Mio
Juniormember
 
Beiträge: 8
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« am: 21. Dezember 2005, 23:12:07 » |
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Hallo,
Bei mir hat sas Schlafen eine Dimension angenommen die absolut sinnlos und destruktiv geworden ist. Ich schlafe jeden Tag bis um 17:30 Uhr, steh dann auf mit ziemlichen Kopfschmerzen (dass zuviel Schlaf depressionsfördernd ist, ist bestimmt nix neues für euch) und einem Gefühl der Angewidertheit, dass ich mich am liebsten sofort wieder ins Bett legen möchte und schlafen, schlafen, schlafen. Es ist so ein bisschen wie T*t sein. Nur hält man sich dann doch wieder mit ein wenig essen und trinken am leben. Meine Beckenknochen tun richtig weh vom vielen Liegen. Und für Weihnachten ist absolut noch NICHTS erledigt. Keine Geschenke, nix, gar nix. Ich zieh mir die Decke übern Kopf und beginne zu schweben. D.h. ich verliere mich in einem luftleeren Raum, verlier die erdung, den Bezug zur Realität, ich bin wie ein Embryo der im Fruchtwasser der Gebärmutter schwebt und nichts tun muss außer eben da zu sein. Meine Telefone sind abgeschalten und nur wenn meine Söhne vorbeikommen, stell ich mir den Wecker und steh dann gerade eine halbe Stunde vorher auf. Meistens koch ich dann eine Packerlsuppe oder bestell eine Pizza damit was zum Essen im Haus ist. Wenn sie dann wieder weg sind nehm ich Tramal und Psychpax und beame mich wieder in meinen imaginären Uterus. Ein Freund von mir hat genau das selbe Verhalten drauf wie ich. Er macht sich zu mit Schlaftabletten, Nozinan, und Zoldem usw. und er hat den Begriff "Fluchtschlafen" erfunden. Wir flüchten vor einer Realität die uns Angst macht, die uns entglitten ist, und unsere Träume sind lebendiger als unsere Realität. Aber ich finde das ist dem Leben gegenüber nicht fair. Und meine Mahnungen stapeln sich, ich halte absolut keine Verabredungen mehr ein. Keine wichtigen Termine. Wenn ich um halb sechs aufsteh, schau ich bis um 24 Uhr fern, dann geh ich wieder schlafen und dann wiederholt sich das Ganze wieder. Ich sehe nahezu kein Tageslicht, manchmal tagelang keinen Menschen, aber es ist mir egal. Dann ist der Wunsch zu Leben wieder da, und wenn ich es schaffe rauszugehen dann erledige ich schnell alle DInge auf einmal, die ich halt in einem Tag schaffen kann, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden.
Weil ich einfach den Sinn nicht mehr sehen kann, den Sinn, das man aufsteht, sich bewegt, rausgeht, miteinander spricht, usw. Ich mein theoretisch weiß ich, dass wir es unserem Leben schuldig sind, es nicht zu versäumen, dass wir unsere Talente wahrnehmen sollen, unsere Träume verwirklichen und mit unserem Schicksal ringen, aber dieses Wissen schützt mich nicht davor die Flucht nach hinten anzutreten und mich vor diesem ganzen wissen, diesen ganzen Anforderungen zurück zu ziehen.
Ich hatte mal total Angst vorm Schwimmen. Ich war bis 24 Jahre eins uper Schwimmerin, überschwamm immer die neue Donau hin und retour und Wasser war mein absolutes Element. Eines Tages bekam ich in der Mitte der Donau voll Angst vorm Ertrinken, meine Bewegungen wurden arrhythmisch, panisch, und ich wäre fast unter gegangen. Es war die Hölle, dann zwang ich mich an etwas anderes zu denken und schafftes mit Müh und Not und mit allergrößter Konzentration mich an Land zu schaffen. Seitdem hatte ich höllische angst vor Wasser. Das steigerte sich so, dass ich nicht mal mehr ins Kinderbecken gehen konnte, wo mir das Wasser bis zum Nabel ging, ohne dass ich nicht die Panik bekommen hätte umzufallen und zu ertrinken. sportbecken auch in der Nähe des Randes..ging auch nicht mehr. Ich war zur Landratte mutiert. Das dauerte fast 15 Jahre bis ich dieser Angst wieder Herr wurde. Irgendwann schwamm ich mit meinem Sohn in einem der schönen Kärntner Waldseen, der war so klein,d ass man ihn mit 30 Tempi überqueren konnte. Und eines Tage, eines Tages schaffte ich es. Es lag ein Baumstamm im Wasser, an dem ich mich jederzeit hätte anhalten können und das gab mir Sicherheit. Klopfenden Herzens aber dennoch, ich schaffte es. Und dann ging es bergauf. 2001 überschwamm ich das erste Mal wieder die Donau mit meinem Freund, und Schwimmmatratze und es war einfach himmelhochjauchzend.
Ich weiß dass sich DInge so einprägen können dass man laaaaaaaaaange Zeit dazu braucht um sie wieder zu "verlernen". Ich möchte so gern einen Schritt setzen, dass der Lernprozess zustande kommt.
Kennt jemand von euch diesen Zustand hat jemand von euch eine Idee?
Mio
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das Leben ist eine prima Alternative
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Fluflu
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« Antworten #1 am: 21. Dezember 2005, 23:35:45 » |
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Hallo Mio,
das klingt echt nicht gut, ich glaube Du bist da ganz schön gefangen in Deinem Rythmus. Ich hatte auch mal so eine Phase zu Beginn des Jahres, nur schlafen, nichts hören, nicht sprechen, nichts sehen. Ich habe mich zu dieser Zeit schon wie tot gefühlt, es hat mich genervt, das ich mich so gehen ließ. Lebend erwacht und nichts erlebt. Ich habe dann all meine Kraft genommen und mir wieder Tagesregeln aufgestellt.
Langsam bin ich dann wieder zum leben erwacht. Ausbrechen kannst nur Du alleine, ich hoffe das Du es schaffst.
Gruss fluflu
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Wir sind Manager unserer Gedanken, Unterbewusstsein ist programmierbar! :0)
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yon
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« Antworten #2 am: 01. Februar 2006, 21:33:35 » |
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Hallo Mio!
Ich kenne die Gedanken, die Du beschreibst, sehr gut. Bei mir sind sie nicht so extrem wie bei Dir, aber auch bei mir gibt es genügend Tage, die ich am liebst einfach nur im Bett verbringen möchte. Auch wenn ich arbeiten muß, komme ich manchmal überhaupt nicht raus. Ok, damit kann ich leben, weil manchmal bin ich einfach noch so gefangen, daß ich einfach noch etwas Zeit brauche. Es ist so vieles, was in dem Kopf vor sich geht, das kann man nicht einfach abschalten und raus. Aber darum geht es vielleicht nicht unbedingt. Ich bleibe so lange liegen, auch die Vorstellung mal was zu Essen zu holen kann an solchen Tagen sehr unangenehm sein. Häufig stehe ich dann spät, sehr spät auf - und werde dann auf einmal sehr aktiv, kann abends nicht schlafen bzw. möchte es nicht, irgendwie muß ich noch was tun, weil ich den Tag so nicht abschließen kann, es ist ja noch gar nicht viel passiert.
Daß das späte ins Bett gehen das nächste Aufstehen nicht unbedingt fördert... naja. Ich weiß dann auch nicht wirklich, was ich dagegen tun kann, weil mir morgens einfach die Kraft fehlt und ich abends einfach noch nicht müde bin und eh nur wach daliegen würde.
Diese Traumwelten kenne ich nur zum Teil, denn so lange halte ich es drinnen nicht aus, auch nicht ohne Kontakte. Und sei es nur, daß ich mal eine Kaffee trinken gehe.
Grüße Yon
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Seoul
Stammposter
   
Beiträge: 2364
J. Dean
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« Antworten #3 am: 06. Februar 2006, 00:01:35 » |
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Hallo Mio,
dass ist ein durchaus gängiges Mittel, wenn man sehr tief in der Depression steckt, sich in den Schlaf zu flüchten.
Man ist kraftlos und das aufstehen fällt unendlich schwer und erscheint völlig sinnlos.
Versuche dagegen anzugehen, versuche Dir einen Schlafplan zu erstellen, jeden tage etwas weniger schlafen, eine Aufgabe zu erstellen, Pläne zu machen...Gaaaaanz langsam, kann man heraus kommen....
Ich flüchte mich auch, doch was für Dich der Schlaf, ist für mich die Nacht. Die Nacht macht mich frei und zufriedenener als der Tag, den ich als Bedrohung ansehe.
Schlafen: Ich schlafe max. 2-4 Stunden täglich, seit ca. 8 Jahren. Es kommt auch vor, dass ich 72 Stunden kein Auge zu mache, hächstens um 30 Minuten zu dösen.
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Qui vivra verra Seoul
>>> Bitte entschuldigen Sie das ich lebe, ich werde es bestimmt nicht wieder tun! <<< >>> Das Leben hat immer mehr Tage - aber die Tage immer weniger Leben. <<<
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eulenfuss
Gast
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« Antworten #4 am: 06. Februar 2006, 14:11:44 » |
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hi
auch ich schlafe unglaublich viel, in der regel 12-18 stunden.
nur bei mir ist der tag zwischen 16 und 18 uhr vorbei, dann geh ich ins bett. ich seh keinen grund länger aufzubleiben, auch fernsehen und inet reizt da nicht.
ich wache in der regel 3-8 mal die nacht auf (22 uhr-6 uhr) aber ich habe mich daran gewöhnt. ich rauch meist eine und kann dann sofort wieder einschlafen.
auch mir tun die beckenknochen vom vielen liegen weh, aber auch das nehm ich in kauf, denn, wenn ich schlafe muss ich nicht denken, wie schon gesagt, ein kleiner tod!
mein wunsch ist das mal ein richtiger kommt, im schlaf, mit dieser hoffnung und mit diesem gedanken schlafe ich jeden tag ein.
mfg
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Seoul
Stammposter
   
Beiträge: 2364
J. Dean
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« Antworten #5 am: 06. Februar 2006, 14:21:36 » |
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hi
..... denn, wenn ich schlafe muss ich nicht denken, wie schon gesagt, ein kleiner tod!
mein wunsch ist das mal ein richtiger kommt, im schlaf, mit dieser hoffnung und mit diesem gedanken schlafe ich jeden tag ein.
mfg Seltsam, dass denke ich auch oft und immer öfter......
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Qui vivra verra Seoul
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snakepic
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #6 am: 11. April 2006, 19:45:19 » |
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Hallo mit dem Schlafen fing es bei mir im Jahre 1997 an ich brauchte immer mehr schlaf. Habe nartürlich nicht gemerkt das es eine Flucht aus dem Leben war nach eienem halben Jahr wog ich dann noch 50 Kilo bei 170cm und bin immer um gefallen habe dann eine Kur gemacht 10 Wochen wo ich wieder zu zu genommen habe und viel über mich gelernt habe. Wenn du noch kannst fange ein geregeltes Leben an so richtig spiesig 7Uhr aufstehen usw wenn es auch schwer fällt das kann ein Weg sein Gruß Loti
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nivea3
Gast
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« Antworten #7 am: 19. November 2006, 05:57:00 » |
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ja, was den geregelten tagesablauf geht den habe ich auch.
auch ich habe nachts zeiten wo ich einigemale wach werde.
da ich die ganze nacht klassische musik, habe ich sowas wie eine wohlfühlatmosphäre.
stehe oft scho um 4.30h auf und genieße die ruhige zeit und tu dinge die mir spaßmachen.
da ich in meinen entscheidungen unabhängig bin, kann ich es mir einteilen, wie es mir gefällt.
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hanni11
Schreibe oft hier
  
Beiträge: 54
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« Antworten #8 am: 19. November 2006, 15:12:55 » |
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Ja ich kenne es auch. Ich habe mir den Wecker auf 8.30 gestellt, aber es vergeht kein Tag wo ich schaffe um diese Zeit aufzustehen. Es ist so, dass ich schon Angst habe wenn ich wieder arbeiten muss. Ich denke auch es ist eine Flucht, aber besser schlafen als immer nur zu warten das der Tag vorbei geht. Es ist ein Teufelskreis. Ich versuche es aber ab morgen wieder. Ich möchte nämlich ab Januar unbedingt wieder arbeiten, obwohl mir zu 80% im Mai die Kündigung droht. Ich bin dann 26 Jahre in der Firma und vielleicht liegt es auch an der Zukunftsperspektive dass ich lieber schlafe????Ich wünsche allen "Schläfern" hier dass wir wieder ein einigermassen geregeltes Leben schaffen. Viele liebe Grüße eure Hanni
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maren
Gast
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« Antworten #9 am: 19. November 2006, 17:18:24 » |
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hallo mio
an der stelle ist guter rat teuer, denn dein problem hast du ja durchaus erkannt, nicht nur unter depressiven auch unter ängstlern gibt es leute die nachtaktiv sind und den tag verschlafen weil es einfach leichter ist, meist jemand nachts zu hause ist oder man im dunkeln beschützer ist
das einzig wirkliche mittel wäre eine gute therapie, ich würde fast sagen klinik ABER und da musst du aufpassen, die meisten die in dem zustand in der klinik bergauf gehen kommen nachhause in die kleine welt und das ganze geht von vorn los.
ich kenn die verschiedenen fazetten von wozu willst aufstehen hast ja eh nichts zu tun,, nur den elenden haushalt dann warten das der tag vergeht,,, usw,,, also sie sind mir nicht fremd
ich musste damals lernen mir einen festen tagesplan zu machen,,, den fand ich anfangs absolut blöd,, da war auf die minute genau geregelt
8. uhr aufsten 8-9 uhr frühstücken 9-915. abwaschen nie länger,,, den rest liegenlassen 9.15 betten machen dann eine kleine pause von 5 minuten dann 10 min rausgehen
usw usf,,, ich habe den tag mit dem therapeuten in minuten später in stundne aufgeteilt und musste mich zwingen mich immer nur auf höchstens die nächste stunde zu konzentrieren,, ich hatte nicht nru das problem im bett liegen zu wollen, sondern auch am tag das problem den taggleich in 16 stunden aufstehen zu sehen das hat mich immer wieder mutlos gemacht
heute leben ich nach dem motto,,, wie verspeisst man einen elefanten ,,, *immer stück,für stück*
ich sehe den tag nicht merh als ganzes , sondern immer nur in der nächsten stunde,das hat es mir einfacher gemacht
und an wirklich schlechten tagen da hau ich mich dann um 18 uhr auf die couch und zieh mir einfach die decke übern kopf
allerdings muss ich dazu sagen nach 3jahren therapie, steh ich morgens um 6 uhr auf und hab inzwischen einen vollgepackten tag,,, das war lange lange nicht so,,,es ist übung und immer aufs jetzt konzentrieren.
ok sinnlos spazieren zu gehen,,aber denk dran du hast nur ein leben,vielleicht findest du gerade draussen,, jemand der sagt hey hast das oder das schon gesehen und fühlst dich innerlich pl´ötzlich froh,
im bett versagst dir dieses gefühl
ich wünsch dir viel kraft
lg maren
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