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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Gerade beim Psychiater...oder besser:Ich war eben in der Hölle  (Gelesen 4500 mal)
Kimba
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« am: 14. März 2006, 15:45:13 »

Ich bin gerade beim Psychiater gewesen,aber ich vermute ich habe mich in der Tür geirrt und war in der Hölle...

Er fragte mich ob ich weiß woher die Panikattacken kommen und ich sagte ihm,das sie aufgetreten sind nachdem meine Mama an Krebs starb und ich sie 3 Jahre gepflegt hatte.

Ich kann es noch immer nicht glauben,da sagt dieser"Mensch" zu mir wortwörtlich:

"Ja und?Wo ist das Problem-Menschen sterben nunmal und wenn sie Krebs haben eben auch schonmal mit 49,wenn Sie damit nicht klar kommen,dann legen sie sich doch auch einfach ins Bett und warten bis sie sterben..."

HALLO???

Kann mir bitte jemand meinen Glauben zurück geben und mir sagen nicht alle Psychiater so sind?

Er meinte ich solle einfach arbeiten gehen und die Panikattacken verschwinden ganz von alleine,es würde doch reichen das ich weiß das mir nichts passiert.

Und meine Medis soll ich weglassen,weil es ist ja klar das ich mich dann krank fühle wenn ich sie nehme...

Ich sagte ihm dann das ich ja nichtmal alleine einkaufen gehen kann ,geschweige denn mal am Wochenende mit meinem Mann weggehen o.ä. -...und da sagt er wortwörtlich zu mir:

"ja und...ich gehe auch nie weg..."worauf ich sagte,das er es im Unterschied zu mir aber könnte,und er dann sagte er würde aber nicht gehen weil er arbeiten müßte...

Ich habe vor Wut geheult aber ich habe ihm wenigstens noch meine Meinung gesagt und bin dann gegangen.

Es soll mir egal sein was ich gesehen habe und das meine Mutter gestorben ist?
Niemals...

Eine sehr traurige und zugleich kopfschüttelnde
Kimba
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Wer nicht den Mut zum träumen hat,hat auch keine Kraft zum kämpfen.
Winnie
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« Antworten #1 am: 14. März 2006, 16:49:37 »

Hallo Kimba,

unglaublich ist das!!! Nicht im Sinne von "ich glaube dir nicht" sondern ich meine unglaublich wie Menschen so sein können!

Du hast Deine Mutter verloren und dann so ein Satz. Am besten wärst Du aufgestanden und gegangen! Gut, dass Du ihm noch Deine Meinung gesagt hast! Nein, nicht alle Psychiater sind so!!! Im Gegenteil, ich kenne sehr infühlsame und mitfühlende.

Du sollst natürlich nicht vergessen, was Du mit Deiner Mutter erlebt hast!!!

War das eigentlich ein Gutachter? Weil mit einer Gutachterin hab ich vor 2,5 Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht. Die hat innerhalb von 10 Minuten mein ganzes Leben kritisiert und in Frage gestellt. Die hat so wie in einem Lebenslauf alles abgefragt und zu jeder Begebenheit ihren Kommentar abgegeben. Ich habe 3 Tage nur geweint und wollte als ich ihre Praxis verließ am liebsten an den nächsten Baum fa***n.  

Ich kann verstehen, dass Du traurig bist! Fühl Dich von mir gedrückt
Winnie
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Dornrose
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« Antworten #2 am: 14. März 2006, 18:37:29 »

Hallo Kimba,

ich finde es auch unglaublich.
Dir ist es sicher schwergefallen, da hin zu gehen und dann das!
Auf welche Veranlassung bist du denn da hingegangen? Hat dich dein Hausdoc dahin überwiesen? Dann würde ich da noch mal hingehen und ihm erzählen, was dir widerfahren ist.
Vergesse diesen Heini ganz schnell und bemühe dich um einen anderen Therapeuten.
Ich habe auch Panikattacken - konnte auch lange Zeit nicht aus dem Haus gehen - du wirst hier sicher viele ähnliche Erfahrungen lesen.
Habe nur wenige schlechte Erfahrungen gemacht mit Psychiatern -aber ich habe sie gemacht.

- der eine hatte so ein Metronom auf seinem Schreibtisch, dass immer tickte.Er war auch sehr unpersönlich und ich dachte nachher: wer tickt hier eigentlich nicht richtig?
- dann war ich bei einem, der sagte mir,ich solle mich in der Kirche engagieren,dann würde es besser.Auch bescheuert.Er schlief bei den Sitzungen fast immer ein.
- einer war ganz in Schwarz, da war es für mich vorbei
- einer weigerte sich,mich zu therapieren,weil ich keine Beziehung habe

So,Zwei blieben dann übrig, die sehr nett und einfühlsam mit mir umgegangen sind und bei denen ich dann auch über Jahre war (und jetzt bei einem noch bin).
Du siehst, es gibt auf diesem Gebiet Knallköppe wie überall. Ich weiß, dass das besonders schwer zu ertragen ist, weil es um die eigenen Seele geht - aber es ist so.Und so solltest du den Knallkopp auch abhaken. Nicht alle sind in der Berufssparte seriös.

Ich wünsche dir, dass du den Mut noch nicht verloren hast und es nochmal woanders versuchst.
Liebe Grüße von Dornrose.
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Kimba
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« Antworten #3 am: 15. März 2006, 07:35:07 »

Hallo Winnie ,

vielen Dank für Deine lieben Worte und fürs drücken.

Die Sache mit dem Baum...das war auch mein erster Gedanke und ich glaube es hat auch nicht wirklich viel daran gefehlt.

Nein,es war kein Gutachter.
Es war ein stinknormaler von mir ausgemachter Termin,der mich sehr viel Überwindung gekostet hat,denn alleine das dorthin fahren war fast unmöglich für mich.

Für mich ist das Thema erledigt,denn es gibt bei uns nur 2 Psychiater und der andere hatte mir letztes Jahr gesagt das er so umfangreich keine Zeit für mich hat.

Aber es ist beruhigend zu wissen,das andere vielleicht mehr Glück haben als ich...

Ich werde nicht mehr dafür herhalten das solche Idioten Ihr Ego an mir aufpolieren und bin froh das ich ihm noch meine Meinung gesagt habe...auch wenn danach der Zusammenbruch kam,das sieht ER ja zum Glück nicht.

Viele liebe Grüße,
Kimba


Hallo Dornrose ,

auch Dir vielen lieben Dank für Deine Antwort und erstmal ein herzliches Willkommen im Forum.
Meinem Hausarzt werde ich bestimmt davon berichten,aber ändern wird das auch nichts,denn jetzt ist es passiert.
Aber vielleicht kann man so andere Menschen vor dieser Erfahrung bewahren,das wäre wenigstens etwas gutes an der Sache.

Denn was ist wenn der nächste nicht den Gedanken an den Baum verwirft?
Es ist wirklich mehr als erschreckend wenn man darüber nachdenkt...

Ich freue mich für Dich,das Du wirklich das Glück hattest,den richtigen Therapeuten zu finden!!

Für mich hat sich das Thema erledigt,wie oben bei Winnie geschrieben...

Viele liebe Grüße,
Kimba
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Dornrose
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« Antworten #4 am: 15. März 2006, 23:38:30 »

Liebe Kimba,

ich finde es für dich schon schade, dass du aufgeben willst (auch wenn ich das verstehen kann).
So wie du es beschreibst, hindern dich deine Ängste doch sehr am Leben.
Ich habe immer gedacht,ich schaffe das auch alleine,musste dann aber einsehen, dass ich professionelle Hilfe brauche.
Meinst du echt,es gibt so gar keine Möglichkeit?

Ich wünsche Dir das Beste!
Liebe Grüße von Dornrose
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Kimba
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« Antworten #5 am: 16. März 2006, 20:52:46 »

Hallo Dornrose ,

vielen Dank noch einmal für Deine Antwort.

Ich hatte sie mir auch wirklich zu Herzen genommen und heute nochmals eine Therapeutin angerufen...aber...es soll nicht sein.

Sie sagte mir am Telefon das sie zur Zeit keine Termine frei hat,aber das ich schonmal meine Medikamente komplett absetzen sollte,denn nur dann würde sie mit mir arbeiten.

Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein...die Medis absetzen und gar nicht wissen wann ich mal einen Termin bekommen kann?!

Ich denke es gibt in unserer Gegend viel zu wenig Ärzte und Therapeuten,so das sie es einfach nicht nötig haben,sich wirklich ernshaft mit den einzelnen Menschen auseinander zu setzen...sonst kann ich es mir nicht erklären.

Trotzdem Danke das Du mir noch einmal Mut gemacht hast,denn es hätte ja auch klappen können...

Viele liebe Grüße und alles Gute für Dich,
Kimba
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Winnie
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« Antworten #6 am: 16. März 2006, 21:35:41 »

Hallo Kimba,

also das ... da fehlen mir die Worte!?

Wieso sollst Du denn die Medikamente absetzen? Noch dazu wenn sie noch nicht mal weiß, wann Du einen Termin bekommst! Von wem hast Du denn Deine Medikamente? Mit dem würde ich das vorher besprechen, falls Du vorhast die Medikamente abzusetzen. Was ist denn wenn Du nach dem absetzen der Medikamente in ein Loch fallen würdest ... ist das der Therapeutin egal? Also ... da fällt mir wirklich nichts mehr ein!?Huch

Ich weiß ja nicht wo Du wohnst ... gibt es keinen nächstgrößeren Ort in dem es Therapeuten gibt? Ich bin 1,5 Jahre 45km einfach gefahren zu meinem Therapeuten und Arzt und das manchmal 2-3 mal die Woche. Zugegeben anstrengend war das schon! Jetzt bin ich umgezogen und auch wieder auf der Suche. Na .... das macht ja Mut, was Du da schilderst ... aber ich hab auch in Bezug auf Therapeuten einiges hinter mir.

Ich hoffe Du gibst noch nicht ganz auf ... es gibt noch andere Therapeuten auch wenn Du das momentan nicht glaubst (was ich durchaus verstehen kann!)
Liebe Grüsse
Winnie
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« Antworten #7 am: 16. März 2006, 23:43:13 »

Hallo Kimba,

ich kann gar nicht viel dazu sagen. Was mir aufgefallen ist, was ist mit dem Psychiater der nicht so Umfangreich Zeit hat. Passt der sonst und kannst du mit dem einen Kompromiss eingehen?

Ich habe auch lange gesucht bis ich den passenden Arzt und Therapeuten gefunden habe. Ich kann nur sagen die Suche hat sich gelohnt.

Ich wünsche dir Mut und Kraft,
dass du deinen Weg findest
Liebe Grüße
sterne
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Kimba
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« Antworten #8 am: 18. März 2006, 00:49:34 »

Hallo Winnie ,

Sie sagte das sie erst mit mir arbeiten würde,wenn ich keine Medis mehr nehme,denn ansonsten könnte ich mich nicht der Angst stellen...ich verstehe es auch nicht,denn das ist ja mit Medis schon schwer genug...also mich der Angst zu stellen.

Ich werde sie auf gar keinen Fall unter diesen Bedingungen ganz absetzen...ich habe sie ja von alleine schon sehr weit runterdosiert,aber sie meinte das wäre nicht genug und ich irgendwann würde ich dann eh wieder die volle Dosis nehmen und so kann sie nicht mit mir arbeiten.

Gut...dann nicht.

Ich habe die Medis damals von meinem Hausarzt bekommen und bereue es nicht,denn seitdem geht es mir insofern gut,das ich einige Dinge wieder machen kann.

Damals konnte ich nicht einmal zu meinem eigenen Briefkasten kommen!

Am liebsten würde ich es weiter alleine in die Hand nehmen,denn ich sehe schon jetzt wie mich das ganze Theater mit den Psychologen wieder runter zieht...
Leider sagt mein Hausarzt,das ich für die Rente dringend ein Gutachten/Attest dieser Psychologen benötige,um die Rente diesmal durchzubekommen...

Im Moment weiß ich mir keinen Rat...

Ich möchte nicht die letzten Monate umsonst gekämpft haben um mir jetzt alles von diesen "Psychologen und Psychiatern" kaputt machen zu lassen,denn ich habe keine Kraft um das alles nocheinmal durchzustehen:-(

Aber bitte lasse Dich durch meine Erfahrung nicht entmutigen...vielleicht hast Du bei Dir in der Gegend viiiel mehr Glück als ich ...

Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen!!!

Viele liebe Grüße,
Kimba
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« Antworten #9 am: 18. März 2006, 00:57:01 »

Hallo Sterne ,

nein leider passt es mit dem Psychiater auch nicht so recht.
Er hat mir damals folgendes angeboten--und das fand ich sehr fragwürdig:

Er wollte mir eine Art Wochenendseminar anbieten...das sollte 270 Euro kosten und ging von Freitags bis Sonntags.
Die Krankenkasse hat diese Kosten auch nicht übernommen und privat konnte ich es mir nicht leisten-obwohl ich damals so verzweifelt war,das ich versucht habe das Geld zusammen zu bekommen.Auf eine Ratenzahlung hat er sich nicht eingelassen (heute sage ich zum Glück).

Und als er merkte das ich nicht das Geld zahle und somit nicht an dem Seminar teilnehme,war er sehr abweisend und meinte das er keine Zeit hätte um mich weiter zu behandeln.

Ich danke Dir sehr fürs Mut machen,das kann ich im Moment sehr gut gebrauchen!

Viele liebe Grüße,
Kimba
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Winnie
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« Antworten #10 am: 18. März 2006, 17:52:28 »

Hallo Kimba,

dass sie mit Dir unter Medis nicht arbeitet kann ich ja noch verstehen, aber Du kannst Dich doch der Angst erst stellen, wenn Du bei ihr in Behandlung bist.

Kannst Du nicht in eine nächstgrößere Stadt fahren? Da gibt es doch bestimmt noch mehr Psychiater und einer wird Dir doch wohl ein wenig helfen können und wenn es nur ist, dass er/sie Dir zuhört. Ich hatte bisher 7 Therapeuten in meiner langen Therapielaufbahn und von denen waren nur 2 mit denen ich einigermaßen zurecht kam. Es ist wirklich nicht einfach den richtigen zu finden. Mein vorletzter Psychiater hat in den 7 Jahren in denen ich bei ihm in Behandlung war, wenn er nicht mehr weiter wusste, wieder mal die Medikamente gewechselt.

Ich hoffe Du gibst auf Deiner Suche noch nicht auf!!!
Liebe Grüsse
Winnie
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Kimba
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« Antworten #11 am: 19. März 2006, 22:26:37 »

Hallo Winnie ,

ich habe jetzt einige Tage überlegt wie es weitergehen soll und ich bin zu dem Entschluß gekommen,das ich die Suche aufgeben werde.

Das erlebte bei dem letzten "Psychiater" sitzt einfach zu tief...

Ich habe seitdem wieder Alpträume und all die alten Wunden sind wieder aufgerissen.

Ich grübel seit dem jeden Tag was ich damals falsch gemacht habe...

Zum Glück hat mein Hausarzt mir beim letzten Besuch (vor dem Termin beim Psychiater) ein neues Medikament mitgegeben,welches ich ausprobieren sollte um evtl. das Diazepam ganz absetzen zu können.

Diese Tabletten heißen "Opipramol"...ich weiß nicht ob es Dir etwas sagt,auf jeden Fall habe ich sie jetzt ausprobiert und sie wirken sehr gut,worüber ich sehr froh bin,denn ansonsten hätte ich in den letzten Tagen schon wieder auf das Diazepam zurück gegriffen.

Morgen werde ich erneut bei meinem Hausarzt vorsprechen und ihm erzählen was mir in den letzten Tagen wiederfahren ist...ich bin sehr gespannt was er dazu sagt,denn ich hoffe sehr,das er mir nicht erneut eine Überweisung in die Hand drückt und mir rät es noch bei einem anderen Psychiater zu probieren...denn das werde ich auf keinen Fall tun.

Ich kann jetzt nur hoffen,das der VdK mir hilft den Rentenantrag zu stellen und diesen auch ohne ein psychiatrisches Gutachten durch zu bekommen...wenn es nicht klappt-daran mag ich jetzt noch gar nicht denken...

Ich schicke Dir viele liebe Grüße und danke Dir trotzdem sehr für's Mut machen!

Melanie
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wolfgang  
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« Antworten #12 am: 20. März 2006, 01:02:35 »

Hallo Kimba,
ich möchte Dir keineswegs den Mut nehmen, aber ohne fachärztliche Behandlung wird es schwierig werden, die Rente zu bekommen. Ganz im Gegenteil, wenn du die Rente erst mal auf Zeit hast, wirst du bei der Verlängerung immer wieder nachweisen müssen, dass du in fachärztlicher Behandlung bist.
Da Reha vor Rente geht, kann es sein, dass man Dich sogar erst einal in eine Reha schickt.
Es muss doch möglich sein, dass Dir Dein Hausarzt einen guten Psychiater empfehlen kann, den er kennt und mit dem er schon einmal spricht.
Lass den Mut um Gottes Willen nicht sinken!

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Winnie
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« Antworten #13 am: 20. März 2006, 17:01:40 »

Hallo Kimba,

auch ich will Dir den Mut nicht nehmen, aber ich glaube da hat Wolfgang Recht. Ohne Nachweis, dass Du in fachärztlicher Behandlung bist, wird es schwierig werden mit der Rente. Weil die dann wahrscheinlich auch sagen werden, dass Du nichts tust um Deinen Zustand zu verbessern. Ich hatte zwar nie das Glück ohne Gutachten auszukommen, aber ein Schreiben meiner behandelnden Ärzte habe ich dem Antrag immer beigelegt.

Ich finde auch gut von Deinem Hausarzt, wenn er Dir immer wieder eine Überweisung mitgibt, weil er sich doch seiner Verantwortung sehr bewusst ist und auch die Einsicht hat, dass er Dir nicht in dem Umfang helfen kann wie Du es brauchst. Ich weiß wirklich, dass die Suche nicht einfach ist, aber BITTE verlier nicht den Mut!!!

Liebe Grüsse
Winnie
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Alexander75
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« Antworten #14 am: 20. März 2006, 20:04:29 »

hi

ich muss sagen das ich noch nicht so schlechte erfahrungen gemacht ahbe mit therapeuten.
klar könnte die ein oder ander mir nicht helfen, aber so was wie ihr habe ich noch nicht erlebt.
ob wohl doch ein mal das war aber in einer klinik die station leiterin.
was sind das den für medikamente die du nimst?
ich kann mir garnicht vor stellen das eine therapeuten sagt sie kann mit dir nicht arbeiten.
es sei den es sind starke bereugungs mittel.
auf jeden fall wollte ich nur mal schreiben das es auch viele gute therapeuten gibt, wie ich sie bis jetzt hatte.

Alexander
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Kimba
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« Antworten #15 am: 20. März 2006, 20:49:08 »

Hallo Winnie und Wolfgang ,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Ich weiß im Grunde das Ihr Recht habt,das man nicht aufgeben sollte.Aber im Moment ist mir kämpfen nicht mehr möglich.

Den Mut konntet ihr mir gar nicht mehr nehmen-keine Sorge,denn der ist schon seit einigen Tagen weg...

Mein Hausarzt hat heute ebenfalls nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt als er von dem Vorgehen des Psychiaters erfuhr,denn dieser ist neu in der Stadt und doch kommen immer die gleichen Berichte von ihm zutage...

Er hat mir vorgeschlagen das ich mich jetzt einige Tage ausruhen soll und dann im neuen Quartal wenigstens eine Neurologin aufsuchen soll,mit der er,wie Du Wolfgang auch schon geschrieben hast,erst einmal selber spricht.

Was es bringen soll kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen...warum eine Neurologin??

Im Moment bin ich -wie soll ich es beschreiben...wie gelähmt.Ich bringe im Moment nichts auf die Reihe und kann mir nicht vorstellen das es mit ein paar Tagen Ruhe danach besser gehen soll.

Trotz allem Danke ich euch sehr für Euer Mut machen und auch für's zuhören!

Viele liebe Grüße ,
Kimba
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« Antworten #16 am: 20. März 2006, 20:55:13 »

Hi Alex ,

vielleicht ist es hilfreich das Du von den guten Erfahrungen mit den Psychologen geschrieben hast,denn Du bist im Moment der erste und kannst damit vielleicht anderen noch Mut machen!

Nein...die starken Beruhigungsmedikamente habe ich selber erfolgreich abgesetzt und das seit einem viertel Jahr.Das war das Diazepam.

Bis vor ein paar Tagen habe ich noch eine halbe Tablette Doxepin genommen,von anfangs 3 Tabletten täglich.

Jetzt wurde das Doxepin gegen Opipramol getauscht,ebenfalls eine halbe Tablette täglich.

Zumindest freue ich mich für Dich,das wenigstens Du ein bißchen mehr Glück hattest wie viele andere hier!

Viele liebe Grüße,
Kimba
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Winnie
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« Antworten #17 am: 20. März 2006, 23:35:33 »

Hallo Kimba,

das freut mich, dass Du noch einen Versuch wagen willst!!!!

Das mit dem Neurologen liegt wahrscheinlich daran weil viele Psychiater auch Neurologen sind. Vielleicht gibt es da noch einen bei Euch? Weil Dein Arzt ja davon sprach. Dass Dein Arzt mit ihm erst sprechen will finde ich sehr gut. Ich habe das auch so gemacht, in der neuen Klinik hat meine ehemalige Ärztin angerufen und mich angekündigt und auch den Termin gemacht. Das kommt immer anders als wenn man selbst hingeht. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht. Ich finde auch nicht schlimm, dass die dann schon von mir was wissen, bevor die mich überhaupt kennen. Kommt natürlich auch darauf an, ob man zu dem Arzt der anruft Vertrauen hat.

Liebe Grüsse
Winnie
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« Antworten #18 am: 21. März 2006, 20:15:13 »

Hallo Winnie ,

also es ist wirklich nur eine Neurologin,das habe ich auch schon im Telefonbuch nachgeschaut,weil ich den gleichen Gedanken hatte wie Du,das sie vielleicht auch gleichzeitig Psychiaterin ist.

Meinst Du es hat Sinn das ich dort hingehe,ich meine was kann eine Neurologin machen um mir zu helfen?Hast Du eine Idee?

Also zu meinem Hausarzt habe ich sehr großes Vertrauen und ich finde es auch gut das er dort selber ersteinmal anrufen möchte.

Trotzdem habe ich große Angst dorthin zu gehen,denn wenn diese Ärztin mir dann ähnliches erzählt wie der letzte Arzt...dann verliere ich meinen Glauben komplett.

Aber mein Mann hat mir versprochen zu dem Termin mitzugehen,denn ich muß ca.40km weit fahren und wenn ich danach genauso fertig bin wie das letzte Mal...dann bin ich diesmal wenigstens nicht alleine.

Viele liebe Grüße und vielen Dank für Deine Unterstützung,Winnie!

Kimba
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« Antworten #19 am: 21. März 2006, 20:54:47 »

Hallo Kimba
wenn ich dir auch Rat geben kann versuch es eine Anweisung in die Tagesklinik zu beckommen, der Aufhental dort ist für die Rente sehr possitiv
ich bin selbst schon 2 mal innerhalb eines Jahres in einer Tagesklinik
Gruss
jan
ich wünsche dir alles alles gute und viel Kraft
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« Antworten #20 am: 21. März 2006, 20:58:53 »

Hallo Kimba,

an Deiner Stelle ich würde hingehen ... vielleicht ist es ja genau die Ärztin die Dir helfen kann? Es muss ja nicht sein, dass Du jedes Mal solches Pech hast.

Wenn Dein Hausarzt Dich dort hinschickt und Du zu ihm Vertrauen hast, dann versuch es doch nochmal. Ich verstehe Dich, dass Du mutlos bist, aber Du solltest noch einmal einen Versuch wagen.

Dass Dich Dein Mann begleitet finde ich gut! Vor allem kann er Dir helfen, falls es wirklich wieder ein unangenehmer Arztbesuch werden sollte ... was ich für Dich nicht hoffe!!!

Ich wünsche Dir, dass Du dieses Mal ganz viel Gutes bei dem Arztbesuch erlebst!!!
Liebe Grüsse
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« Antworten #21 am: 21. März 2006, 21:08:48 »

Hallo Winnie ,

Du hast Recht...ich werde es noch einmal versuchen!

Ein bißchen Zeit habe ich ja noch um mich an den Gedanken zu gewöhnen,denn ich bekomme die Überweisung Anfang April und soll mich bis dahin ein wenig erholen.

Ich werde dann im April berichten wie es war !

Ich danke Dir auf jeden Fall sehr für's Mut machen!!

Viele liebe Grüße ,
Kimba
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« Antworten #22 am: 21. März 2006, 21:12:33 »

Hallo Jan ,

generell habe ich aufgrund der Geschichte mit meiner Mutter ein großes Problem mit Kliniken-wenn ich nur eine von außen sehe bekomme ich schon eine Gänsehaut...

Trotzdem bin ich für jeden Rat dankbar und würde mich freuen wenn Du mir erzählen würdest wie ich mir den Ablauf in einer Tageklinik vorstellen muß,so aus Deiner Sicht und Erfahrung...

Viele liebe Grüße,
Kimba
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« Antworten #23 am: 21. März 2006, 22:05:52 »

Hallo Kimba
ich bin schon die 12 Woche in der Tagesklinik hier in Bielefeld, der Ablauf hier ist so: wir fangen um 8 Uhr früh mit gemeinsamen Frühstück dann um 8.30 10Min besprechung was so am Tage alles vorsteht, um 8:45  15 Minutige Gymnastik, bis 10 Uhr macht jeder was er möchte z.B. spielen, gespräche. um 10 Uhr 1 Stunde Grupentherapie, dann um 12 Uhr Mittag essen, nach dem Mittag wer will kann sich auch hinlegen und ausruhen oder schlafen. um 14 Uhr Ergotherapie bis 15 Uhr und um 15:30 Kaffe trinken und nach Hause. am Donnerstag sind wir dort nur bis 12:30 und nachmittag haben wir frei .dazu kommen auch unter der Woche einzel gespreche, schwimmen gehen oder 1 Stunde spazieren.
mir macht das persönlich viel Spass dort zu sein vor allem bin ich unter den Menschen, und bin ich nicht alleine zu Hause
Gruss
jan
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« Antworten #24 am: 21. März 2006, 23:05:47 »

Hallo Kimba,

schön, dass Du Dich noch mal traust!!!

Ich kann Deine Klinikangst verstehen ... ich habe in Kliniken auch schon viel negatives erlebt, vor allem in den letzten 9 Monaten wieder und ich bin auch froh, wenn ich eine Klinik nur von außen sehen muss.

Wäre schön, wenn Du Dich meldest, wenn Du bei der Ärztin warst!!!

Liebe Grüsse
Winnie
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