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Autor Thema: Die Abzocke geht weiter!  (Gelesen 2340 mal)
wolfgang  
Gast
« am: 05. Mai 2006, 07:34:21 »

Koalition denkt über fünf Euro Praxisgebühr pro Arztbesuch nach

Berlin - Schwarz-Rot erwägt Veränderungen bei der Praxisgebühr, um drohende Beitragssatzsteigerungen bei den gesetzlichen Krankenkassen abzuwenden. Das berichtet die ?Welt?. Demnach sollen Patienten die Gebühr von zehn Euro nicht mehr einmal im Quartal zahlen, sondern bei jedem Arztbesuch fünf Euro. Das bringe nicht nur mehr Einnahmen, sondern habe auch eine Steuerungsfunktion, zitiert das Blatt Koalitionskreise. Durch die Maßnahme bekämen die Krankenkassen mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich.

Freitag, 05. Mai 2006, 7:06 © RZ-Online GmbH & dpa-infocom
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moses05
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« Antworten #1 am: 05. Mai 2006, 07:48:19 »

Hallo Wolfgang !!

Ich denke, daß sich die Gesundheitreform noch weiter in der Spirale dreht.
Ich selber bin als freiberuflicher Therapeut tätig und merke die Veränderungen schon seit Monaten. Genau gesagt seit Januar .............Patienten bekommen so gut wie keine Therapie mehr verordnet, wenn es um chronische Erkrankungen geht. Aber gerade die benötigen diese doch so sehr!!
Momentan lebe ich von Privatzahlern und Privatkassen........das hat jetzt schon die Zweiklassenmedizin fociert. Die armen Kassenpatienten mit wenig Rente, können sich so gut wie nichts mehr leisten. Hier und da mache ich auch was umsonst....doch langfristig ist es nicht möglich.
Ab den 1.04.06 ist das neue Medikamentenbuget eingeführt worden......da höre ich immer wieder, das Patienten nicht mehr das bekommen . was bisher verordnet worden ist. Z.T. muß die Dosis redudiert werden, so das das Medikament länger reicht.
Aber es wird bestimmt noch schlimmer werden und die Einschnitte härter. Umso ärmer, desto schlechter wird es einen gehen.
Deine angeführten 5? sind da nur der Anfang..............
Ich sehe auch, wenn sich Patienten beschweren, das dann doch noch was möglich ist. Das ist so die einzigste Chance, sich gegen die Strukturen zu wehren. Gemeinsam ist man stark............
Also warten wir es ab und nun muß ich los ( arbeit ruft ).

Dir noch einen schönen sonnigen Tag und bis bald

LG Moses
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wolfgang  
Gast
« Antworten #2 am: 05. Mai 2006, 07:54:45 »

Hallo Moses,
danke für Deine Antwort. Kannst du uns mit Fakten füttern?
Ich bin auch im Landes- und Bundesverband Psychiatrieerfahrener. Es wird Zeit, dass wir auch etwas gegen KV, Krankenkassen und die "soziale" Politik unternehmen.

Hier unsere Anschrift:
Förderverein gemeindenahe Psychiatrie
Akazienweg 13
53567 Asbach/Ww.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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wolfgang  
Gast
« Antworten #3 am: 05. Mai 2006, 13:01:51 »

Das Dementi


 Die große Koalition will nach Angaben der SPD keine Praxisgebühr pro Arztbesuch einführen.
Praxisgebühr

Derzeit müssen Patienten je Quartal zehn Euro Praxisgebühr zahlen.

?Wir haben das nicht vor?, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Elke Ferner am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
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Eine solche Idee sei weder in der Koalitionsrunde noch in der SPD ein Thema. Sie schloss nicht aus, dass es im kommenden Jahr zu höheren Kassenbeiträgen kommen könne. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) verwies ebenfalls auf Mehrbelastungen durch den sinkenden Bundeszuschuss und die Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Die Tageszeitung ?Die Welt? hatte unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, dass den Patienten eine Praxisgebühr von fünf Euro pro Arztbesuch drohe statt derzeit zehn Euro pro Quartal. Damit sollten Beitragssatzsteigerungen bei den gesetzlichen Krankenkassen abgewendet werden. Die Kassen bekämen damit kurzfristig mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich. Das Bundesgesundheitsministerium wies den Bericht als ?Unsinn? zurück. ?Es ist nicht beabsichtigt, irgendetwas an der Praxisgebühr zu ändern?, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater. ?Das Thema Praxisgebühr hat in der Arbeitsgruppe Gesundheit der Koalition bisher überhaupt keine Rolle gespielt.? Im Jahr 2005 brachte die Praxisgebühr Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro.

Die SPD hält nach den Befürchtungen von Krankenkassen höhere Beiträge im kommenden Jahr für möglich. ?Wir wissen, dass wir im nächsten Jahr zusätzliche Probleme haben?, sagte SPD-Partei und Fraktionsvize Ferner. Der Bundeszuschuss aus der Tabaksteuer sinkt 2007 nach Ministeriumsangaben um 2,7 Milliarden Euro, die Belastung der höheren Mehrwertsteuer im Gesundheitswesen beläuft sich voraussichtlich auf rund 800 Millionen Euro. Der durchschnittliche Beitragssatz liegt derzeit bei 14,2 Prozent. Die AOK hält bis zu 0,8 Prozentpunkte zusätzlich für denkbar.

Das Gesundheitsministerium verwies auf die laufenden Gespräche zur Gesundheitsreform. ?Eventuelle Defizite und Lücken werden in einer solchen Reform auch aufgegriffen und behandelt?, sagte Vater. Unions- Fraktionsvize Wolfgang Zöller (CSU) reagierte mit Unverständnis auf Warnungen der Kassen vor höheren Beitragssätzen. Da die Gesundheitsreform noch nicht beschlossen sei, hätten die Kassen noch keine Grundlagen.

Die Arbeitsgruppe zur Gesundheitsreform will bis Juni ein Konzept vorlegen und behält sich weiter alle Optionen offen. Alle Modelle wie die Pauschale der Union oder die Bürgerversicherung der SPD seien noch im Spiel, sagte SPD-Partei und Fraktionsvize Ferner. ?Zunächst werden die Strukturen überprüft, ob sie ineffizient sind und zu viel Geld an den falschen Stellen ausgegeben wird.?

Der in Ostdeutschland tätige Sozialverband Volkssolidarität schlug eine Halbierung der Mehrwertsteuer auf Medikamente vor. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) lehnt Sonderregelungen ab. ?Das können wir uns nicht vorstellen?, sagte ein Ministeriumssprecher.

dpa-infocom

http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo243076.html
Freitag, 05. Mai 2006, 12:50 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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« Antworten #4 am: 05. Mai 2006, 18:00:33 »

Hallo Wolfgang !!

Wieder ist ein Arbeitstag um.......und sie Sorgen um die chronisch Kranken reißt nicht ab.
Aber nun zu Deinen gefragten Datenund Fakten......diese hier zu dokomentieren wäre echt zuviel.
Aber jeder kann je nach Bundesland aud der Hompage der Krankenkassenvereinigungen gehen. So z.B. wäre für NRW die KVno.de zuständig. Hier sind alle Hinweise zur Versorgung der Patienten dokomentiert.
Schönen Gruß und ein nettes sonniges WE

Moses
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