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Autor Thema: Anfrage  (Gelesen 1943 mal)
wolfgang  
Gast
« am: 26. Juli 2006, 07:30:15 »

Hallo,
wer von Euch war schon einmal in der Klinik und wurde nach einigen Tagen vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) begutachtet und die weitere Kostenzusage wurde verweigert, d. h. Ihr wurdet nach wenigen Tagen wieder entlassen.

Bei welcher Krankasse wart Ihr versichert?

Herzliche Grüße
Wolfgang

[Editiert am 26/7/2006 von wolfgang]
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WWW
« Antworten #1 am: 28. Juli 2006, 15:04:33 »

Hallo Wolfgang,

meine letzte Einweisung in die Klinik war am gleichen Tag wie der Bescheid der Krankenkasse, dass ich beim MDK erscheinen müsse. Die Ärztin beim MDK hat vorgeschlagen, nur wenige Wochen im krankenhaus zu bleiben und statt dessen in die Reha zu fahren. Aus dem Krankenhausaufenthalt sind zwölf Wochen geworden, der Reha-Antrag lief parallel dazu weiter. In der letzten Woche ich Krankenhaus erhielt ich die Zusage zu Reha, zwei Wochen später sollte Aufnahme sein. Ich habe mich jedoch zur Wiedereingliederung entschlossen. Die Krankenkasse wollte zunächst einen Riegel vorschieben und aufgrund der ursprünglich gesetzten Frist (im Zus.hg. mit Reha-Antrag) das Krankengeld streichen. Nach Telefonat mit dem Sachbearbeiter und Begründung der Ärztin, dass eine Wiedereingliederung therapeutisch sinnvoller sei, ging das doch alles glatt. Das lag aber wohl im persönlichen Spielraum des Sachbearbeiters, der zum Glück sehr nett war.
Ich bin in der DAK.

Ein etwas anders gelagerter Fall, vielleicht hilft es trotzdem ein bisschen weiter.

Gruß
Anja
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« Antworten #2 am: 28. Juli 2006, 16:11:51 »

hallo wolfgang!

ich habe es bei einer mitpatientin erlebt und konnte die entscheidung der krankenkasse auch wirklich verstehen.

wir waren in einer psychosomatischen akutklinik und sie kam mit einweisung, wie die anderen auch. der mdk hat bei der begutachtung festgestellt, dass die patientin absolut therapie-unwillig ist und damit dann auch fehl am platz in so einer klinik. die klinik stand auch hinter diesem gutachten, denn die mitpatientin hat sich geweigert irgendwelche therapien mitzumachen, weder einzelgespräche, noch sonst irgendwas. sie gab nur an, sie wolle die zeit in der klinik für sich nutzen, aber eben nicht mit therapie sondern nur mit medis. sie sollte in die psychiatrie verlegt werden, was sie nicht wollte. da sie aber auch nicht suizidal war, wurde sie entlassen.

mimi
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wolfgang  
Gast
« Antworten #3 am: 28. Juli 2006, 16:27:57 »

Hallo Anja,
Hallo Mimi,

danke für die Rückmeldungen. In dem Zusammenhang ist alles interessant. Wir wollen dem MDK nichts, die sind ja nur Beauftragte der Krankenkassen, auch denen wollen wir nichts. Der Kern sind die Politiker in Berlin, die solche angeblichen Reformen machen, die einseitig zu Lasten von Kranken gehen.

Mimi, Du warst lange nicht hier?
Anja, ich hoffe, Dir geht es auch besser!

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Mimi
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« Antworten #4 am: 28. Juli 2006, 19:26:06 »

naja, wenn jemand in eine klinik will, aber nichts mitmacht und alles verweigert, dann ist das für mich ne klare sache und keine reform die zu lasten der kranken geht. bin froh, dass solche menschen nicht einfach mitgezogen werden in kliniken in denen sie fehl am platz sind. das kostet schließlich viel geld der gemeinschaft.

war übrigens immer da wolfgang, hab nur lang nichts geschrieben.
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #5 am: 28. Juli 2006, 19:41:42 »

Hallo Mimi,
das stimmt schon. Ich kenne einige, die psychisch krank geworden sind. Die Familien haben sich abgewendet, Freunde hatte sie auch keine, irgendwann sind sie dann im Heim gelandet.

Der Alltag dort ist auch nicht immer berauschend und die einzige Abwechslung war, sich ab und zu in die Akutklinik einweisen zu lassen, weil sie keinen Spaß mehr am Leben hatten. In der Klinik bekommen sie dann etwas mehr Zuwendung von ihren Betreuern oder von der Heimleitung.

Im Prinzip fehlt ihnen nur etwas Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dies ist natürlich nicht die große Masse der Einweisungen.

Unser Verein baut nun einen Besuchsdienst auf, damit wir wenigstens im Kleinen etwas gegen diese Not tun können. In den letzten drei Jahren habe ich den Vormittag von Heilig Abend immer in Heimen verbracht, um Mitglieder zu besuchen, die an sonsten abgeschrieben waren.

Ich war vor Jahren übrigens selbst einmal so weit, dass ich in ein Heim gehen wollte, wenn auch nur vorübergehend.

Freut mich übrigens, dass Du wieder schreibst.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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