Home | Forum
Donnerstag, 24. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
24. Mai 2012, 18:05:39 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Akutpsychosomatik Klinik wer hat erfahrung? Bin total verunsichert!  (Gelesen 5637 mal)
fuselchen
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 46



« am: 09. August 2006, 13:51:51 »

Hallo ihr lieben,

ich war letztes Jahr in Reha, die mir aber nicht geholfen hat,habe dann EU-Rente für 1 jahr bewilligt bekommen.

Die anschliessende Therapie hat auch nichts gebracht, seit dem wurde ich von meinem Hausarzt ,von einem zum anderen Arzt /Therapheuten geschickt, mit dem Ergebniss nach einem Gespräch das er/sie mir nicht helfen kann.

Nachdem ich vor 3 Wochen bei uns in der psychosomatischen Klinik St. Franziska-stift beim Professor vorstellig war, meinte der das meine Symptomatik zu ausgeprägt sei für eine ambulante Therapie, und das man mich bisher den absolut falschen Weg geschickt hätte. Er sandte meinem Hausarzt einen Bericht in dem stand das ich in eine Akutklinik soll oder man eine neue Reha beantragen müste.

Also wurde das heute mit meinem Hausarzt besprochen, mit dem Ergebniss ,das er mich in die Akutpsychosomatik St. Marienwörth einweisen wird.

Wer kennt diese Klinik und hat erfahrungen ?
Wer kann mir sagen was in einer Akutklinik passiert oder mit einem gemacht wird ? (habe leider nur schlechtes gehört, vorallem das man mit Medikamenten vollgepumt wird)
Wie geht es dann weiter ?
Und welchen einfluss hat die behandlung in der Klinik auf meinen Verlängerungsantrag für die EU-Rente?

Bin sehr verunsichert, habe Angst und bitte euch mir mit Ratschlägen oder Erfahrungsberichten zu helfen, da ich auch leider durch dieses hin und her kaum noch vertrauen in Ärzte usw habe!

Vielen Dank!

[Editiert am 9/8/2006 von fuselchen]
Gespeichert

Nicht alle sind glücklich die glücklich scheinen, manche lachen nur um nicht zu weinen
Alue
Stammposter
****
Beiträge: 313



WWW
« Antworten #1 am: 09. August 2006, 21:15:14 »

Hallo Fuselchen,

die Klinik, in die Du sollst, kenne ich leider nicht.  Aber ich war schon mehrfach in einem Landeskrankenhaus in Behandlung - welches nicht gerade einen guten Ruf hat. Allerdings sind die Behandlungsmethoden von Klinik zu Klinik und sogar von Station zu Station dermaßen unterschiedlich, dass man kaum einen Rat geben kann. Ich will Dir aber trotzdem gern von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Wie gesagt, ich war in einem Krankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie auf der Psychotherapie-Station. Hier wurde besonders großer Wert auf Gruppentherapie gelegt, das Ganze auf tiefenpsychologischer Basis. Beim ersten Mal konnte ich mich noch nicht vollständig auf diese Therapie einlassen, aber beim zweiten Mal hat es mir doch sehr weitergeholfen. Wenn Du in der Reha warst, kennst Du im Prinzip ja schon die Strukturen, was einen im Groben erwartet: Ergotherapie, Gruppentherapie, Einzelgespräch, ein bisschen Sport, Körpertherapie, je nachdem was die Klinik anbietet und was für einen angebracht ist.  Der Ablauf in einem Krankenhaus ist wohl nicht viel anders als in einer Reha-Klinik. Was ich allerdings von mehreren Personen gehört habe (da ich selbst auch erst in die Reha sollte) ist, dass die Therapie in einer Reha doch sehr viel oberflächlicher ist. In einem Krankenhaus geht es sehr viel mehr "zur Sache". Es wird also sehr wahrscheinlich auch sehr anstrengend.
Es ist keineswegs so, dass man eingesperrt wird. Klar gibt es Regelungen, wann und wie man die Station verlassen darf, aber man darf es. Und es ist auch nicht zwangsläufig so, dass man mit Medis vollgestopft wird. Ich nehme überhaupt keine Medikamente, und das wurde auch jetzt während meines stationären Aufenthaltes nicht geändert. Auf unserer Station ist überhaupt niemand abwesend, gerädert, nicht ansprechbar, vollgepumpt oder dergleichen gewesen.

Im Großen und Ganzen kann ich Dir eigentlich nur raten, in diese Klinik zu gehen. Du gehst ja freiwillig hin und wenn es total schrecklich dort ist, kannst Du immer noch wieder nach Hause gehen und nach einer anderen Möglichkeit suchen. Aber wie es scheint, ist tatsächlich endlich eine intensive stationäre Therapie notwendig, und die bekommst Du in einem Akutkrankenhaus.

Viel Erfolg und viel Kraft!
Alue
Gespeichert

Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
fuselchen
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 46



« Antworten #2 am: 10. August 2006, 16:44:01 »

Hallo Alue,

vielen Dank für deine Antwort, sie hat mich doch ein bischen beruhigt :-)

Nun bin ich ja gespannt wie es nach der Akutklinik dann weiter geht, ob ich gleich in Reha komme oder nochmal warten muss, und vorallem welchen einfluss das auf die weiterbewilligung meiner EU Rente hat, ob mir nochmal Gutachtertermin erspart bleibt und das ganze dann ohne Probleme klappt, denn das währe ja erneuter Streß den man sicher nicht brauchen kann.

Herzliche grüße Susi
Gespeichert

Nicht alle sind glücklich die glücklich scheinen, manche lachen nur um nicht zu weinen
Sina
Stammposter
****
Beiträge: 164


« Antworten #3 am: 16. April 2007, 23:22:53 »

Liebe Susi,

du bist ja nun mittlerweile in der Akutpsychosomatik gewesen.
Magst du mir über deine Erfahrungen berichten?
Auch deine Erfahrungen in Hinblick auf die EU Rente, ob sie weiterbewilligt wurde, eben, wie sind deine Fragen aus dem 1. Post beantwortet worden.

Das würde mich sehr interessieren, da für mich nun auch ein Aufenthalt in nächster Zukunft ansteht und ich schon mein erstes Vorgespräch im Kölner Alexianer KH auf einer Psychotherapiestat. hinter mich gebracht habe.
Agatha KH und Uni Klinik stehen noch aus, die Gespräche und dann geht es Anfang bis Mitte Mai los, endlich - schon.
Ich habe auch Angst, aber auch Hoffnung.

Was, wenn es mir nur kurze Zeit hinterher besser geht?
Dann war meine Familie so lange ohne mich...

Danke und liebe Grüße,
sina
ach ja, gehe wegen chronischer Migräne, Fibromyalgie, Erschöpfungssyndrom, rezidivierende depressive Episoden und Traumatherapie in die Klinik und mache seit 50 h Psychotherapie, darf nochmal dreißig Std. machen.
Wer weiß, was da noch alles schlummert. Mal fühle ich mich wohl und frage mich, was das alles soll, und dann geht nichts mehr, das kann an einem Tag schwanken.
« Letzte Änderung: 16. April 2007, 23:31:45 von Sina » Gespeichert
Sina
Stammposter
****
Beiträge: 164


« Antworten #4 am: 18. April 2007, 08:33:23 »

Hallo,

ich noch einmal,

ich freue mich auch ganz doll über Erfahrungsberichte aus der Akutpsychosomatik von all euch  Usern Zwinkernd.

Dankeschön,
sina
Gespeichert
peanuts
Juniormember
**
Beiträge: 31


« Antworten #5 am: 05. Mai 2007, 11:04:41 »

Hallo zusammen,

nach 5 Wochen Krankenhausbehandlung (wegen Depressionen) bin ich nun wieder zu hause.
dies war mein erster Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Ich hatte keinerlei Vorstellung , was dort so abgeht.

In der ersten Wochen empfand ich nur Stress, weil alles neu war: die Leute, die Therapeuten, die verschiedenen Gruppen, das große Haus.......
In der 2. Woche gings zwar etwas besser, aber in dieser Klinik wurden alle so richtig "zu-ge-therapiert". Ich meine damit, daß jeder täglich zwischen 6 und 8 Stunden  (1 Std. = 5o Minuten) Therapie hatte.  Zumeist in Gruppen, zzgl. 2 Einzel-Therapien in der Woche.
Das empfand ich als puren Stress und Überforderung!

Sport (alleine ) war somit kaum möglich. Ich  habe manchmal gar nicht mehr gewusst, mit welchen Personen ich in welcher Gruppe war, ich kam überhaupt nicht mehr zum verarbeiten, nachdenken. Und dann gabs ja auch noch Hausaufgaben (schriftliche).

Abend bin ich todmüde ins Bett, hab öfters meine Hausaufgaben nicht mehr geschafft so viel war das.  Das ging fast allen so. Raum für Individualität Fehlanzeige !
Wenn jemand viel Leute um sich mag, dann ist das für den optimal. Ich jedoch  bin das nicht gewöhnt und habe mich insofern richtig bedrängt gefühlt.

Die Ärzte u. Therapeuten waren alle sehr nett ( immer mit aufgesetztem Lächeln unterwegs).

Irgend wie wurde mir das einfach zu viel, ich wurde krank (Bronchitis)
Die insgesamt sehr jungen Ärzte waren damit überfordert, so daß ich nach 5 Wochen mich selber "entlassen" habe. (6 wo. waren geplant) Ich hatte ganz einfach Angst, daß sich die Bronchitis  (wieder) in eine Lungenentzündung od. Herzbeutelentzündung verwandeln könnte.

Insgesamt kann ich sagen, daß weniger Therapie-Stunden m.E. MEHR gewesen wäre. So empfinde ich es, aber vielleicht sind gerade die vielen Stunden täglich für einige genau das richtige. Ich für meinen Teil  brauche viel Zeit zum nachdenken, um das Erlebte in der Gruppe noch mal reflektieren zu können. So hatte ich den Eindruck, wenig davon zu profitieren.

Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Bezugstherapeuten gehalten sind, den Patienten möglichst viele Stunden "aufzubrummen", denn das bring so richtig Kohle.  Es handelt sich bei den Schoen-Kliniken ja nicht um eine gemeinnützige (also nicht auf Gewinnerzielung  gerichtete) GmbH sondern die Anteils-Eigner wollen ja Geld verdienen............

Jetzt  hier zu hause werde ich zuerst meine Bronchitis auskurieren und mich von den anstrengenden Therapien erholen.

Einen Entlassungs-Bericht habe ich noch nicht , weil ich ja von einem auf den anderen Tag gegangen bin. Jetzt kann es mir "blühen" daß die dort sauer sind und  sich dies im Bericht niederschlägt. wir werden sehen.

Hat jemand andere Erfahrungen mit den Schoen-Kliniken ?

peanuts
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS