Schmetterling
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« am: 26. April 2006, 18:37:37 » |
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Hallo,
nach langjähriger Therapie zahlt die Krankenkasse die Kosten nicht mehr und ich war einige Wochen ohne Behandlung. Nun merke ich aber deutlich, dass die Ängste wieder zurückkommen und ich kann mich kaum noch überwinden, mich hinter das Steuer meines Autos zu setzen. Ich habe mir überlegt, ob es wohl was bringt zum Heilpraktiker zu gehen und ob mich das evtl. billiger kommt als eine selbstbezahlte Therapie beim Psychologen. Manche Heilpraktiker arbeiten doch mit homöopathischen Medikamenten und das hat vieleicht eher und vorallem schneller Erfolg als eine reine Psychotherapie. Hat jemand damit Erfahrung und kann was dazu sagen? Auch würde mich interessieren, was man für eine Heilpraktikerstunde ausgeben muß.
Viele Grüße Schmetterling
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edi
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« Antworten #1 am: 26. April 2006, 20:27:27 » |
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Homöopathischen Hi Schmetterling
Ich war mit meiner Angst- und Panikzuständen bei zwei Heilpraktikern. Hier habe ich verschiedene homöopathische Mittel ausprobiert. Nach langen hin und her sagen mir beide Heilpraktiker sie könnten mir nicht helfen. Es muß bei Dir nicht so sein. Bezahlt habe ich damals noch in DM 2oo,- für die erste Behandlung für die weiteren so zwischen 60 DM und 40 DM. Vielleicht wäre es einen Versuch wert. Ich gehe zur Zeit in eine Gruppe mit Frauen. Hier sprechen wir über alle Probleme Ängste, Panikzuständen, Depressionen und vieles mehr. Es wird geleitet von einer Frau die zwar keine Dipl.Physch. ist aber die selber schon ähnliche Probleme hatte und sich in Kursen zu allen Themen weitergebildet hat. Dies ist dreimal im Monat für jeweils 2 Stunden und kostest pro Abend 15,- Euro. Mir tut diese Gruppe sehr gut. Gibt es vielleicht bei Euch in der Nähe so was ähnliches. Ich kann es nur empfehlen es hat mir mehr geholfen wie die Stunden bei meiner Thera. Viele Grüße Edi
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Schmetterling
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« Antworten #2 am: 27. April 2006, 12:39:52 » |
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Hallo Edi,
danke für Deine Antwort. Ich entnehme daraus, dass Heilpraktiker offensichtlich doch etwas preisgünstiger sind als Psychologen. Vielleicht sollte ich es mal ausprobieren, aber ich habe schon wieder Angst an den Falschen zu geraten und mein bißchen Geld sinnlos zu verplempern. Selbsterfahrungsgruppen gibt es in meiner Gegend schon auch, aber irgendwie machen mir diese etwas Angst. Ich fühle mich sicherer, wenn ich es nur mit einem Menschen zu tun habe, weil ich mich besser auf ihn einstellen kann. Außerdem fällt mir das Reden in Gruppen viel schwerer, als wenn ich mit einem einzelnen Menschen spreche. Es kommen dann immer so difuse Ängste in mir hoch und ich falle automatisch ins Schweigen. Ich weiß auch nicht, was ich da noch machen soll...
Viele Grüße und trotzdem danke Schmetterling
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moses05
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« Antworten #3 am: 27. April 2006, 17:45:32 » |
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Hi Schmetterling !!
Ich habe schon sehr gute Erfahrungen mit einer Heilpraktikerrin gemacht. Allerdings ersetzt diese keine Psychotherapie oder ähnliches. Die Angst kann Dir dadurch nicht genommen werden. Nun, ich nehme seit 8 Wochen was gegen die Symptome ( Erschöpfung ; Schwindel ; innere Unruhe... ). Hier nehme ich mehrmals täglich ein Vitamin B komplex ein und Globolis für bzw. gegen den Schwindel. Nach 3 Wochen merkte ich eine Linderung und seit 2 Wochen geht es mir wirklich sehr gut ( kein Schwindel, Keine Erschöpfung ). Aber eine Testung, die eine Heilpraktikarin durchführt, wird ergeben was du evtl. benötigst. Nicht das was ich nehme ist nicht unbedingt auch gut für dich oder auch für andere. Übrings eine 2 stündige Testung hat bei mir 70 ? gekostet und in der Regel ist auch damit getan. Natürlich muß Du die Medis selber bezahlen, sofern keine Versicherung dafür besteht. Ich kann für mich behaupten, daß die 70? gut angelegt waren!!
Wünsche Dir viel , viel Glück
LG Moses
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Schmetterling
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« Antworten #4 am: 28. April 2006, 13:08:02 » |
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Hallo Moses,
danke Dir für die Antwort. Ja, 70 Euro könnte ich schon investieren, wenn es wirklich was nützt und auch die Medikamente würde ich zahlen. Ich freue mich für Dich, dass es Dir wieder besser geht. Wahrscheinlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass jeder Mensch andere Medikamente benötigt. Ich habe ja auch andere Symptome als Du. Unter Schwindel leide ich selten; mein Problem ist mehr die Müdigkeit und Erschöpfung, der Vitalitätsverlust sozusagen. Außerdem leide ich oft unter Übelkeit, wenn ich mir Dinge zumute, die ich eigentlich nicht so gerne mache. Im Moment ist "nur" das Autofahren betroffen, aber wenn ich nichts dagegen unternehme, kann ich vielleicht schon bald nicht mehr zur Arbeit gehen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende Schmetterling
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schnute75
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« Antworten #5 am: 28. April 2006, 15:54:11 » |
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Hallo Schmetterling!
Ich bin auch seit 6 Wochen in Behandlung einer Heilpraktikerin. Ich nehme verschieden homöopathische Medis und zusätzlich hat sie noch eine rythmische Einreibung gemacht ( insg. 6 mal) das tat mir sehr gut. Für den ersten Besuch habe ich 60 ? und für jeden weiteren 40 ? bezahlt. Jetzt habe ich zum 3. mal auch Eigenblut bekommen mit einer Mischung für die Nerven. Leider (vielleicht auch nicht leider) muß ich sangen geht es mir zur Zeit wieder etwas schlechter, aber das soll wohl bei Naturheilmitteln öfter der Fall sein, die Erstverschlimmerung(!) also hoffe ich, das ich das Leider nicht so meinen muß wie es jetzt scheint und es mir bald viel besser geht.
Nebenbei mache ich aber auch noch 1 mal die Woche eine Gruppentherapie, grade das soll man lernen, das reden mit anderen und sich nicht nur auf eine Person einstellen. Auch für mich ist es sehr schwer, aber ich konnte auch schon einiges mitnehmen aus der Gruppe, außerdem weiß man das diese Menschen genau das selbe haben wie wir und wissen wovon wir reden.
Alles liebe dir
Sandra
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Schmetterling
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« Antworten #6 am: 01. Mai 2006, 20:33:11 » |
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Hallo Sandra,
von der homöopathischen Erstverschlimmerung habe ich schon gehört. So viel ich weiß, sollte sie aber sehr bald nach dem Einnehmen des richtigen Mittels eintreten und nicht allzu lange anhalten. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen; man merkt, dass die Medikamente wirken.
Ich bewundere Dich, dass Du die Gruppentherapie so gut durchhälst. Mir macht schon der Gedanken daran Angst. Vielleicht ist es die schlechte Erfahrung, die mich von dieser Art der Therapie abhält. Ich habe hin und wieder einen Versuch in dieser Richtung gemacht und fühlte mich immer so "klein" in diesen Gruppen. So als ob alle anderen alles besser könnten als ich und der Leiter hat nie etwas unternommen. Nach kurzer Zeit ging es mir mit diesen Gruppen viel schlechter als ohne sie und ich habe wieder aufgegeben.
Viele Grüße Schmetterling
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schnute75
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« Antworten #7 am: 02. Mai 2006, 13:23:10 » |
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Hallo Schmetterling!
Auch bei mir ist es ein ständiges auf und ab, aber so langsam habe ich die Schnauze voll von der Angst und will sie besiegen ;-) Wenn ich hier im Angstnetz lese, denke ich auch das ich es doch ganz gut habe, denn ich brauche keine chemischen Medis um damit klar zu kommen und doch ist da die Angst vor der Angst. Ich denke das ist das schlimmst.
Hatte letzten Mittwoch, als meine beste Freundin zum Frühstück da war eine Attacke, bin dann irgendwann ins Bad und es wurde dort noch einen Tick schlimmer.....als mir auffiel das ich abgeschlossen hatte dachte ich "wenn ich jetzt umkippe, dann kommt hier keiner rein" Eigentlich völlig "bekloppt" man weiß das es nicht schlimm ist, aber redet sich trotzdem alles noch schlimmer. Die Tage danach gingen so einigermaßen, wahrscheinlich wäre es mir besser gegangen, wenn ich nicht ständig daran gedacht hätte das ich bestimmt wieder eine Attacke bekomme, aber so einfach läßt sich dieser Gedanke nicht auslöschen, leider!
Das schlimmst in der Gruppe für mich ist, das ich die jüngste bin. Ich fühle mich unter "Erwachsenen" so klein, das kann man sich kaum vorstellen. Meine Therapeutin sagte ich bin auch erwachsen, ich habe einen Beruf, und eine Familie und einen Haushalt und einen Führerschein und und und... schön und gut, aber dahin zu kommen es sich einzugestehen....st ein langer Weg. Vielleicht versuchst du es noch mal bei einem neuen Therapeuten/in ich hatte auch eine negativ Erfahrung, da war wohl weniger ich die eine Thera brauchte, sondern mehr die Therapeutin ;-)
Liebe Grüße
Sandra
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Schmetterling
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« Antworten #8 am: 04. Mai 2006, 13:11:59 » |
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Hallo Sandra,
ich fände es auch gut, wenn in einer Selbsthilfegruppe alle ungefähr im gleichen Alter wären. Es ist immer blöd, jünger oder älter als alle anderen zu sein. Aber selbst wenn das in meinem Fall so wäre, dass alle im gleichen Alter wären, würde es bei mir wahrscheinlich nicht klappen. Manchmal denke ich, ich bin anders als alle anderen Menschen. Ich mag nicht über oberflächliches reden, aber auch nicht ständig nur über die Krankheit. In den Gruppen, die ich bisher besucht habe, wurden auch immer irgendwelche dummen Spielchen gemacht. Allen machte das anscheinend Spaß, nur mir nicht - und wenn ich was dagegen sagte, konnte ich mich nie durchsetzen. Von sowas hab ich die Schnauze voll!
Das mit Deinen Angst- und Panikattacken tut mir leid und ich hoffe, Du kriegst das wieder in Griff. In meiner Wohnung hatte ich diese Probleme bisher noch nie, nur beim Auto- oder Radfahren. Das ist schlimm genug, aber mit chemischen Medikamenten bin ich auch zurückhaltend. Sie verdrängen die Probleme nur; heilen können sie nicht. Wenn man die Medikamente irgendwann mal absetzt, ist meist wieder alles beim Alten.
Viele Grüße Schmetterling
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