

Evtl. würde es auch etwas bringen, wenn sich Dein Hausarzt für Dich einsetzt.
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crissy79  
Gast
« Antworten #12 am: 05. Januar 2006, 18:01:27 »

hi,

ich weiss nicht so wirklich ob ich dir helfen kann aber wenn du in eine Klinik willst so richtig stationär dann kann das teilweise sehr lange dauern.

wenn du nen guten neurologen hast schreibt der dir ne einweisung,erkundigt sich wohin du gehen könntest und das alles geht relativ schnell.

wenn du nicht stationär in eine klinik willst kannst du ja zunächst in eine tagesklinik gehen.die gibts in jeder größeren stadt.auch hier reicht eine einweisung deines neurologen,ohne wird´s schwer.

ich wünsche dir jedenfalls alles erdenklich gute !!!

wenn du noch fragen hast meld dich einfach !!!
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