Home | Forum
Freitag, 10. Februar 2012
psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Angstnetz Forum 10. Februar 2012, 12:49:32 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: ratlos!  (Gelesen 2372 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Raistlin
Juniormember
**
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14


« am: 13. August 2006, 16:00:17 »

Hallo,

hab ein großese problem, hab eine freundin sie ist bl-er und sie ist fest überzeugt das ich eine beziehung mit einer anderen haben möchte. alle versuche mit ihr drüber zu reden und ihr zu erklären da es nicht so ist sind fehlgeschlagen, weiß nicht mehr weiter was ich noch sagen soll ,was ich ihr sagen soll kann um sie von gegenteil zu überzeugen. es ist wie eine sich selbsterfüllende prophezeiung, sie reitet sich in was hinein was nicht ist und hat es ihr noch gesagt das ich eine beziehung mit ihr will. jetzt kann ich mir was einfallen ihr das es nicht so ist und der anderen das das auch nicht stimmt, nur probleme wegen nichts eines irrtums...womit habe ich das verdient wollte doch nur helfen.

mfg Raistlin
Gespeichert

das pflichtgefühl ist immer eine gute entschuldigung wenn man angst vor einer persönlichen entscheidung hat, wer sein herz zu schweigen bringt um auf die stimme der pflicht zu hören, ist ein guter soldat der sache.
Raistlin
Juniormember
**
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14


« Antworten #1 am: 14. August 2006, 18:48:50 »

hi politena

ja macht eine ambulante thera, es ist schon manchmal zermürbend wenn es um diese eifersucht und andere sachen geht, aber dann gibt es  immer noch die momente die einen für alles enschädigen und das sind auch die die ich mir merke, die anderen vergesse ich relativ schnell es gibt ja keinen grund sie in erinnerung zu behalten. ich versuche es immer so zu sehen das nach einer phase wo es nicht so gut gelaufen ist eine phase wieder kommen muß in der es wieder schön wird, und daran versuche ich mich immer wieder zu erinnern und da klappt recht gut. aus ihren gefühlsmässigen schwankungen versuche ich mich rauszuhalten und mich da nicht anzupassen, hat zwar eine zeit gedauert bis man es hinbekommen hat aber jetzt klappt es ganz gut. von daher denke ich mal nicht das ich mich zermürbe.

hi lost,

danke dafür das dir soviel mühe gemacht hast, aber das wie es geschrieben steht kommt ihr schon sehr dran, manchmal aber ist man aber in der situation wo man erstmal verschnaufen muß bis man sich wieder auf den weg machen kann, besonders wenn man nicht mehr weiß wie man sie von gegenteil überzeugen kann. wenn man alles versucht hat. das thema hängt wie ein schatten über uns seit wir uns kennen an anfang war es kein problem, da hat sie nicht gesagt. aber das wurde mit der zeit immer schlimmer. nach der erste eifersuchst attacke da hab ich nur wenn ich den namen gehört hab kalte finger bekommen..*oje das wird wieder was, das gibt ärger* hab eine zeit lang jeden kontakt vermieden nur um keinen ärger zu bekommen...wenn sie mal in chat war bin ich nicht rein sonder hab gewartet bis sie wieder weg war, nur immer ließ es sich nicht vermeiden und dann war sie der festen überzeugung das sie nur wegen mir da war, aber das stimmte nicht und trotz aller bemühungen läßt sie sich nicht überzeugen....gestern sagte sie noch...*das ich verknallt in ihr bin*  und das nach dem sonntag wo alles noch in ordnung war.
Gespeichert

das pflichtgefühl ist immer eine gute entschuldigung wenn man angst vor einer persönlichen entscheidung hat, wer sein herz zu schweigen bringt um auf die stimme der pflicht zu hören, ist ein guter soldat der sache.
lost
Gast
« Antworten #2 am: 14. August 2006, 16:28:42 »

sorry, wenn ich hier einfach so reinplatze...

aber vielleicht kann dir der folgende text ein wenig verständlich machen, wie es in einer seele aussieht, die *borderline* ist

ich für meinen teil finde mich in jedem wort wieder, was dort geschrieben steht. und ich weiß, es geht vielen ähnlich.

vielleicht kann es dir helfen, deine freundin besser zu verstehen und einen guten weg für euch beide zu finden.

also wenn du lust hast, kannst es ja mal lesen...


Laß Dich nicht von mir durch das Gesicht täuschen, das ich Dir zeige, denn, ich trage tausend Masken. Masken, die ich fürchte abzulegen und keine davon bin ich! So tun als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde, aber, bitte lasse Dich dadurch nicht täuschen.

Ich mache den Eindruck, als sei ich fröhlich, als sei alles sonnig und glücklich in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und Sicherheit, und mein Spiel Kühle, als sei ich ein stilles Wasser, so, als ob ich niemanden bräuchte.

Aber, bitte glaube mir nicht!

Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist nur meine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes, dahinter bin ich wie ich wirklich bin: verwirrt, voller Angst, einsam und allein. Aber ich verberge das, ich möchte nicht, daß es irgend jemand merkt.

Beim bloßen Gedanken daran bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen zu offenbaren. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich schutzsuchend verbergen kann: eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre gerade dieser Blick meine Rettung, wenn er verbunden wäre mit Wärme, mit Gefühl, mit Liebe. Das ist das Einzige, was mir die Sicherheit geben würde, die ich mir selbst noch nicht geben kann, weil ich es nie gelernt habe, die ich aber so sehr brauche: daß ich wirklich etwas wert bin.

Aber das sage ich Dir nicht, ich traue mich nicht, denn ich habe Angst davor. Ich habe Angst, daß Dein Blick nicht von Wärme und Liebe begleitet sein könnte und ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen, und - Dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, daß ich tief in mir selbst nichts bin, nichts wert, und daß Du das sehen könntest und mich abweisen wirst. So spiele ich mein Spiel, ein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher in gängigem Ton oberflächliches Geschwätz. Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit. Deshalb lasse Dich bitte nicht täuschen von dem, was ich gewohnheitsmäßig daherrede.

Bitte höre sorgfältig hin und versuche wahrzunehmen, was ich nicht sage, was ich so gerne sagen würde, was ich um des Überlebens willen rede und was ich nicht sagen kann. Ich verabscheue dieses oberflächliche Versteckspiel, das ich da aufführe, denn es ist unecht und ich wäre so gerne echt, ehrlich und spontan - einfach ich selbst.

Aber Du kannst mir helfen.

Du kannst Deine Hand ausstrecken, selbst wenn es das Letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Du kannst dabei helfen, diesen leeren, toten Glanz von meinen Augen zu nehmen, Du kannst mir helfen, mich zum Leben zurückzurufen.

Jedesmal, wenn Du freundlich und sanft zu mir bist und mir Mut machst, jedesmal, wenn Du versuchst, mich zu verstehen weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel - sehr kleine Flügel, brüchige Schwingen, aber Flügel! Dein Gespür, Dein Mitgefühl und Dein Verstehen hauchen mir Leben ein weil ich Dir vertraue, und, ich möchte daß Du das weißt.

Ich möchte, daß Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du mir helfen kannst, der Mensch zu werden, der ich in Wahrheit bin - wenn Du es nur willst. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als daß Du das wolltest.

Du kannst mir helfen, die Wand niederzureißen, hinter der ich zittere, bei Dir würde ich mich so gerne trauen können, die Maske abzusetzen, damit Du mir Wege aufzeigen kannst, wie ich mich aus meiner Schattenwelt, aus meiner Angst, meiner Unsicherheit und dieser inneren Einsamkeit befreien kann.

Bitte übersehe mich nicht.

Es wird nicht leicht für Dich sein, denn die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern, und ich würde so gerne auf Deine Geduld vertrauen. Und ich habe Angst davor, daß je näher Du mir kommen wirst, ich umso blinder zurückschlagen könnte. Ich wehre mich aus Angst gegen das, wonach ich schreie. Aber, man hat mir gesagt, daß Liebe stärker sei, als jeder Schutzwall, und darin liegt meine Hoffnung.

Bitte versuche mir zu helfen, diese Mauern einzureißen, mit sicheren und sehr vorsichtigen Händen, denn dort bin ich immer noch das kleine Kind und somit sehr empfindsam.

Wer ich bin, möchtest Du wissen???

Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst, denn ich bin fast jedermann, den Du triffst, jede Frau und jeder Mann, die Dir begegnen!

von tobias brocher aus dem buch von der schwierigkeit zu lieben...meine masken


LG
lost
Gespeichert
Raistlin
Juniormember
**
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14


« Antworten #3 am: 13. August 2006, 19:32:11 »

hi politena,

ja ich war auch in chat und danke noch für den buchtip, hab zwar einiges schon gelesen, aber was nutz einen manchmal die graue theorie wenn man in wahren leben vor diesen problemen steht und sich fragt wie man sie lösen kann. besonders wenn es darum geht heraus zufinden an was es wirklich hängt, was sie wirklich bedrückt. fühlt sie vernachlässigt oder will sie nur ruhe haben..kann alles sein..

lg Raistlin
Gespeichert

das pflichtgefühl ist immer eine gute entschuldigung wenn man angst vor einer persönlichen entscheidung hat, wer sein herz zu schweigen bringt um auf die stimme der pflicht zu hören, ist ein guter soldat der sache.
Politena
Gast
« Antworten #4 am: 13. August 2006, 16:36:57 »

Hallo Raistlin!

Ich glaube, wir haben uns schon mal im Chat gesehen, oder?
Die unbegründete Angst verlassen zu werde gehört bei den BLern zu den Diagnosekriterien, muss also nicht unbedingt Gründe haben.
Es gibt ein tolles Buch für Partner und Nagehörige: Schluss mit dem Eiertanz
heißt es, ich habes auch schon mal gelesen und finde es sehr gut, vll hilft es dir auch weiter?
Schwierig, sich in die Gefühlswelt eines Borderliners reinzudenken, kannst mir auhc gern PN schreiben, wenn ich dir weiterhelfen kann.

GLG Politena
Gespeichert
Politena
Gast
« Antworten #5 am: 13. August 2006, 22:20:23 »

Hallo Raistlin!

Das ist schwierig,
ist deine Partnerin denn in Behandlung, in Therapie?
Wenn du sie liebst ist es auch eine Gratwanderung zwischen sich für den andern aufopfern und für den anderen dasein.
Achte auch auf Dich, und amch dich selbst nicht kaputt dabei,

GLG Poli
Gespeichert
Raistlin
Juniormember
**
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14


« Antworten #6 am: 21. Juli 2007, 15:30:09 »

Hi Politena,

das ist manchmal schwieriger als man denkt. Momentan fühlt sie sich von allen verlassen, in Stich gelassen, verarscht und zieht sich zurück. In der Situation ist es schwer an sie heranzukommen. Da Sie niemanden an sich heran läßt und mich aufträngen möchte ich mich auch nicht, da meine erfahrungen gezeigt haben das es dadurch nicht besser wurde sondern eher schlimmer wird. Jetzt warte und beschäftige mich selbst treffe mich mit Freunden und unternehme was. Aber seit den letzten Tagen spüre ich, wie ich mich immer mehr unter druck sezte. Weiß auch noch nicht recht wie ich da wieder herauskommen soll, ist alles so bedrückend, kalt unwirklich. Vielleicht steigere ich mich da in was hinein, aber ein wirkliche Lösung hab ich noch nicht gefunden, da wieder heraus zukommen. Obwohl es nicht mehr so schlimm ist wie früher.

LG Raistlin
Gespeichert

das pflichtgefühl ist immer eine gute entschuldigung wenn man angst vor einer persönlichen entscheidung hat, wer sein herz zu schweigen bringt um auf die stimme der pflicht zu hören, ist ein guter soldat der sache.
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC