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Autor Thema: Psychotherapie - das kann doch wohl nicht sein!!!!  (Gelesen 2441 mal)
Marakuja
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Beiträge: 54


« am: 14. Dezember 2005, 20:44:26 »

Hallo,

nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder. Inzwischen geht es mir wieder ganz gut aber wie das so ist im Leben: kaum gehts einem besser kommt der nächste Ärger ins Haus geschneit:

Heute hatte ich Psychotherapiestunde, die 8. Der nächste Terrmin wäre genau in einer Woche. Den wollte ich absagen da meine Freundin genau an diesem Tag eine Babyparty feiert. Den Termin kann sie nicht verlegen, da es schon schwierig genug war alle an einem Termin unter einen Hut zu bringen.
Also sagte ich das der Thera und sie meinte das ginge nur wenn ich die Kosten für den ausgefallenen Termin privat übernehme. Wohlgemerkt die Terminabsage wäre 1 Woche zuvor gewesen! Sie meinte das ich Prioritäten setzen müsse und alles andere eben unterzuordnen habe. Das gelte für alle ausgemachten Termine.
Die Terminvorgabe ist bei ihr allerdings 4-6 Wochen - weiß ich was bis dahin alles passiert ??
Ein Beispiel: ich betreue wenn meine Eltern verhindert sind meinen geistig behinderten Bruder. Wenn ich am Donnertag erfahre dass ich ihn in der nächsten Woche Mittwoch (Therapietag) aus irgendwelchen Gründen betreuen müsste dann hieße dass wenn ich den Termin absage blechen... Ob ich ihn dann mitbringen soll fragte ich sie empört und sie meinte: wäre eine Möglichkeit! Was sollte das für eine Therapiestunde sein bitte, ich kann ihn nicht mal alleine im Wartezimmer lassen... Sie meinte nur in solchen Fällen könne man ja verhandeln was das Honorar angeht...

Das gleiche gilt übrigens bei Krankheit...

Nun muß ich nächste Woche in die Therapie. Absagen geht ja nicht wie sie sagt. Aber das kann ich mir nicht vorstellen, das kann doch wohl nicht sein!

Wie ist das bei Euch?
Gibt es dazu Richtlinien?
Wo kann ich mich erkundigen?
Wenn ich die Therapie abbreche bekomme ich ja so schnell keine neue, was kann ich tun? Der Krankenkasse berichten warum wieso weshalb ?

Ich bin stinksauer!

Liebe Grüße an alle!!
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Phoenixchen  
Gast
« Antworten #1 am: 14. Dezember 2005, 21:07:24 »

Hallo Marakuja,

wie das rechtlich gehandhabt wird, weiß ich leider nicht. Ich kann deinen Unmut aber sehr gut verstehen. Bei meinem Therapeuten kann ich Stunden 24 vorher absagen und dasselbe hat mir auch schon ein anderer Therapeut gesagt. Allerdings habe ich auch schon gehört, dass manche Therapeuten es genauso handhaben wie deine Therapeutin. Zumindest hätte sie dir das gleich zu Beginn der Therapie mitteilen müssen, finde ich. Frag doch mal bei der Krankenkasse nach, wie das geregelt ist.

Viel Erfolg!
Phoenix
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wolfgang  
Gast
« Antworten #2 am: 14. Dezember 2005, 21:09:28 »

Hallo Marakuja,
als du die Therapie begonnen hast, bist du doch mit Sicherheit auf die Spielregeln aufmerksam gemacht worden.
Was hindert Dich daran nach der der Therapie zu dieser Party zu gehen?
Falls du deswegen die Therapie abbrichst, stehen genug vor der Tür, die Deinen Platz haben möchten. Ich habe auch schon Stunden bezahlt, die ich geschludert hatte. Und mir hat es weh getan.
Die Krankenkasse wird Dir in diesem Fall höchstens helfen eine neue Therapeutin zu finden.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Marakuja
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Beiträge: 54


« Antworten #3 am: 14. Dezember 2005, 21:26:43 »

Ich habe das erst heute erfahren, nach der 8. Stunde - von diesen Konditionen war nie die Rede. Ich erwarte schon von meinem Therapeuten dass er ein gewisses maß an Flexibilität mitbringt und eine Woche vorher einen termin absagen ist ganz sicher nicht kurzfristig. Meines Erachtens sollte der Therapeut das Wohlergehen seines patienten in den Vordergrund stellen. Wenn ich mir vorstelle dass ich meinen Bruder in der Stunde mit dabei habe - das ist ein Unding!!!!! Wem soll das was bringen - mir? Die Wahrscheinlichkeit dass so etwas passiert ist gering, aber ich wählte bewußt dieses Beispiel um zu sehen was sie darauf sagt. Das Ergebnis ist bekannt - und das ist für mich nicht tragbar.
Im Übrigen weiß sie (und hat mir das auch gesagt!) dass ich nicht zu den Menschen gehöre die aus einen Null-Bock-Gefühl heraus einfach so mal einen termin knicken.

Zudem meinte sie (sinngemäß) das wenn ich die Therapiestunde nächste Woche absagen würde dann würde das auch etwas über die Qualität unserer Beziehung aussagen. Also dass mir meine Freundin wichtiger wäre oder so ähnlich.

Ich glaube ich bin im falschen Film!!!

Ich werde morgen mit der KK Rücksprache halten.

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wolfgang  
Gast
« Antworten #4 am: 14. Dezember 2005, 21:32:59 »

Mach dass, ich bin mal gespannt, was die sagen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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BlueLuna
Juniormember
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Beiträge: 20



« Antworten #5 am: 14. Dezember 2005, 23:04:34 »

Hallo Marakuja,

also bei mir ist es so, dass ich 48 Stunden vorher absagen muss, sonst muss ich den Ausfall übernehmen. Meine Thera hat mir dies aber auch am Beginn meiner Therapie mitgeteilt und sie meinte, dass das Krankenkassenrichtlinien seien.
Diese Absageklausel steht auch im Therapievertrag bei mir. Hast du einen solchen eigentlich unterschrieben? Mir erscheint es auch sehr ungewöhnlich, dass dich deine Thera über so etwas Wesentliches am Anfang nicht aufgeklärt hat. Bei mir ist es auch so, das ich jede Woche einmal zu einem bestimmten Termin eine Sitzung habe, der fest steht und wofür auch nicht immer wieder neue abgesprochen werden müssen. Hast du denn einen festen Therapieplatz?
Ich finde das alles sehr ungewöhnlich, was du beschreibst. Auch finde ich es komisch, dass deine Thera ja fast beleidigt ist, dass du etwas anderes ihr vor ziehst? Und meiner Ansicht nach, ist nach 8 Sitzungen, noch nicht wirklich eine Beziehung aufgebaut. Da hat man sich doch gerade mal beschnuppert und eine Basis gefunden.
Wie kommst du denn sonst mit ihr zurecht?

Hoffe es ergibt sich was positives, wenn du bei Krankenkasse nachfragst.

VlG, BlueLuna

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Marakuja
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Beiträge: 54


« Antworten #6 am: 15. Dezember 2005, 10:17:36 »

Heute habe ich mit der Krankenkasse und der kassenärztlichen Vereinigung gesprochen und bin positiv überrascht:

- Ein Ausfallhonorar muß bei rechtzeitiger Absage eines Termines nicht bezahlt werden, 1 Woche ist mehr als ausreichend, das Vorgehen der Therapeutin sei mehr als unüblich.

Das gleiche wurde mir von der kassenärztlichen Vereinigung mitgeteilt. Wenn ich eine Rechnung erhalten sollte, soll ich diese und eine kurze Schilderung des Sachverhaltes an die KV weiterleiten, sie werden sich dann mit der Therapeutin in Verbindung setzen.

- der Abbruch der Therapie hat keine Folgen, ich kann sofort oder auch später in eine neue Maßnahme wechseln. Ziel sei ja schließlich dass es mir besser gehe und wenn dazu eine Psychotherapie nötig sei wird diese auch nach einer abgebrochenen Behandlung genehmigt. Ein Verzeichnis der Therapeuten wird mir zugeschickt.......... meine Güte, das nenne ich Kundenorientierung!! Und ich wollte schon die KK wechseln weil sie so teuer ist....... :-)

Also werde ich mich nun um einen Termin bei einem anderen Therapeuten bemühen, das wird nach Aussagen der Krankenkasse auch kein großes Problem da in meiner Region eine große Therapeutendichte herrscht und die Wartezeiten dementsprechend nicht so lange sind.

Liebe Grüße an alle!
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Alexander75
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Beiträge: 127


« Antworten #7 am: 17. Dezember 2005, 10:31:13 »

HI

also ich kenne das so von meiner freundin (ich selber muste noch nie absagen) wenn der therapeut keinen ersatz findet wird die stunde über die krankenkasse abgerechnet und ihr eben abgezogen.
aber innerhalb von 1 woche sollte man doch wohl ersatz finden.
das man es aus eigender tasche bezahlen soll habe ich noch nie gehört.
wie es gesetzlich geregelt ist wissen wir aber auch nicht, würde mich mal bei deiner krankenkasse erkundigen.

Alexander75
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