Home | Forum
Donnerstag, 24. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
24. Mai 2012, 16:53:59 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: ich weiß nicht mehr weiter  (Gelesen 2029 mal)
lappeclown  
Gast
« am: 21. Juni 2004, 15:12:59 »

hallo, ich bin neu hier.
mir geht es seit wochen immer schlechter. probleme über probleme.ich breche darunter zusammen, weiß nicht mehr wo ist der anfang wo ist das ende. habe ängste, sehnsüchte und total hilflos. am schlimmsten ist die einsamkeit, das gefühl es versteht mich niemand, stehe mit meinen problemen alleine da. bin seit monaten arbeitslos, habe klage eingereicht mit aussicht auf erfolg, habe das warten und das ausgeliefert sein aber satt. meine beziehung läuft miserabel, können nicht über unsere probleme in ruhe reden haben dadurch ständig streit. hilfe bei einer paartherapie haben wir uns schon geholt aber zwecklos, er streubt sich gegn jeden vorschlag, ist zusehr mit seinen dingen beschäftigt. ich höre immer nur habe geduld es wird wieder alles gut. nur wann? ich kann nicht mehr, bin ausgebrannt, wo ist meine tankstelle? habe das gefühl vom pech verfolgt zu sein. mein therapeut hat die th. abgebrochen, ich würde nicht mitarbeiten. wo soll das noch alles hinführen?
ich habe keine kraft mehr weiß  nicht mehr weiter.
der weinende lappeclown
Gespeichert
Misstrauer  
Gast
« Antworten #1 am: 21. Juni 2004, 16:04:36 »

hi lappeclown,

wieder so ein chaotischer beitrag ;-). bin übrigens auch neu hier und habe deinem/deiner Vorgänger/in schon gesagt: ordnung ist das halbe leben.

chaos ist leider nur durch ordnung zu sichten, einzuordnen und danach gilt es zu handeln.

frage dich, was dir wirklich wichtig in deinem leben erscheint. ist die beziehung zu retten oder drückt sie dich noch weiter runter? immerhin fühlst du dich einsam. aleine oder tatsächlich einsam?

wenn man sich auf die hinterbeine stellt, wird dieser staat dich nicht unter den brücken schlafen lassen, also bitte etwas mehr geduld, was dir ja schon andere gesagt zu haben scheinen. warten ist ärgerlich und unbequem, andere arbeiten dafür, vergiss das nicht.

was soll die frage >nur wann<?  du weißt selbst, daß sie niemand beantworten kann.

die tankstelle ist nur bei dir zu finden. also setz dich hin, beruhige dich und gehe dein jetziges leben in ruhe durch.
was erwartest du von einem arzt, von einer therapie, wenn du nicht mimachst? nicht dein therapeut will gesund werden, sondern du. und er kann dir nur aufzeigen, was änderbar ist.

du bist niemandem ausgeliefert, keiner zwingt dich zu einer paartherapie, wenn es nicht mehr geht. sorry, ich habe den eindruck du willst leben ohne einen cent zu zahlen. klingt dir zu bitter? mag sein, ist aber nicht persönlich, sondern zu deinem besten. also los. erheb dich mal. sobald du dein selbstmitleid beiseite legst, werden deine gedanken klarer.

überwinde deine trägheit, ich glaube, dich muß man mal richtig wachrütteln.

Gruß
Klaus
Gespeichert
lappeclown  
Gast
« Antworten #2 am: 21. Juni 2004, 19:40:16 »

hallo,
habe eben erst im forum deine ganze mail lesen können. ich weiß ich kann mich nur selbst retten. mein selbstwert u. antrieb ist gleich null, habe das gefühl ich werde unter druck gesetzt. mein therapeut verlangt seit einem halbenjahr  eine entscheidung von mir. das ist im moment aber zu viel für mich. ich bin zerfressen von selbstvorwürfen ob ich überhaupt liebenswert bin. diese gedanken verfolgen mich schon mein leben lang. meine mutter hatt mir nie ein anderes gefühl gegben. klar ich hasse sie dafür aber es sitzt wie ein dicker splitter in mir und den kann ich mir nicht rausziehen. ich weiß es nicht warum.
ich bekomme zwar immer wieder bestätigt ich in nett, zuverlässig, aufmerksam,ne liebe seele. warum brauche ich immer wieder diese bestätigung. ich versteh mich selbst nicht mehr. ich will nur eins, raus aus diesem beschissenen loch.

ich wünsch dir noch nen schönen abend
sorry das ich im selbstmitleid schwimme, mir tut es aber gut darüber zusprechen. ich versuch mich zu bessern.

tschau der lappeclown
Gespeichert
Misstrauer  
Gast
« Antworten #3 am: 21. Juni 2004, 19:48:27 »

hi,

gut, daß du dich meldest, das ist schon ein anfang. klingt so, als hättest du ein starkes defizit an zuneigung/liebe von deiner mutter zu verkraften. hast du darüber mit dem therapeuten gesprochen? weigerst du dich innerlich, dich zu ändern? vielleicht kannst du dich innerlich nicht von deiner mutter lösen, suchst die verlorene liebe in deiner partnerschaft. dort wirst du sie nicht finden. verlorene liebe lässt sich nicht nachholen, nur verarbeiten. sprich genau dieses thema an, mir scheint hier die knoten zu sitzen. du hast nicht gelernt, mit dir selbst etwas anfangen zu können, weil dir niemand in deiner jugend ein selbstwertgefühl mitgegeben hat.
du wirst lernen, daß du den wert auch aus dir selbst ziehen kannst. auch da wieder: geduld. aber nicht verzweiflung.

melde dich wieder!

Gruß
Klaus

ich bitte um nachsicht für meine knappen antworten, schreibe immer nur in pausen.
Gespeichert
deleteuser
Gast
« Antworten #4 am: 22. Juni 2004, 19:25:11 »

Hallo lappeclown 8-)
 
Bin auch neu hier und kann dir versichern , dass du mit dem gefühl, du stehst mit deinen problemen allein da schon mal nicht die einzige bist...;o)
Meine sind so kompliziert , dass ich noch keine eigene schilderung geschrieben habe , weil ich niemanden mit einer Romantrilogie belästigen will ;o)) *fg*
DU BIST  DER SITUATION NICHT AUSGELIEFERT , kannst dich zu jedem zeitpunkt (wenn die akuten depris weniger sind) entscheiden , aus zerstörenden Gedanken und Ereignissen/ bisher Ertragenem auszusteigen.
Liebt dich dein Mann /Freund wirklich ? Dann sollte er sich Vorschlägen, die in der Paartherapie gemacht werden nicht in den Weg stellen.Es ist  nicht
deine Schuld,wenn die Paartherapie nicht klappt!
Sei bitte nicht so ungeduldig mit dir selbst ,was die Arbeitslosigkeit betrifft , Sieh die Chance darin--->>Jetzt hast du endlich Gelegenheit und ein wenig mehr Zeit , dich nur um dich selbst und deine Heilung zu kümmern<<--
Was die Sache mit der Beziehung zu deiner Mutter angeht , da kann ich ein langes und lautes Lied von singen ß-( , wie ganz viele Frauen der ersten und zweiten Nachkriegsgeneration....du bist NICHT allein!!!! Meine  Mutter hat mich auch nie geliebt , hat aufgrund eigener Traumatisierungen nie Liebe zeigen und empfinden können und statt sich selbst zu reflektieren hat sie mich die ganze Kindheit hindurch niedergemacht, angeschrien, gedemütigt und auch manchmal geschlagen , wovon sie später eigenartigerweise nichts mehr wissen wollte ?-$ Habe sehr sehr lange gebraucht , das zu verwinden , hatte zeitweise auch einen echten Hass auf sie und sie bekam so einige  böse Worte auch  von mir zu hören! Es gab dann auch mal irgenwann Tränen und Einsicht auf ihrer Seite und das war Balsam für meine zerschundene Seele damals.... Fehlende Mutterliebe ist leider nicht zu ersetzen *seufz* Mir haben  reifere Frauen , mit denen ich befreundet war, ein klein wenig davon im Nachhinein vermitteln können.
Was mir auch noch geholfen hat ,war der erste Mann meines Lebens ,der mich WIRKLICH geliebt hat und respektiert und angenommen mit all meinen Problemen , so jemand wünsche ich dir auch von Herzen 8-) ***
Meiner starb leider ziemlich früh und eine von den o.e. Freundinnen auch , aber die Kraft  , die mir diese Menschen gegeben haben ist heute noch da!
Habe heute ein ,sagen wir mal "ausgleichend-distanziert-freundliches" Verhältnis  zu meiner Mutter aufbauen können , wohne weit weg von ihr und kann so gut damit leben. Warte nicht darauf , dass sie dir diese fehlende Liebe irgendwann gibt, such sie dir woanders.... auch auf dich warten irgendwo "mütterliche" Freundinnen , die dich wieder aufpäppeln und auch ein Mann , der dir das Gefühl gibt , ein ganz besonderer , superedelsteinmäßig-wertvoller Mensch zu sein , öffne neue Türen und du wirst dort ungeahnte neue Schätze vorfinden (auch die ,die noch in deinem Innern schlummern ) ;o)))
So.........
wenn ich dir jetzt noch nicht auf die "Eierst....." gegangen bin und du noch mehr über die  teils verzweifelte Suche nach Mutterliebe , den Kampf gegen die Selbstzerstörung und das ( irgendwann  auch bei dir) allmähliche Auftauchen von Verständnis und Versöhnung reden möchtest, kannst du mich gern über mail kontaktieren

Hoffentlich war ich nicht zu ausschweifend und glaub nicht , ich sei meine probs jetzt los *ggg* , hab dafür jetzt was anderes am hacken kleben *fg*

Alles Liebe und viel Mut für die Zukunft

Ina
Gespeichert
lappeclown  
Gast
« Antworten #5 am: 22. Juni 2004, 22:50:43 »

hallo ina,

danke für deine liebe antwort. mir gehts echt scheiße. ich war bei meiner psychaterin. sie ist mich auch am fertig machen. sie sagte ich bin von meinem freund abhängig, läuft die beziehung gut gehts mir gut, läuft sie schlecht gehts mir schlecht. irgendwo hat sie recht. ich habe mit ihm heute darüber noch nicht sprechen können, wir haben unsdeswegen wieder in den haaren gelegen. so iwe er sagte ist der nachmittag wieder anders als geplant gelaufen obwohl er mir versprochen hatte sich die zeit zu nehmen. bin enttäuscht und verletzt.
die ärztin wollte mich in eine tagesklinik einweisen aber ohne erfolg, kein platz frei. in 2 wochen habe ich noch mal einen termin, wenns nicht besser ist werde ich wohl den nächsten stat. aufenthalt machen.
ich bin so aggresiv teilwese das ich mich selbst nicht mehr kenne, lt. ärztin noch niht aggressiv genug, flippe zwar aus aber die tendenz mich selbt zu verletzen ist noch nicht stark genug. habe angst vor mir selber und ich brauche meine nerven. habe nächste woche termin vorm arbeitsgericht und angst das meine teamleiterin u. stellvertreter mit geladen sind. könnte diese falsche schlange umbringen. allein meine kündigung wa das allerletzte.
ok du hast recht, ich sollte die zeit jetzt für mich nutzen. da ist das nächste problem ich habe es nie gelernt. ich fühl mich am wohlsten wenn ich ackern kann wie ein pferd, geniessen und mich fallen lassen konnteich noch nie richteg. in der therapie stat. haabe ich das zwar gelernt kann es zu hause aber nicht umsetzen. das ist meine unfähigkeit auf autonomie.
ich muß noch viel lernen und aufarbeiten, ich weiß nicht mehr wo ich anfangen soll, es ist so viel. mit der romantrilogie gebe ich dir recht, ich glaube wenn jeder dep. kranke seine lebensgeschichte aufschreiben würde keine ahnung.
so ich höre besser auf, wenn ich einmal hier bin nimmt das kein ende. aber es tut gut, an meinem berg tut sich was.

melde dich ruhig wieder und schreib ruhig was von dir, ich denke wir haben viele paralellen.

ich wünsch dir eine gute nacht
bis bald claudia
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS