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1.Todestag und Beerdigung
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Autor
Thema: 1.Todestag und Beerdigung (Gelesen 970 mal)
schnute75
Stammposter
Beiträge: 178
1.Todestag und Beerdigung
«
am:
12. Juni 2006, 20:05:41 »
Hallo alle zusammen!
Mußmal wieder mein Herz ausschütten, denn es schmerzt seit ca einer halben Stunde wieder so komisch.
Heute vor einem Jahr ist meine geliebte Mutti gestorben. Zu allem Unglück ist letzten Sonntag der Vater meiner Tante gestorben, wo heute die Beerdigung war, wo ich natürlich alleine schon aus Anstand hingegangen bin.
Ich wollte dort nicht weinen, weil ich zu ihm keinerlei Verbindung hatte, ich kannte ihn zwar von früher, aber nicht so, daß ich hätte um ihn weinen müssen.
Doch bei der Rede und der Beisetzung kamen sehr oft wieder die Erinnerung an die Beerdigung von Mutti hoch und ich mußte mir das Weinen "verkneifen". Wollte nicht dastehen, als ob ich nur so tue.
Im nachhinein sage ich mir das es eigentlich blöd von mir war, aber ich hätte um Mutti geweint und nicht um ihn. Ich weiß nicht ob ihr das versteht???
Auf jedenfall, jetzt wo ich so langsam zur Ruhe komme, fängt mein Herz wieder an weh zutun und es fällt mir sehr schwer nicht an irgendetwas schlimmes zu denken (Herzinfarkt,etc.)
Danke, das es diese Seite gibt, woich und viele andere uns unseren Kummer von der Seele/dem Herzen schreiben können. Danach geht es mir immer gleich etwas besser, obwohl ich ja nicht weiß ob es jemanden intressiert, aber alleine, das es jemanden intressieren könnte reicht schon für ein wenig Besserung :-))
Traurigen Gruß
Sandra
Gespeichert
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WyNoNa
Juniormember
Beiträge: 36
Re: 1.Todestag und Beerdigung
«
Antworten #1 am:
12. Juni 2006, 20:24:51 »
Hallo Sandra,
weißt du, was ich mir spontan gedacht hab? Dass da ein Zusammenhang zwischen den Herzproblemen und dem Unterdrücken deiner Gefühle ist.
Wenn dir nach Weinen zumute ist, dann weine doch. Du brauchst dir doch keine Gedanken zu machen, was die anderen denken können. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich jemand darüber Gedanken machst, warum du weinst (und wenn, dann kann es dir doch egal sein).
Du hast ein Recht darauf, deine Gefühle zu zeigen, das ist etwas ganz normales. Beerdigungen sind nun einmal traurig, wir werden an die eigene Vergänglichkeit und an bereits verstorbene geliebte Menschen erinnert. Da spielt es keine Rolle, wie du zu dem Verstorbenen stehst.
Hättest du dich denn gewundert, wenn jemand bei der Beerdigung deiner Mutter geweint hätte, obwohl er ihr nicht nahe stand? Bestimmt nicht, oder?
Mach dir deine Situation nicht schwerer, als sie schon ist!
LG
WyNoNa
Gespeichert
moses05
Stammposter
Beiträge: 209
Re: 1.Todestag und Beerdigung
«
Antworten #2 am:
12. Juni 2006, 21:50:15 »
Hallo Schnute !!
Ich denke, daß gerade die Gefühle wie Trauer und damit verbundenes Weinen doch sehr wichtig ist.
Es zu unterdrücken macht echt keinen Sinn.......das äußert sich bei uns in organischen Problemen oder so wie dir in HERZSCHMERZ!!
Laße deinen Tränen freien Lauf und du mußt dich dafür nicht schämen oder rechtfertigen........machst du bei Freude und Lachen auch nicht!!
Bei mir war es in der Therapie ein Wunsch , wieder weinen zu können.........gelingt mir bisher noch nicht immer.
Trotz allem bleibst du doch ein liebenswerter Mensch:))
Wünsch Dir noch schöne , sonnige und gefühlsvolle Tage........
LG und fühl dich gedrückt
Moses
Gespeichert
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schnute75
Stammposter
Beiträge: 178
Re: 1.Todestag und Beerdigung
«
Antworten #3 am:
13. Juni 2006, 21:40:06 »
Hallo WyNoNa und Moses05
Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich weiß, daß es völlig normal ist seine Gefühle zu zeigen, aber das dann auch so umzusetzen, wie es mir guttut fällt mir noch sehr schwer :-( leider!
Aber ich arbeite dran!
Ich habe noch immer ein Problem damit, mich trösten zu lassen. Bzw es kommt auf die Person drauf an.
Meine Tante, die in der Wohnung meiner Mutti wohnt läuft es leider nicht so wie ich es mir gedacht hatte, sie ist ein sehr ICH bezogener Mensch und kommt überhaupt nicht mit unserer Nachbarin klar (eifersucht!!!), die nach dem Tod meiner Mom immer für mich da war, auch jetzt noch.
Ich weiß das sie eine blöde Art an sich hat, sie hat sonst niemanden und versucht sich immer sehr "aufällig" in Gespräche zu integrieren. Aber ich kann damit leben, habe mir angewöhnt, wenn sie mir dazwischen quatscht, das ich dann einfach weiter rede, dann hört sie auf ;-)
Ansonsten ist meine Tante auch sehr zickig. Auf jedenfall wollte meine Tante mich gestern bei der Beerdigung trösten. Bzw sie hat mich gefragt wie es mir geht und da standen die Tränen schon sehr nah....sie fing an mich zu "tätscheln" und ich habe gesagt das sie es lassen soll! Kenne ich gar nicht von mir, fand es aber gut :-)
Was ich damit sagen will ist, das ich wirklich anfange zu lernen und auch umzusetzen was mir nicht guttut, aber es klappt halt noch nicht immer aber ich arbeite dran.
Vielen lieben Dank für eure lieben Worte
Lieben Gruß
Sandra
Gespeichert
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