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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Was mich immer wieder wundert  (Gelesen 3278 mal)
wolfgang  
Gast
« am: 12. Juni 2006, 16:09:03 »

Hallo,
in unsere Beratungsstelle kommen immer wieder Menschen, die folgendes zu mir sagen" Ich bin seit xy Jahren glücklich verheiratet, wenn nur die Depressionen nicht wären" oder "Ich wünsche mir den Zustand vor meiner Erkrankung zurück" oder "Ich möchte es doch nur allen recht machen".

Menschen, die es allen recht machen wollen, bleiben selbst irgendwann auf der Strecke. Die wenigsten fragen sich ernsthaft nach dem Sinn der Depression. Wenn man die "glückliche Ehe oder Partnerschaft" einmal hinterfragt, kommt oft dabei heraus, dass sie im Prinzip in der Partnerschaft nichts zu sagen haben.

Nach meiner eigenen Erfahrung ist ein geringes Selbstwertgefühl sehr oft der Auslöser für Depressionen. Natürlich können auch permanente Überforderungen der Auslöser sein, wenn organisch alles in Ordnung ist. Nur, warum überfordert man sich. Um durch Leistung Anerkennung zu bekommen?

Dies halte ich für den falschen Weg, weil ich ihn selbst hinter mir habe. Mich hat er sehr krank gemacht.

Natürlich ist es einfacher auf die Wunderpille oder den Wundertherapeuten zu hoffen, als anzufangen in seinem Leben das zu verändern, was einen belastet. Alles wird man nicht verändern können, aber manches schon. Ein Mensch, der mit jedem "gut Freund" sein möchte, bleibt oft selbst auf der Strecke, weil er irgendwann ausgenutzt wird.

Ein angepasster Mensch ist ein bequemer Mensch. Je unbequemer ich wurde, je besser ging es mir. Das heißt anber nicht, dass ich keine Freunde oder einen großen Bekanntenkreis habe.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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moses05
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Beiträge: 209


« Antworten #1 am: 12. Juni 2006, 16:43:13 »

Hallo Wolfgang !

Ich kann deinem Beitrag nur zustimmen und mir ist es selber so ergangen.
Nun, wo ich nicht immer das mache was von mir vielleicht erwartet wird, stoße ich nicht immer auf Verständniss. Aber das resultiert einfach daraus, das die Familie und der Freundeskreis mich nicht anders kannte.
Ich muß mich nicht mehr anpassen........eher müßte die Gegenseite lernen zu akzeptieren.
So ist es........

LG Moses
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Sehe was du siehst und nicht was du denkst was du siehst!
wolfgang  
Gast
« Antworten #2 am: 12. Juni 2006, 17:38:16 »

Hallo Moses,
kann Dir nur beipflichten. Natürlich ist es die Familie, die zuerst mitbekommt, dass man sich verändert. Aber gerade die müssen doch ein Interesse daran haben, dass der Mann, Vater oder Bruder wieder gesund wird.

Ich glaube bei den meisten ist es nur die Angst vor Veränderungen, die jemanden zurück halten, das Leben zu verändern.

Natürlich ist es einfacher die Ursache bei einer Klinik, einem Arzt oder einem Therapeuten zu suchen, als zu ergründen, was kann ich selbst tun, um wieder gesund zu werden.

Oft fängt dies mit Kleinigkeiten an.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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crissy79  
Gast
« Antworten #3 am: 12. Juni 2006, 17:52:53 »

hallo


ihr habt ja beide Recht in allem was ihr sagt ... ich kann dem nur

beipflichten

natürlich müsste grad die Familie als erstes eine Veränderung bemerken

aber meist ist dem leider nicht so

dazu kommt eben die von euch angesprochene Angst vor Veränderungen,

man stellt sich viele Fragen ... wie z.b. wird es wirklich besser wenn ich ab

jetzt an mich denke und nicht versuche anderen zu genügen ... usw.

und viell haben auch viele die Kraft einfach nicht diesen Weg zu gehen ...

ich persönlich bin ein Stück diesen Weg gegangen - weiß aber jedoch auch

das ich wohl noch einen langen Weg vor mir haben werde .... ich bin mir

aber sicher das ich es schaffen kann und auch werde .... denn anhand der

Veränderungen jetzt in meinem Leben fühle ich mich schon etwas besser

und ich möchte natürlich das das so bleibt / noch besser wird

daher nochmal : ich bin vollkommen eurer Meinung nur sollte jeder den

Schritt dann gehen wenn er bereit dafür ist und die Kraft hat


Liebe Grüße
crissy79
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wolfgang  
Gast
« Antworten #4 am: 12. Juni 2006, 17:56:07 »

Hallo Chrissy,
dann wünsche ich Dir von Herzen, dass Du den Mut und auch die Kraft hast, Deinen Weg zu finden und auch zu gehen. Glaub mir, es lohnt sich!

Herzliche Grüße
Wolfgang
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teddy1
Schreibe oft hier
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Beiträge: 99


« Antworten #5 am: 12. Juni 2006, 22:20:35 »

Hallo wolfgang.Ich les gerne deine berichte,denn sie geben mir kraft und ich kann fast immer etwas für mich herausziehen.Auf diesem weg mal dankeschön für deine mühe!!!!Ich selbst hab festgestellt(zusammen mit dem therap)dass ich auch so ein bequemer mensch war und zum großen teil noch bin!!!Es ist unendlich schwer,jetzt plötzlich den mut aufzubringen und einfach zu sagen was ich will oder nicht will!!!Oder das wort NEIN zu benutzen!!!Bei fremden kann ichs manchmal und fühl mich dann super gut.Bei freunden und familie,gehts meist net so gut,weil ich solche angst hab,dass sies net verstehen,oder nicht mehr kommen,oder mich gar fallen lassen!!Ich weiß das ist falsches denken,aber es sind halt meine angstgefühle,dass mich dann keiner mehr mag!!Ich arbeite daran und werde stückchenweise vielleicht daran wachsen.Habe mit meinen eltern angefangen und ihnen per brief(Persönlich war ich zu feig dazu)die meinung gesagt und den kontakt abgebrochen.Jetzt gehts mir zwar besser,aber ein wenig schlechtes gewissen hat das artige gehorsame guterzogene kind von früher halt immer noch.Mein weg ist noch weit,ich weiß es!!!!Verstehst du das???gruß teddy
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Sina
Stammposter
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Beiträge: 164


« Antworten #6 am: 13. Juni 2006, 06:46:29 »

Hallo Wolfgang,

ich bin auch so ein bequemer Mensch, der sicgh allen angepaßt hat, um nur ja nicht anzuecken, um nur ja viel Anerkennung zu bekommen.
Das Schlimme daran ist, ich habe verlernt, mich wahrzunehmen, es ist für mich sehr schwer, zu erkennen ob was für mich gut oder schlecht ist und ich zahle bei allem einen sehr hohen Preis.
Ob ich da jemals richtig sicher raus komme, weiss ich nicht.
Ich möchte, habe aber tatsächlich auch Angst vor dem, was dann kommt.
sina
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wolfgang  
Gast
« Antworten #7 am: 13. Juni 2006, 08:17:47 »

Hallo Teddy,
freut mich sehr, dass Du Dir aus meinen Erfahrungen etwas rausziehen kannst. Es ist in der Tat oft ein langer Weg mit manchmal zahlreichen Rückschlägen. Manchen Bekannten wird man verlieren. Für mich persönlich kann ich jedoch sagen, mein Bekanntenkreis war noch nie so groß wie heute.

Hallo Sina,
der Mensch war ursprünglich nicht dazu geschaffen, täglich Höchstleistungen zu bringen.
Es gab eine Zeit da die Männer auf die Jagd gingen und die Frauen Beeren sammelten. Dies alles, nur damit sie überlebten. Danach konnten sie sich auf die faule Haut legen.

Erst die sogenannte Zivilisation hat aus uns Menschen "Arbeitstiere" gemacht. Mit anderen Worten, der Mensch ist von Natur aus bequem.

Solltest Du es wieder lernen, Dich auf Deine Gefühle verlassen zu können, wirst Du auch für Dich einen guten Weg finden.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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schnuffelpueppi  
Gast
« Antworten #8 am: 13. Juni 2006, 08:19:03 »

Guten Morgen Wolfgang......

ja..da schwingt so ein "Das-Leben-selbst-in-die-Hand-nehmen-mit", denn wer sich anpasst, lässt sein Leben durch andere bestimmen.

Ich habe mich mein Leben lang fremdbestimmen lassen, durch meine Eltern, durch meine Freunde. Ja, ich war sehr beliebt, immer gut drauf, für jeden da, durch mein Organisationstalent wurde alles auf mich abgeschoben. Alles lief super......FÜR DIE ANDEREN.

Ich selbst habe mein Leiden nur noch verstärkt dadurch....litt unter wahnsinnigen Erfolgsdruck....jede Party..jedes Essen...jedes Geschenk musste immer besser sein, als das vorige. In mir tobte aufgrund eines Kindheitstraumas sowieso schon die Seele....das Anpassen hat es noch schlimmer gemacht. Ich MUSSTE immer die grosse Tochter sein, die vernünftige, die mit den guten Noten, die das macht was sich gehört.....
Blind waren alle....

Als es mit meinen "Ausfällen" (so sagt meine Mutter immer) schlimmer wurde, war man zwar für mich da....zu jeder tag und nachtzeit....aber es bleibt bitte in der Familie....und das von früher.....dass ist lange her..vergessen wir mal.

Ich bin dann irgendwann zsgebrochen....und das ironische dabei ist...dass es Heilig Abend war..und es war meine Aufgabe, Weihnachten auszurichten bei mir....um 14 uhr lag ich immer noch heulend im Bett....der Kommentar meiner Mutter "Du willst doch deinem Vater nicht Weihnachten versauen". Ich also geschluckt was ich irgendwie da hatte, Diazepam, Alk...und habe es überstanden..irgendwie..ich war "so wie immer".

Am nächsten Tag habe ich mich gefragt, warum ich nicht einfach gesagt habe..."Tut mir leid, es geht nicht, wir müssen etwas improvisieren, kann mir einer helfen".

Ein halbes Jahr später bin ich VON MIR AUS in die Klinik gegangen....ich habe wahnsinnig viel über mich gelernt dort....mein "immer-den-einfacherern-Weg" suchen.

Das ist jetzt 3 Jahre her.....meine Familie redet kaum noch mit mir...das nötigste.....weil ich mich ja so VERÄNDERT habe........ich würde verwarlosen (weil ich mich nicht mehr jeden Tag aufbrezel)....ich würde mich hängen lassen (weil meine Wohnung nicht mehr blitzeblank ist)....ich würde mich in meiner Krankheit suhlen....und das schlimmste....ich sei arrogant und zickig seid der Klinik, weil ich plötzlich mal ne Meinung habe, mal nein sage.

ABER...mir geht es wesentlich besser als früher....klar, ist es manchmal schwer zu seiner Meinung zu stehen....zu sich selbst....aber letzendlich merke ich sofort, dass es mir wieder schlechter geht, wenn ich wieder in diese Anpassschiene komme.

Mein Freund hält die ganze Zeit zu mir.....er ist froh, dass ich in der klinik war und mir jetzt nicht mehr alles gefallen lasse, auch wenn es dadurch für ihn manchmal nicht einfach ist...."Kratzbürste Püppi".....

Ich lebe MEIN Leben.....

Püppi....(die sich mal wieder nicht kurzfassen konnte)
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wolfgang  
Gast
« Antworten #9 am: 13. Juni 2006, 08:36:21 »

Hallo Püppi,
Du bist herzerfrischend offen. Dann hat Dir ja der Besuch einer Klinik ja etwas gebracht.
Die tollen Sprüche kenne ich auch, wenn auch nicht von der eigenen Verwandschaft, dafür aber von ehemaligen Nachbarn.

Schön finde ich, dass Dein Freund zu Dir hält, obwohl Du selbstbewußter geworden bist.

Leider tragen viele Menschen ein Trauma aus der Kindheit mit sich rum. Den meisten ist das nicht bewußt, weil sie es verdrängt haben, um überhaupt zu überleben. Die Traumaforschung steht nach meiner Meinung noch ganz am Anfang.
Ich hoffe, dass Du die Kraft hast, Dir treu zu bleiben und das Dein Freund Dich auch weiterhin liebt und unterstützt.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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dietamy03
Juniormember
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Beiträge: 15


« Antworten #10 am: 13. Juni 2006, 15:13:30 »

Hallo Püppi

Ich hatte das Gefühl, als ich deinen Post las, hey die ist genau wie ich.

Vielen Dank dafür, denn ich hätte es nicht besser schreiben können.

Mit meiner Familie habe ich heute keinen Kontakt mehr den haben die abgebrochen weil mit mir ja nicht mehr zu reden war lol.

Jedesmal, wenn jemand meint ich sei egoistisch ist das ein Kompliment für mich, denn ich habe mir diesen Egoismus lange und schwer erarbeiten müssen.(ich rede hier vom gesunden Egoismus)

Ich helfe gerne und möchte das auch immer weiter so halten, aber im Gegensatz zu früher bestimme ich heute wann wie und wo und gehe nicht mehr über meine Kräfte nur um anderen zu gefallen.

Mein Therapeut hat mal einen Satz gesagt, den ich mir als Motto eingeprägt habe .

Wer heute nichts ändert - lebt morgen wie gestern.

Ich will niiiie mehr wie gestern leben und deshalb ändere ich heute was mir nicht guttut.

Mein Freundeskreis ist erst etwas kleiner geworden, aber heute habe ich Menschen, die mich nehmen wie ich bin - ich will und muß mich nicht mehr verstellen

Mir freundlichem Gruß
Roswitha
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Wir leben alle unter dem selben Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont .
crissy79  
Gast
« Antworten #11 am: 13. Juni 2006, 21:17:03 »

hallo an alle


wenn ich eure Beiträge so lese bin ich froh auch den Weg eingeschlagen

zu haben !!!

jahrelang hab ich gemacht was andere wollten,hab funktioniert und - wie

ich jetzt weiß - mich selber dadurch völlig vernachlässigt

es ist schwer diesen Weg zu gehen und sicher - wie Wolfgang schrieb -

auch mit Rückschlägen verbunden die ich zu gut kenne ... auch mein

Freundeskreis hat sich minimiert .... aber ich bin froh unterscheiden zu

können wer wirklich in jeder Situation zu einem hält und wer eben nur

wenn man nach dem alten Muster lebt und sich für andere aufopfert

ich werd den Weg weitergehen ...

ach ... danke Wolfgang für deine lieben Worte an mich !!!!


Liebe Grüße
crissy79
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wolfgang  
Gast
« Antworten #12 am: 14. Juni 2006, 13:12:07 »

Hallo Chrissy,
Probleme hatte ich nur am Anfang. Als ich mir aber einen gewissen Respekt verschafft hatte, gings dann. Das heißt aber nicht, dass ich nun ein krankhafter Egoist geworden bin.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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crissy79  
Gast
« Antworten #13 am: 14. Juni 2006, 13:57:56 »

hallo Wolfgang


ich versteh das schon richtig ... ich les ja hier auch teilweise deine Beiträge

und weiß das du kein Egoist geworden bist

ich bin so froh dieses Forum gefunden zu haben und natürlich auch den

Chat - ohne das alles hier wäre ich sicher nicht so weit wie ich es jetzt

eben bin

danke an alle hier ... an Wolfgang,all die Admins und natürlich an Richard

der das hier auf die Beine gestellt hat !!!


Liebe Grüße
crissy79
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Sina
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« Antworten #14 am: 14. Juni 2006, 14:30:02 »

Ich bin auchf roh und dankbar, dass es dieses Forum gibt.
Danke dafür euch allen.
Wolfgang, ich weiss nicht, ob ich mich je finden werde, es ist alles so zugeschüttet und weggedrängt mit ganz viel schmerz und Leid, ich glaub, da ist nix mehr, ich spüre nur noch leere und bin so müde.
Und dann diese beine und Arme noch dazu, all diese komischen Empfindungen.
Ich weiss nicht, wie lange ich das alles noch aushalte.
sina
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wolfgang  
Gast
« Antworten #15 am: 14. Juni 2006, 14:54:23 »

Hallo Sina,
glaub mir, nach meiner eigenen Erfahrung seit 1989 hält der Mensch wesentlich mehr aus, als Du Dir vielleicht im Moment vorstellen kannst.

Was ist mit Deinen Armen und Beinen? Ist das ein Kribbeln, ist das Wärme oder sind das Schmerzen, die Du spürst?

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Sina
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« Antworten #16 am: 14. Juni 2006, 15:07:04 »

Hallo Wolfgang,
ja, das erlebe ich derzeit auch immer wieder, ich denke sehr oft im moment, das ist jetzt die absolute Talstelle, noch tiefer geht es nicht mehr, und stelle fest, doch! es geht immer noch tiefer.
Schau mal im allg. Med. Forum zu "merkwürdiger Körper", da habe ich den ganzen Kram beschrieben.
Danke,
sina
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wolfgang  
Gast
« Antworten #17 am: 15. Juni 2006, 09:53:59 »

Hallo Sina,
hast Du vielleicht ein neues Medikament bekommen?
Ich selbst kenne diese Symptome nicht.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Sina
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« Antworten #18 am: 16. Juni 2006, 06:33:56 »

Guten Morgen Wolfgang,

nein, ich habe kein neues Medikament bekommen.
Ich werde das neurologisch abklären lassen.
Danke dir für deine Antwort.
Lieben Gruß, sina
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Sina
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« Antworten #19 am: 26. Juni 2006, 07:41:26 »

Hallo,

es handelt sich sehr wahrscheinlich um eine Nebenwirkung des Amineurin, das habe ich um 50mg reduzieren dürfen.
Mein Körper braucht wohl noch was Zeit, bis die NW wieder weggeht?
Lieben Gruß, sina
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Fridolin
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« Antworten #20 am: 02. August 2006, 07:17:19 »

Hi Wolfgang !
Ich kann deinen Bericht nur bestätigen. Durch Anpassung bleibt die eigene Persönlichkeit auf der Strecke. Allen Recht machen zu wollen ist der bequemste Weg, aber auf Kosten seiner einzigartigen Individiuallität.
Allerdings habe ich bei mir festgestellt, daß diese Erkenntnis erst nach längerer Zeit Therapie sich einstellt. Ich habe mich um 180 Grad gedreht und versuche immer ehrlich meine Einstellung zu äußern. Dadurch entsteht zuerst sehr oft Widerstand, aber die Meisten respektieren später dieses Verhalten und bringen einem Respekt, Achtung und Anerkennung entgegen. Meine Meinung ist auch, daß Menschen mit kleinem Selbstwert oder Co-Abhängigkeit diese Problematik durch Chemie beseitigen wollen. Dadurch wird viel zu lange an der Problematik herumgedoktert und das wirkliche Übel nicht beseitigt. Durch erhöhen des Selbsbewußtsein entsteht ein große Lebensqualität und Lebensfreude.
Servus an alle
Fridolin
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Fridolin Steinpalme
wolfgang  
Gast
« Antworten #21 am: 02. August 2006, 08:21:17 »

Hallo Fridolin,
dazu kommt noch, dass die Angst vor Veränderungen bei vielen größer ist, als die Angst vor Symptomen, die sie haben.

Es gibt von der DAK eine Studie, dass es fast sieben Jahre dauert, bevor eine seelische Störung von einem Facharzt behandelt wird.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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