Home | Forum
Donnerstag, 24. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
24. Mai 2012, 13:21:16 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: depressionen - BFA-Antrag abgelehnt-widerspruch?  (Gelesen 1802 mal)
deleteuser
Gast
« am: 14. Juni 2004, 22:58:34 »

Hallo zusammen,

ich bin seit ca. 2 Monaten wegen depression krankgeschrieben. Habe von meinem Arzt auch eine Überweisung für eine Psychotherapie (ambulant) bekommen. Allerdings stellt es sich als sehr schwer dar; die meisten Therapeuten/Psychologen können einem erst im Herbst oder sogar erst im Jahr 2005 einen Therapieplatz anbieten. Momentan "begnüge" ich mich mit sog. Vorgesprächen bei 2 Therapeuten, in der Hoffnung, daß sich doch noch evtl. vor Herbst  ein Therapieplatz "auftut".
Da mein Zustand trotz Anti-Depressiva und Schlafförderne Mittel sich nicht verbesserte, hat mein Arzt einen Antrag auf Reha bei der BFA gestellt, der, leider abgelehnt wurde.

Begründung:
sie sehen hier keine maßnahme zur reha, bzw. meine ARbeitskraft sei nicht beeinträchtigt.
Zudem fordert die BFA mich auf einen Neurologen aufzusuchen.

Nun möchte ich gerne Widerspruch gegen den Bescheid der BFA einlegen.
Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht?
Wie muß so ein Widerspruch aussehen? Reicht auch ein formloser Widerspruch?

Da die Zeit etwas drängt (Widerpruchsfrist 4 Wochen) wäre ich euch sehr dankbar, wenn ich schnellstens einen Rat von euch bekäme.

Schönen Abend an alle

Bruno
Gespeichert
erdling
Gast
« Antworten #1 am: 15. Juni 2004, 21:13:57 »

Grüß dich, bruno,

der widerspruch kann formlos formuliert sein.

is der arzt, der den antrag schrieb dein hausarzt?
dann kann es sein, dass er nicht so recht akzeptiert wird von der BfA wegen der Diagnose. dann solltest du tatsächlich einen Facharzt für Neurologie/Psychiatrie aufsuchen, der eine passende Begründung schreibt. du mußtest doch auch deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufschreiben und was dich hindert arbeiten zu gehen.
 das formuliere  am bessten noch mal.


alles gute für dich

herzlichen gruß
von erdling
Gespeichert
Rua
Gast
« Antworten #2 am: 15. Juni 2004, 23:35:13 »

Servus !
Na, ich kannein Lied von der BfA singen...ich selbst bin seit Ende Januar wegen Angst, Panik, Reizdarm, Depris etc. krank geschrieben und führe seither einen Papierkrieg mit BfA und anderen Ämtern, Kassen, etc.
Es wäre gut, wenn der Arzt oder Psychologe, der deinen Antrag geschrieben hat, auch den Widerspruch schreibt. Du selbst kannst deine eigene Sicht schreiben, das habe ich auch gemacht. Danach mußte ich zum Gutachter (Neurologe), der seinen Befund an die BfA geleitet hat - das Einzige, was bei denen zieht, ist die Betonung deines Arztes, daß sich dein Zustand nicht bessert und weitere Arbeitsunfähigkeit zu erwarten ist.
So paradox es ist: Wenn man sich trotz allem auf die Arbeit quält, heisst es noch "dann kann's ja so schlimm nicht sein".
Eine ambulante Therapie müßte die Krankenkasse bezahlen, eine Reha die BfA...also schieben die sich Kosten & Verantwortung gegenseitig zu und versuchen, den Patienten mit langen Wartezeiten mürbe zu machen.
Zum Kotzen das !
Ich habe noch Glück im Unglück und eine relativ sichere Anstellung bis 11/2006 im Öffentlichen Dienst, d.h., ich kann erst mal nicht wegen langer Krankheit gekündigt werden. Aber mein Arbeitgeber verlangt, daß ich zur weiteren Begutachtung zum Amtsarzt gehe - morgen ist der Termin, und ich krieg' jetzt schon das kalte Grausen, wenn ich daran denke, schon wieder "beweisen" zu müssen, daß ich zwar nicht verrückt, aber arbeitsunfähig bin - wegen einer Erkrankung, die man nun ja von außen nicht sieht.
Auf der Warteliste für 'ne ambulante Therapie stehe ich auch, aber die Wartezeiten sind halt ellenlang.
Auf jeden Fall: Lass Dich nicht unterkriegen, der erste Antrag wird zur Zeit kategorisch abgelehnt.
Viel Glück !!

Rua
Gespeichert
deleteuser
Gast
« Antworten #3 am: 17. Juni 2004, 12:07:12 »

Hallo an euch beide,

erstmals danke für die prompte Erledigung.
War gestern wieder bei einem der ambul. Psychotherap. und habe eine positive Nachricht erhalten: evtl. würde ich im Juli einen freien Therapieplatz bekommen.
Ist ja schon mal positiv.

Bzgl. der überweisung an Neurologen/Psychiater ist es so, auch dort sehr schwer überhaupt einen Termin zu bekommen. Eine Psychiaterin, meinte sogar, als ich ihr ein bisschen von meinem Status Quo erzählte, es würde nichts bringen bei 1000 von Ärzten Gespräche zu führen, vor allem wenn sich herauskristallisiert, daß ich im Juli ambulant einen Therapieplatz bekäme.

Zu eurer Frage:

der Antrag an die BFA wurde von meinem Hausarzt ausgestellt, da sich das eben so schwierig darstellte, ambulant einen Therapieplatz zu bekommen.

Die überweisung an den Neurologen, bekam ich von der Vertretung meines Arztes, der sich noch bis Ende Juni noch in Urlaub befindet.

Ich persönlich fand es auch schon komisch, daß mein Arzt nie auf die Idee kam mich zu einem Neurologen/Psychiater zu überweisen, der Vertreter aber von meinem Hausarzt schon und das auch nur, da es in der Ablehnung der BFA vorgeschlagen wird.

Was meint ihr dazu?

Ich für meinen Teil, werde heute formlos einen Widerspruch an die BFA schreiben und schauen was die so meinen.

P.S. Im übrigen bekam ich diese Depressionen wg. Mobbing am Arbeitsplatz und habe auch deswegen gekündigt, weil ich einfach nicht mehr konnte.
Das war sehr schwer vor allem als Mann, denn Depressionen und Kränkungen gibt man nicht so schnell zu...!

In diesem Sinne
viele Grüße an alles
Bruno
Gespeichert
erdling
Gast
« Antworten #4 am: 17. Juni 2004, 20:32:59 »

Hi, Bruno,

Juli is ja nicht mehr so weit weg.

den antrag bei der BfA würde ich trotzdem laufen lassen.  Ja, gehe in widerspruch. das schad nichts. schreibe aus deiner sicht, weshalb du die therapie brauchst. und dass dein ziel die arbeitsfähigkeit ist.  

beim facharzt bist du schon wegen der Medis an der vieleicht besseren stelle.
nichts gegen hausärzte. aber soo umfassend kennen sie sich doch nicht mit den medis aus. obwohl man eh ausprobieren muß welches wirklich hilft.

und die fachärzte sind auch nich alle gleich gut. schau sie dir gut an.

1000 ärzte brauchst du sicher nicht alles erzählen, aber vieleicht 999. nein, nein, so schlimm is es nich. aber genau hinsehen mußte schon.

 die BfA legt wert auf fachärztliche kompetenz.
deshalb verweisen sie dich auch dort hin.

mobbing is ... hab an anderer stelle hier im forum ein thread eröffnet.

gabs keinen betriebsrat, an den du dich hättest wenden können?

ich wünsche dir, dass du einen  psychotherapeuten bekommst, mit dem du auch gut reden kannst.

herzlichen gruß
erdling
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS