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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Die Angst rückfällig zu werden  (Gelesen 1740 mal)
crissy79  
Gast
« am: 24. Januar 2006, 17:09:59 »

Hallo...

wie einige von euch vielleicht schon festgestellt haben, habe ich hier im Forum bereits einen kleinen Teil meines Lebens preisgegeben

Ein Teil meines Lebens waren Drogen....so ist es leider

Ich war drauf - also süchtig - etwa von 1998 bis Mitte 2000 also etwa 2,5 Jahre

Jetzt bin ich seit 5 Jahren clean und eigentlich auch verdammt froh und stolz

Aber in der letzten Zeit habe ich Angst - Angst in diesen höllischen Kreislauf zurückzufallen

Momentan bin ich sehr verzweifelt,sehr tief unten und trage mich fast

täglich mit dem Gedanken mein Leben zu beenden

Dadurch das ich damals diese Erfahrungen mit Drogen jeder Art hatte -

also ich nahm auch die harten Drogen wie Koks - weiß ich das man sich

durch dieses Zeug so wunderbar betäuben kann - das man mit dem Zeug

vieles nicht so schwer nimmt


Durch all das habe ich Angst - eigentlich weiß ich das ich dieses Zeug nie

mehr anrühren wollte aber ich weiß nicht ob ich stark genug bin

Ich hab keine Kraft mehr diesen ganzen Schmerz zu ertragen und Drogen

würden es erträglicher machen - das weiß ich

aber ich weiß auch das wenn ich jetzt - nach 5 jahren ohne all das - sofort

wieder drauf wäre und der Kreislauf sich wieder drehen würde


Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.....bin völlig am Ende


eine verzweifelte
crissy79
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Klabautermann
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Beiträge: 42


« Antworten #1 am: 24. Januar 2006, 22:07:46 »

Also, das mit dem Leben beenden, das läßt Du mal schön bleiben!

...und das mit den Drogen auch.

Versuche mal herauszufinden, ob es bei Dir in der Nähe eine Selbsthilfegruppe gibt, mit Gleichgesinnten und Gleichbetroffenen, sowas kann viel Halt geben, war selber jahrelang in den AA.

Das Landratsamt (Sozialbehörde) kann Dir da Auskunft geben, die kennen die Gruppen, oder auch die Drogenberatungsstelle, die Kirchen, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt etc.

Schließe Dich dann  einer oder mehreren Gruppen an und treffe Dich mit denen.

In der Zeit kommst Du schon nicht auf dumme Gedanken und es ist auch eine gute Unterstützung.

Ansonsten schreibe hier und diskutiere mit den Forumsmitgliedern.
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joschi
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Beiträge: 34



WWW
« Antworten #2 am: 24. Januar 2006, 23:12:50 »

Hallo crissy,

verliere bitte nicht den Mut und bleibe standhaft. Es lohnt sich echt!!!! Ich hatte selbst schwerste Suchtprobleme und bin seit 20 Jahren clean, und es lohnte sich!!! Ich kann nachfühlen wie schwer es Dir fällt und wie sehr Du leidest. Die Vorschläge von Klabautermann sind gut. Mit Anderen reden und Zusammensein bewirkt oft Wunder. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

LG

Joschi
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Jeder Zwang ist Gift für die Seele _(Börne)
((Avatar ist eine Zeichnung eines Berliner Künstlers))
Klabautermann
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Beiträge: 42


« Antworten #3 am: 24. Januar 2006, 23:40:02 »

Ja, ich bin selber Alkoholiker und war schon 2 xd in der Klinik, 1997 für 6 Wochen in der Oberbergklinik in Hornberg und 2001 für 8 Wochen im Wilhelmsheim in Oppenweiler.

Selbsthilfe ist eine feine Sache und oft sehr wirksam.

Ansonsten solltest Du vielleicht auch mal einen Drogenberater aufsuchen, mit dem Ziel, eine stationäre Auffrischungstherapie finanziert zu bekommen, zumindest bei den Alkoholikern gibt es solche von 6 Wochen Dauer (z. B. auch im Wilhelmsheim).

Finanzieren tut das die Rentenversicherung, wenn es sich als nötig herausstellt und Du da versichert bist.

Dann wärst Du erst mal für einige Zeit weg von der Bildfläche und bekämst professionelle Hilfe.

Aber unbedingt gleichzeitig und auch danach Selbsthilfe betreiben, sonst rutscht man zu leicht wieder ab.
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