Schmetterling
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« Antworten #2 am: 13. März 2006, 14:39:21 » |
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Hallo,
mir ging es ebenso wie Dir: von einem auf den anderen Termin war die Therapie vorbei, weil die Kasse nicht mehr zahlte. Er fand es kaum notwendig, die Dinge zu irgendeinem Abschluss zu bringen. Er sagte nur "es ist vorbei - die Kasse zahlt nicht mehr". Dann als er sah, wie schockiert ich war, bot er mir an, noch ein paar Stunden "Entspannungstherapie" mit mir durchzuführen. Jetzt gehe ich also einmal im Monat zu ihm und muß mich entspannen. D.h. ich liege da und denke abwechselnd an einen schönen Ort, an dem ich mich mal wohlgefühlt habe und an meine Ängste. Irgendwie klappt das alles nicht so richtig. Ich möchte nicht an einen schönen Ort und an meine Ängste denken, sondern mit ihm reden so wie früher. Das macht mich alles so traurig, dass die Entspannung unmöglich wird. Auch für mich ist es rätselhaft, wie die Therapeuten so kalt sein können nur an ihr Einkommen zu denken. In meinem Beruf muß man was leisten, wenn man was verdienen will. Warum können Therapeuten treiben was sie wollen? Ich arbeite "nur" im Büro, aber wenn ich sehe, dass ich einen Brief nicht fertigschreiben kann, weil meine Zeit nicht ausreicht, verkürze ich ihn dementsprechend, schließe ihn aber dennoch ab und schicke ihn nicht einfach halbfertig aus dem Haus. Würde ich mir das erlauben, wäre ich schon längst rausgeflogen... Man bekommt ständig zu hören, wie anspruchsvoll der Beruf eines Therapeuten doch ist. Ich frage mich nun schon, was so anspruchsvoll daran ist, einen Klienten ohne Perspektive in der Luft hängen zu lassen.
Viele mitfühlende Grüße Schmetterling (auch eine Unvollendete)
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