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Autor Thema: Ende der Therapie?  (Gelesen 1800 mal)
Seoul
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J. Dean


« am: 14. März 2006, 23:47:00 »

Hallo,

gestern hat meine Therapeutin erklärt, dass sie nicht weiter wisse.

Ich habe immer damit gerechnet, denn sie konnte mir wirklich nicht helfen.

Ich habe alles versucht, abgefangen bei einer Exposition bis hin zu kognitiven Methoden. Es hat alles nicht gefruchtet.

Nun werde ich wieder von Ihr unter Druck gesetzt: Ich soll mich einer Art Selbthilfegruppe vorstellen, die verschiedene Verfahren durchführen.

Ich habe bereits mehrfach gesagt, dass ich nichts davon halte, mich anderen dort zu offenbaren (auch wenn ich das hier im Forum mache - doch das ist für mich ein riesiger Unterschied) - doch sie geht nicht davon ab.

Sie würde mir erst wieder einen Termin geben, wenn ich einige Male zu dieser SHG gegangen bin.

Ich werde nicht dorthin gehen - Ich kann es nicht und ich will es nicht.

Damit ist die Therapie für mich beendet.

Ich weiss noch nicht, wie ich damit umzugehen gedenke, doch ich weiss, dass es immer wieder so ist wie schon unendlich oft - Ablehnung - Unverständnis.

Was soll´s.....Ende.

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Seoul

>>> Bitte entschuldigen Sie das ich lebe, ich werde es bestimmt nicht wieder tun! <<<
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josch1948
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« Antworten #1 am: 15. März 2006, 07:30:20 »

Hallo Seoul,
Du hast schon uns viel geholfen. Ich persönlich kann mich nur bedanken bei Dir.
Du darfst aber selber nicht aufgeben. Du hast dazu mehrere Gründe: Deine Frau, Uns und Du selbst. Die irre Haltung von einem Therapeuten hat mir auch gelehrt, daß sie nur Helfer und manchmal Hindernis sind. Am Ende müssen WIR selber unseren Weg wehlen und gehen. Entscheide Dich aus dem Bauch heraus und ziehe Deine EIGENE Sache durch. Andere brauchen Deine Hilfe weiter und DU hast die Kraft dazu. Und Du hast die Kraft auch DIR selber zu
helfen und siegen. Zu einem großen Sieg gehören auch Niederlagen und zu unserem Leben gehört Licht und
Schatten und ständige Bewegung. Du darf nur nicht stehen bleiben!
Egal wie es weitergeht - DU packst das!
LG Josch1948
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DER HERR
Ich sagte dir: Mensch, kämpfe, bange nicht und vertraue (mir und zu dir selbst)!



Seoul
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J. Dean


« Antworten #2 am: 15. März 2006, 14:11:33 »

Hallo josch1948,

bitte kein zu frühes Lob, kann damit nur sehr schlecht umgehen.

Ich weiss nciht, ob ich jemandem helfen kann, ich sage nur, wie ich etwas sehe oder erlebe und das stösst sehr oft auf Kritik, was aber auch in Ordnung ist.

Ich weiss auch immer noch nicht, was ich von all dem halten soll. Das meine Therapeutin will, dass ich zu dieser SHG gehe, verstehe ich nicht, weil ich ihr schon so oft explitit gesagt habe, dass so etwas für mich nie in Frage kommt.
Ich wollte einmal eine Tagesklinik- Therapie machen. Das wäre etwas, mit dem ich mich noch hätte anfreunden können, doch damals hatte man mich abgelehnt (wieder einmal - die Dinge ziehen sich durch mein Leben) und meinte nur, erst nachdem ich einen stationären Aufenthalt druchlebt habe, könne ich hier wieder vorstellig werden.
Doch stationär werde ich freiwllig niemals gehen, weil ich weiss wie es dort läuft und ich das nicht aushalten kann.

Scheinbar muss ich es akzeptieren, dass mir niemand helfen kann und ich mir vermutlich auch nicht helfen lassen will oder kann.

Bisher habe ich immer nur auf mich gehört, was viele als arrogant abgetan haben. Für die Meinung andere habe ich mich nie wirklich interessiert. Vermutlich deshalb weil ich so oft auf die Nase gefallen bin, was Vertrauen angeht. Irgendwann wird man dann so.

Niederlagen gehören zu Leben schreibst Du. Mein Leben gehört zu der Niederlage.

Du hast Recht: Ich werde meine EIGENE Sache machen und mich nicht mehr von Therapeuten unter Druck setzen lassen, die ja wörtlich gesagt habe: Sie sind am Ende und wissen nicht mehr was sie tun sollen... Da brauche ich nicht wieder hinzugehen, es wäre vergebens.

Alles was ich bislang unternommen habe und das war wirklich ein Berg, hat mich letztendlich nicht weiter gebracht.

Ich weiss, dass man mir nicht sagen kann und das lasse ich mir auch nicht nachsagen, ich hätte nichts versucht, nicht gekämpft, nicht immer wieder etwas neues versucht...

Ich habe das alles hinter mir, unzählige Male in den letzten 25 Jahren, seitdem ich in intensiverer Behandlung bin. Die restlichen 25 Jahre davor, hat man das lles nicht richtig erkannt, doch weiss ich, dass ich auch d schon darunter gelitten habe.
In meiner Jungend, Schul- und Studienzeit: Woillte und war immer Perfektionist, was sich im Beruf fortgesetzt hat. Zwänge haben mich immer begleitet und die wahnsinnige Angst, die Panick, Depression...Das alles war Teil meines Lebens, doch es wurde nicht so interpretiert.

Bis eines Tages, als ich ungefallen bin und nichts mehr ging....

Egal, ist mein Schicksal, die Bestimmung, die meinem Leben auferlegt wurde. Daran kann ich sicherlich nie etwas ändern, weil es ein Teil meines Lebens und der darin enthaltenen Vorbestimmung ist.

Ich danke Dir josch1948 für Deine aufbauenden Worte.

Grüße Dich auch ganz herzlich

Werde wohl in Zukunft nicht mehr so oft hier sein.

Habe sowieso irgendwie das Gefühl, dass sehr viele *Alte* Bekannte nicht mehr hier sind und das Forum nicht mehr das ist, was es einmal war. Kann mich aber auch täuschen....


EDIT: Dein Avatar ist wirklich genial - Es trifft absolut auf viele zu, wenn ich so darüber nachdenke....:-))

[Editiert am 15/3/2006 von Seoul]
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Seoul

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josch1948
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Beiträge: 40



« Antworten #3 am: 15. März 2006, 15:22:31 »

Hallo Seoul,
Änderungen gibt es in jedem Forum. Ein Teil machen wir selber,ein Teil machen die andere. Du bist aber ein Teil selber von diesem Forum geworden. Wir können
hier über Sachen reden die andere, die vielleicht weniger sensibel sind oder selber nicht getroffen sind,gar nicht für wichtig halten oder nicht verstehen wollen oder können. Wir beide sind aus einem anderen Land hier gelandet und wie Du mal formuliert hast unser Wurzel dabei eigebüßt. Wir sind aber hier angewurzelt, auch wenn das nicht immer merken. Erstemals würde ich Dir raten weiter im Forum zu bleiben. Zweitens Du sollst bewußt versuchen nicht mehr perfekt zu sein. Mir haben persönlich zwei Sachen sehr geholfen:
Erstens ich habe die Kampf aufgenommen und mich immer anpassen zu wollen bewußt abgewöhnt ohne dabei so arrogant zu werden, wie manche, die hier geboren sind.
Zweitens habe ich angefangen japanische Kalligraphie zu kritzeln und mit der
Sprache und Volk und und und. beschäftigt. Die koreanische Schrift ist auch wunderschön. Warum mal nicht wieder versuchen. Du kannst Deine Werke verschenken und freuen über die Freude anderer. Das ist auch ein Medizin.
Du darfs zwar bangen aber nicht auf dauer Mut verlieren.
Wir haben viel mehr Stärke als wir uns selber zumuten. Suche Deine eigene
Stärke und wende an.
Ich muß nicht unbedingt Recht haben aber wenn ich mit meinen Gedanken etwas in Bewegung gebracht habe, da waren sie nicht umsonst.
Werde stark und besiege Dein selbst!
LG Josch1948
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DER HERR
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