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Autor Thema: Psychosomatische Erkrankungen  (Gelesen 1946 mal)
Nick
Beginner
*
Beiträge: 2


« am: 15. April 2006, 20:22:49 »

Hallo liebes Forum,

ich schildere mal kurz mein Problem: Ich bilde mir seit einigen Jahren in unregelmässigen Abstanden Erkrankungen ein. Bisheriger Höhepunkt waren vor 2 Jahren Probleme mit dem Darm, ich hatte das Gefühl nicht mehr richtig sitzen zu können und auch Probleme mit dem Stuhlgang. Zuerst war ich überzeugt einen Leistenbruch zu haben, dann kamen Hodenschmerzen dazu. Ich war dann der Meinung, evtl. an Darmkrebs zu leiden. Ich weiss das klingt total bescheuert, es ist auch irrational aus meiner Sicht, aber ich die körperlichen Probleme stellen sich mir so real dar, dass ich fest davon überzeugt bin (und vor allem auch ANGST habe).
Ich bin zum Hausarzt und zum Urologen, es konnten jedoch keine organischen Ursachen gefunden werden. Die ganze Geschichte war mir sooo peinlich, dass ich 1 Jahr nicht zu meinem Arzt gegangen bin.

Seit letzter Woche habe ich Probleme mit dem (Trocken-)Schlucken, ich habe das Gefühl dass mir ein Fremdkörper im Hals steckt. Hinzu kam ein Brennen hinter dem Brustbein. Mein erster Verdacht war gleich, dass ich mir das wieder nur einbilde. Die Problematik verschlimmerte sich jedoch innerhalb der letzten Woche.

Heute bin ich dann zum ärztlichen Notdienst und wurde dort untersucht (kein Befund). Ich bekam eine Überweisung zur HNO-Klinik. Dort wurde mir ein Endoskop durch die Nase in die Speiseröhre geschoben = Kein organischer Befund. Ich wurde in die Uniklinik zum Röntgen geschickt. In der Uniklinik wurden dann Aufnahmen mit einer zu schluckenden Kontrastflüssigkeit gemacht = kein organischer Befund.

Das ganze hat 7 Std. gedauert und ich bin mit den Nerven am Ende. Ich sitze hier mit einer Flasche Wein und habe Angst davor, was ich mir als nächstes einbilde. Ich komme mir auch total überflüssig und verabscheuungswürdig vor, weil ich offenbar das Gesundheitssystem mit meinen bescheurten Ängsten belaste Traurig

Sollte ich meinen Hausarzt mal auf meine Probleme ansprechen? Was kann man in einer solchen Situation machen?

Gespeichert

Gruß,
Nico
WyNoNa
Juniormember
**
Beiträge: 36


« Antworten #1 am: 15. April 2006, 20:42:46 »

Hallo Nico,

wenn du zu deinem Hausarzt Vertrauen hast, dann spreche ihn doch einfach mal auf dein Problem an. Dafür schämen brauchst du dich bestimmt nicht, zumal du da sicher nicht der Einzige ist mit dieser Art von Ängsten. Ich denke, dass es vielen gar nicht bewusst ist. Hast du mal über eine Therapie nachgedacht? Du kannst dir auch direkt einen Therapeuten suchen oder erst einen Psychiater konsultieren, der dir auch einen Therapeuten empfehlen kann bzw. der selbst als Therapeut tätig ist.

Viel Glück!
WyNoNa
Gespeichert
sandy1
Juniormember
**
Beiträge: 9


« Antworten #2 am: 15. April 2006, 22:57:27 »

Hallo Nico,

habe fast genau dasselbe Problem. Ich bilde mir in wechselnden Abständen ein, ich hätte Kehlkopfkrebs, dann brennt es unerträglich in meinem Hals oder Lungenkrebs, dann fällt mir das Atmen sehr schwer. Wurde auch schon untersucht, keinen organischen Befund, wie bei dir. Aber wenn die Symptome wieder da sind, habe ich sehr viel Angst und denke ich wäre doch sehr krank. Wenn ich keine Atembeschwerde habe, dann sticht es in meinem Herzen und ich denke ich bekomme jeden Moment einen Herzinfarkt.
Mir ist es auch sehr peinlich wenn ich wieder Termine beim Art mache und denke dann auch ich bekomme einen bösen Brief von der Krankenkasse. Seit Oktober letzten Jahres befinde ich mich in therapeutischer Behandlung, damit dieses Leiden ein Ende hat. Du solltest erst einen Psychiater aufsuchen, der kann dir dann einen guten Therapeuten empfehlen. Auf jeden Fall brauchst du professionelle Hilfe.

Viel Glück bei der Suche
Sandy
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Nick
Beginner
*
Beiträge: 2


« Antworten #3 am: 16. April 2006, 11:20:15 »

Hallo!

Vielen Dank für Eure Antworten! Ich werde ernsthaft darüber nachdenken, mir professionelle Hilfe zu suchen. Ich wünsche Eure erholsame Osterfeiertage Smiley
Gespeichert

Gruß,
Nico
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