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Autor Thema: Als Angehoerige nun selbst depressiv?  (Gelesen 1530 mal)
Shannara
Beginner
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Beiträge: 1


« am: 18. September 2006, 17:50:39 »

Hallo zusammen,

habe dieses Board hier gefunden, als ich vor einigen Monaten Informationen zum Thema Angst, Despressionen, Borderline etc gesucht habe. Meine Schwester hatte versucht, sich letzten Herbst das Leben zu nehmen, hatte sich geritzt und all sowas. Das alles habe ich aber erst dieses Jahr im Juli erfahren, da wir den Kontakt zueinander abgebrochen hatten... Als ich sie im Juli kontaktierte, machte sie gerade eine Therapie in einer Klinik, die sie jetzt erst vor kurzem beendet hatte. Rezidivierende depressive Stoerung und anhaengige Persoenlichkei(sstoerung) stand im Bericht der Klinik, den sie fuer ihren Arzt mitbekommen hat, so dass ich mich endlich schlaumachen konnte, was sie denn nun eigentlich hat. Sie selbst konnte es mir nicht sagen, was mich doch sehr wundert. jedenfalls bin ich das gegenstueck zu der abhaengigen Persoenlichkeit, verwurzelt duerfte das alles in unserer Kindheit sein. wir beide mussten schon einiges wegstecken und auch spaeter in meinem Leben gab es viele harte Abschnitte. jetzt jedoch komme ich nicht mehr alleine klar, nicht mit dem suizid, den sie versucht hatte. War letzten Freitag beim Hausarzt, weil ich mir eine Erkaeltung eingefangen hab. Zum Schluss hab ich noch meine aktuelle Situation angesprochen und er gab mir eine Ueberweisung zum Psychiater und meinte, ich brauche eine Gespraechstherapie. Alles schoen und gut, allerdings laesst sich im Telefonbuch kein Psychiater finden sondern Psychotherapeutische Medizin, Psychoptherapie, psychologische Psychotherapeuten usw. Meion Hausarzt nannte mir zwei Namen, den einen finde ich jedoch nicht und der andere ist ein Neurologe, aber mein Gefuehl sagt mir, das passt nicht so ganz. Wie finde ich denn nun die fuer mich richtige 'Rubrik'?
Fuer eure Tipps und Erfahrungen jetzt schon mal herzlichen Dank!

Viele Gruesse,

Shannara
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Winnie
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Beiträge: 550


« Antworten #1 am: 18. September 2006, 19:51:30 »

Hallo Shannara,

erstmal herzlich Willkommen hier!!!

Ein Neurologe kann auch Psychiater sein, das ist nicht so selten. Vielleicht rufst Du dort mal an? Allerdings machen Psychiater in der Regel keine Gesprächstherapie, die machen Psychologen, zumindest kenne ich das so. Also mit Psychologen und psychotherapeutische Medizin wärst Du schon ganz richtig. Vielleicht wollte Dich Dein Hausarzt erst zum Psychiater überweisen, weil er körperliche Ursachen abkären möchte?

Ich kann mir gut vorstellen, dass Du nicht damit klar kommst, was mit Deiner Schwester ist, so einfach kann man das nicht "weg stecken". Deine Schwester wollte nicht mehr und vielleicht überdenkst Du jetzt auch Dein Leben? Du solltest Dir auf jeden Fall Hilfe suchen!

Ich wünsche Dir viel Kraft!
Liebe Grüsse
Winnie

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Anndra
Stammposter
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Beiträge: 296



« Antworten #2 am: 19. September 2006, 00:55:29 »

Hallo Shannara,
du könntest dich an die Kassenärztliche Vereinigung wenden.Die würden dir sicher eine Liste über zugelassene Psychiater und Psychotherapeuten in deiner Umgebung schicken.
Auch der Sozialpsychiatrische Dienst vom Gesundheitsamt bietet Hilfe an.
Außerdem gibt es sicher Stellen bei der Caritas und dem Diakonischen Werk die helfen können.
Was für dich richtig ist,weiß ich natürlich nicht.Ich habe die Erfahrung gemacht,dass der erste Weg nach dem Hausarzt,zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie führt.Der überweist dann an einen Psychotherapeuten.
Der Psychiater wird sich mit dir unterhalten und versuchen gemeinsam mit dir herauszufinden,welche Form von Therapie für dich am Besten ist.
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg und geh' langsam.
Alles Liebe

Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #3 am: 19. September 2006, 08:21:33 »

Hi Shannara
Eine Gesprächstherapie finde ich als ein gute Idee. Wer als Ansprechpartner dafür in Frage kommt, weiß ich nicht. Wichtig wäre, daß er auf jeden Fall kompetent ist, damit deine Gesprächstherapie nutzvoll endet. Ich denke, daß du dich sehr wohl auf dein Gefühl verlassen kannst und einen fachkundigen Psychiater, Psychotherapeuten aufsuchst. Ich könnte mir auch vorstellen, daß anfangs deine Stimmung schlechter wird, weil verdrängte Gefühle wieder zu Oberfläche gelangen.
Für dich wird es in erster Linie von Vorteil sein, wenn du deine Problematik verarbeiten kannst und deine Schwester wirst du dann viel besser verstehen können. Außerdem wärst du für deine Schwester eine große Hilfe, vorausgesetzt, wenn sie ein Hilfe von dir haben will
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Fridolin Steinpalme
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