Hallo liebes Forum,
ich schildere mal kurz mein Problem: Ich bilde mir seit einigen Jahren in unregelmässigen Abstanden Erkrankungen ein. Bisheriger Höhepunkt waren vor 2 Jahren Probleme mit dem Darm, ich hatte das Gefühl nicht mehr richtig sitzen zu können und auch Probleme mit dem Stuhlgang. Zuerst war ich überzeugt einen Leistenbruch zu haben, dann kamen Hodenschmerzen dazu. Ich war dann der Meinung, evtl. an Darmkrebs zu leiden. Ich weiss das klingt total bescheuert, es ist auch irrational aus meiner Sicht, aber ich die körperlichen Probleme stellen sich mir so real dar, dass ich fest davon überzeugt bin (und vor allem auch ANGST habe).
Ich bin zum Hausarzt und zum Urologen, es konnten jedoch keine organischen Ursachen gefunden werden. Die ganze Geschichte war mir sooo peinlich, dass ich 1 Jahr nicht zu meinem Arzt gegangen bin.
Seit letzter Woche habe ich Probleme mit dem (Trocken-)Schlucken, ich habe das Gefühl dass mir ein Fremdkörper im Hals steckt. Hinzu kam ein Brennen hinter dem Brustbein. Mein erster Verdacht war gleich, dass ich mir das wieder nur einbilde. Die Problematik verschlimmerte sich jedoch innerhalb der letzten Woche.
Heute bin ich dann zum ärztlichen Notdienst und wurde dort untersucht (kein Befund). Ich bekam eine Überweisung zur HNO-Klinik. Dort wurde mir ein Endoskop durch die Nase in die Speiseröhre geschoben = Kein organischer Befund. Ich wurde in die Uniklinik zum Röntgen geschickt. In der Uniklinik wurden dann Aufnahmen mit einer zu schluckenden Kontrastflüssigkeit gemacht = kein organischer Befund.
Das ganze hat 7 Std. gedauert und ich bin mit den Nerven am Ende. Ich sitze hier mit einer Flasche Wein und habe Angst davor, was ich mir als nächstes einbilde. Ich komme mir auch total überflüssig und verabscheuungswürdig vor, weil ich offenbar das Gesundheitssystem mit meinen bescheurten Ängsten belaste

Sollte ich meinen Hausarzt mal auf meine Probleme ansprechen? Was kann man in einer solchen Situation machen?