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Autor Thema: Zu alt für Sozialphobie  (Gelesen 1570 mal)
quaxi
Beginner
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Beiträge: 4


« am: 04. Juni 2006, 11:05:29 »

Ich bin 45 Jahre alt und immer wieder sagen mir die Menschen ich solle mich doch mal nicht so anstellen. In meinem Alter müßte man doch wissen das nichts passiert und ich bräuchte schließleich andere Menschen. Auch andere Dinge bekomme ich zu hören. Dabei habe ich mein Leben lang versucht diese Angst zu überwinden. Ich kann fast alles machen, aber immer nur schnell. ALso ich gehe schnell einkaufen um möglichst bald wieder zu Hause zu sein. Und dann bin ich völlig erschöpft und aputt. Ich bewege mich draußen nur in Hetze, wie auf der Jagd. Ich habe so vieles versucht um es zu ändern. Ich leide selber sehr unter dieser Angst. Bin völlig verzweifelt, weil ich doch eigentlich so vieles machen will. Aber nichts hilft. Therapie und Medikamente haben auch nichts gebracht. Doch wenn ich mir dann auch noch die SPrüche anhörn muß bin ich völlig verzweifelt. Dazu kommt auch noch, das ich nach so vielen Jahren einfach nur noch müde bin. Ich möchte endlich keine ANgst mehr haben und in Frieden leben können. Aber diesen Frieden gönnt mir keiner. Immer wieder werden Anforderungen und Erwartungen an mich gestellt. Es tut einfach nur noch weh. Ich würde doch selber so gerne diese Angst los werden
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Maren
Gast
« Antworten #1 am: 04. Juni 2006, 11:54:16 »

hallo quaxi


diese aussagen von anderen menschen kennen glaube ich viele wenn nicht alle von uns,, bei einem gebrochenen bein hätte jeder verständnis,,angst kann man nicht sehen und wer sie nie hatte ,der kann so finde ich auch garnicht mitreden.

ich find es immer wieder bewundernswert mit wieviel kraft wir trotz allem die alltäglcihen dinge unter einen hut bekommen und meist noch um andere kümmern.


müde geworden, versteh ich aber musst du dir sowas wirklich sagen lassen, wenn es freunde sind ,hast du nicht die richtigen würde ich meinen,, ich habs lange aufgegeben mich zu erklären,begreifen eh nur betroffene ,vielleicht schaust du mal im chat vorbei, kann dem selbstbewusstsein ganz schön helfen wenn man weiss man ist nicht allein mit seinem *knall* auch wirst du dort wohl mehr verständnis und den einen oder anderen tip erhalten

ob die angst jemals wieder weggeht möcht ich dir nicht versprechen bei einigen passiert es, bei einigen bleibt es bestandteil des lebens,, das allerdings lebenswert  werden kann....

angst aktzeptieren sie als freund anzusehen ( wie viele meinen ) ist ein erster schritt, aber nicht leicht,,, der rest folgt dann aber,, du würdst ruhiger draussen werden,

ich schick dir mal viel kraft udn wenn du mal zeit hast schau doch mal im chat vorbei,,

lg maren
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quaxi
Beginner
*
Beiträge: 4


« Antworten #2 am: 05. Juni 2006, 10:30:00 »

Na ja, durch meine Sozialphobie habe ich keine Freunde. Und das sind nun mal die wenigen Verwandten die ich kenne. Es versteht keiner das ich mich in meinem "hohen" Alter noch von "Gefühlen"! leiten lasse. Der Verstand müßte da doch einsetzen. ABer wie sollen die das auch verstehen können. Mich macht es nur leider noch einsamer. Ich behaupte auch mal da ich wirklich alles versucht habe um dagegen anzukommen aber nichts hilft mehr. Ich bin deswegen auch sehr mutlos und müde.
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edi
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Beiträge: 44


« Antworten #3 am: 05. Juni 2006, 13:19:44 »

Hi quaxi
ich bin genau so alt wie du. Ich meine wir sind im besten Alter !!!!!
Habe meine Angst auch schon meine Leben lang. Habe auch schon
Therapien, Krankenhausaufenthalt hinter mir. Ich habe auch gedacht
die Angst muß doch irgenwan mal weggehen. Ich mache doch schon
so viel um sie zu besiegen. Ich bin jetzt dabei zu lernen das sie mich
mein Leben lang begleiten wird. Es ist nicht einfach. Aber ich versuche
es . Ich weiß es ist leicht dahingesagt das du dieses auch versuchen sollst
aber bei mir wird dadurch so langsam einiges besser. Es sind auch immer mal
wieder schlechte Phasen dabei aber ich falle nicht mehr so tief.
Medikamente nehme ich bis auf Betablocker wegen dem schnellen Puls keine.
Gehe 3 mal im Monat in eine Gruppe. Tut mir sehr gut. Ich weiß das das
alles nicht so einfach wird sein Leben damit zu leben aber ich denke mir
das ist meine Erkrankung ich muß das beste versuchen das es mir besser geht.
Wenn du willst kannst du mir ja nochmal schreiben.
Ich hoffe das Du bald nicht mehr so mutlos und müde bist.
Viele Grüße
Deine Edi
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quaxi
Beginner
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Beiträge: 4


« Antworten #4 am: 05. Juni 2006, 20:20:00 »

Hallo Edi,
danke für Deine Antwort.
Ich kann mch mit meiner Krankheit nicht anfreunden. Wie soll das auch gehen wenn sie mich so unendlich einsam und verzweifelt macht. Das ist doch kein Leben immer nur zu Hause zu hocken und alleine zu sein. Und ich habe schon so vieles versucht, aber die Angst ist größer als alles andere zusammen. Wenn ich dann mutlos und verzweifelt bin bekomme ich auch noch Vorwürfe zu hören was mich dann natürlich noch tiefer runter zieht.
Ich weiß nicht was an so einem Leben lebenswert sein soll
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crissy79  
Gast
« Antworten #5 am: 05. Juni 2006, 21:34:39 »

hi quaxi


viele können sich mit ihrer Krankheit nicht anfreunden und das macht es

nur noch schwerer ...

die Krankheit ist Teil von uns ... ich denke man sollte versuchen sie

anzunehmen so schwer das auch ist und zu versuchen damit zu leben bzw.

umzugehen

gibt es nicht Hobbys oder irgendwas was du von zu Hause machen kannst?

etwas wo du Spaß dran hast Huch

immer nur zu Hause sitzen ohne etwas zu machen läßt einen natürlich

vereinsamen ... was wenn du mal versuchst ein wenig rauszugehen wenn

auch zuerst nicht lang und dann viell immer etwas mehr ...

ich weiß das das schwer ist aber ich weiß auch das es machbar ist !!!

Vorwürfe hat dir keiner zu machen ... wenn du etwas nicht schaffst was du

dir vorgenommen hast dann ist das eben so.....Vorwürfe sind da völlig

unangebracht !!!

das Leben kann lebenswert sein .... man muss es nur selbst entdecken ...


Liebe Grüße
crissy79
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leben
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Beiträge: 43



« Antworten #6 am: 05. Juni 2006, 21:57:03 »

Hallo quaxi ,

Mir ging es am anfang auch nicht anders wie dir .... war verzweifelt und am boden zerstört hatte keinen Lebensmut mehr .... habe die Angst dann als ein teil von mir angenommen und kann jetzt damit umgehen und sogar Leben .... gibt zwar noch tage wo ich Rückschläge erlebe aber denn ist es an diesen Tagen nun mal so das es mir sehr schlecht geht- es kommen aber wieder bessere Tage und die geniesse ich dann.

Lass dich nicht unterkriegen und bleib stark .... versuche die Angst als ein teil von dir anzunehmen .


ich drück dich

Leben
_____________________________ ________
Das Leben ist schön du musst nur hinsehen .
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