Home | Forum
Donnerstag, 24. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
24. Mai 2012, 16:20:06 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Soziale Phobie  (Gelesen 1906 mal)
buelent
Juniormember
**
Beiträge: 14


« am: 05. Juni 2006, 13:10:49 »

Wer hat Erfahrung? Ehemalige Betroffenne, die das überwunden haben
Gespeichert
gelbwuermchen
Gast
« Antworten #1 am: 05. Juni 2006, 19:42:47 »

Hallo buelent,
ich denke daß du selbst betroffen bist, daß es dir im Moment gar nicht so gut geht. Psychische Leiden sind was furchtbares, alles spielt sich im Kopf ab, man ist mit seinen Ängsten alleine,denn reden mag man nicht, sonst denken ja alle, daß man "verrückt" ist.
Ich selbst habe auch so eine schlimme Zeit erlebt, wusste am Anfang gar nicht, was los ist. Ich konnte in kein Restaurant mehr gehen,keine Unterschrift mehr leisten, mich mit niemanden unterhalten, ohne daß ich das Zittern angefangen habe. Dazu kam die Atemnot, das Erröten - ich hab mich einfach nur total elend gefühlt. Viel zu lange habe ich keine Hilfe in Anspruch genommen, habe Trost und Kraft im Alkohol gesucht. Zumindest habe ich mich dann besser gefühlt. Am Ende war´s aber so, daß ich zu meinem Problem noch ein zweites hatte. Rückblickend bin ich froh, daß ich nicht alkoholabhängig wurde, aber ich gehe heute damit sehr bewusst um. NIEMALS ewas trinken, nur damit man sich besser fühlt.Zu Ärzten bin ich auch gegangen, irgendwann kann man ja nicht mehr. Diese haben mir dann Tabletten verschrieben, die entweder total müde , Sex unmöglich oder hungrig machten. Bis ich dann endlich eine Verhaltenstherapie anfangen konnte. In der Zeit bin ich auch noch umgezogen, musste also meine Therapie unterbrechen und erst mal wieder einen neuen Therapeuten suchen, der sich meinen Problemen annahm. Viele Dinge, die der Therapeut gesagt hat, sind nicht 100% ig umzusetzten, aber man kann für sich immer ein Stückchen mitnehmen. Es hat auch noch lange gedauert, bis ich endlich begriffen habe, daß nur ich selbst mir helfen kann, indem ich an mir selbst arbeite. Das wird wohl auch immer so bleiben. Ich habe angefangen, mich selbst und freiwillig den Situationen auszusetzen, die ich immer gemieden habe. Du hast dadurch den Druck von anderen nicht und kannst ganz freiwillig entscheiden, wie lange du inder Situation bleibst. Immer ein Stückerl weiter, es hat funktioniert :-)). Aus negativen Gedanken und Gefühlen versuche ich heute immer noch was Positives zu machen - es spielt sich im Kopf ab!!! Ich werde wohl nie vollkommen angstfrei durch´s Leben gehen, Zahnarzt , Friseur, Augenarzt, das ist mir heute noch ein Greul. Da passierts auch immer wieder, daß ich das Zittern anfang, aber was soll´s. Ich sag dann schon mal, die Situation ist mir unangenehm, ich fühl mich nicht wohl dabei. Aber ich mach mich nicht mehr verrückt mit der Angst vor der Angst, und ich glaube auch, daß das so bleibt, weil ich das so will. Und morgen leite ich das erste Meeting alleine, vor drei Jahren noch unvorstellbar. Ich möchte allen Betroffenen Mut machen, Ihr schafft es auch, denn das Leben ist lebenswert.
Ohh, das ist ja lang geworden, sorry. Aber ich hoffe, daß es Dir ein bißchen hilft. LG vom gelbwuermchen

Gespeichert
buelent
Juniormember
**
Beiträge: 14


« Antworten #2 am: 05. Juni 2006, 20:42:58 »

Hallo gelbwuermchen,
ich bedanke mich für deine Antwort.
Ich selber bin davon nicht betroffen, sondern meine Frau.

Wie Kann ich ihr selber helfen, ausser zum Psychologen zu gehen?

Gespeichert
quaxi
Beginner
*
Beiträge: 4


« Antworten #3 am: 05. Juni 2006, 21:14:24 »

Sie versuchen zu verstehen. Ihre ANgst ernst nehmen. SIe lieben und achten und NIEMALS blöde Sprüche sagen. Ihr Mut machen, sie unterstützen aber es auch akzeptieren wenn sie nicht kann, nicht will. Sie bei der Hand nehmen und Schritte nach vorne aber auch die Schritte rückwärts mit ihr gemeinsam gehen. Sie lieben, lieben, lieben
Gespeichert
gelbwuermchen
Gast
« Antworten #4 am: 05. Juni 2006, 21:17:09 »

Hallo buelent,
es ist schön, einen Partner zu haben, der sich mit dieser Problematik auseinandersetzt, das ist schon mal eine große Hilfe für Deine Frau. Bitte mache ihr keine Vorwürfe, wie: "Stell Dich nicht so an!", das verletzt und hilft nicht wirklich. Ich weis ja nicht, in wie weit sich Deine Frau Dir gegenüber öffnet, über ihre Gefühle und Gedanken spricht. Vielleicht hast Du alles nur bemerkt, weil eben nichts mehr geht und Ausreden gefunden werden? Vielleicht kannst Du ihr anbieten, mit ihr gemeinsam diese Situationen durchzustehen, musst ihr aber auf jeden Fall die Rückzugsmöglichkeit lassen. SIE schreibt das Drehbuch, das muss sie von Anfang an wissen. Und sich auch über die ganz kleinen Erfolge freuen. Die Krankheit kommt nicht an einem Tag und sie wird auch nicht an einem Tag gehen. Mach ihr Mut, sprich positiv. Und das Gespräch mit einem Psychologen/ -in würde ich auf jeden Fall suchen. Das dauert sowieso, die Krankenkasse muss das erst genehmigen und dann macht jeder gute Psychologe erst mal ein oder zwei Probestunden, ob man überhaupt miteinander kann. Ich wünsche Euch viel Kraft. Liebe Grüße gelbwuermchen
Gespeichert
crissy79  
Gast
« Antworten #5 am: 05. Juni 2006, 21:25:51 »

hallo


ich kann den anderen nur beipflichten.... ich finde es toll,wenn jemand

seinen Partner so unterstützt !!!

Sei für sie da ... unterstütze sie ... bring keine verletzenden Sprüche

und wie gesagt sie sollte versuchen sich über kleine Erfolge zu freuen...hilf

ihr dabei

alles gute euch !!!


Liebe Grüße
crissy79
Gespeichert
suite
Gast
« Antworten #6 am: 05. Juni 2006, 21:45:29 »

Hallo Gelbwürmchen und all die anderen
 
sehr gut wahrgenommen, erkannt und sensibel auf die Tastatur gebracht!!!!

Wünsche Uns allen die Kraft weiterzumachen, nicht aufzugeben und immer wieder anzufangen, denn die kleinen Erfolge eines fast angstfreien Lebens stellen sich dann auch wieder ein.

lg
sita
Gespeichert
buelent
Juniormember
**
Beiträge: 14


« Antworten #7 am: 11. Juni 2006, 18:43:00 »

Hallo crissy79,

ich bedanke mich für deine Anwort.

wünsche Dir auch alles Gute!

gruss. Buelent
Gespeichert
buelent
Juniormember
**
Beiträge: 14


« Antworten #8 am: 11. Juni 2006, 18:55:21 »

Ich glaube, dass das bei vielen Menschen nicht erkannt wird,
man befasst mit der Problematik von den menschen, weil sie sich zurückziehen und alleine sein wollen.
Gespeichert
buelent
Juniormember
**
Beiträge: 14


« Antworten #9 am: 11. Juni 2006, 20:53:17 »

Zitat
Ich glaube, dass das bei vielen Menschen nicht erkannt wird,
man befasst sich nicht, mit der Problematik von den menschen, weil sie sich zurückziehen und alleine sein wollen.
Gespeichert
crissy79  
Gast
« Antworten #10 am: 12. Juni 2006, 18:19:42 »

hallo


leider ist das wohl so

allerdings hat man das Anrecht auf Hilfe und sollte versuchen auch dafür

alles nötige zu unternehmen


Liebe Grüße
crissy79
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS