Home | Forum
Donnerstag, 24. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
24. Mai 2012, 17:34:32 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Weiss nicht weiter............  (Gelesen 1613 mal)
Fluflu
Stammposter
****
Beiträge: 217


« am: 24. Juli 2006, 12:25:21 »

ich habe eine bekannte, sie ist manisch depressiv.
Ich hatte gut ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr zu ihr, vor gute 8 Wochen, dann der erste Anruf von ihr, sie sagte mir, das es ihr gut ginge und sie mich gerne mal widersehen möchte................ja warum auch nicht, wir haben Jahre lang zusammen gearbeitet, ich mochte sie und traf mich mit.

Doch beim Treffen hatte ich schon so ein Gefühl, das bei ihr nichts stimmte, anders als am Telefon, sprach sie von Sinnlosigkeit des Lebens, dem Wunsch nach Frieden und Ruhe...............ich erkannte schnell, das es ihr scheinbar gar nicht gut ging.

Ich habe ihr zugehört und wollte sie in positive Denkweisen lenken, was aber immer mit Stirnzucken bei ihr endete.
Von dem Treffen an, hatten wir wieder öfter Kontakt, ich nahm sie öfter mal mit, an den See zum Waldspaziergang, ins Strassencafe, ich dachte die Abwechslung würde ihr gut tun, oft kam auch ein lächeln zurück, nur abends dann wieder diese verzweifelten Anrufe von ihr, das pessimistische Denken...........was kann ich nur tun.............ich habe ntensive Gespräche mit ihr geführt und ihr Mut gemacht, Zuversicht gegeben, das man ihr helfen kann, wenn sie es zulassen würde.............ich sagte ihr auch, das ich aber diesen Teil nicht leisten kann und das es Ärtze, Psychologen aber tun können.
Anfangs war sie auch gut drauf zu sprechen, aber am Donnerstag als ich sie zu Klinik brachte, war sie sehr ungerecht zu mir, sie meinte ich wolle sie abschieben, weil sie mich nervt.........ich wollte meine Ruhe haben und und....................am Samstag war sie dann wieder zuhause, ging us der Klinik, was habe ich gekämpft, das sie aufgenommen werden konnte...........aber sie wollte keine Hilfe annehmen, wieder nur das pessimistische Denken, alles sc........., ich brauch keinen..........ich schaff das allein............keiner versteht sie.................
muss zugeben, das mich das auch verletzt hat, denn ich war bemüht mit ihr Wege zu finden, aber gehen muss sie ja letztendlich allein.

Irgendwie bin ich damit überfordert, denke schon das ich ein sehr verständnissvoller Mensch bin und auch gerne helfe soweit ich es kann, aber hier stosse ich an Grenzen....................si e redet immer davon, das sie ihren Frieden bald hat und sie keinen mehr nerven wird.............und das sie ihr Leidensweg bald durchbrechen wird aber auf ihrer Art und Weise.

Ich mache mir Gedanken, hab ich was verkehrt gemacht? oder gar versagt?
Ich weiss nicht weiter, heute rief sie mich wieder an..........mit der Bitte, das ich ihr Tabletten besorge, was zum tief schlafen..............ich sagte natürlich nein, das ich das nicht tun werde..........dann muss sie zum Arzt, daraufhin knallte sie den Hörer auf und sagte wieder verletzende Worte.............was soll ich tun oder auch nicht tun?
Bin hier echt an Grenzen, würde mich über Rat freuen.
Gruss flu
Gespeichert

Wir sind Manager unserer Gedanken, Unterbewusstsein ist programmierbar!  :0)
wolfgang  
Gast
« Antworten #1 am: 24. Juli 2006, 12:45:53 »

Hallo Fluflu,
Du hast nichts verkehrt gemacht, sondern schon mehr, wie andere Laien getan hätten. Wenn sie die Hilfe der Klinik nicht angenommen hat, ist das ihre Entscheidung.
Sag ihr, dass Du mit ihr überfordert bist und dass sie sich professionelle Hilfe holen sollst. Mehr kannst Du nicht tun.

Du solltest Dich auf jeden Fall selber schützen und abgrenzen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
Muett
Gast
« Antworten #2 am: 25. Juli 2006, 07:46:50 »

Hallo Fluflu,

das Spiel, welches Deine Freundin mit Dir treibt, ist sehr perfide. Sie erzählt Dir, dass sie bald erlöst sein wird - damit setzt sie Dich unter Druck ("tu bloß was, damit ich noch was lebe", so als läge es in Deinen Händen) und sie macht Dich zum Mitwisser, was ebenfalls Druck und ein schlechtes Gefühl auslöst. Dir wird eine Verantwortung aufgebürdet, die Du nicht tragen kannst.

Darüberhinaus weigert sie sich, Deine guten Ratschläge anzunehmen, verändert selbst aber auch nichts. Dadurch entsteht eine unlösbare Situation. Ihre zickigen Reaktionen, wenn Du nicht so handelst, wie sie es gerne hättest, ist ebenfalls massive Manipulation.

Wie Du schreibst, ist sie manisch- depressiv, so dass Deine Freundin eigentlich überhaupt  nicht anders handeln kann. Diese Krankheit muss behandelt werden, sonst rennst Du Dir immer wieder den Kopf ein. Wenn sie diese Bereitschaft nicht hat (zu einem Fachmann zu gehen), bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich zu distanzieren. Machst Du dieses Spielchen weiter mit, läufst Du Gefahr, selber auf der Strecke zu bleiben.

Dies hört sich vielleicht sehr hart an, aber ich denke einmal, dass Du Dich nicht durch die letzten Jahre gekämpft hast, um für die Freundin, die keinerlei Bereitschaft zeigt, wieder abzusacken. Und so schließe ich mich Wolfgangs Posting an: Du musst Dich schützen und abgrenzen.

Viele Grüße
Muett
Gespeichert
Fluflu
Stammposter
****
Beiträge: 217


« Antworten #3 am: 26. Juli 2006, 02:55:51 »

hallo und ein liebes Dankeschön für Eure Antworten.
Ich hatte gestern ein Gespräch mit ihr und habe für mich entschlossen, das sie ihren Weg erstmal ohne mich gehen muss, da ich genug eigene Dinge zu ordnen habe und gar nicht die Kraft habe, mich auf ihre Sache zu konzentrieren.
Ich hab auch gemerkt, wie mich die Gedanken an sie und ihr leiden, beschäftigen und mich auch wieder in unruhiges Verhalten gebracht haben.

Nein ich bin noch nicht soweit, ich muss erstmal für mich stark genug werden um dann für andere stark sein zu können.
Danke Euch!
Gruss flu
Gespeichert

Wir sind Manager unserer Gedanken, Unterbewusstsein ist programmierbar!  :0)
Abendstern
Stammposter
****
Beiträge: 284


« Antworten #4 am: 26. Juli 2006, 21:37:04 »

Hallo Fluflu!

Ich finde Deine Entscheidung richtig. Ich denke, Du hast wirklich versucht ihr zu helfen, aber vielleicht, ist sie für diese Art von Hilfe(Klinik) einfach noch nicht so weit. Dies muss auch von ihr selbst kommen, dafür muss der Leidensdruck aber auch entsprechend hoch sein. Ich habe es oftmals erlebt, dass Menschen versuchen, ihren eigenen Druck auf andere abzuladen, ihnen ihre Probleme aufzuladen, in der Hoffnung, jetzt selbst ein bißchen weniger davon zu haben. Oftmals ist es auch ein Ausprobieren: Wie weit kann ich gehen, bevor der andere mich fallen lässt, allein lässt. Sie haben dies wohl vielfach erlebt.

Aber: Du hast es selbst gerade erst geschafft. Du musst für Dich selbst sorgen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du durch die Freundin wieder durcheinander geraten bist.

Von daher finde ich es gut, dass Du ihr klar gesagt hast, dass Du ihr nicht helfen kannst, wenn sie sich denn keine professionelle Hilfe holen will. Du kannst ihr ja versichern, dass Du in dem Fall für sie da sein willst, denn ich denke, die Gedanken an sie lassen Dich sicher nicht in Ruhe. Wenn ich mir überlege, was sie so gesagt hat, war das ja ziemlich eindeutig. Aber wenn sie es wirklich tut, dann ist es alleine ihre Sache. Du hast getan was Du konntest, um ihr Hilfe zukommen zu lassen. Du hast wohl noch mehr getan, als jeder andere getan hätte, aber ich denke, wir haben auch feine Antennen, ein Grund, warum die anderen uns immer aussuchen.

Aber ich denke, es ist nicht einfach sich abzugrenzen. Vor einigen Tagen hat sich ein 20jähriger Nachbar vor den Zug geworfen. Er war noch den Abend vorher mit Freunden, auch mit meiner Tochter, in der Kneipe nebenan. Plötzlich war er nicht mehr da- am nächsten Morgen - tot. Hier konnte auch niemand helfen, er kam mit seinen Depressionen nicht mehr zurecht, die Freundin hatte gerade Schluß gemacht.
Ich denke, man ist ein großes Stück hilflos, man kann dem anderen versuchen, einen Weg aufzuzeigen, aber wenn er ihn dann nicht sehen kann...

Ich hatte mal eine Kollegin, mit der ich mich wirklich gut verstand: aber sie war manisch-depressiv und sah eine zeitlang einfach nicht ein, ihre Medikamente regelmäßig zu nehmen. Immer wenn sie in einer normalen oder manischen Phase war, dachte sie, prima- mir gehts gut, ich brauche die Medis nicht. Ein ganz fataler Trugschluß. Nun kannten wir sie gut und bemerkten die Anzeichen. Und irgendwann, eines Morgens war es dann soweit: Nichts ging mehr. Nach Rücksprache mit den Eltern haben wir damals den Krankenwagen gerufen. Sie wurde in die Psyschiatrie gebracht, ich höre ihre Schreie noch heute im Ohr. Ganz wichtig für sie war aber wohl, dass wir/ich nicht den Kontakt zu ihr abgebrochen hatten. Sie wußte, ich bin nicht allein, ich bin den anderen trotzdem noch wichtig. Ich hab´mit ihr telefoniert und ihr geschrieben. Sie war einige Wochen weg, aber als sie wieder kam, haben wir sie herzlich willkommen geheißen, Gott sei Dank, war der auslösende Streßfaktor, dann auch nicht mehr da. Aber wir haben uns auch als Kolleginnen die Freiheit genommen, sie immer wieder zu fragen, ob sie ihre Medikamente auch regelmäßig nimmt, wir haben offen mit ihr reden können und das auch getan.
Bei mamisch-depressiven ist es einfach so: sie brauchen die Hilfe von Ärzten und wohl auch von Medis. Dann können sie aber oftmals ein ganz normales Leben führen.
Bei deiner Bekannten braucht es vielleicht einfach noch etwas Zeit, bis sie dies erkennen kann. Aber ich denke, man muss ihr immer wieder sagen, dass es Hilfe gibt, und dass das Leben schön sein kann, und es sich lohnt, dafür zu kämpfen.
Oftmals sieht man dies in einer depressiven Phase nicht mehr. Mann braucht dann die eindeutige Bestätigung von anderen, dass es sich lohnt, weiter zu kämpfen.

Es ist schwierig,
aber denke auch an Dich,
Du selbst bist Dir gegenüber auch verantwortlich

viel Kraft und Mut
und liebe Grüße
vom Abendstern

[Editiert am 26/7/2006 von Abendstern]

[Editiert am 26/7/2006 von Abendstern]
Gespeichert

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

Es gibt immer eine Tür die dir offen steht. Du hast immer eine Wahl, aber es ist schwierig, die richtige Tür zu finden. Manchmal hast du den Schlüssel schon in der Hand und weißt es nur nicht. (Iris)
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS