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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Positive Berichte  (Gelesen 1134 mal)
schnucki
Juniormember
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Beiträge: 22


« am: 12. Februar 2006, 10:09:05 »

Hallo!!

Ich habe hier schon viele Beiträge gelesen und selber welche geschrieben. Es ist mir aufgefallen, dass es sehr wenige positive Berichte gibt. Selten lese ich, dass es jemand geschafft hat. Dies macht mir nicht gerade Mut. Eigentlich brauche ich diesen Mut, damit ich an mein Ziel galube und mir bewußt ist, dass es sich lohn Hilfe anzunehmen.

lg
Schnucki
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loopi
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Beiträge: 100


« Antworten #1 am: 12. Februar 2006, 11:00:55 »

hallo,

da hast du wohl recht. ich bin seit 1999 auf diesen seiten, und ich kenne einige, die siese seiten nicht mehr brauchen, die es geschafft haben, manche verschwinden geheilt, man sucht ja meist nur hilfe, wenn man betroffen ist. mir ging es auch schon ein jahr mal besser und dann habe ich diese seiten gemieden um mich nicht selbst runterzuziehen, weil man so hilflos den anderen gegenüber ist. habe nur ab und zu in den chat geschaut,um mal mit alten freunden zu reden.
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lebe jeden tag deines lebens so, als wäre es dein letzter.
roswitha
wolfgang  
Gast
« Antworten #2 am: 12. Februar 2006, 11:53:08 »

Hallo Schnucki,
leider leben wir in einer Zeit, in der viele nur an sich selbst denken. Das erlebe ich auch in den Selbsthilfegruppen, in denen ich tätig bin. Sobald jemand auf einem guten Weg ist, verschwindet er oder Sie klanglos, um dann möglichst wieder aufzutauchen, wenn es wieder schlechter geht.

Natürlich muss jeder selbst überlegen was er tut. Wenn es Dich beruhigt, ich selbst leide seit 1989 unter Psychosen, Depressionen und starken Ängsten und bin nun seit über drei Jahren stabil.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Alexander75
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Beiträge: 127


« Antworten #3 am: 12. Februar 2006, 12:43:32 »

hi

na ja mir geht es jetzt einem halben jahr wieder sehr gut, un dich bin noch hier.
aber was soll ich dazu schreiben?
wie ich es geschaft habe?
denke jeder muss einen anderen weg gehn, ich versuche im chat ab und zu nützliche tips zu geben, aber wie desagt was bei mir half muss nicht bei anderen helfen.
aber wenn es dich bereugt ich leide seit 1999 an eine agorapobie die eigentlich weg ist :-)

Alexander75
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leben
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Beiträge: 43



« Antworten #4 am: 12. Februar 2006, 14:52:45 »

Hallo ,
mach dir selber Mut .... es geht Bergauf  es dauert zwar eine weile aber wo schatten ist ist auch Licht .
Ich war auch am Ende und hatte keinen Mut mehr , aber heute geht es mir viel besser ich hab wieder freude am Leben trotz deprris angst und Panik .... und alles ohne Tabletten .
Du mußt an dich glauben und stark sein lass dich nicht unterkriegen - alles wird gut .

liebe grüße
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schnucki
Juniormember
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Beiträge: 22


« Antworten #5 am: 12. Februar 2006, 17:22:02 »

Vielen Dank für eure Antworten. Da ich einige Menschen kenne, die schon lange mit dieser Krankheit kämpfen habe ich schon gedacht die Heilungschancen sind gering. Es ist wirklich schade, dass viele hier nicht ihren positiven Werdegang schieldern und uns damit Mut machen. Auch wenn ich geheilt werde darf und möchte ich die Leute nicht vergessen, die sich noch in dieser Lage befinden, weil im Grunde können es nur die verstehen, die es haben oder gehabt haben. Hoffnung braucht jeder, denn die stirbt meistens zuletzt.

lg
Schnucki
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schnuffelpueppi  
Gast
« Antworten #6 am: 13. Februar 2006, 13:01:53 »

Hallo Schnucki.....

es ist so wie Wolfgang sagt....auch in meinen SHG gibt es immer eine starke Fluktuation..meist zum Sommer hin...und im Winter rufen sie alle wieder an...weil es ihnen schlecht geht.

Aber ich lass dich gerne an meinen positiven Seiten teilhaben...irgendwie komisch es so zunennen...ist einem manchmal gar nicht so bewußt.

Ich leide seid 16 Jahren an Panik/Angst, Depri, Ritzen und Bulimie....seid 2 Jahren kann ich sagen...ich bin stabil...es geht mir.."gut".

Ich war vor 2 Jahren in einer Klinik, wo ich das erste Mal richtig behandelt worden bin....eine richtige Diagnose bekommen habe...und vor allem OHNE chemische Medis...da hab ich mich schon immer gegen gesträubt.

Als ich nach 10 Wochen aus der Klinik kam...ging es mir blendend...ich war total aufgedreht....nach 6 Wochen bekam ich dann starke Ängste...PA´s und eine enorme Anspannung...ich fiel in ein tiefes Loch...ich hielt mich für den Versager schlechthin..weil ich dachte, ich hätt in der Klinik wohl doch nicht alles richtig gemacht. Ich kämpfte mich 3 Monate durch diese schlimme Phase....

RÜCKWIRKEND kann ich sagen, dass ich diese 3 Monate so super überstanden habe...ich habe gekämpft jeden Tag...jede Minute hab ich mir vorgebetet, was ich in der Klinik gelernt habe.....jede PA versucht zuzulassen..sie zu überstehen..mir Rituale geschaffen.

Ich weiß damals hat ich nun die Gelegenheit zu BEWEISEN, dass ich doch was in der Klinik gelernt habe, auch wenn es mir in der Phase gar nicht bewußt war.

Heute leide ich immernoch an einer gewissen Dauerangst...24 Std. am Tag...aber ich hab sie zu meiner Freundin gemacht...manchmal lachen wir zusammen, manchmal schrei ich sie an...manchmal ignorier ich sie....oft hör ich auf sie. Ich mache das was ICH will.....BASTA...ich geh arbeiten, treff mich mit Freunden..leide SHG´s...egal was meine Angst davon hält.

Klar...kommen manchmal so Tage, wo ich es echt SATT bin...jeden Tag zu kämpfen....die Angst, die Depri..wenn es mal das nicht ist...dann hab ich Probleme beim Essen...oder Ritz-phantasien....ich denke dann....ich hab keine Kraft mehr...aber ich WEISS, dass ich diese Kraft habe..tief in mir....

Seid 2 Jahren nun bin ich clean bezüglich der Bulimie und des Schneidens....ich hoffe, ich schaffe es weiterhin....und die Angst...nunja...OHNE sie wäre es doch auch irgendwie langweilig...Smiley

Dat Püppi
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yon
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« Antworten #7 am: 13. Februar 2006, 20:39:45 »

Hallo Schnucki


 ich kann Dich verstehen, wenn Du sagst, Dir steht hier zu wenig positives. Also bei mir persönlich ist es auch so, daß ichhier über viel negatives schreibe. Das liegt vor allem aber daran, daß man über solche Dinge in der realen Welt nur schwer reden kann, jedenfalls ist das bei mir so. Das ist hier dann der andere Ort an dem man das kann, das eben auch mal die anderen Dinge zum Zug kommen. Das finde ich einen guten Ausgleich, sonst kommt man sich beiden anderen (draußen) immer so schwach vor.


Grüße
Yon
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Maunzerle
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Beiträge: 1


« Antworten #8 am: 13. Februar 2006, 21:25:21 »

Hallo allerseits,

Ich war schon lange nicht mehr hier, bin wohl auch eine von denen, die "nur an sich selbst denken". Ich hatte eine Agoraphobie, mir ging es mehrere Jahre lang nicht gut, zu manchen Zeiten konnte ich  das Haus nicht verlassen, manchmal nicht einmal mein Zimmer. An diesen Tagen war ich schon froh, wenn ich es heil ins Bad und wieder zurück geschafft habe. Habe dann über 2 Jahre VT gemacht und dann, als ich einigermaßen wieder funktionierte, ein halbes Jahr in Irland verbracht. Dort hatte ich immer noch hin und wieder heftige PAs, aber es wurde immer besser. Als ich dann wieder nach Deutschland gekommen bin, ging es mir auf einmal schlagartig richtig gut. Als ob ein Schalter umgelegt worden wäre. Ich bin wieder mit Freude in die Uni gegangen, war auf Parties etc. Und so ist es immer noch. Mein Thera wusste nicht mehr, was er mit mir machen sollte, also haben wir die Therapie (und ich hoffentlich meine gesamte "Psycho-Karriere") im Sommer beendet. Seitdem hatte ich höchstens 5 kleine Angstattacken, mit denen ich aber umgehen konnte. Jetzt schreibe ich meine Magisterarbeit, unterrichte nebenbei kleine Kinder (2-5 Jahre alt), gehe viel aus und genieße mein Leben ohne Angst. Ja, so ist das. Man kann es also schaffen, die Angst zu überwinden. Was ich für mich persönlich gemerkt habe, ist, dass man sich selbst nicht wie ein rohes Ei behandeln darf. Auch wenn es einem nicht gut geht, da muss man durch. Man überwindet die Angst nicht, wenn man die angstbesetzten Situationen vermeidet, oder nur halb durchsteht. So nach dem Motto: "Heute schaff ich das nicht." Morgen wird es aber auch nicht leichter. Man muss ganz durch durch die Situationen, nur davon wird es besser. Aber wie gesagt, hier kann ich nur für mich reden.
Ja, soviel von mir. Man möge es mir verzeihen, wenn ich mich jetzt wieder in meine reale, angstfreie Welt zurückziehe.

Viele Grüße,
Maunzi
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Whatever stone life may sling- we can moan, or we can sing.
wolfgang  
Gast
« Antworten #9 am: 14. Februar 2006, 04:47:50 »

Hallo Maunzi,
schön, dass es Dir jetzt gut geht. Ich drücke Dir die Daumen für Deine Arbeit!!

Herzliche Grüße
Wolfgang
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yon
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Beiträge: 128


« Antworten #10 am: 14. Februar 2006, 15:49:03 »

Hallo Maunzi,

schön, daß Du das hier schreibst! Das macht Mut, daß es auch andere schaffen können und tut einfach gut zu  hören!


Schöne Grüße
Yon
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